Veranstaltungstipp: Bird & Seek @ Waldkunstpfad Ludwigshöhe Darmstadt

Noch bis Samstag, 25.09.2021 können Waldfreund*innen und Musikfans auf dem Waldkunstpfad auf der Ludwigshöhe in Darmstadt der Musik von Natascha Leonie und Martin Grebenstein lauschen, die sie für ihr Projekt „Bird & Seek“ im Wald live aufgenommen haben. Grebenstein sammelte seit längerer Zeit Skizzen unter dem Arbeitstitel „Birdsongs“ und gestaltete sie zunächst zu Instrumentalstücken aus. Mit der Singer-/Songwriterin Natascha Leonie fand er eine congeniale Mitstreiterin für die etwas andere Schnitzeljagd, die zu jedem Stück eine fiktive Geschichte um einen anderen Vogel textete und so die passende Lyrik zum Stück erfand. Aufgenommen wurden die Songs im Wald – da kann es schon mal sein, dass der eine oder andere Vogel als Gastsänger*in zu hören ist. Sehr löblich: die Recordingsession wurde „CO2-neutral mit Bollerwagen und Rucksäcken“ abgewickelt. Besucher*innen können Musik & Videos mittels auf Holz gedruckten QR-Codes entlang des Waldkunstpfades abrufen, die noch bis zum Abschlusskonzert von Bird & Seek (Samstag um 16 Uhr am Waldkunstdorf auf der Ludwigshöhe in Darmstadt) zur Verfügung stehen.
23.09.2021

#MelodivaSpotlight: Janis Elko auf Compilation „PONG #1“

Es gibt mal wieder was Neues von Janis Elko (APART, En Transit). Wegener.Furner haben sie als Gastsängerin für ihr Debüt, die Compilation „PONG #1“ eingeladen, beim Song „Stranger Anymore“ den Leadgesang zu übernehmen. Die Compilation versammelt noch mehr befreundete Gastsänger*innen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wöchentlich veröffentlichet die Band zu jedem Song Video in der Reihenfolge der Tracklist. Im Oktober folgt “Star on my side“ mit Elko am Gesang.

23.09.2021

24. Generation Bandpool: jetzt bewerben!

Der Bandpool ist das Spitzenförderprogramm der Popakademie Baden-Württemberg, in dem Bands und Solo Acts aus dem gesamten Bundesgebiet über 18 Monate, im Rahmen von zehn Workshop-Wochenenden in Mannheim, gecoacht und unterstützt werden. Ziel ist es, sie für den Einstieg ins professionelle Musikbusiness vorzubereiten. Für die Künstler*innen ist das Projekt unentgeltlich, lediglich die An- und Abreisekosten müssen übernommen werden. Im Mittelpunkt stehen individuelle Coaching- und Fördermaßnahmen und der Aufbau eines funktionsfähigen Businesspartner*innen-Netzwerks. Gemeinsam mit Expert*innen aus der Branche arbeitet das Team der Popakademie mit den Musiker*innen an wichtigen Themenfeldern, vom Songwriting bis zum Interviewtraining, von Musikrecht bis zu strategischer Planung. Noch bis zum 30. November 2021 können sich Musiker*innen aus dem ganzen Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz bewerben, um Teil der 24. „Generation“ zu werden. Aus den Bewerbungen werden 40 Bands in die engere Auswahl genommen, mit denen ein Telefoninterview geführt wird. Im nächsten Schritt werden die besten 18-20 Bewerber*innen zu einem Vorspieltermin vor einer Fachjury der Musikindustrie eingeladen. Aus diesem Vorspiel geht die neue Bandpool-Generation, bestehend aus fünf bis sieben Bands, hervor. Hier siehst du, wer letztes Jahr das Rennen gemacht hat.
21.09.2021

