GESOBAU Jazz & Soul Award: Gewinner*innen stehen fest

Einmal im Jahr prämiert der GESOBAU Jazz & Soul Award talentierte Nachwuchsmusiker*innen der Genres Jazz und Soul im Alter zwischen 18 und 29 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt in Berlin haben. Jetzt wurden die diesjährigen Gewinner*innen bekannt gegeben: den 1. Platz machte die Sängerin und Multiinstrumentalistin Savannah Hauskeller aus Leipzig (Foto: Dirk Broszka). Die in der Demokratischen Republik Kongo geborene und von einem deutschen Ehepaar adoptierte Musikerin begann bereits mit fünf Jahren, Cello zu spielen und schrieb ihren ersten eigenen Song mit 8 Jahren. Sie verarbeitet Themen wie Herkunft, Privileg, Selbstakzeptanz und Verantwortung in ihren Songs. Mit nur 20 Jahren gründete sie einen Black Gospel Chor mit über 25 Mitgliedern – mit dem Ziel, durch Musik Empowerment zu schaffen. Weitere Preisträger*innen waren die Band Purse (2. Platz) und Akari (3. Platz). Die öffentliche Preisverleihung und die Preisträgerkonzerte finden am 13. und 14. Juni beim Kunstfest Pankow in Berlin statt. Neben einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 8.500 Euro gehören zum Gewinn für alle drei Shootings mit einem Fotografen. Hauskeller wird zusätzlich im A-Trane in Berlin auftreten. 

20.02.2026

POLYTON: Nominierungen stehen fest

Die Akademie für Populäre Musik richtet am 25.3.2026 die dritte Vergabe des Musikpreises POLYTON in Berlin aus. Der Preis feiert nicht nur die Artists im Rampenlicht, sondern auch die Menschen und Teams im Hintergrund, die diese Werke möglich machen. Jetzt wurden die Nominierungen bekannt gegeben: unter anderem haben Shirin David, ZAH1DE, Ikkimel, blond, CATT und die Kölner Band The Red Flags (Foto: Lisa Ordemann) eine Chance auf den begehrten Preis. Eine Übersicht über alle Nominierungen findet ihr auf Instagram. Eingebettet ist die Preisverleihung erneut in ein mehrtägiges Programm, das vom 23. bis 25.3. auch Diskussionsrunden und Think Tanks umfasst.

16.02.2026

Sophie von La Roche-Preis: jetzt bewerben

Die Stadt Offenbach am Main verleiht seit 2009 den „Sophie von La Roche-Preis“ zur Förderung und Anerkennung hervorragender und innovativer Leistungen, die der Verwirklichung der Gleichberechtigung bzw. der Gleichstellung von Frauen dienen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert. Bewerben können sich natürliche und juristische Personen, Frauenprojekte, Vereine, Institutionen und Verbände, die sich mit ihrer Arbeit für Gleichberechtigung und Gleichstellung einsetzen. Abgabeschluss: 12. April 2026

16.02.2026

Preis für Popkultur – Shortlist 2026

Seit 2016 steht der Preis für Popkultur für Vielfalt, Haltung und frische Stimmen der Musikszene. Jenseits von Charts und Verkaufszahlen würdigt der Preis Künstler*innen, gesellschaftlich relevante Initiativen und außergewöhnliches Engagement. Im Fokus stehen Kreativität, Haltung und Innovation – und vor allem Newcomer*innen, die hier Sichtbarkeit bekommen und den nächsten Schritt gehen können. Kürzlich wurden die Nominierten für den Preis für Popkultur 2026 bekanntgegeben – ausgewählt von einer unabhängigen, prominenten Fachjury aus Musik, Medien und Popkultur. Jetzt ist die Community gefragt: In zehn Kategorien entscheiden die Vereinsmitglieder über die Gewinner*innen. Für den Lieblingssong wird es erstmals auch ein Publikumsvoting geben. Parallel dazu arbeitet das ehrenamtliche Vereinsteam an der Vorbereitung der Preisverleihung, die Mitte April stattfinden soll. Die Liste der Nominierten findest du hier. Hier geht es zum Mitgliedsantrag.

