Baden-Württemberg unterstützt Jazzclubs bei der Digitalisierung von Live-Konzerten

Viele Musik-Clubs in Baden-Württemberg sind während der Pandemie durch Bundes-Programme in der Optimierung ihrer technischen und digitalen Infrastrukturen gefördert worden. Das Land Baden-Württemberg möchte genau hier ansetzen und nun die Jazzclubs im Land bei der Produktion von hochwertigen Videoproduktionen oder Streamingkonzerten unterstützen.

Der Jazzverband Baden-Württemberg betreut das Sonderprogramm im Auftrag des Ministeriums. Die Anträge können bis zum 31. Januar 2022 über dieses Online-Formular gestellt werden. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs. Nähere Informationen gibt der Jazzverband Baden-Württemberg.

23.06.2021

Musikmagazin „Standort“ Episode 4 mit DJ Miss Control, Conni Maly u.a.

Standort, das grenzunterschreitende Musikmagazin ist mit einer neuen Folge am Start. Bei der Gemeinschaftsarbeit von VirusMusik und dem MOK Rhein Main empfangen Chan & Sepp’l großartige Gäste: DJ Miss Control, die Musikerin Conni Maly und Flo Kunz von der Plattform Kulturgesichter 069. Freut euch auf spannende Balkongespräche und viel fantastische Musik. Die Episode 4 ist auf dem MOK an folgenden Terminen zu sehen: Do. 24.06., 18.46 / 22.46 Uhr, Fr. 25.06., 10.46 / 14.46 Uhr, Sa. 26.06., und So. 27.06. jeweils 18.46 Uhr. Danach auch in der Mediathek.

22.06.2021

#artistathome: Angela Frontera @ THE NEWS on Magic Carpets II

In einer lateinamerikanischen Version von Aguileiras „Genie In A Bottle“ ist die brasilianische Musikerin Angela Frontera an der Percussion zu hören. Eingeladen wurde sie erneut von der Band THE NEWS, die seit einigen Wochen mit wechselnden Gastmusiker*innen ihre ganz eigenen Versionen von bekannten Coversongs auf Youtube präsentiert. Check it out…

 

22.06.2021

Podcasttipp zur Gleichstellung in Orchestern @ Dlf

Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz (Foto: Nikolaij Lund)

Ein Radiobeitrag im Deutschlandfunk bezieht sich auf die im Frühjahr veröffentlichte Studie des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) über die Geschlechterverteilung in 129 öffentlich finanzierten Berufsorchestern. Der Beitrag „Musikwelt und Gleichstellung – Frauen haben oft das Nachsehen“ beleuchtet die systematische Benachteiligung von Frauen in den öffentlich finanzierten Orchesterbetrieben, vor allem in höheren Positionen. Siegfried Ressel spricht u.a. mit Juliane Färber, festes Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, die sich für eine Quote in Orchestern ausspricht. Zu hören ist auch Anke Steinbeck, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Musikrat, die 2010 eine Dissertation über Dirigentinnen geschrieben hat und den Mythos „Maestro“ unter die Lupe nimmt. Sie stellt fest, dass sich in den letzten 11 Jahren wenig verändert hat und Frauen gern als „bunte Hunde“ und aus Gründen der political correctness eingeladen werden, damit aber eine Art zweite Liga kreiert wird. Renate Matthei versucht seit 35 Jahren, mit ihrem Furore Musikverlag Komponistinnen aus dem Schatten ins Licht zu holen; Komponistinnen, die zu ihrer Zeit sogar viel gespielt wurden, aber dann in der Versenkung verschwunden sind. Sie fordert, dass wenigstens bei den öffentlichen, also von uns Steuerzahler*innen finanzierten Festakten zu 50 Prozent Werke von Frauen gespielt werden. Zum häufig angeführten Grund, man achte bei einem Festakt auf „Qualität“, sagt sie: „Wie wird Qualität bemessen? (…) jemand, der sagen kann, ich habe schon Aufführungen hier und da gehabt, steht natürlich ganz anders da, als wenn sie sagt: Nein, ich habe mich da und da beworben. Und ist immer abgelehnt worden. Und an den Verhältnissen muss man eben etwas ändern“. Manos Tsangeris von der Akademie der Künste und der Dramaturg des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin Steffen Georgi merken an, dass neue Musik von zeitgenössischen Komponist*innen generell einen schweren Stand hätte.

22.06.2021

Podcasttipp: „Warum ist klassische Musik so weiß?“ @ WDR 3

Blickt man in deutsche Konzert- und Opernhäuser, fehlen häufig Schwarze Musiker*innen und Dirigent*innen. Doch es gibt sie. Hier aufgewachsen und ausgebildet. Woran also liegt es, dass sie öffentlich kaum wahrgenommen werden? Und wie fühlen sich nicht-weiße Personen im Publikum, welche unausgesprochenen Regeln und Konventionen „gelten“ bei einem Konzertbesuch? Gibt es eine „racial burden“ und das Gefühl der Exponiertheit von PoC im öffentlichen Raum? Das und mehr beleuchtet ein hörenswerter Beitrag in der Reihe „Musikporträt“ von WDR 3 von Dr. Dr. Daniele G. Daude, den ihr hier nachhören könnt.

