Volkslied 3000 sucht Komponist*innen für KI-Texte

„Brauchen wir neue Volkslieder? Und wenn ja, wie sollen diese klingen?“ Diese Fragen stellen die Neuköllner Oper, das Festival Kommen und Gehen und das Klangkollektiv KlingKlangKlong mit ihrem Songwettbewerb Volkslied 3000. Dieser generiert mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Volksliedtexte, die nur noch vertont werden müssen. Grundlage dafür ist ein GTP-3 Textgenerator, der mit Volksliedtexten gefüttert wurde und – nach Eingabe von Schlüsselwörtern – selbstständig komplette Liedtexte generiert. Dafür werden Musiker*innen gesucht, die Lust haben, Volkslieder des 21. Jahrhunderts zu komponieren, die die Vielfalt unserer modernen Welt widerspiegeln. Die Gewinner*innen dieses Wettbewerbs erhalten einen Preis von je 1000€, die Möglichkeit, ihr Stück in der Neuköllner Oper (03.09.) und beim Festival Kommen und Gehen (21.08.) zu spielen sowie mit ihrem Werk auf dem Volkslied 3000-Album veröffentlicht zu werden. Und so gehts: Generiere auf der Wettbewerbsplattform einen Songtext, der Dir gefällt. Vertone ihn und reiche den Song bis 10.07.2022 per Mail ein.

25.05.2022

Baden-Württemberg schreibt Innovationsfonds Kunst mit Förderschwerpunkten Klimawandel und Ukraine aus

Der Innovationsfonds Kunst wird in Baden-Württembergs auch im Jahr 2022 ausgeschrieben. Bis 22. Juli können sich Kulturschaffende im Land mit innovativen Projekten bewerben. In diesem Jahr liegt neben der Förderung innovativer Projekte ohne thematische Zuordnung ein besonderer Schwerpunkt auf der Unterstützung von Projekten mit ukrainischen Künstler*innen und der Auseinandersetzung mit dem Klimawandel. Gefördert werden künstlerische Veranstaltungen und Vorhaben aller Sparten, die zusammen mit geflüchteten Kunst- und Kulturschaffenden aus der Ukraine durchgeführt werden oder die zum Ziel haben, die Kulturszene in der Ukraine zu stärken sowie Kulturprojekte, die sich mit dem Klimawandel und seinen Folgen auseinandersetzen oder sogar Lösungsansätze aufzeigen. Die Förderhöchstsumme beträgt bei allen Programmlinien 50.000 Euro. Die Mindestfördersumme umfasst 10.000 Euro. Die Förderentscheidungen trifft eine unabhängige Jury.

24.05.2022

PopCamp 2022 steht fest

vergangenen Wochenende haben sich acht Bands in Celle der vierköpfigen Jury vorgestellt. Beim Live Audit präsentierten sich die Bands in einem 20 minütigem Auftritt auf der Bühne und gingen dann in ein Gespräch mit der Jury. Am Ende standen die fünf PopCamp Bands für die Teilnahme am 18. PopCamp Jahrgang fest. Darunter sind: IUMA (Pop aus Berlin), Juli Gilde (Pop, Alternative/Independent, Folk aus Berlin/Mannheim), Kapa Tult (Pop, Alternative,/Independent aus Leipzig) und Nikra (Rock, Alternative/Independent, Punk/Hardcore aus Mannheim). Im September werden sie zusammen mit einem auf ihre Wünsche abgestimmten Dozent*innenteam die erste Arbeitsphase im Musikbildungszentrum Südwestfalen verbringen, die zweite Arbeitsphase wird im November stattfinden und mit einem Showcase-Konzert in Berlin sein Highlight finden.

