Call for Abstracts: „Rap & Geschlecht II“ (Reihe HipHop Studies)

In der HipHop Studies-Buchreihe von Beltz Juventa „Rap & Geschlecht II“ ist ein Call for Abstracts ausgeschrieben. Herausgegeben wird der Sammelband voraussichtlich im Herbst/Winter 2027 von Heidi Süß und Penelope Braune. Wie verändern sich Geschlechterverhältnisse im deutschsprachigen Rap? Welche neuen Formen von Weiblichkeit, Männlichkeit und queeren Geschlechtlichkeiten werden hervorgebracht und ausgehandelt? Welche Rolle spielen feministische und queere Positionierungen, Sisterhood, Selbstermächtigung und neue Formen kollektiver Organisation? Wie beeinflussen digitale Plattformen die Sichtbarkeit und Rezeption geschlechtlicher Inszenierungen? Und welche Macht- und Ausschlussverhältnisse bestehen trotz aller Veränderungen fort? Gesucht werden Beiträge, die sich aus inter- und transdisziplinären Perspektiven mit Geschlechterkonstruktionen, -verhältnissen und -performances im Rap auseinandersetzen, auch Perspektiven aus bislang weniger berücksichtigten Forschungsfeldern wie der Altersforschung, den Disability Studies, Affect Studies oder Science and Technology Studies. Abstracts im Umfang von max. 2 Seiten können bis zum 15. Dezember 2026 per Mail eingereicht werden.

21.10.2026

Call for Papers: „Und jetzt alle!“ – Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland

„Und jetzt alle! Historische und kulturanthropologische Perspektiven auf das Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland“ heißt das Thema einer Wissenschaftlichen Tagung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, für die bis 15.11.2026 Beiträge eingereicht werden können. Im Mittelpunkt der Tagung am 23. Juni 2026 steht die Frage, welche Formen des gemeinschaftlichen Singens in unterschiedlichen historischen und gegenwärtigen Kontexten des Rheinlands zu finden sind und aus welchen Beweggründen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielsetzungen sie stattfinden. Davon ausgehend interessieren Fragen nach der Bedeutung des Singens für die Entstehung, Ausgestaltung und den Erhalt von Gemeinschaft. Relevant sind dabei sowohl Beispiele für institutionalisierte als auch für informelle Formen gemeinschaftlichen Singens mit ihren Hintergründen, (medialen) Außendarstellungen und regionalen Wirkungen. Besonders willkommen sind Beiträge mit thematisch-methodischen Verbindungen etwa zur historischen Forschung, Kulturanthropologie und -ethnographie sowie zu weiteren Disziplinen wie der Musikethnographie.

21.10.2026

Call for Papers: DDR-Plattenlabel Amiga – Geschichte und Erinnerung

Die interdisziplinäre Tagung “Das Plattenlabel Amiga – Geschichte und Erinnerung” findet am 1. und 2. Oktober 2027 im Lippmann+Rau-Musikarchiv Eisenach statt. Populäre Musik erschien in der DDR auf Tonträgern ausschließlich unter dem Label Amiga, das eine Abteilung des VEB Deutsche Schallplatten war. Die Vorgabe war, dass auf Deutsch gesungen werden musste. Die Auflagen waren wegen Ressourcenknappheit vergleichsweise niedrig. Trotzdem prägte das Label die Alltagswelt der Menschen in der DDR über Generationen hinweg und wird von vielen bis heute als der „Sound des Ostens“ rezipiert. Die interdisziplinäre Tagung in Eisenach möchte Wissenschaftler*innen mit aktuellen Forschungsvorhaben zur Musik-, Kultur- und Mediengeschichte der DDR und zu gegenwärtigen Formen des kollektiven Erinnerns an die populäre Musik der DDR zusammenbringen. Darüber hinaus sollen praktische Perspektiven, etwa zur Kuratierung populärer Musik aus der DDR, Berücksichtigung finden. Hierzu ist jetzt ein Call for Papers ausgeschrieben, für den bis 1. März 2027 Beiträge eingereicht werden können. Die Tagung wird vom Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, dem Lippmann+Rau-Musikarchiv Eisenach und dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg veranstaltet.

