Hi Five Jazz Award 2026: Preisträger*innen stehen fest

Die Rotary Organisation im Allgemeinen und der Rotary Club Hildesheim im Speziellen setzen sich seit vielen Jahren u.a. für die Kulturförderung ein. Der Rotary Club Hildesheim lobt einen oder zwei mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Musikpreise für Bands und Formationen in der Kategorie Jazz aus. In diesem Jahr hat sich die Jury in einem mehrstufigen Auswahl- und Bewertungsverfahren für zwei Preisträger*innen entschieden, die sich den Preis teilen und ihre Konzerte am 20.11.26 in Hildesheim geben werden: Das sind Karolina Strassmayer & Drori Mondlak – Klaro! mit ihrer Quartett-Besetzung sowie das Mareike Wiening Quintet um die herausragende Schlagzeugerin Mareike Wiening. Wir sagen herzlichen Glückwunsch an alle Musiker*innen!

27.08.2026

VIA veröffentlicht Shortlist: mit Josi aus Frankfurt!

Insgesamt 18 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte stehen in diesem Jahr auf der Shortlist des Kritiker*innenpreises der unabhängigen Musikbranche, den VUT Indie Awards. Die Auszeichnungen würdigen Originalität und Qualität, unabhängig von kommerziellem Erfolg, und werden am 17.9. im Hamburger Schmidts Tivoli vergeben. Der VIA ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Unter den Nominierten ist auch eine Frankfurterin: die Rapperin Josi ist mit Charlotte Colace und Die Anstalt in der Kategorie „Beste*r Newcomer*in“ nominiert. Als Beste Acts wurden Enji, Lambrini Girls und Mariybu aufgestellt, im Bereich „Bestes Album“ haben die Alben von Sophia Kennedy und Stefanie Schrank eine Chance. In der Kategorie „Bestes Experiment“ wurde Disturbed Ground nominiert: ein Gemeinschaftsprojekt des Kyiv’s ∄ und des CTM-Festivals, das ukrainische und internationale Künstler*innen zusammenbringt, um neue audiovisuelle Performances zu schaffen, die sich mit den ökologischen Folgen des Krieges in der Ukraine auseinandersetzen. Auch Liminal Lines, eine Live-Elektronik-Performance von Viola Yip, bei der sie ein selbst entwickeltes tragbares Instrument und ihre Körperbewegungen einsetzt, ist hier nominiert. Als „Best New Music Business“ wurde die Musikstreaming-Plattform ROKK ausgewählt, die eine gerechtere Vergütung pro Stream mit direkter Künstlerunterstützung und einer offenen Infrastruktur für Musiker*innen aller Genres kombiniert.

14.08.2026

Nominierungen für Anchor Award bekannt gegeben

Der Anchor Award würdigt die vielversprechendsten Nachwuchskünstler*innen und Live-Talente und vereint erneut eine vielfältige Auswahl an Acts aus aller Welt. Die diesjährigen Nominierten repräsentieren ein breites Spektrum an Klängen, Perspektiven und künstlerischen Ansätzen und unterstreichen damit den internationalen Charakter des Reeperbahn Festivals. Ausgewählt wurden Big Wett (Australien), GANNA (Ukraine), Just For Fun, Nectar Woode (beide aus Großbritannien) u.a. Die Nominierten werden am Mittwoch und Donnerstag auf dem Festival live vor der Jury und dem Festivalpublikum auftreten. Als Anerkennung für ihre Nominierung erhalten die Nominierten Geldpreise und Gutscheine.

14.08.2026

Neue Bestenliste der Schallplattenkritik erschienen 03/2026

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat seine dritte Bestenliste des Jahres 2026 veröffentlicht. 155 Kritiker-Juror*innen aus 32 Fachjurys haben sich die 289 Neuveröffentlichungen der Longlist genauer angehört und daraus die „Besten der Besten“ gekürt. Leider sind diesmal nicht viele FLINTA* Artists dabei. Unter den 32 Siegertiteln ist Hildur Guðnadóttirs Filmmusik für Maggie Gyllenhaals „The Bride!“ dabei, die hörbar mache, „wie sehr die Bloßlegung der Brüchigkeit romantischer Liebe zu faszinieren vermag“ (Zitat Jury). Die Jury Weltmusik hat sich für Souad Massis eindrucksvolles Statement für Menschlichkeit und Hoffnung „Zagate“ entschieden (CD-Tipp März).

Übrigens: Musiker*innen können ihre neuen Alben selbst beim PdSK einreichen. Hier erfahrt ihr mehr darüber.