24.05.2022

Dritte Female Film Composer Class der SoundTrack_Cologne

Nur 5% betrug der Anteil der Filmkomponistinnen in der europäischen TV-Fiction von 2015-2020, lediglich 9% der Kinospielfilme wurden von Frauen vertont (2016-2020) – stellt das European Audiovisual Observatory fest. Um diesen katastrophalen Zahlen wenigstens etwas entgegenzusetzen, führt die SoundTrack_Cologne nun zum dritten Mal die Female Film Composer Class durch. Das Programm setzt sich zusammen aus der Teilnahme an SoundTrack_Cologne 19 (8. – 11.6.2022) und anschließend einem dreitägigen Block an Teachings (12. – 14.6.2022). Der an SoundTrack_Cologne anschließende dreitägige Block bietet vertiefende Workshops in kleinen Gruppen. Musikalische Fähigkeiten, außergewöhnliche Kreativität und kompositorisches Handwerk sollten die Teilnehmerinnen bereits mitbringen – Ziel ist es vor allem, die nicht-musikalischen Fähigkeiten der Komponistinnen zu stärken: Themen sind u.a. Vernetzung, PR, GEMA, Verwertungsketten und Postproduktionsplanung. Die Teilnehmerinnen haben idealerweise bereits ihre ersten Filme, TV-Programme, Computerspiele, Hörspiele, Theaterstücke vertont und einige Erfahrungen gesammelt. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Frauen begrenzt. Die Teilnehmerinnen werden der Branche sowohl bei der Eröffnung (Mi, 8.6.) als auch der Preisverleihung (Sa, 11.6.) von SoundTrack_Cologne 19 vorgestellt. Sie sind automatisch für das Matchmaking von SoundTrack_Cologne qualifiziert und erhalten Einladungen zu allen Netzwerkveranstaltungen. Die Teilnahmegebühr beträgt 200 Euro inkl. Mwst. und umfasst das komplette Programm von SoundTrack_Cologne und der Female Film Composer Class. Für Reise, Unterkunft und Verpflegung müssen die Teilnehmerinnen selbst aufkommen. GEMA-Mitgliedern werden zwei Stipendien angeboten. SUISA-Mitgliedern werden drei Vollstipendien (inkl. Reise und Unterkunft) angeboten. Bewerbungsschluss: 30. Mai 2022 12:00

24.05.2022

Uni Regensburg untersucht Nachwirkungen von Corona auf Musiker*innen

Musiker*innen in aller Welt sind seit Beginn der COVID-19-Pandemie von tiefgreifenden politischen Entscheidungen beruflich und finanziell in hohem Grad beeinträchtigt. Inzwischen können wieder vermehrt Musikveranstaltungen stattfinden – fraglich ist aber, ob und wie die Corona-Politik in der deutschen Kulturbranche nachwirkt. Wissenschaftler*innen der Universität Regensburg möchten den aktuellen psychologischen und gesundheitlichen Zustand der Musiker*innen sowie ihre Arbeits- und Lebenssituation mithilfe eines umfangreichen Online-Fragebogens als quantitative Datenerhebung untersuchen. 

24.05.2022

Musikhochschule Rostock bietet Studiengang für Quereinstieg ins Lehramt Musik

Die Hochschule für Musik und Theater Rostock bietet zum Wintersemester 2022/23 erstmals zwei Master-Studiengänge für den Quereinstieg ins Lehramt Musik und ins Lehramt Theater (Darstellendes Spiel) an. Interessant ist der so genannte Q-Master für alle diejenigen, die einen ersten Hochschulabschluss in den Bereichen Musik oder Theater oder in angrenzenden Feldern haben und sich für die Lehrtätigkeit an Schulen mit pädagogischer und wissenschaftlicher Begleitung qualifizieren wollen. Das Q-Master-Studium ermöglicht in den meisten Bundesländern den direkten Einstieg in den Vorbereitungsdienst. In Mecklenburg-Vorpommern ist bislang noch ein berufsbegleitender Vorbereitungsdienst vorgesehen („Seiteneinstieg“), eine Reform zur Vereinfachung ist jedoch geplant. Angestellte Lehrkräfte können bei Vorliegen eines Master of Education in der Regel tariflich höher eingruppiert werden. Die Bewerbung für die beiden Q-Master läuft bis zum 31. Mai 2022 online unter www.hmt-rostock.de/studium/bewerbung. Die Zulassung erfolgt nach einem Eignungsgespräch, das im Sommer stattfindet.

