Kulturbörse Freiburg Digital

Erstmals seit Bestehen der Internationalen Kulturbörse Freiburg wird die Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events in reduzierter Form digital stattfinden. Zusätzlich zu den für alle einsehbaren Inhalten der IKF-Website wird es einen passwortgeschützten Bereich geben, der ausschließlich registrierten Besuchern vorbehalten ist. Dort ist das gesamte Angebotsspektrum der digitalen IKF nutzbar: Aussteller*innen stellen sich und ihre Angebote vor. Bereits vorab können über einen Online-Terminkalender mit Ausstellern Meetings im Videochat vereinbart werden. Künstler*innen, die bei der 33. IKF live vor Ort für einen Kurzauftritt vorgesehen waren, werden mit Videos der Produktion, mit der sie ausgewählt wurden und weiteren Detailinformationen präsentiert. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt den Künstler- und Ausstellerbereich: Registrierte Fachbesucher*innen können an einem vielseitigen Online-Seminar- und Vortragsprogramm teilnehmen und haben die Möglichkeit, bei der Vorstellung neuer Projekte dabei zu sein. Ebenso können sie an der Wahl der FREIBURGER LEITER in den Sparten Darstellende Kunst und Musik teilnehmen. Registrierte Teilnehmer*innen können untereinander Kontakt aufnehmen, Nachrichten austauschen und das eigene Netzwerk pflegen und ausbauen. Ab Mitte Dezember ist die Besucherregistrierugn geöffnet. Die Digitale Kulturbörse findet vom 18. bis 20. Januar statt.

10.12.2020

Radiotipps: 11. Ella Fitzgerald & 13.12.2020 Aki Takase (hr2-Kultur)

Zwei vielversprechende Radiosendungen auf hr2-kultur stehen in den nächsten Tagen an: Eines der meistverkauften Plattenalben von Sängerin Ella Fitzgerald ist in Deutschland entstanden: „Mack The Knife“, Mitschnitt eines legendär gewordenen Konzerts, das Ella im Jahr 1960 in der Berliner Deutschlandhalle gegeben hat. Nun ist nach mehr als einem halben Jahrhundert ein würdiges Nachfolge-Album erhältlich: „Ella Fitzgerald: The Lost Berlin Tapes“, mit bislang unveröffentlichten, weil verschollen geglaubten Aufnahmen aus einem Auftritt der Sängerin 1962 im Berliner Sportpalast. Karmen Mikovic stellt uns das Album am 11.12.2020 um 22:30 Uhr in der Sendung „Jazz Classics“ auf hr2-kultur vor.

Am 13.12.2020 folgt um 19:04 Uhr eine Folge der Sendung „hr-Bigband“ mit Gregor Praml, der das Livekonzert  „Echoes of Ellington (Teil 1)“ der hr-Bigband mit Aki Takase und Alexander von Schlippenbach präsentiert. Geplant war dieses Groß-Unternehmen mal als Live-Übertragung aus dem hr-Sendesaal im März 2020, dann kam die Pandemie und das Ganze musste in den September verschoben werden. So konnte das Konzert nur mit reduziertem Publikum und nicht als Live-Übertragung stattfinden. Im Mittelpunkt der ersten Konzerte: Duke Ellington u.a. in neuen Arrangements des Pianistenpaares Alexander von Schlippenbach und Aki Takase.

10.12.2020

#Soulidarity: Spenden für Musiker*innen des afrikanischen Kontinents

Auch die Musiker*innen des afrikanischen Kontinents können aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht mehr auftreten und haben seit Monaten kein Einkommen mehr. Die Spendenkampagne #SOULIDARITY der NGO „Start with Culture“ will 200 Musiker*innen helfen und veröffentlicht bis 20.12. zahlreiche Videos, in denen sich die Bands und Musiker*innen vorstellen und erzählen, wie es ihnen in der Coronakrise ergangen ist. Eine tolle Möglichkeit, großartige Musiker*innen und die Vielfalt dieses Kontinents zu entdecken! Mit dabei sind z.B. Sandra Nankoma (Uganda), Nomfusi, Afrika Mamas und Tu Nokwe aus Südafrika, die Band Nobuntu aus Zimbabwe (Foto), Dag Tenere (Niger), Noura Mint Seymali (Mauretanien), Fendika (Äthiopien), Siti & The Band (Zanzibar) u.v.m. Hier könnt ihr direkt per Paypal spenden, auf der Homepage finden sich weitere Möglichkeiten.