Jazzfest Berlin erhält EJN Award

Das „Europe Jazz Network“ (EJN) verleiht jährlich einen Award an ein Festival oder eine Spielstätte, die durch spannende, interessante Programme aufgefallen ist. Nach dem Jazz Festival Ljubljana 2018, dem Jazzfest Sarajevo 2019 und der doppelten Vergabe an die Spielstätten Victoria in Oslo und Porgy & Bess in Wien 2020 fiel die Wahl der Jury dieses Jahr auf das Jazzfest Berlin. Die Jury lobte das Festival als „…eines der ältesten Jazzfestivals in Europa, das sich immer wieder selbst erneuert, um musikalische und kulturelle Grenzen überschreiten zu können. Seit drei Jahren ist Nadin Deventer als erste Frau in der Jazzfestgeschichte künstlerische Leiterin. Sie gestaltete während der Corona-Pandemie 2020 an mehreren Orten ein fantastisches Programm – darunter digital eine ,musikalische Brücke‘ zwischen Berlin und New York, die deutlich machte, wie wichtig es ist, in Zeiten der Isolation nach Zusammenarbeit und Kooperation zu suchen.“ Der Preis wurde bei der gerade zu Ende gegangen Konferenz des EJN verliehen.

21.09.2021

Albert Mangelsdorff Preis 2021 geht an Aki Takase

Seit 1993 verleiht die Deutsche Jazzunion (DJU) alle zwei Jahre ihren mit 15.000 Euro dotierten „Albert Mangelsdorff Preis“. In diesem Jahr bekommt die Pianistin Aki Takase diesen renommierten deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk. Die 1948 geborene japanische Musikerin ist seit den 80er Jahren fest in der deutschen und internationalen Jazzszene verwurzelt und lebt seit 1987 in Berlin. „Ihr beeindruckendes vielfältiges Œuvre hat internationale Strahlkraft, ihre kraftvolle expressive Spielweise ist einzigartig und klar erkennbar – meist beim ersten Ton“, heißt es in der Begründung der unter anderem mit Nadin Deventer (Jazzfest Berlin), Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt) und Nils Wogram (Posaunist) besetzten Jury. „Aki Takase ist kompromisslos und freigeistig ihren Weg gegangen und hat sich dabei immer wieder mit der Jazztradition auseinandergesetzt, ihre Wurzeln neu interpretiert. In ihrer Zusammenarbeit mit jungen Musiker*innen hat Aki Takase stets ihren eigenen pionierhaften Ansatz weitergetragen, den Jazz-Nachwuchs unterstützt und ihre eigene Musik damit erfrischend verwoben.“ Die Preisverleihung mit Konzert der Preisträgerin findet am 5. November 2021 im Rahmen des Jazzfest Berlin statt (Foto: Žiga Koritnik).

21.09.2021

Open Call für ein Tutzinger Manifest 2021

Der gesellschaftliche Blick auf die Zukunft kultureller Nachhaltigkeit stellt Kunst, Kultur und Kulturpolitik vor die konkrete Frage: Was braucht eine Kultur der Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter? Im prominent unterstützten „Tutzinger Manifest“ von 2001 haben Mitwirkende festgestellt, dass nachhaltige Entwicklung nur funktioniert, wenn sie die „kulturell-ästhetische Dimension“ einbezieht. Im November 2021 möchten die Kulturpolitische Gesellschaft und ihre Regionalgruppe Bayern auf einer Tagung an der Evangelischen Akademie Tutzing einen selbstkritischen Blick zurück wagen und zugleich weitergehen: Bei welchen der 17 UN-Nachhaltigkeitszielen ist die Kultur wirklich auf gutem Weg? Können die Erfolge in Nachhaltigkeitsbereichen wie Kultureller Bildung, Teilhabegerechtigkeit, Inklusion und andere zufrieden stellen? Was ist tatsächlich gelungen? Was braucht eine Kultur der Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter? Hierzu startet die Kulturpolitische Gesellschaft eine Diskussion und lädt dazu ein, sich mit einem Beitrag (max. 6000 Zeichen) bis zum 15. Oktober 2021 zu beteiligen. Alle Einreichungen gehen in die Ausarbeitung eines neuen Tutzinger Manifests ein und werden in einem Blog zum Tutzinger Manifest veröffentlicht.

