Fred Jay Preis der GEMA: jetzt Vorschläge einreichen

Der Fred Jay Preis geht in eine neue Runde: Ab sofort können die rund 100.000 GEMA Mitglieder ihre Nominierungsvorschläge einreichen. Der Fred Jay Preis steht seit über 30 Jahren für herausragende Textdichterkunst. Ausgezeichnet werden Songwriter*innen, die mit ihren Liedtexten die deutschsprachige Musikkultur maßgeblich prägen und einen außerordentlichen Beitrag zu deren Entwicklung leisten. Das wichtigste Kriterium, um Nominierungen einreichen zu können, ist der Nachweis von konstanten erfolgreichen Werken, die sich durch eine hohe sprachliche und außergewöhnliche wortgestalterische Qualität auszeichnen. Nominierungsvorschläge können bis zum 15. September 2025 bequem über ein Online-Formular eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 05. Mai 2026 im Rahmen des Mitgliederfestes der GEMA in Berlin statt. 

28.08.2025

Tony Sender Preis 2025 geht an Anne Breick & Barbara Carvalho

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht seit 1992 alle zwei Jahre den nach der Gewerkschafterin und Journalistin Tony Sender (1888-1964) benannten Tony Sender-Preis. Mit der Auszeichnung ehrt die Stadt einzelne Frauen oder aber Projekte, Institutionen oder Vereine in Frankfurt, die sich in hervorragender und innovativer Weise für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eingesetzt haben. Erstmals wird der mit 10.000 € dotierte Preis an zwei Kandadatinnen vergeben: zum einen geht der 16. Tony Sender Preis an die queerfeministische Musik-Aktivistin Anne Breick (Foto links: Claudia Simchen), die Gründerin des Frauen* Musik Büros, die das Musikjournal & Netzwerk MELODIVA aufgebaut und maßgeblich geprägt hat und sich unermüdlich gegen strukturelle Benachteiligungen, Ausschlüsse und Diskriminierungen von Frauen und Queers engagiert. Zum anderen geht er an die künstlerische Leiterin des Internationalen Frauen*Theaterfestivals Bárbara Luci Carvalho (Foto rechts: Claudia Simchen), die sich seit vielen Jahren für Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbereich und für den Aufbau eines internationalen Künstler*innennetzwerks einsetzt und mit dem Festival feministische und antirassistische Perspektiven stärkt. Die Preisverleihung findet am 28. November 2025 in Frankfurt am Main statt. Wir freuen uns sehr über diese Auswahl und sagen: herzlichen Glückwunsch zum wohlverdienten Preis!

19.08.2025

Deutscher Rock & Pop Preis 2025 (Bewerbungsschluss zum letzten Mal verlängert)

Der diesjährige 43. Deutsche Rock & Pop Preis findet am 13.12.2025 in der Siegerlandhalle in Siegen statt. Bands & Solomusiker*innen können sich bis 01.09.2025 (verlängerter Bewerbungsschluss!) in 127 Kategorien bewerben. Das einzige Kriterium für die Jury ist dabei der künstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen und künstlerischen Ausrichtung steht diese Kulturveranstaltung damit im bewussten Gegensatz zu anderen Veranstaltungszeremonien von Industriepreisen und kommerziellen TV-Anstalten. Die Kulturveranstaltung, die vom Deutschen Rock & Popmusikerverband und der Deutschen Popstiftung ausgerichtet wird, sieht sich als Plattform zur Förderung des kreativen Nachwuchses, aber auch als Treffpunkt einzelner etablierter Künstler*innen und Persönlichkeiten des musikalisch-wirtschaftlichen Umfeldes.

15.08.2025

Nominierte für Anchor Award stehen fest

Seit nunmehr zehn Jahren steht der Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award für musikalische Qualität, künstlerische Vision und internationale Sichtbarkeit für aufstrebende Acts. Im Jahr 2025 wird die Anchor-Jury erneut von der Sängerin, Songwriterin und Unternehmerin Tayla Parx geleitet, an ihrer Seite stehen die Rockikone Suzi Quatro, die Avantgarde-Künstlerin Laurie Anderson sowie BAZZAZIAN und Max Giesinger. Die Jury hat sich jetzt auf sechs Acts festgelegt, die sie für den Award 2025 nominiert haben: Cara Rose, Mei Semones, Soft Loft, Sorvina u.a. 