10.12.2020

Verlängert: Call for papers: 17. Darmstädter Jazzforum zu Eurozentrismus im Jazz

Das Darmstädter Jazzinstitut hat mit den Vorbereitungen für sein nächstes, 17. Darmstädter Jazzforum begonnen, das vom 30. September bis 2. Oktober 2021 stattfinden wird. Ab sofort werden Vorschläge für Beiträge entgegen genommen, die sich mit dem Thema Eurozentrismus im Jazz befassen. Fragestellungen können z.B., wie europäisch beeinflusste Sichtweisen das ethische wie ästhetische Verständnis, die Präsentation und die Rezeption des Jazz mit geprägt haben, welche Formen von Ausgrenzung und anderen Othering-Strategien sich im Jazz hierzulande finden lassen, welche alternativen Lesarten der Jazzrezeption es gibt, wie afroamerikanische Kultur das Verständnis von Musik auf der ganzen Welt verändert hat u.v.m. Die Referate sollten ein Zeitlimit von 25-30 Minuten nicht überschreiten. Innerhalb gewisser Grenzen können Reisespesen übernommen werden. Die Einreichfrist wurde verlängert: 31. Dezember 2020. Kontakt: jazz@jazzinstitut.de

10.12.2020

#artistathome: SONiA feiert mit euch Chanukka – das Lichterfest

Die US-amerikanische Singer-/Songwriterin SONiA disappear fear lädt Fans, Freund*innen und Familie aus der ganzen Welt ein, mit ihr die acht Nächte des Chanukka-Fests zu begehen. Ab dem Abend des 10. Dezember um 24 Uhr deutscher Zeit (18 Uhr EST) wird SONiA täglich das Anzünden der Kerzen und das Singen des Segens live von ihrer Facebook-Seite übertragen. Das Motto „Niemand wird ausgelassen“ war von Anfang an Teil der Philosophie von disappear fear. Mit Light In You aus dem Album By My Silence (2019) hat SONiA das vor einigen Jahren gegebene Versprechen eingelöst, einen Chanukka-Song zu schreiben und aufzunehmen. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Musikvideo für eine rein akustische Version des Songs, das im Dezember 2020 auf YouTube veröffentlicht werden soll. Alle sind herzlich eingeladen, an der Chanukka-Feier teilzunehmen – unabhängig von Religion, Nationalität, Politik, sexueller Orientierung und anderen Kategorien, die zu oft verwendet werden, um uns zu spalten. In einem Jahr, in dem viele von uns die meiste Zeit isoliert von ihren Familien, Freunden und Nachbarn sind, und die Feiertage möglicherweise getrennt von unseren Lieben verbringen, ist es wichtiger denn je, dass wir uns gegenseitig Licht ins Leben bringen, wenn auch aus der Ferne. SONiA ermutigt diejenigen, die an der Chanukka-Feier teilnehmen möchten, ihre eigenen Kerzen anzuzünden und sie in der Nähe eines Fensters zu platzieren, damit andere das Licht sehen und teilen können. Sie hofft, dass dieses einfache universelle Symbol den Menschen hilft, sich miteinander verbunden zu fühlen und diese dunklen Tage ein wenig heller zu machen.

10.12.2020

Anchor Award 2020 Doku

Wie kann in Zeiten einer Pandemie eine Award-Show realisiert werden? Was bedeutet es für Künstler*innen, vor deutlich kleinerem Publikum zu spielen? Diese und viele weitere Fragen beantworten die Macher*innen dees Anchor Awards in der dreiteiligen Doku zur fünften Ausgabe des ANCHOR – Reeperbahn Festival International Music Awards. Gedreht während der Vorbereitungen zur Show und im Laufe des Festivals, gibt die Dokumentation einen Einblick hinter die Kulissen, begleitet die Nominees zu ihren Konzerten, folgt der Jury in New York (Tony ViscontiBrody Dalle & Darcy Proper) und vor Ort in Hamburg (Melanie C.Frank Dellé & Markus Kavka) und ist Backstage dabei, wenn es heißt: Wer gewinnt den ANCHOR 2020? Mit dabei waren in diesem Jahr ÄTNAArya ZappaEefje de VisserSuzaneTuvabandL’Eclair (coronabedingt abgesagt). Hier geht es zum Trailer.
10.12.2020