10.02.2026

Grammys 2026

Am 1. Februar 2026 wurden in Los Angeles zum 68. Mal die Grammys verliehen. Im Hauptfeld wurden der Song „Wildflower“ von Billie Eilish (Song of the year), Olivia Dean (Best New Artist) und das Album „Luther“ von Kendrick Lamar & SZA (Record of the year) ausgezeichnet. Als Songwriter of the year, non-classical wurde Amy Allen ausgewählt. Im Pop konnten sich u.a. Lola Young, Cynthia Erivo & Ariana Grande, Lady Gaga und FKA Twigs über die begehrte Trophäe freuen. Im R’n’B/Rap/Spoken Word Bereich wurde u.a. Kehlani geehrt, im Jazz bekam „Portrait“ von Samara Joy den Preis für das beste Gesangsalbum. Die isländische Musikerin Laufey wurde für „A Matter Of Time“ mit dem Grammy Best Traditional Pop Vocal Album geehrt. Im American Roots Bereich gingen gleich zwei Ehrungen an Mavis Staples, und die all female Band I’m With Her (Foto: AlysseGafkjen) konnte mit ihrem Song „Ancient Light“ punkten und den zweiten Grammy Best Folk Album absahnen. Weitere Preise gingen an Natalia Lafourcade, Gloria Estefan, Tyla, Caetano Veloso And Maria Bethânia, Carla Patullo Featuring The Scorchio Quartet & Tonality und Doechii, die mit „Anxiety“ für das beste Musikvideo ausgezeichnet wurde.

09.02.2026

Förderprogramm „Landmusikort des Jahres“ geht in die nächste Runde

Das Förderprogramm „Landmusikort des Jahres“ ruft ländliche Kommunen bis 12.000 Einwohner*innen auf, sich um die Auszeichnung „Landmusikort“ und eine Förderung zwischen 2.000 und 18.000 Euro zu bewerben. Der Preis wird vom Deutschen Musikrat und dem Bundesmusikverband Chor & Orchester gemeinsam ausgeschrieben und vergeben. Das Förderprogramm würdigt innovative Musikprojekte und stärkt das kulturelle Leben in ländlichen Regionen. Ausgezeichnet werden besondere musikalische Aktivitäten mit Vorbildcharakter. Damit sollen Musikinitiativen sichtbar werden und neue Netzwerke im ländlichen Raum entstehen. Die Bewerbung muss durch den/die* Bürgermeister*in (oder Ortsvertreter*in) der jeweiligen Kommune unterstützt werden und bis spätestens 31. März 2026 über das digitale Antragsportal eingereicht werden.

27.01.2026

Sparda Jazz Award für junge Jazz-Talente: jetzt bewerben!

Ab sofort ist die Bewerbung für den Sparda Jazz Award möglich! Bis zum 8. April 2026 haben junge Jazz-Talente die Chance, sich für den renommierten Nachwuchswettbewerb zu bewerben. Drei ausgewählte Gewinner*innen erhalten ein Preisgeld und die Möglichkeit, ihr musikalisches Können auf der Sparda-Bühne im Rahmen des Lovebird Festivals in Düsseldorf (5.-6.6.2026) einem breiten Publikum zu präsentieren. Damit setzt der Preis seit seiner Gründung vor 15 Jahren wichtige Impulse für die künstlerische und berufliche Entwicklung von Nachwuchsmusiker*innen.

Der Sparda Jazz Award wurde 2012 von der Stiftung der Sparda-Bank West ins Leben gerufen und wird seither jährlich ausgeschrieben. Der Wettbewerb richtet sich an junge Jazzmusiker*innen im Alter von 16 bis 29 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben und noch bei keinem großen Plattenlabel unter Vertrag stehen. 