15.08.2025

Preis der deutschen Schallplattenkritik Bestenliste 3/2025 ist erschienen

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat eine neue Bestenliste veröffentlicht und die hält einige tolle Neuentdeckungen bereit. Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnen die rund 160 Musikkritiker*innen vierteljährlich die „besten und interessantesten“ Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Es gibt 32 Jurys, Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die Grenzgänge-Jury hat sich zum Beispiel für das Album „Watersong“ entschieden, das die griechische Sängerin und Komponistin Savina Yannatou und Lamia Bedioui aus Tunesien mit dem Ensemble Primavera en Salonico aufgenommen haben. „Ein Stück Zuversicht durch Einheit in der Verschiedenheit“, lobt die Jury. Eine der beiden Jazz-Jurys wählte „After The Last Sky“ des tunesischen Oud-Spieler und Komponisten Anouar Brahem aus, an dem die Cellistin Anja Lechner mitgewirkt hat und mit dem Brahem an die Tragödie von Gaza verweist. In der Kategorie „Traditionelle ethnische Musik“ konnte das Ensemble Assafir um die Sängerin Clémence Gabrielidis punkten, das auf seinem Album „Travesèes“ Kreuzungen zwischen der Türkei und Griechenland vornimmt. Die Jury Club & Dance entschied sich für die CD „Tết 41“ der Berliner DJ JakoJako aka Sibel Koçer und lobt es paradoxerweise als „dezentes, still berührendes Album“. In der R’n’B, Soul & HipHop-Abteilung gewann „Golden Retrieve Her“ der in Brüssel lebenden Musikerin und Theatermacherin Adja Fassa (Foto), weil sie „mit ihrem Debütalbum einen dieser speziellen Momente, in denen außergewöhnliche Kunst wie aus dem Nichts zu entstehen scheint“ erschaffen habe. 

Übrigens: Künstler*innen können ihre CD, Vinyl, DVD und Blu-ray sowie Digital VÖs selbst einreichen, möglichst direkt nach Erhalt aus dem Presswerk, idealerweise mehrere Wochen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin, damit die Juror*innen ausreichend Zeit zum Anhören haben und der VÖ nicht mit den internen Nominierungsstichtagen kollidiert. Mehr zu den Einreich-Fristen hier.

15.08.2025

Shortlist der Kritiker*innenpreise der unabhängigen Musikbranche (VIA) steht fest

Insgesamt 18 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte stehen dieses Jahr auf der Shortlist des Kritiker*innenpreises der unabhängigen Musikbranche. Der VIA (VUT Indie Awards) zeichnet herausragende Talente der Independent-Branche in sechs Kategorien aus. Die Preise werden für Originalität und Qualität vergeben und nicht aufgrund von kommerziellem Erfolg. Aus 560 Einreichungen von Branchenprofis wurden für die VIA 2025 in folgenden Kategorien nominiert: als Beste*r Newcomer*in Ceren, Hotel Rimini und Vandalisbin. Als Bester Act wurden Derya Yıldırım & Grup Şimşek, Güner Künier und Masha Qrella zur Wahl gestellt. In der Kategorie Bestes Album haben Ätnas „Lucky Dancer“, Ebows „FC Chaya“ und „Big Swimmer“ von King Hannah eine Chance. Bei der Sparte Bestes Label wurde u.a. das Ladies und Ladys Label nominiert. In der Kategorie Bestes Experiment haben z.B. Holly Herndon and Mat Dryhurst mit ihrem KI-Projekt “The Call” eine Chance. Auch die Best New Music Businesses sollen ausgezeichnet werden; da sind aurismatic – eine Live-Musiküberwachungslösung, die die Meldung der Setlist an Verwertungsgesellschaften wie die GEMA automisiert, und der nachhaltige Merchandise-Anbieter SUSTAIN Merchandising im Gespräch. Die finale Entscheidung treffen Fachjurys besetzt mit ausgewählten Expert*innen, die repräsentativ für die Vielfalt der unabhängigen Musikbranche ein breites Spektrum an Genres, Hintergründen, Businesserfahrungen und Geschäftsbereichen vertreten. Am 18. September werden die Preise im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals vergeben. Der VIA ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. 