#artistathome: The Kut sammelt mit Christmas-Single für das Rote Kreuz

The Kut mal anders: Eigentlich ist die britische all female Band bekannt für ihre Rocksongs, mit denen sie regelmäßig die Charts stürmt, doch auf ihrer neusten Veröffentlichung sind melancholische Töne und Cello, Violine und Weihnachtsglöckchen zu hören. Die Band hat gerade ihre Weihnachts-Single „Waiting For Christmas“ veröffentlicht, deren Einnahmen zu 100% an den Coronavirus Rettungsfonds des Roten Kreuzes fließen sollen. Dieser wurde aufgelegt, um von Armut betroffenen Menschen während der Pandemie zu helfen. Hier könnt ihr die Single in verschiedenen Versionen downloaden.

10.12.2020

#NeueRelevanz – Kulturpolitische Gesellschaft startet neue Essayreihe

Die Kulturpolitische Gesellschaft ruft mit dem Stichwort #NeueRelevanz Kulturschaffende dazu auf, den Dialog über die Zukunft kultureller Infrastrukturen anzustoßen. Auf einem neu eingerichteten Blog diskutieren Autor*innen über benötigte Transformationen, mögliche Neuausrichtungen, zukunftsweisende politische Strategien, die Zuständigkeitsbereiche von Kulturpolitik und die Rolle von Künstler*innen in diesen Prozessen. IM jüngsten Beitrag dieser Reihe hält Katrin Lechler unter dem Titel Ist das noch Kultur oder kann das schon weg? einen flammenden Appell gegen diese Fragestellung: Warum, so fragt sie, stellt die Kultur immer wieder ihre eigene Relevanz in Frage und spielt damit denen in die Hände, die Kultur ohnehin als überflüssigen Luxus sehen? Sie zieht eine Parallele zum Sport, in dem auch viel öffentliches Geld steckt, und schreibt: „Auch bei völligem Mangel an persönlichem Interesse daran würde man nicht auf die Idee kommen zu sagen: Diese oder jene Sportart oder diesen oder jenen Wald- und Wiesen- oder Bundesligaverein braucht es nicht; er hat weder Förderung noch sonstige Aufmerksamkeit und Mitwirkung verdient. Es ist einfach egal. Ebenso wenig strengen aber die Sport-Treibenden und ihre Funktionäre aller Couleur selber jemals solche Diskussionen an! In der Kultur passiert genau das jedoch permanent. Warum? Warum vermitteln wir selbst öffentlich den Eindruck, das Geld, das in die Kultur gesteckt wird, gar nicht verdient zu haben; machen uns klein und rechtfertigen uns um Kopf und Kragen? Wo ist das Selbstwertgefühl von Kulturschaffenden und Kulturpolitiker*innen? Unsere Haltung ist traurig und beschämend!“ Die Autorin plädiert für eine sportlich-selbstbewusste Haltung, fordert jedoch in einem Bereich tatsächlich eine schnellstmögliche Transformation: „…den erklärten Willen zur Nachhaltigkeit, vor allem im Sinne der Klimaneutralität. Wer gesellschaftlich relevant sein will, braucht eine vorausschauende und vorbildhafte Nachhaltigkeitsstrategie!“

Wer selbst etwas zu dieser Debatte beitragen möchte, kann dies noch bis zum 15.12. tun: Sendet euren Text als Word-Dokument an (at) oder (at).

10.12.2020

Internationaler Musikvideo Duo Wettbewerb für Violine & Flöte 2020/2021 – Corona Encore: Coffee Mask

