Lila Downs bekommt einen Grammy für ihr Lebenswerk

Der „Lifetime Achievement Award“ wird in der kommenden Verleihung der Grammys an die 57jährige mexikanische Singer-/Songwriterin Lila Downs verliehen. Downs wurde mit ihrem Album „La Sandunga“ (1998) weltweit bekannt und veröffentlichte seitdem Meilensteine wie „La Linea“ (2001), „Una Sangre“ (2004) oder „Pecados Y Milagros“ (2011). Die in der Provinz Oaxaca geborene Mixtec-Musikerin verarbeitet in ihrer Musik und in ihren Texten Einflüsse der indigenen Kulturen, berücksichtigt dabei nicht nur ihr eigenes Volk, sondern auch das der Nahuatl, Zapotecs und der Mayas. Die indigenen Anliegen thematisiert sie auch immer wieder auf politischer und ökologischer Ebene. Downs‘ Arbeit zeichnet sich auch durch viele internationale Teamworks und Duette aus, etwa mit der Flamencosängerin Niña Pastori, der Argentinierin Soledad oder der Katalanin Sílvia Pérez Cruz. Mit Shakira und Burna Boy hat sie kürzlich die Fußballweltmeisterschaft musikalisch eröffnet. Der Preis wird ihr von der Latin Recording Academy in Miami im kommenden Winter verliehen (Foto: Johnny Castellanos).

10.07.2026

Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht neue Longlist

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik stellt die aktuelle Longlist 3/2026 vor. Wieder haben die 155 Kritiker-Juror*innen in 32 Kategorien aus insgesamt 289 Neuerscheinungen des letzten Quartals ihre Favoriten herausgepickt und es sind einige tolle Alben aus unserem Netzwerk dabei wie z.B. „Elektrolyte“ (CD-Tipp April) von Flute’n’Bass (Stephanie Wagner & Norbert Dömling) im Genre Grenzgänge sowie das neue Werk des Fuchsthone Orchestras „Peaks And Plots“, das Gefallen bei einer der Jazz-Jurys fand (Foto: Volker Beushausen). In der Kategorie Weltmusik sind u.a. Fatoumata Diawaras CD „Massa“ und Naïssam Jalals „Landscapes of Eternity“ vertreten. Die Jury Filmmusik wählte u.a. Hildur Guðnadóttirs Arbeit für die rebellische Parodie „The Bride!“ und das eindrucksvolle Filmmusik-Debüt „Rose“ von Tara Nome Doyle aus, die ihr Werk für den gleichnamigen Film vollständig a cappella eingespielt hat. In der Traditionellen ethnischen Musik konnten die Ukrainierin Mariana Sadovska & Vesna überzeugen, die sich auf „You should live! ЖИВИ!“ (CD-Tipp April) collagenartig damit auseinandersetzen, wie aus Krieg und Gewalt Resilienz und Heilung entstehen kann. Im Liedermacher-Genre wurden Katja Werkers CD „An seidenen Fäden“ und „Poesie & Widerstand“ von Sarah Lesch (CD-Tipp April) auserwählt. Auch die neuen Alben von The Burnett Sisters Band (CD-Review), Paula Carolina, Namoli Brennet, Arlo Parks, Tori Amos, Christin Nichols, Courtney Barnett, Johanna Borchert & Miles Perkin (CD-Review), Ikkimel u.v.a. haben die Chance auf eine Aufnahme in die nächste Bestenliste, die am 14.8.2026 erscheint. Wir drücken allen die Daumen!

10.07.2026

Hamburger Inklusionspreis Kultur 2026

Hamburgs Kulturlandschaft lebt von Vielfalt und den Menschen, Initiativen und Einrichtungen, die sich mit großem Engagement für die Vielfalt und Teilhabe in der Kulturstadt einsetzen. Genau dieses Engagement würdigt der Hamburger Inklusionspreis Kultur 2026, der sich ausdrücklich auch an staatliche und staatlich geförderte Kultureinrichtungen richtet. Gesucht werden Projekte, Vermittlungsformate oder nachhaltige Maßnahmen, die Barrieren abbauen und kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verbessern. Ziel ist es, gute Beispiele sichtbar zu machen und das Engagement für eine inklusive Kulturlandschaft in Hamburg zu stärken. Bewerbungen und Vorschläge sind bis zum 31. August 2026 möglich.Die Preisverleihung findet am 9. Dezember 2026 im Rahmen eines Senatsempfangs im Hamburger Rathaus statt.