06.08.2025

Tag der Clubkultur ehrt Berliner Clubs & Kollektive (jetzt bewerben)

Der TAG DER CLUBKULTUR Kulturpreis würdigt Clubs und Kollektive, die das kulturelle Leben der Stadt nachhaltig mitgestalten – mit Haltung, Vision und künstlerischer Exzellenz. In 2025 werden insgesamt 31 Auszeichnungen an herausragende Berliner Clubs und Kollektive für ihre kulturelle Arbeit und ihr bisheriges Engagement innerhalb der Clubkultur der Hauptstadt in fünf verschiedenen Preiskategorien vergeben: Programmgestaltung & Kuration; Engagement für Community & Gesellschaftlicher Zusammenhalt; Ästhetik & Raumgestaltung; Engagement für Diversität & Nachhaltigkeit; Newcomer. Auch in diesem Jahr basiert die Auszeichnung auf einer offenen Ausschreibung, auf die sich Berlins Clubs und Kollektive hier eigenständig online bewerben können. Bewerbungsfrist: 20.08.2025

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung lädt die Festivalwoche TAG DER CLUBKULTUR unter dem Motto „Bridging Realities – 35 Years Of Movement“ vom 03.-12.10.2025 alle Berliner Clubs und Kollektive ein, sich mit einem eigenen Programmpunkt kreativ einzubringen. „Bridging Realities“ steht für das Überwinden von Grenzen zwischen Szenen, Generationen, Lebensrealitäten und Ausdrucksformen. Bei der mehrtägigen Veranstaltungsreihe können Berliner Clubs, Kollektive und Akteur*innen ihre kulturelle Arbeit öffentlich sichtbar machen – mit eigenen Formaten, Programmen und Perspektiven. Bis 03.09. könnt ihr hier eure Veranstaltungen melden.

06.08.2025

Buggles Award sucht Musikvideos aus Baden-Württemberg

Das Pop-Büro Region Stuttgart und der Stuttgarter Filmwinter – Festival for Expanded Media laden zur Teilnahme am landesweiten Musikvideowettbewerb „Buggles Award – Landesmusikvideopreis“ ein. Eingereicht werden dürfen Musikvideos aus Baden-Württemberg in unbegrenzter Anzahl, solange sie den Teilnahmebedingungen entsprechen. Gesucht werden innovative, experimentierfreudige und unkonventionelle Arbeiten. Eine Kommission mit Vertreter*innen des Pop-Büro Region Stuttgart und dem Stuttgarter Filmwinter wählen im Anschluss die Wettbewerbsbeiträge aus. Der auf 1.000 Euro dotierte „Buggles Award – Landesmusikvideopreis“ wird an Regisseur*innen von einer unabhängigen Jury in Rahmen des Festivals vergeben. Zudem wird ein mit 500 Euro dotierter Online-Publikumspreis verliehen. Die ausgezeichneten Einreichungen werden schließlich im Rahmen des 39. Stuttgarter Filmwinter auf großer Leinwand gezeigt. Bewerbungsschluss: 03.10.2025

29.07.2025

Helga! Festival Award (Einreichfrist: 31.08.2025)

Der Helga! Festival Award geht in diesem Jahr in die 12. Runde und die heißesten, kreativsten, lustigsten und blumigsten Festivals der Nation haben wieder die Chance, in fünf knackigen Kategorien geehrt zu werden. Bis 31.08.2025 habt ihr die Möglichkeit, Festivals zu nominieren, die ihr für besonders beeindruckend haltet. Die Festivals müssen zwischen dem 01.09.2024 und dem 31.08.2025 stattfinden bzw. stattgefunden haben. Die Kategorien highlighten Themen wie Teilhabe, Nachhaltigkeit, Haltung und Booking.