21.10.2026

Call for Papers: 20. Darmstädter Jazzforum (Sept. 2027)

Seit 1989 veranstaltet das Jazzinstitut alle zwei Jahre in Darmstadt eine Musikkonferenz und bringt Forschende aus Musikwissenschaft, Soziologie, Geschichtsforschung und anderen Disziplinen mit Musiker*innen und Kulturschaffenden zusammen, um ein bestimmtes Thema aus einer spezifischen Jazzperspektive zu beleuchten. Im nächsten Jahr findet es unter dem Motto „Jazz Archiveology – The Shape of Jazz (History) to Come“ (22.–26. September 2027) statt. Damit richtet das 20. Darmstädter Jazzforum den Blick auf das Spannungsfeld von Jazz und Archiv und auf die Menschen, die entscheiden, was bewahrt wird. Denn Archive sind keine neutralen Speicher, sondern Organisationsformen, die von Menschen und deren Interessen geleitet sind: Sie sammeln, wählen aus, ordnen, erschließen und machen zugänglich. Damit prägen sie mit, was später als Wissen über Jazz verfügbar ist und welche Geschichten erzählt werden können. Angesichts wachsender Informationsfülle, Desinformation und leicht veränderbarer digitaler Inhalte kommt dem Originalmaterial im Archiv und den Menschen, die in Archiven arbeiten, eine neue Bedeutung zu. 

Der gerade gestartete Call for papers richtet sich an Musiker*innen, Wissenschaftler*innen, Veranstalter*innen, Journalist*innen, Kurator*innen, Musikpädagog*innen u.ä. Neben klassischen Vorträgen und Paneldiskussionen können weitere Formate wie Lecture Performances, Austauschformate und Diskussionsrunden (World Cafés, Fish Bowl usw.) oder neue Ideen für interdisziplinäre Ansätze (künstlerisch wie theoretisch) vorgeschlagen werden. Einreichfrist: 15.12.2026

21.10.2026

Dieter Wasilke Folk-Förderpreis

Der Dieter Wasilke Folk-Förderpreis ist eine jährliche Initiative des Vereins Venner Folk Frühling e.V. mit freundlicher Unterstützung der Zeitschrift Folker. Er hat das Ziel, den Folkmusik-Nachwuchs in Deutschland zu unterstützen und richtet sich an Musiker*innen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben (Solist*innen) oder deren Durchschnittsalter 35 Jahre nicht überschreitet (Gruppen), die in den Segmenten europäische und/oder nordamerikanische Folkmusik tätig sind. Ausgeschlossen sind: Musiker*innen, die bereits im Rahmen eines Konzertes beim Venner Folk Frühling e. V. aufgetreten sind; Bandmitglieder dürfen auch nicht innerhalb des Wettbewerbes in mehreren Formationen vertreten sein. Bewerben könnt ihr euch hier, per Post zugesandte Unterlagen werden nicht berücksichtigt. Bewerbungsfrist: 30.11.2026

14.10.2026

Zélia Fonseca im Alter von 66 Jahren verstorben

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich Zélia Fonseca mit ihrer Duopartnerin Rosanna im Frankfurter Sinkkasten das erste Mal live erlebt habe. Es muss 1997 gewesen sein, als sie mit Angela Frontera ihre neue CD „Passagem“ präsentierten. Es war mein erstes Liveerlebnis brasilianischer Musik. Ich war extrem beeindruckt vom Auftritt der beiden, ihren tollen, auch von indigener Musik beeinflussten Klängen, dem groovigen Gitarrenspiel, den melancholischen Balladen.
Zélia und Rosanna kamen 1989 nach Europa und ließen sich 1993 in Frankfurt nieder. Als Duo Rosanna & Zelia nahmen sie 6 CDs mit eigenen Kompositionen auf und standen mit Compay Segundo, John Mclaughlin, George Benson, Joe Zawinul, Maria Joao, Katharina Franck u.v.a. auf der Bühne. 2006 kam dann der Schock: verstarb Rosanna Tavares nach einem zweijährigen Kampf gegen den Krebs. Fonseca musste einen neuen Anlauf nehmen und startete mit dem Album „Impar“ 2011 eine Solokarriere. Weitere CDs folgten, sie teilte sich Bühne und Studio mit namhaften Größen, schrieb Texte für Theaterstücke und Gedichte, bereicherte auch die Musik von Kick La Luna mit ihren Beiträgen. Jetzt ist die Gitarristin, Sängerin und Songwriterin am 30.9.26 nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren verstorben. „Möge ihre Seele ins ewige Licht finden. Deine Lieder, dein Gesang werden weiterklingen und dein Humor und dein Lachen werden wir nie vergessen. Du wirst immer ein Teil von uns bleiben“, heißt es in einem Beitrag auf Insta der Band Kick La Luna. Auch wir werden sie vermissen.