21.09.2021

Eilt: Streicherinnen für Frauenorchester-Projekt gesucht

FOP 2020 (Foto: Beatrice Szameitat)

Frauen spielen Musik von Komponistinnen unter Leitung einer Dirigentin und bringen damit Werke zu Gehör, die in den meisten Konzertprogrammen fehlen – dies ist die Grundidee des Frauenorchesterprojektes seit seiner Gründung im Jahr 2007. Doch dieses Jahr ist alles anders… ein großes Sinfonieorchester darf nicht spielen, Konzerte sind unwahrscheinlich. Das Frauenorchester-Projekt 2021 findet deshalb als Kammerorchester-Projekt in der Landesmusikakademie Berlin in Köpenick statt und wird vom 1. bis 3. Oktober einige wunderbare Werke von Komponistinnen kennenlernen, darunter die 3. Sinfonie von Louise Farrenc (mehr dazu hier). Momentan sind noch Plätze für Streicherinnen frei, konkret werden noch 2 erste Violinen, 2 zweite Violinen und 1 Viola gesucht. Interessierte melden sich bei Interesse gern per Mail.

21.09.2021

Helvetiarockt bietet Diversity Roadmap in vier Sprachen an

Du willst wissen, was du für mehr Diversität und Gleichstellung in deinem Club, Team oder Festival tun kannst? Dann hol dir die „Diversity Roadmap“ von Helvetiarockt, die auf Italiensch, Französisch, Englisch und Deutsch gute Gründe, einfache Empfehlungen und mögliche Maßnahmen empfiehlt, wie du der Diversität und Gleichstellung in Clubs und an Festivals Rechnung tragen kannst. Sie beleuchtet die Kommunikation, Strukturen, Räume, das Programmangebot u.v.m. und gibt dir die Möglichkeit, deine bisherige Vorgehensweise strukturiert zu hinterfragen und eine neue zu entwickeln. Die Roadmap gibt es auch gedruckt, schreibt hier zu eine Mail.

21.09.2021

Helvetiarockt sucht Regiokoordinator*in

Die Schweizer Koordinationsstelle und Vernetzungsplattform für Musikerinnen* sucht eine Regiokoordination (50 – 60%) ab Januar 2022 für die nationale Planung und Koordination der Angebote für Mädchen* und junge Frauen* zwischen 9 und 20 Jahren. Bewerbungsschluss: 28.09.2021. Die Ausschreibung findet ihr hier.

21.09.2021

Parteien antworten auf Wahlprüfsteine der Deutschen Jazzunion

Nur noch wenige Tage, dann ist wieder Bundestagswahl. Die Deutsche Jazzunion (DJU) hat das zum Anlass genommen, acht Fragen zu sozialer Absicherung, Förderinstrumenten, langfristige Kulturfinanzierung, Mindestgagen, Gleichstellung u.a. an die ParteienBündnis 90/Die Grünen, Die Linke, CDU/CSU, SPD und FDP zu richten. Ihre Antworten auf diese Wahlprüfsteine hat sie jetzt veröffentlicht. Diese zeigen, dass die Parteien im Großen und Ganzen die Positionen der DJU teilen, aber wenn es konkret wird und ans Eingemachte geht, gibt es doch deutliche Unterschiede.
Bei der Sicherstellung der langfristigen Kulturfinanzierung zeigt sich z.B. ein breites Spektrum. Grüne, Linke und FDP fordern ein „Staatsziel Kultur“, die Grünen darüber hinaus eine Reform des Zuwendungsrechts, langfristige Förderperspektiven, mehr Kreative in Jurys und die Einrichtung neuer Förderinstrumente. Die Linke fordert eine umfassende Steuerreform und die Einführung einer Vermögenssteuer zur Finanzierung von Förderprogrammen. Die CDU setzt auf Wirtschaftswachstum im Kreativbereich und sieht die Lösung in einer Verlängerung der Neustart-Hilfen. Die SPD nennt Mindestgagen und stellt die Verantwortung der Bundespolitik in der Unterstützung der Kommunen bei der Kulturfinanzierung heraus. Die FDP fordert eine Erhöhung des Bundeshaushalts für die Kulturförderung. Grüne, Linke und SPD unterstützen außerdem Mindestgagen. Die CDU setzt dagegen auf Tarifautonomie, die FDP auf freie Verhandlungen der Beteiligten. „In der Gesamtschau der Antworten zeigt sich erfreulicherweise ein wachsendes Verständnis für die Erfordernisse der Kunst- und Kulturschaffenden über die Parteigrenzen hinweg“, sagt der Geschäftsführer der DJU, Urs Johnen. „Konkrete und ausreichende Vorhaben etwa für die Verbesserung der sozialen Absicherung freier Künstler*innen, für die langfristige Kulturfinanzierung oder zur Förderung von Gleichstellung und Diversität sind jedoch nicht überall zu erkennen.“ Die Antworten der Parteien findet ihr als Zusammenfassung und in einer tabellarischen Übersicht hier.