Bis zum 20. Januar 2021 können sich weltweit Interpret*innen am erstmalig ausgeschriebenen „Internationalen Duo Wettbewerb für Violine & Flöte 2020/2021“ per Musikvideo beteiligen. Der Wettbewerb will Musiker*innen inspirieren und unterstützen, „die als Kulturschaffende durch die Folgen der Pandemie – Shutdown, Abstand, fehlende Auftrittsmöglichkeiten, Konzertabsagen – massiv und existenziell in der Entfaltung ihrer Kunst und der Ausübung ihres Berufes beeinträchtigt sind“. Es gilt, zwei Wettbewerbsstücke – Viktoria Elisabeth Kaunzners furioses Drei-Minuten-Stück „Coffee Mask“ (2014, fue 10262) und Carl Philipp Emanuel Bachs „Andante“ aus seinem „Duo für Flöte und Violine“ (Wq. 140 H. 598, 1. Satz) – zu interpretieren. Neben der instrumental-künstlerischen Darbietung sind die Ensembles ausdrücklich und herzlich eingeladen, Kreativität und Innovationsfreude bei der Gestaltung ihres Wettbewerbs-Videos zu präsentieren. Die Teilnahme per Musikvideo ist kostenfrei. Ausgelobt sind Geldpreise im Gesamtwert von 4.500 Euro sowie attraktive Meisterkurse und Sachpreise. Alle teilnehmenden Duos werden zudem via Social-Media mit ihren Beiträgen präsentiert. 

10.12.2020

Noch mehr musikalische Adventskalender

Ihr seid dieses Jahr immer noch nicht mit genügend Adventskalendern ausgestattet? Ihr braucht die tägliche Dosis Musik? Dann haben wir gleich drei Tipps für euch:

Das Ella & Louis in Mannheim hat einen musikalischen Adventskalender aufgelegt, bei dem ihr jeden Tag einen jazzigen Weihnachtshit zu hören bekommt. Hinter Türchen 7 zum Beispiel spielt Alexandra LehmlerO Tannenbaum„.

Das Jazzfest Bonn hat seinen Adventskalender einfach in Form einer Spotify-Playlist angelegt, die täglich wächst. Mit dabei ist unter anderem Kinga Glyk im Türchen 2.

Dieser Adventskalender macht nicht nur Spaß, er tut auch was Gutes: jeder Kauf eines Türchens der Kleinsten Einheit unterstützt Kunstschaffende, die sich extra etwas Tolles haben einfallen lassen. Von 24 Künstler*innen gibt es jeden Tag eine Darbietung.

10.12.2020

2. Ausschüttung des RockCity Soforthilfe-Fonds für Musiker*innen aus HH

Akut in existenzielle Not geratene Musiker*innen und Musikschaffende können sich noch bis 13.12.2020 für die zweite Ausschüttungsrunde des RockCity Soforthilfe-Fonds bewerben. In den letzten Wochen und Monaten hat der Verein mit seiner Kampagne #musicsupportHH erneut großzügige Unterstützer*innen gewonnen, deren Spenden euch jetzt zugute kommen sollen. Antragsberechtigt sind Musiker*innen und Musikschaffende, die in Hamburg oder der Metropolregion leben bzw. schwerpunktmäßig arbeiten und die durch die Raster der November- und Dezemberhilfen fallen. Pro Person/Firma/Band werden nach Bewilligung 400 Euro Förderung zeitnah bis Ende Dezember ausgezahlt.

09.12.2020

Reeperbahnfestival Conference: Talk zu Corona-Hilfen

Das Reeperbahnfestival nimmt in einer Talkrunde mit dem Titel „Inmitten der Nacht – auf der Suche nach der Perspektive“ die Coronahilfen in den Fokus:

Gut gemacht oder doch nur ’stets bemüht‘? Es steht außer Zweifel: gegenwärtig hängen weite Teile der Veranstaltungswirtschaft notgedrungen am Tropf der Politik. Es gibt auf Bundes- und Landesebene die in der vorangegangenen Session vorgestellten Maßnahmen, um der Branche durch die Krise zu helfen, doch wie und wo bedarf es der Nachbesserung? Welche Arten der Nothilfen haben sich bewährt und welchen Handlungsspielraum hat und wird die Politik nutzen, um den Aspekt der „Zielgenauigkeit“ bei in Planung befindlichen Hilfsprogrammen besser als zuvor zu entsprechen?
Mit: Sandra Beckmann – Tontechnikerin, Sprecherin #AlarmstufeRot
Bettina Hagedorn – Parlamentarische Staatssekräterin im Bundesfinanzministerium
Pamela Schobeß – Clubbetreiberin Gretchen / Clubcommission Berlin
Stephan Thanscheidt – Geschäftsführer, FKP Scorpio
Moderation.: Michael Westerhoff – WDR

 

08.12.2020