28.07.2025

Sarah Chaksad bekommt JTI Trier Jazz Award

Seit 2010 wird der mit 7.500 Euro dotierte JTI Trier Jazz Award an Musiker*innen aus Europa verliehen, die mit ihrem Schaffen Herausragendes für den Jazz und die improvisierte Musik geleistet haben. In diesem Jahr wird die Schweizer Saxofonistin, Komponistin und Bandleaderin Sarah Chaksad mit dem Preis ausgezeichnet. Die 1983 im schweizerischen Luzern geborene Musikerin begann schon als Neunjährige, Saxofon zu spielen und entdeckte als Gymnasiastin ihre Leidenschaft für das Komponieren. Bevor sie an der Hochschule für Musik in Basel Jazzsaxofon studierte, absolvierte sie ein Musikpädagogikstudium. Ihre Bachelor-Arbeit waren Kinderlieder, die sie in einem Buch mit Begleit-CD zusammenfasste. Für ihr paneuropäisch besetztes Large Ensemble hat sie zu einer eigenwilligen Klangsprache gefunden, mit der sie ihren subtil-insistierenden Orchesterjazz in Szene zu setzen versteht. Zudem steht sie der von ihr gegründeten Konzertagentur Esteam Music vor und leitet mit dem Toningenieur Patrik Zusso das Label Clap Your Hands. Ihr Preisträgerkonzert wird Chaksad mit ihrem 13-köpfigen Large Ensemble am 21. August im Trierer Brunnenhof im Rahmen des Moselmusikfestivals spielen, das auch mit zwei früheren Gewinnerinnen des Jazz Awards, Julia Hülsmann und Eva Klesse,  besetzt ist. „Die Musik von Sarah Chaksad und ihrem Large Ensemble ist gelebte, Musik gewordene Diversität und immer wieder neu zum Klang werdende Achtsamkeit im Umgang miteinander“, urteilt die Jury. Das Preisgeld wird von Japan Tobacco International (JTI) gestiftet. (Foto: Laura Pleifer)

22.07.2025

Krach+Getöse verliehen

Vor einer Woche wurden die fünf neuen Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE Preisträger*innen bei der Award Show im Imperial Theater gekürt. Mit dem Preis zeichnet das gemeinsame Projekt von RockCity Hamburg e.V. und der Haspa Musik Stiftung die spannendsten Newcomer*innen der Stadt aus. Eine der Preisträger*innen ist Keshia (Foto), eine queere Künstlerin aus Hamburg, mit ihren tanzbaren Geschichten einer ganzen Generation von Einsamkeit, Sehnsucht, Abschied und Selbstwerden. Auch lina-mariah hat die Jury „mit sperrigen Sounds, der eilish-eingehend, lavigne-fein und wahrhaft idolesk rüberkommt“ überzeugt und stellt sich mit ihren Songs „laut gegen die neu erstarkte Misogynie, geht gefühlvoll und stinksauer mit Kindheit, Welt- und Herzschmerz um, und singt, als gäbe es kein Morgen“. Eine weitere Gewinnerin ist die Musikerin, Sängerin, Produzentin YAAMA, die laut Juryklingt, „als würde Joni Mitchell nach einem kurzen musikalischen Flirt mit Pink Floyd und Enya nun doch echte Popmusik machen“. Die fünf Preisträger*innen dürfen sich über ein erhöhtes Preisgeld von je 2.000 € der Haspa Musik Stiftung freuen und erhalten über 12 Monate individuellen Support in Form von Bookingslots, Netzwerkkontakten und individuellen Beratungen durch RockCity und sein breit aufgestelltes Partner*innen-Netzwerk. Herzlichen Glückwunsch an alle!

01.07.2025

LISTEN TO BERLIN: AWARDS 2025 – Jetzt nominieren!

Mit den LISTEN TO BERLIN: AWARDS feiert die Berlin Music Commission (BMC) die Vielfalt, Energie und Haltung der Berliner Musikwirtschaft und Musikkultur – und lädt zur aktiven Beteiligung ein: Ab sofort können Vorschläge für die 10. Ausgabe der Musikpreise des Landes Berlin eingereicht werden. Gesucht werden Menschen, Unternehmen, Kollektive und Projekte, die das musikalische Leben Berlins aktiv mitgestalten – ob auf der Bühne, im Studio oder hinter den Kulissen. Drei Kategorien suchen ihre Held*innen: ein Award für Zukunftsorientiertes Wirtschaften, ein Award für Musikjournalismus & Podcasts und der Rolf Budde Award für Haltung in der Musikwirtschaft. Nominierungen sind bis zum 10. August 2025 über die Website der LISTEN TO BERLIN: AWARDS möglich. Nach der Nominierungsphase stellt eine unabhängige Expert*innenjury die Shortlist zusammen. Preisträger*innen erhalten jeweils 2.000€, weitere Nominierte 1.000€. Die Preisverleihung am 11. November 2025 im Kesselhaus der Kulturbrauerei eröffnet Most Wanted: Music und LISTEN TO BERLIN: YOUTH.

26.06.2025