26.01.2026

Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE 2026 (Bewerbung ab 4.3.2026)

Der Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE von RockCity und der Haspa Musik Stiftung sucht bald wieder Hamburgs spannendsten Musiknachwuchs. Die fünf Preisträger*innen erhalten 2.000 € Preisgeld sowie ein individuelles Supportprogramm mit Bookings, Netzwerk und Beratung. Bewerben können sich Solomusiker*innen, Bands und Kollektive aus der Popmusik (alle populären Genres & experimentelle Musik; keine Cover- oder Galabands) mit Wohnsitz in Hamburg oder der Metropolregion (Bands: mind. 51 % Mitglieder), im Alter von 18 Jahren oder älter, die mindestens eine Veröffentlichung in den letzten 24 Monaten hatten. 

Die Bewerbungsphase läuft vom 04. bis 25. März 2026. Zur Bewerbung gehören drei Songs als Stream (Spotify, Soundcloud, Bandcamp, YouTube), ein Musikvideo, ein aussagekräftiger kurzer Livemitschnitt und einen Link zur Website, Facebook, Instagram o.ä. Die Preisträger*innen werden am 09. Juni 2026 bei der Award Show im Imperial Theater gekürt und mit Live-Acts, Pokalen und jeder Menge Musik gefeiert.

26.01.2026

Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis

Das DOK.fest München freut sich, den 14. Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis auszuschreiben, der beim 41. DOK.fest München im Mai 2026 vergeben wird. Einzigartig im deutschsprachigen Raum, würdigt der Deutsche Dokumentarfilm-Musikpreis eine Komposition für einen abendfüllenden Kino-Dokumentarfilm, die sich auf besondere Art und Weise mit der dokumentarischen Filmerzählung verbindet. Der Preis versteht sich als Plattform für die Arbeit der Komponist*innen und den Wert der Musik als erzählerische Ebene im Dokumentarfilm. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 € dotiert. Ausgezeichnet wird der*die Komponist*in des Films. Die Vergabe findet im Rahmen des DOK.fest München statt. Die Bewerbungen werden bis zum 02. Februar 2026 entgegengenommen.

26.01.2026

Kasseler Pianistin Ursel Schlicht bekommt den Hessischen Jazzpreis

Was für eine freudige Nachricht: Die Kasseler Pianistin Ursel Schlicht erhält den Hessischen Jazzpreis des Jahres 2025! Das hat der Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels gestern bekannt gegeben. „Als Künstlerin, die nicht nur musikalisch glänzt, sondern deren Leben und Werk beispielhaft verknüpfen, was Kunst, Wissenschaft, Kulturpolitik und soziales Engagement ausmachen können, hat Ursel Schlicht den Hessischen Jazzpreis 2025 mehr als verdient,“ zeigt er sich begeistert. In der Auswahlbegründung der Jury heißt es: „Als Performerin bewegt sie sich souverän zwischen Jazz, Neuer Musik und interkulturellen Projekten. Ihr Spiel ist geprägt von hoher Sensibilität, großer spontaner Kreativität, technischem Können und dem Mut, Grenzen zu überschreiten, immer mit Respekt vor den Traditionen, aus denen sie schöpft. Mit Formationen wie Jazz Meets Tabla oder SonicExchange schafft sie Räume des Dialogs, die in Hessen verankert und international vernetzt sind.“

Ursel Schlicht hat ein Lehramtsstudium in den Fächern Musik und Kunst absolviert, danach schlossen sich Lehraufträge an Universitäten in Kassel, New York, Hamburg und New Jersey an. Mit ihrer Dissertation über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusikerinnen setzte die Kasseler Pianistin Maßstäbe, die bis heute das Nachdenken über Geschlechtergerechtigkeit im Jazz prägen. Nach knapp 10 Jahren in New York, wo sie mit zahlreichen Musiker*innen aus der freien und experimentellen und auch der Jazzszene zusammenarbeitete, zog es Ursel Schlicht 2013 wieder nach Kassel. Dort engagiert sie sich kulturpolitisch – zuletzt als gewähltes Mitglied im Kasseler Kulturbeirat – und sozial, indem sie Projekte mit geflüchteten Musiker*innen initiiert und leitet. 