22.06.2021

Zukunftsforum für Kulturpolitik 08.07.2021 – online

Unter dem Titel „Kulturgestalten“ veranstaltet die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. am 08.07.2021 ein Zukunftsforum für Kulturpolitik. Innerhalb der digitalen Veranstaltung von 16-18 Uhr werden nicht nur neue Rahmenbedingungen und Perspektiven für eine innovative Kulturpolitik diskutiert, sondern auch der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte und mit 15.000 Euro dotierte Zukunftspreis „Kulturgestalten“ erstmals verliehen. Der Zukunftsforscher Joël Luc Cachelin wirft einen Blick auf das Jahr 2040 und zeigt auf, welche Trends und Potenziale sich für den Kultursektor abzeichnen. Die Deutschlandfunk-Moderatorin Christine Watty diskutiert u.a. mit Léontine Meijer-van Mensch (Direktorin der Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden, Herrnhut) über Leitbilder einer innovativen Kulturpolitik. Und in poetischer Form setzt sich die Spoken-Word-Künstlerin Tanasgol Sabbagh (Foto) mit sozialen und gesellschaftlichen Transformationsnotwendigkeiten auseinander und regt zur Entwicklung neuer Perspektiven an. Der Zukunftspreis „Kulturgestalten“ wird in drei Kategorien verliehen und will das Engagement vorbildlicher Initiativen und herausragende Praxisbeispiele zukunftsweisender Kulturpolitik hervorheben (Nominierte). Die Teilnahme ist kostenlos. 

22.06.2021

Onlinetalk: Was macht Macht in der Popmusik? 05.07.2021

Was Macht mit der Popmusik macht und welche Auswirkungen wir täglich sehen, behandelt ein Onlinetalk am 05.07.2021, den das Kompetenzzentrum Popularmusik Rheinland-Pfalz (pop rlp) von 19-20:30 Uhr veranstaltet.  Monika Schoop und Melanie Ptatscheck (Early Career in Popular Music Research – Ein Netzwerk für Frauen*/ Leuphana Universität Lüneburg) setzen in der Keynote Macht in Zusammenhang mit Gender und Diversität und beleuchten in verschiedenen Spotlights ihre Verwobenheit mit der Populären Musik. In den anschließenden Breakoutsessions werden verschiedene Umgangsweisen mit diesen Machtstrukturen aufgezeigt: mit female:pressure, die dem Thema durch Vernetzung aber auch Studien begegnen, um Ungleichgewichte aufzuzeigen. Außerdem bringt Lilly Lillemor (WUT Kollektiv) Wege für mehr Awareness in der Clubkultur näher. Amelie Köppl stellt das female* Netzwerk musicwomengermany vor. In der Abschlussdiskussion gehen die Teilnehmer*innen mit den Speaker*innen der Frage nach, welche Auswege es aus den bestehenden Strukturen geben kann.

Die Veranstaltung ist ein Teil der Workshopreihe „in:balance – Projekt für Gendergerechtigkeit“ zum Auftakt der Gründung eines Netzwerks in der Mitgliedschaft der LAG Rock & Pop RLP e.V., welches intersektional Frauen* in der Populären Musik in den Fokus rückt und fördert und damit die Akteur*innenstruktur von pop rlp diverser gestalten möchte.

22.06.2021

Erstes Wochenende der Pop rlp masterclass ist gestartet

Am vorletzten Wochenende fand in den Räumen des Café Hahn, Koblenz, der Auftakt zur dritten Staffel der pop rlp masterclass statt. Im Mittelpunkt des von pop rlp, dem Kompetenzzentrum für Popularmusik Rheinland-Pfalz, initiierten und durchgeführten mehrmonatigen Förderprogramms stehen dabei junge aufstrebende Künstler*innen und Musikgruppen in und aus Rheinland-Pfalz, die künftig von erfahrenen und erfolgreichen Mentor*innen wie der Musikerin und Musikmanagerin Johanna Eicker aus Köln (Carolin Kebekus Band) begleitet und gefördert werden. Mehr als 40 Bands und Künstler*innen hatten sich in diesem Jahrfür die pop rlp masterclass beworben, sechs davon – u.a. I AM JO (Mainz), Lea X Linda (Eifel) und die Kölner Progressive Metalband Aeries um die Sängerin Laura Kiddo – wurden zum Vorspiel in den legendären Koblenzer Musikclub Café Hahn eingeladen, um ein Konzert zu geben und ein Livevideo zu drehen. Die produzierten Videos werden in den nächsten Wochen im YouTube-Channel von pop rlp veröffentlicht. Wer in den Kreis der pop rlp masterclass aufgenommen wird, entscheiden die Mentor*innen in den nächsten zwei Wochen. Man darf gespannt sein.