Mane Stelzer

08.10.2026

Stadt Leipzig sucht Ideen für die regionale Musikwirtschaft

Musikunternehmen und Solo-Selbstständige Musiker*innen aufgepasst! Der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. sucht eure Ideen für die regionale Musikszene! Bis zum 22. Oktober können Vorhaben für den ersten “Ideenpitch regionale Musikwirtschaft” eingereicht werden. Der Ideenpitch richtet sich an Unternehmen und Solo-Selbstständige der Leipziger Musikwirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in der Stadt Leipzig. Insbesondere sind Einreichungen aus den Bereichen Label, Verlag, Management, Booking, Promotion & Marketing, Producing und Vertrieb möglich. Eine Bewerbung ist auch durch Unternehmen möglich, die eine zeitnahe Ansiedlung in Leipzig beabsichtigen. Die sechs ausgewählten Vorhaben werden am 08.12.2026 ab 17 Uhr im R42 in Leipzig öffentlich präsentiert. Die Pitches der ausgewählten Bewerber*innen sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Zusätzlich wird bei der Veranstaltung der „PitchPerfect“ vergeben: Der überzeugendste Pitch erhält weitere 1.000 Euro. Die Entscheidung darüber trifft das Publikum der Pitchveranstaltung.

07.10.2026

Next Level für Musikerinnen-Mentoring (AT)

Jetzt bewerben! Das Mentoring-Programm für Musikerinnen aus Österreich geht in die dritte Runde. In Zusammenarbeit mit dem Verein @mufa_musikfueralle schreibt das BMWKMS bis zu 20 Mentoring-Plätze für Frauen und FLINTA im Musiksektor aus. Ein Schwerpunkt ist diesmal Business & Professionalisierung. Bewerbungsfrist: 16. November 2026, Programmstart ist 8. Januar 2027.

07.10.2026

Open Call: MAINSTAGE @ Wien 23.11.2026 (13-26 J.)

Du hast eine Band und willst eure eigenen Songs vor Publikum performen? Du bist zwischen 13-26 Jahre alt? Dann ist die MAINSTAGE genau die richtige Bühne! Hol dir 20 Minuten Spotlight nur für dich und deine Band! Die Anmeldung startet am 06.10. um 15 Uhr und ist auf 5 Slots begrenzt!

Wo? Flucc, Praterstern 5, 1020 Wien
Wann? 23.11.2026, 20 Uhr

07.10.2026

Entwicklungs- und Produktionskurs für Musiker*innen

Hast du Interesse an einem intensiven, zweiwöchigen Entwicklungs- und Produktionskurs für Musiker*innen? Dann mach bei der gemeinsamen Umfrage der Hochschule für Musik Nürnberg und Nürnberg Pop mit. Der POPKURS NÜRNBERG soll schon 2027 kommen! In seinem Zentrum steht der kreative Prozess: Bandfindung, gemeinsames Entwickeln von Songs (auch im Bereich Produktion), künstlerische Profilbildung und Auftrittserfahrungen. Darüber hinaus wird grundlegendes Wissen über die Zusammenhänge der Musikbranche vermittelt. Der Popkurs verbindet künstlerische Arbeit, Reflexion und Branchenwissen in einem klar definierten Zeitraum und mit einem starken Fokus auf kollektive Prozesse, Szeneanschluss und unmittelbare Öffentlichkeit. Euer Beitrag in der Umfrage ist ein wertvoller Input zur finalen Konzeption des Popkurs!

07.10.2026

Basisförderung der Gema (bis 18.10. bewerben)

Du suchst finanzielle Unterstützung für dein nächstes Release? Die neue Bewerbungsrunde für die Kulturförderung Online läuft ab sofort! Reiche deine Bewerbung bis zum 18. Oktober 2026 ein und sichere dir die Chance auf 2.000 Euro Basisförderung. Voraussetzung ist u.a., dass die Werkanmeldung innerhalb der letzten zwei Jahre bei der GEMA erfolgt ist und das Werk auf kommerziellen Online-Plattformen veröffentlicht wurde.

07.10.2026

PAPER PUG Open Songwriting Camp 21.-23.10.2026

Der PAPER PUG Open Songwriting Camp im Oktober ist offen für Bewerbungen. Du bist Songwriter*in (m/w/d), Künstler*in oder Produzent*in? Dann bewirb dich jetzt für das Songwriting-Camp im Genre Pop und arbeite 3 Tage in den renommierten Hansa Studios. Wer sich bis 7.10.2026 bewirbt, kann den „early bird“-Rabatt mitnehmen (statt 349€ netto kostet das Camp dann 299€). Die Plätze sind begrenzt und werden kuratiert.

07.10.2026