Als Leaderin oder Co-Leaderin ist sie auf verschiedenen CDs zu hören und tritt international mit ihrem Duo mit Robert Dick, ihrem Quintett mit Stephanie Griffin, Catherine Sikora, Hilliard Greene und Andrew Drury sowie als Mitglied von Hans Tammens „Third Eye Orchestra“ und Sarah Weavers „SLM Orchestra“ auf. Die Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit. Ihr aktuelles Trio mit Shams Hashemi Mahmoud und Rolf Denecke kombiniert afghanische Tabla mit Jazz, und im gemeinsamen Trio mit Anna Jonsdottir und Ute Völker werden isländische Lieder avantgardistisch interpretiert.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert finden am 15. Dezember 2025 um 19 Uhr im Palais Bellevue in Kassel statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Herzlichen Glückwunsch für diesen verdienten Preis, liebe Ursel! (Foto: Rolf Schöllkopf)

02.12.2025

GEMA zeichnet Musikkneipe des Jahres aus

Die GEMA hat in diesem Jahr erstmals die Musikkneipe des Jahres gekürt – einen „Award für Kneipen, Bars und Musikspielstätten, in denen Musik nicht ausschließlich im Hintergrund läuft, sondern gelebt wird“. Damit sollen Orte ausgezeichnet werden, die Musik zum festen Bestandteil ihres Konzepts machen, egal ob durch kuratierte Playlists, DJ-Abende, Jam-Sessions oder Auftritte von Künstler*innen. Mit dem Preis soll das Engagement der Betreiber*innen gewürdigt und gezeigt werden, wie wichtig Musikorte für unsere Gesellschaft sind – für Künstler*innen, für Gäste, für die kulturelle Vielfalt in unseren Städten und Nachbarschaften. Der diesjährige, mit 5.000 Euro dotierte Preis ging an „Töpfla – Die Kultkneipe“ aus Höchstadt an der Aisch, die in historischen Mauern aus dem 18. Jahrhundert seit über 50 Jahren echte Kneipen- und Musikkultur feiert. Die Gewinnerkneipe wird mit einem Online-Voting aus 144 Bewerbungen ausgewählt.

18.11.2025

APPLAUS-Award 2025 verliehen

480 Bewerbungen waren eingegangen, jetzt traf sich die deutsche Club- und Livemusikszene in der Münchner Muffathalle, um zum zwölften Mal der Verleihung des APPLAUS-Awards beizuwohnen – eine der wichtigsten Auszeichnungen für Musikspielstätten und Konzertreihen in Deutschland. In sechs Preiskategorien fließen insgesamt rund 1,7 Millionen Euro an 88 Spielstätten und Konzertreihen im ganzen Land. Es gibt Preisgelder von bis zu 50.000 Euro. Neben den Spielstätten- und Livemusikpreisen werden Preise für die Kategorien „Awareness“, „Inklusion“ und „Nachhaltigkeit“ verliehen. Das domicil in Dortmund bekommt den mit 40.000 Euro dotierten Hauptpreis für das beste Livemusikprogramm, das objekt klein a in Dresden den Hauptpreis als beste Livemusikspielstätte. Die villaWuller in Trier kann sich über den Hauptpreis als beste kleine Spielstätte freuen. SO36 in Berlin räumte gleich zwei Preise ab, denn es überzeugte die Jury nicht nur als Livemusikspielstätte, sondern auch in Sachen Inklusion. Das KFZ Marburg glänzte im Bereich Nachhaltigkeit, das Mahagoni Kollektiv in Konstanz konnte in der Kategorie Awareness punkten. Alle Gewinner*innen sind hier zu finden.

18.11.2025