22.06.2021

Call for papers: Tagung zu gemeinschaftlichem kulturellen Handeln

Für die internationale und interdisziplinäre Tagung „(Wahl-)Verwandtschaften: Gemeinschaftliches kulturelles Handeln“ im Forschungszentrum Musik und Gender an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover vom 26. bis 28. Mai 2022 werden ab sofort Beiträge gesucht. Die Tagung fokussiert die Bedeutung unterschiedlicher, nicht familiärer Beziehungsformen für kulturelles Handeln und fragt danach, wie künstlerisches Agieren hierdurch beeinflusst wird: Ermöglichen oder behindern Beziehungen Kreativität? Wie verändern sich Handlungsspielräume durch Statuspassagen? Unterscheiden sich familiäre (Familie, Geschwister, Ehe/Partnerschaft) und selbstgewählte (Kollektive, Lehrer-Schülerschaft, Arbeitsteams, Freundschaften, Ehe/Partnerschaft) Beziehungsformen in dieser Hinsicht? Inwiefern prägen hier beispielsweise geschlechtliche, nationale, ständische, milieuspezifische oder religiöse Faktoren das gemeinsame Handeln?

Der Call for Papers wendet sich an Wissenschaftler*innen der Gender Studies in den Bereichen Musik-, Literatur-, Theater-, Kunst-, Sozial– und Geschichtswissenschaft. Bewerbungen von Nachwuchswissenschaftler*innen sind ausdrücklich erwünscht. Interessierte Wissenschaftler*innen sind eingeladen, bis 15.10.2021 einen Vorschlag für einen Beitrag einzureichen (~250–300 Wörter) unter Mitteilung der Präferenz, ob eine 30-minütige Keynote oder ein 20-minütiger Vortrag angeboten wird. Eine Publikation ausgewählter Beiträge ist geplant. 

21.06.2021

Sexismus – Übergriffe – Machtmissbrauch: Online-Podiumsdiskussion

Die Online-Podiumsdiskussion „Sexismus – Übergriffe – Machtmissbrauch. Für neue Arbeitskulturen in (Musik)Theater und Film“ wird am 30. Juni, 19 Uhr von der Universität Bayreuth veranstaltet. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende einschlägiger Studiengänge, die später in diesen Bereichen tätig sein werden bzw. bereits sind. Es diskutieren: Arpiné Rahdjian (Opernsängerin, stimm-IG), Eva Hubert (Themis Vertrauensstelle), Julia Effertz (Schauspielerin, Intimitätskoordinatorin) und Katie Campbell (Studentin, MA Oper und Performance) Die Moderation hat Kordula Knaus (Universität Bayreuth)
Anmeldung unter: (at)
21.06.2021

Videotipp: „Drumming through the decades“

Warum gilt das Schlagzeug/die Trommel als „männliches“ Instrument und haben Frauen* in der Geschichte auch schon Schlagzeug gespielt? Das beleuchtet der erste sehenswerte Teil einer Videoreihe zur Geschichte des Trommelns durch die Jahrzehnte mit einem speziellen Fokus auf Frauen*. Teil 1 beschäftigt sich mit dem Trommeln von der Antike bis 1900. Die Serie ist auf 12 Teile angelegt, die wöchentlich veröffentlicht werden sollen. Moderiert wird die Sendung von der Schlagzeugerin Vicky O’Neon. Vier Episoden hat sie bereits auf ihrem Youtube-Channel veröffentlicht.

 

17.06.2021

Neustart Kultur ohne Frauen*

„Redet nicht, bucht Frauen“ heißt ein Gastbeitrag der Schweizer Musikerin Sophie Hunger im Spiegel, der kritisiert, dass die Kultur zwar nach der Pandemie neu startet, aber leider weitgehend ohne Frauen*. Und sie fragt zu Recht: „warum knüpft die Initiative Musik ihren Geldfluss nicht an Bedingungen? Will Olaf Scholz nur stolz auf seine 2,5 Milliarden »Neustart Kultur« sein oder auch darauf, worin man sie investiert?“ Auch uns beschleicht der Eindruck, dass bei sehr vielen Konzerten, die in den nächsten Wochen mit öffentlichen Geldern gefördert werden, doch wieder hauptsächlich Männer auf der Bühne stehen und die Pfründe unter den üblichen – männlichen – Verdächtigen aufgeteilt werden. (Foto: Ausschnitt Line-Up Rock am Ring 2022)

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17.06.2021