14.08.2026

44. Deutscher Rock und Pop Preis 2026

Der Deutsche Rock & Pop Preis wurde Anfang der 1980er Jahre als Initiative zur Förderung der Popularmusik gestartet und hat sich bis heute erhalten. Organisiert, finanziert und beworben wird der 44. Deutsche Rock und Pop Preis 2026 durch unabhängige und selbst organisierte musikalische Institutionen, Musikfirmen und Kommune, den Deutschen Rock und Pop Musikerverband e.V., die Deutsche Popstiftung und die teilnehmenden Musikgruppen bzw. Musiker*innen in Form von Teilnahme- und Bewerbungsgebühren (20 € DRMV-Mitglieder/30 € DRMV-Nichtmitglieder). In den 127 (!) Kategorien können sich Solokünstler*innen, Bands, Singer-Songwriter*innen, Komponist*innen, Textautor*innen, Produzent*innen und Instrumentalist*innen aus ganz Deutschland sowie aus dem europäischen Ausland bewerben. Für viele Bands war eine Auszeichnung ein Türöffner. Bewerbungsschluss: 1.9.2026 (Verlängert!)

10.08.2026

Feminism Now! – Preis für feministisches Engagement 2027 ausgeschrieben

Die Heinrich-Böll-Stiftung sucht Kandidatinnen für den neuen Preis „Feminism Now!“. Ausgezeichnet werden Feminist*innen, die sich mutig und beharrlich für Sichtbarkeit, Teilhabe, sexuelle Rechte und Selbstbestimmung einsetzen. Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis möchte die Stiftung Menschen würdigen, die feministische Veränderungen vorantreiben und dabei häufig unter schwierigen Bedingungen für mehr Gerechtigkeit kämpfen. Die Auszeichnung soll Geschichten und Engagement sichtbar machen, die sonst oft wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Vorgeschlagen werden können Personen aus aller Welt. Die Nominierung sollte eine kurze Vorstellung der vorgeschlagenen Person sowie eine Begründung enthalten. Bewerbungsfrist: 31. August 2026

06.08.2026

Festivals für den Helga! Festival Award nominieren

Kennt ihr ein Festival, das die Branche mit innovativen Ideen oder guter Praxis inspiriert? Dann könnt ihr es jetzt für den Helga! Festival Award 2026 nominieren oder euer eigenes Festival ins Rennen schicken. Nominierungen sind in vier Kategorien möglich. Neben Kategorien, für die ausschließlich Akteur*innen der Festivalbranche Vorschläge einreichen dürfen, gibt es auch ein Public Voting für den „Fan Favorite“ Award, der ab sofort für eure Vorschläge offen ist. Nominierungsschluss: 16. August 2026. Die Preisverleihung findet am 17. September im Rahmen des Reeperbahn Festivals statt.

29.07.2026

Preis „Feminism Now!“: jetzt Vorschläge einreichen

Die Heinrich Böll Stiftung hat den Preis für feministisches Engagement „Feminism Now!“ ausgeschrieben. Damit sollen Feminist*innen geehrt werden, „die mutig, beharrlich und oft unter persönlichen Risiken für Sichtbarkeit und Teilhabe, für sexuelle Rechte und Selbstbestimmung eintreten. Die andere mitreißen und stärken. Die oft selber unsichtbar bleiben. Ihnen geben wir Aufmerksamkeit und einen Ort, an dem sie ihre Geschichte erzählen können und an dem wir sie feiern. Mit einem neuen und mit 10.000 Euro dotierten Preis, mit einer Gala und dem Versprechen, ihren Kampf sichtbar zu machen, wo auch immer er stattfindet. Feminism Now! versteht sich als politische Stellungnahme der Heinrich-Böll-Stiftung: Öffentliche Aufmerksamkeit kann Schutz bieten, internationale Anerkennung kann politische Handlungsspielräume eröffnen und finanzielle Unterstützung kann konkrete Veränderungen ermöglichen“. Vorschläge können bis 31. August 2026 eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind ausgeschlossen.

27.07.2026

„Downbeat Critics Poll“ kürt Silke Eberhard, Angelika Niescier & Potsa Lotsa XL

Seit 74 Jahren ruft das amerikanische Downbeat Magazine Kritiker*innen dazu auf, ihre Wahl für den jedes Jahr im Sommer publizierten „Downbeat Critics Poll“ zu treffen. Selten werden dabei deutsche Musiker*innen geehrt, aber in diesem Jahr haben sich die 236 Jazzjournalist*innen u.a. für zwei einheimische Künstlerinnen entschieden: zum einen wurde die Berliner Altsaxofonistin Silke Eberhard (Foto: Dovile Sermokas) zum „Rising Star Alto Saxophonist of the Year“ gekürt und erreichte mit ihrer Band Potra Lotsa XL in „Rising Star Large Ensemble of the Year“ den dritten Platz. Ebenfalls als aufstrebende Altsaxofonistin konnte die Kölner Altsaxofonistin Angelika Niescier auf Platz 4 punkten.

Die Gitarristin Mary Halvorson machte das Rennen gleich in drei Kategorien („Artist of the Year“, „Group of the Year“ und „Guitarist of the Year“). Auch die Vibrafonistin Patricia Brennan wurde zweimal prämiert. Erneut wurde die Komponistin und Bandleaderin Maria Schneider mit ihrem Orchester bestes „Large Ensemble of the Year“ und sie selbst „Composer of the Year“. Außerdem wurde die im August 2025 gestorbene Sängerin Sheila Jordan in die „Downbeat Hall of Fame“ gewählt. Beste Sänger*in wurde Cécile McLorin Salvant, während Kris Davis beste Pianistin, Linda May Han Oh beste Bassistin und Nicole Mitchell beste Flötistin des Jahres geworden sind. Als „Beyond Instrumentalist of the Year“ wurde die Cellistin Tomeka Reed und „Beyond Artist of the Year” Rhiannon Giddens ausgezeichnet.