07.07.2026

Feminism Now! – Preis für feministisches Engagement 2027 (jetzt nominieren)

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt dazu ein, Kandidat*innen für den Feminism Now! – Preis für feministisches Engagement 2027 zu benennen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Gefeiert werden sollen Feminist*innen, die mutig, beharrlich und oft unter persönlichen Risiken für Sichtbarkeit und Teilhabe, für sexuelle Rechte und Selbstbestimmung eintreten. Vorschläge (inklusive Vorstellung der Kandidat*in mit Begründung der Wahl) können bis 31. August 2026 per Mail geschickt werden.

03.07.2026

Preis für Lesbische Sichtbarkeit 2026

Die Hessische Landesregierung schreibt anlässlich des Tages der lesbischen Sichtbarkeit den Preis für Lesbische Sichtbarkeit 2026 aus. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr bereits zum vierten Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis ehrt Menschen und Initiativen, die lesbisches Leben sichtbar machen und gesellschaftliches Engagement stärken. Nominierungen sind bis zum 24. Juli 2026 möglich.

29.06.2026

LISTEN TO BERLIN: AWARDS 2026 (jetzt nominieren)

Zum 11. Mal vergibt die Berlin Music Commission die Musikpreise des Landes Berlin – und du kannst mitentscheiden, wer nominiert wird! Die LISTEN TO BERLIN: AWARDS 2026 zeichnen Menschen, Projekte, Initiativen und Unternehmen aus, die Berlins Musikszene prägen, stärken und weiterdenken. Gesucht werden Beiträge, die Haltung zeigen, neue Perspektiven eröffnen oder strukturell etwas bewegen – publizistisch, unternehmerisch oder durch kontinuierliches Engagement für die Szene.

Für diese Kategorien könnt ihr Nominierungsvorschläge einreichen:
🏅 Rolf Budde Award für Haltung in der Musikwirtschaft
🏅 Award für zukunftsorientiertes Wirtschaften
🏅 Award für Musikjournalismus & Podcasts

Vorschläge können bis 17. Juli 2026 hier eingereicht werden. Eine unabhängige Expert*innenjury stellt anschließend die Shortlist zusammen; die Preisträger*innen erhalten jeweils 2.000 €, alle weiteren Nominierten jeweils 1.000 €.

26.06.2026

Buggles Award – Landesmusikvideopreis (Baden-Württemberg)

Zusammen mit dem Stuttgarter Filmwinter – Festival for Expanded Media lädt das Popbüro Region Stuttgart erneut zur Teilnahme am landesweiten Musikvideowettbewerb „BUGGLES AWARD – Landesmusikvideopreis“ ein. Eingereicht werden dürfen Musikvideos aus Baden-Württemberg ab dem Produktionsjahr 2025 bis zum 3. Oktober 2026. Gesucht werden innovative, experimentierfreudige und unkonventionelle Arbeiten. Der Hauptpreis ist mit 1.000 Euro dotiert, darüber hinaus werden ein Online-Publikumspreis in Höhe von 500 Euro und mit 500 Euro dotierter Nachwuchspreis verliehen. Alle nominierten Musikvideos werden im Januar 2027 im Rahmen des 40. Filmwinters gezeigt. Bewerbungsschluss: 3. Oktober 2026

24.06.2026

Förderpreis Musik der Stadt Trier ausgeschrieben (bis 30 J.)