24.05.2022

Aktivierungsprogramm für das Musikleben in NRW

Der Landesmusikrat NRW schreibt mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft Fördermittel aus, die belebende Impulse in die Musikszene geben sollen. Die Initiative richtet sich an selbstständige Berufsmusiker*innen in NRW und fördert selbst organisierte Aufführungen und Videoproduktionen sowie auch Aufträge zur Repertoirebildung an Komponist*innen und Arrangeur*innen. Die Ausschreibung setzt darauf, dass die geförderten Musiker*innen andere mit ins Boot nehmen. Selbstaufführungen werden nur finanziert, wenn mindestens drei weitere honorierte Musiker*innen beteiligt sind. Wer einen Kompositionsauftrag vergibt und das Werk aufführt, kann dies nur mit mindestens vier weiteren Interpret*innen umsetzen.

Der Landesmusikrat NRW als Dachverband veröffentlicht die Ausschreibung, die Förderrichtlinie des Kulturministeriums und die Antragsformulare auf www.lmr-nrw.de/foerderung/aktivierungsprogramm. Grundsätzlich werden drei Typen von Maßnahmen gefördert: Selbstaufführende bzw eigene Aufführungen, musikalische „Visitenkarten“ und Repertoirebildung. Nachfragen zu dem Programm per Mail an die folgende Adresse: (at). Letzte Frist für den Eingang von Anträgen beim Landesmusikrat NRW e.V. ist Donnerstag, der 30. Juni 2022, 24 Uhr.

24.05.2022

Ringvorlesung: „It’s a man’s world?“ @ HfMT Köln (hybrid)

„It’s a man’s world? Künstlerinnen in Europas Musik-Metropolen des frühen 20. Jahrhunderts“ heißt eine Vorlesungsreihe, die seit April an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln stattfindet. Zum Inhalt heißt es: Unter den Modernisierungen und Umbrüchen, die Europas Moderne vor dem Zweiten Weltkrieg kennzeichneten, veränderte die Frauenbewegung auch das Kultur- und Musikleben. Gegen soziale Ungleichheiten der Geschlechter begannen Künstlerinnen selbstbewusst ihre Stimme zu erheben, wenngleich führende Institutionen und Diskurse weiterhin von Männern bestimmt blieben. Musik-Metropolen wie Berlin, Wien, Prag, Paris oder Köln boten Frauen vielfältige Terrains, künstlerisch zu agieren“. Expert*innen aus den Musik- und Kulturwissenschaften bringen uns diese Künstlerinnen näher; die nächste Vorlesung findet am Mittwoch, 25.05. mit einem Vortrag von Carolin Stahrenberg/Linz: „Das moderne Mädel“? Stimme, Performance Persona und weibliches Empowerment im Berliner populären Musiktheater statt.

Alle Vorlesungen finden mittwochs von 18-19:30 Uhr im Kammermusiksaal der HfMT Köln, Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln statt. Die Ringvorlesungen der HfMT sind öffentliche Veranstaltungen. Besucher*innen von außerhalb der Hochschule sind herzlich willkommen. Eine digitale Teilnahme via Zoom ist möglich über die Anmeldung per Mail.

23.05.2022

Web-Talk: Change in der soziokulturellen Praxis 24. Mai 2022

Im zweiten Talk der Reihe „LAB_Soziokultur“ geht es am 24.05. von 16:30-18 Uhr um den Wandel in der soziokulturellen Praxis. Geplant sind folgende Inputs: 1. Die dunkle Seite der Soziokultur und warum es einen Generationswechsel braucht mit Jessy James LaFleur, spoken word artist + 3. Vorstandsvorsitzende von Löbaulebt e.V.; 2. Feste Basis für fliegenden Wechsel? – Thesen zur Zusammenarbeit von freien Künstler*innen(gruppen) und Soziokultur in ländlichen Räumen mit Micha Kranixfeld, Künstler und Kulturwissenschaftler; 3. Geht nicht. Gibt’s nicht! Chancen des Generationswechsels in der Soziokultur mit Linda Meier, Geschäftsleitung der Sumpfblume in Hameln; 4. Soziokultur als soziale Plastik – zwischen Heim- und Auswärtsspiel, Sozialarbeit und Labor mit Barbara Meyer, Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin des Internationalen Jugendkunst- und Kulturhauses Schlesische 27.