21.09.2021

Female Voice of Afghanistan – virtuelles Festival 15.-20.10.2021

Mit einer Woche voll Musik zeigen afghanische Musikerinnen*, dass sie sich ihre Stimme nicht verbieten lassen. Die Musikethnologin Yalda Yazdani und der Leiter der Zeitgenössischen Oper Berlin, Andreas Rochholl, waren im Juli 2021 nach Afghanistan gereist, um afghanische Sängerinnen zu proträtieren. Beide hatten bereits 2017 und 2018 das Festival „Female Voice Of Iran“ veranstaltet, die neue Ausgabe sollte nach diesem Vorbild auf die Beine gestellt werden, um ihnen internationales Gehör zu verschaffen. Dann kam die gewaltsame Machtübernahme durch die Taliban und nichts ist mehr, wie es vorher war. Umso wichtiger ist jetzt, dass das Festival nun trotzdem stattfindet: vom 15. bis 20. Oktober wird es als virtuelles Festival „Female Voice Of Aghanistan“ auf dem Youtube-Kanal der Zeitgenössischen Oper gestreamt. Seid dabei und lernt neun Sängerinnen, die aus verschiedenen biografischen und stilistischen Perspektiven ihre Gesangskunst beisteuern: Mashal Arman, Rouya Doost, Gulshan, Freshta Farokhi, Sumaia Karimi, Sadiqa Madadgar, Naria Nour, Wajiha Rastagar und Ghawgha Taban. Hier geht es zum Festivalstream.

 

Mehr Infos gibt es bald hier

21.09.2021

Baden-Württemberg vergibt erneut Projektstipendien für freischaffende Künstler*innen aller Sparten

Freischaffende professionell tätige Künstler*innen aller Sparten können sich von jetzt an ein weiteres Mal um ein Projektstipendium beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bewerben. Das Land vergibt Stipendien in Höhe von je 3.500 Euro mit dem Ziel, die künstlerische Praxis unter Corona-Bedingungen zu fördern. Antragsberechtigt sind neben professionell tätigen Künstler*innen mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg auch junge Absolvent*innen künstlerischer Fächer an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen und Akademien. Mit den spartenoffenen Stipendien können begonnene Projekte zum Abschluss gebracht, neue künstlerische Vorhaben konzipiert oder neue Formate der Präsentation entwickelt werden. Insgesamt stehen für die erste und jetzt zweite Ausschreibungsrunde 15 Millionen Euro zur Verfügung. Voraussetzung ist der Nachweis der hauptberuflichen künstlerischen Tätigkeit. Der Nachweis kann belegt werden durch Angaben über die regelmäßige, professionelle künstlerische Tätigkeit in den letzten fünf Jahren sowie ergänzend durch den Nachweis über eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse oder in einem künstlerischen Berufsverband bzw. einer Verwertungsgesellschaft. Bewerbungen sind ausschließlich online möglich. Die Online-Bewerbung ist vom  15.09. 2021 bis zum 13.10. 2021 über diesen Link möglich.

20.09.2021