22.07.2026

Spielstättenprogrammprämie NRW

Die programmatische Kreativität und das Ermöglichen von Kultur zu fördern und zu unterstützen, das haben sich das Nordrhein-Westfalens Ministerium für Kultur und Wissenschaft und der Landesmusikrat NRW mit der Spielstättenprogrammprämie NRW zur Aufgabe gemacht, um herausragende Musikprogramme von Spielstätten und Clubs und deren besondere Rolle als Foren der musikalischen Innovation für das Musikleben in NRW zu würdigen. Die Prämien betragen 5. bis 25.000 Euro. Antragsberechtigt sind Spielstätten und Clubs, die in kreisfreien Städten mindestens 24 Livemusik-Veranstaltungen pro Jahr nachweisen können, in kreisgebundenen Gemeinden 12 Veranstaltungen. Die Kapazitätsobergrenze beträgt 1.500 Plätze, zudem muss Nachwuchskünstler*innen und regionalen Bands ein Forum geboten werden. Bewerbungsschluss: 15. Oktober 2026

10.07.2026

Lila Downs bekommt einen Grammy für ihr Lebenswerk

Der „Lifetime Achievement Award“ wird in der kommenden Verleihung der Grammys an die 57jährige mexikanische Singer-/Songwriterin Lila Downs verliehen. Downs wurde mit ihrem Album „La Sandunga“ (1998) weltweit bekannt und veröffentlichte seitdem Meilensteine wie „La Linea“ (2001), „Una Sangre“ (2004) oder „Pecados Y Milagros“ (2011). Die in der Provinz Oaxaca geborene Mixtec-Musikerin verarbeitet in ihrer Musik und in ihren Texten Einflüsse der indigenen Kulturen, berücksichtigt dabei nicht nur ihr eigenes Volk, sondern auch das der Nahuatl, Zapotecs und der Mayas. Die indigenen Anliegen thematisiert sie auch immer wieder auf politischer und ökologischer Ebene. Downs‘ Arbeit zeichnet sich auch durch viele internationale Teamworks und Duette aus, etwa mit der Flamencosängerin Niña Pastori, der Argentinierin Soledad oder der Katalanin Sílvia Pérez Cruz. Mit Shakira und Burna Boy hat sie kürzlich die Fußballweltmeisterschaft musikalisch eröffnet. Der Preis wird ihr von der Latin Recording Academy in Miami im kommenden Winter verliehen (Foto: Johnny Castellanos).

10.07.2026

Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht neue Longlist

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik stellt die aktuelle Longlist 3/2026 vor. Wieder haben die 155 Kritiker-Juror*innen in 32 Kategorien aus insgesamt 289 Neuerscheinungen des letzten Quartals ihre Favoriten herausgepickt und es sind einige tolle Alben aus unserem Netzwerk dabei wie z.B. „Elektrolyte“ (CD-Tipp April) von Flute’n’Bass (Stephanie Wagner & Norbert Dömling) im Genre Grenzgänge sowie das neue Werk des Fuchsthone Orchestras „Peaks And Plots“, das Gefallen bei einer der Jazz-Jurys fand (Foto: Volker Beushausen). In der Kategorie Weltmusik sind u.a. Fatoumata Diawaras CD „Massa“ und Naïssam Jalals „Landscapes of Eternity“ vertreten. Die Jury Filmmusik wählte u.a. Hildur Guðnadóttirs Arbeit für die rebellische Parodie „The Bride!“ und das eindrucksvolle Filmmusik-Debüt „Rose“ von Tara Nome Doyle aus, die ihr Werk für den gleichnamigen Film vollständig a cappella eingespielt hat. In der Traditionellen ethnischen Musik konnten die Ukrainierin Mariana Sadovska & Vesna überzeugen, die sich auf „You should live! ЖИВИ!“ (CD-Tipp April) collagenartig damit auseinandersetzen, wie aus Krieg und Gewalt Resilienz und Heilung entstehen kann. Im Liedermacher-Genre wurden Katja Werkers CD „An seidenen Fäden“ und „Poesie & Widerstand“ von Sarah Lesch (CD-Tipp April) auserwählt. Auch die neuen Alben von The Burnett Sisters Band (CD-Review), Paula Carolina, Namoli Brennet, Arlo Parks, Tori Amos, Christin Nichols, Courtney Barnett, Johanna Borchert & Miles Perkin (CD-Review), Ikkimel u.v.a. haben die Chance auf eine Aufnahme in die nächste Bestenliste, die am 14.8.2026 erscheint. Wir drücken allen die Daumen!

10.07.2026