23.05.2022

Salongespräche: I‘m not sorry! Sexismus und Mädchen*arbeit 23.06.2022

Die 16. Salongespräche des Frauenreferats in Frankfurt werden am 23.06.2022 um 18 Uhr unter Beteiligung von Mädchen* und jungen Frauen* das Thema Sexismus in den Fokus stellen. Dabei geht es um intersektionale Verschränkungen, um die Auseinandersetzung mit Klischees und Vorurteilen, mit denen sowohl Mädchen* als auch Fachkräfte konfrontiert sind. Gemeinsam wollen sich die Teilnehmerinnen* den strukturellen Dimensionen von Sexismen widmen, antisexistische Jugendarbeit und Bündnisse stärken. Dazu wird uns Stevie Schmiedel von Pinkstinks das Konzept der Schule gegen Sexismus vorstellen. Mit Frankfurter Akteur*innen soll gemeinsam überlegt werden, wie eine diskriminierungssensible und intersektionale Bildungsarbeit aussehen kann. Mit dabei: Sarah Chabakji, Marc Melcher, Jamila Adler, Meliha Cinar und Jaraya und die Teilnehmer*innen des talk of g!rls, dem Beteiligungsgremium zur Vorbereitung des Mädchen*tages. Sie stellen klar: „I‘m not sorry“ und fordern seit Jahren den Abbau von Sexismus und Vorurteilen. Anschließend lädt das Frankfurter DJ* Kollektiv ggvybe auf den dancefloor und zeigt, wie politisch feiern sein kann.

Ort: Petrihaus | Am Rödelheimer Wehr 15 | 60489 Frankfurt 

Der Salon ist ein Teil der Kampagne Klischeefreie Zone Frankfurt, im Rahmen der Europäischen Gleichstellungscharta. Die Salongespräche werden in Gebärdensprache übersetzt. Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich.

Anmeldung bis 20.06.22 per Mail

23.05.2022

Online-Vortragsreihe „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“

Kritische Studien zu sexualisierter und rassistischer Gewalt haben in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen, insbesondere aber seit #MeToo und Black Lives Matter auch immer wieder Machtverhältnisse in der Musik thematisiert. Die Online-Vortragsreihe „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“ von QUART – Quality of Arts möchte einen Beitrag zu dieser Wissenschaft und diesem Aktivismus leisten: Sie bietet aktuelle Ansätze zur Analyse von sexueller Belästigung und Rassismus in der Musikindustrie und beleuchtet Initiativen, die Partizipation, Inklusion, Vielfalt, Wohlbefinden und faire Entlohnung von Musiker*innenn und anderen Kulturschaffenden fördern. Noch zwei ausstehende Termine gibt es in den nächsten Wochen. Die Organisator*innen Katharina Alexi, Rainer Prokop und Rosa Reitsamer am Institut für Musiksoziologie der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien laden am 24.05. um 17 Uhr zum Vortrag“Blacktivism, Anti-racism, and Creative Justice in Opera“ mit Antonio C. Cuyler ein; am 14.06. geht es ab 18 Uhr weiter mit einem Round Table mit/über Diversity Roadmap, female:pressure, Harfenduo.

23.05.2022

Förderung für Bildungs- und psychosoziale Versorgungsangebote (Ukraine-Flüchtlinge)

Der Krieg in der Ukraine, die Zerstörung ziviler Infrastruktur und die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung vertreiben Millionen Menschen aus ihrer Heimat. Nicht nur die Erfahrung von kriegsbedingter Gewalt, sondern auch die Fluchterfahrung selbst wirken sich oft schwerwiegend und anhaltend auf die Psyche von geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus. Diese Kinder und Jugendlichen benötigen so schnell wie möglich psychosoziale Unterstützung und Zugang zu Bildungs- und Freizeitangeboten, damit sie den Anschluss nicht verlieren und Abbrüche in ihren Bildungsbiographien vermieden werden. Die Deutsche Bahn fördert im Themenbereich Integration Bildungs- und psychosoziale Versorgungsangebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine. Es stehen insgesamt 150.000 Euro für 15 bis 20 gemeinnützige Organisationen zur Verfügung. Die Antragsfrist endet zum 10. Juni 2022.

23.05.2022