Du bist Musiker*in oder Teil einer Band und hast einen Bezug zu Trier? Dann könnte der Förderpreis Musik der Stadt Trier interessant für dich sein. Gesucht werden selbst komponierte Songs aus den Bereichen Pop und Rock von Musikschaffenden bis 30 Jahre, die einen Lebensbezug zur Stadt Trier aufweisen. Auch Bewerbungen von Duos oder Bands sind zulässig, hier darf das Durchschnittsalter nicht über 30 Jahren liegen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 2.250 Euro vergeben. Bewerbungsschluss: 10. August 2026

18.06.2026

KRACH+GETÖSE 2026: Gewinner*innen stehen fest

Am 9.6.2026 war es soweit: im Imperial Theater Hamburg wurden die fünf neuen Hamburg Music Award KRACH+GETÖSE Preisträger*innen gekürt. Der Preis wurde vom Verband RockCity Hamburg und der Haspa Musik Stiftung zum 18. Mal vergeben und beinhaltet jeweils 2.500 Euro Preisgeld, ein Supportprogramm von RockCity und zahlreichen Kooperationspartner*innen – also, einen extra Anschub für die nächsten 12 Monate! Gekürt wurden CHINYERE, LOMA REQS, NVCHT, schluma und SHITSHOW (Foto: Alexander Schliephake).
17.06.2026

Deutscher Jazzpreis 2026 verliehen

Am vergangenen Samstagabend wurde im Rahmen der jazzahead! in Bremen zum sechsten Mal der Deutsche Jazzpreis verliehen. Zu den Gewinner*innen gehören die Pianistin Olga Reznichenko („Piano/Tasteninstrumente“) (Foto: Brigita Kaspereite), die Kölner Sängerin Rebekka Salomea („Künstlerin des Jahres“), Été Large um die gleichfalls in Köln lebende Saxofonistin Luise Volkmann („Großes Ensemble des Jahres“), das Kris Davis Trio („Live Act des Jahres international“) u.a. Die Liste aller Preisträger*innen in 22 Kategorien findet ihr hier. Die Preisträger*innen erhalten je 12.000 Euro, alle nominierten Acts je 4.000 Euro. Finanziert wird dieser Jazzpreis mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Wolfram Weimer, durchgeführt und organisiert von der Initiative Musik.

29.04.2026

APPLAUS-AWARD: Start der Bewerbungsphase

Bis 21.5.2026 können Clubs und Veranstalter*innen aus ganz Deutschland wieder ihre Livemusikprogramme für den APPLAUS-Award 2026 einreichen. Ausgezeichnet werden herausragende Programme, Spielstätten als zentrale Orte der Livemusikkultur sowie besonderes Engagement in den Bereichen Awareness, Inklusion und Nachhaltigkeit. In sechs Kategorien winken Preisgelder von bis zu 40.000 Euro. Für die Kategorien „Beste Livemusikprogramme“ und „Beste Livemusikspielstätten“ gilt erneut eine Fördermittelgrenze von 40 Prozent; bei Überschreitung ist eine Bewerbung nur für eine undotierte Auszeichnung möglich. Neu in diesem Jahr: Wer in den letzten drei Jahren in Folge ausgezeichnet wurde, ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Zudem gilt für regionale Veranstalter*innen eine Open-Air-Quote von maximal 50 Prozent, während für Livemusikspielstätten keine Quote mehr besteht. Alle Details findet ihr in den Teilnahmebedingungen und FAQs.

23.04.2026

Aki Takase erhält den Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk

Der Deutsche Jazzpreis würdigt 2026 eine der prägenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Jazz: Aki Takase erhält den Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk. Seit Jahrzehnten steht die japanische Jazzmusikerin für eine eigenständige musikalische Sprache, die sich zwischen Komposition und Improvisation, zwischen verschiedenen kulturellen Kontexten und ästhetischen Traditionen bewegt. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury des Deutschen Jazzpreises eine Künstlerin, die Jazz nicht als starre und unflexible, sondern als offene, sich stets verändernde Praxis versteht. Ihr Einfluss zeigt sich vor allem in ihrer partizipativen Arbeitsweise und in den vielen musikalischen Querverbindungen, die daraus entstanden sind. Aki Takase begann im Alter von drei mit dem Klavierspiel, studierte klassisches Piano in Japan, entdeckte dann den Jazz und ging nach ersten Konzerten in Japan in die USA. Die mehrfach preisgekrönte Musikerin lebt seit 1987 in Berlin. Die Verleihung findet am 25. April 2026 im Congress Centrum Bremen statt – im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der jazzahead!. Tickets und weitere Informationen gibt es hier.

20.04.2026