POLYTON Preise verliehen

Der neue Musikpreis POLYTON ist am 17.11.2023 in Berlin in insgesamt acht Kategorien verliehen worden. Die vorab gegründete Akademie für Populäre Musik entwickelte den Preis aus der Perspektive von Kreativen heraus und will damit künstlerische Leistung in den Vordergrund rücken – ein Preis von Musikschaffenden für Musikschaffende sein. In der Kategorie Text überzeugten Schauspielerin und Sängerin Paula Hartmann und die Rapperin Céline mit dem Lied „3 Sekunden“, das sexualisierte Gewalt thematisiert. Auch bei den Gewinnern der Kategorie „Digital“ ging es um sexuelle Übergriffigkeit – die Gewinner sind der Zusammenschluss #musicmeetoo. Den Preis in der Kategorie „Produktion“ bekam die Komponistin, Produzentin und Sängerin Sofia Kourtesis für die Single „Madres“. In der Kategorie „Teamwork“ wurde „A Song For You“ gekürt, eine Chor-ähnliche Plattform für BIPoC, also Menschen, die rassistische Diskriminierung erleben. Die „Wildcard“ – eine Kategorie ohne klare Kategoriebeschreibung – erhielt die Initiative Femme Bass Mafia für ihr DJ Mentoring Program for FLINTAs.

20.11.2023

Preis der deutschen Schallplattenkritik: 4. Bestenliste des Jahres

Die vierte Bestenliste des Jahres 2023 des Preis der deutschen Schallplattenkritik ist erschienen! Die zur Zeit 155 Kritiker-Juroren des PdSK, aufgeteilt in 32 Fachjurys, haben alle Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes aus dem letzten Quartal gesichtet und 238 Titel auf die Longlist gesetzt. Aus diesem Pool der Nominierten schafften es jetzt 27 Siegertitel auf die Bestenliste. In der Kategorie „Weltmusik“ wurde die portugiesische Musikerin MirAnda mit ihrem Solodebüt „Uma Mulher Na Cidade (A Lisbon Woman)“ ausgewählt. Die Jury schreibt: „(…) mit ihrem ersten, modern arrangierten und facettenreichen Solo-Album, voll von ruhigen und Uptempo-Liedern, würdigt sie jenseits aller Moden die urbane Musik der Straße und der Bars von Lissabon. Das ist wegweisende neue Musik aus Portugal.“ Zur Besten Liedermacherin wurde Dota mit ihrem von den Texten der Dichtern Mascha Kaléko inspirierten Doppelalbum „in der fernsten der Fernen“ gewählt. Es enthält „knapp und klug bemessene Miniaturen“, urteilt die Jury. In der Kategorie Rock ist Hannah Aldridge mit ihrem Album „Dream Of America“ zu finden, das laut Jury „Americana für die große Kinoleinwand, dunkle Musik mit Melodien, wie sie auch der weniger pop-affinen Lana del Rey hätten einfallen können“ präsentiert.

20.11.2023

GEMA gibt Nominierte für Musikautor*innenpreis 2024 bekannt

Für den Deutschen Musikautor*innenpreis 2024 sind in sieben Kategorien herausragende 26 Musikschaffende nominiert, die nun darauf hoffen, mit dem 15. Deutschen Musikautor*innenpreis ausgezeichnet zu werden. Unter anderem wurde die 25jährige Rapperin und Sängerin Nina Chuba (Foto: David Daub) nominiert, die im Februar mit „Glas“ ihr erstes Studioalbum veröffentlicht hat und in der Kategorie Rock/Pop ausgewählt wurde. In der gleichen Kategorie hat Paula Hartmann die Chance auf einen Preis; ihr Debüt „Nie verliebt“ erschien 2022. Ob es ein Zufall ist, dass beide auch als Schauspielerinnen arbeiten… Gewählt hat die Nominierten eine siebenköpfige Jury. Maßgeblich für eine Nominierung mit dem deutschen Musikautor*innenpreis ist, dass die Komponist*innen und Textdichter*innen durch Originalität und hohe handwerkliche Qualität ihr Genre prägen und mit innovativen Ansätzen die deutschsprachige Musikszene weiterentwickeln.

20.11.2023

Hamburger Stadtteilkulturpreis 2024

Jährlich werden durch den Hamburger Stadtteilkulturpreis Projekte und Programme ausgezeichnet, deren Konzeption, Umsetzung und Resonanz besondere Qualität zeigen. Bewerben können sich freie Träger der Kulturarbeit – kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine – sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren. Er wird für bereits realisierte Projekte oder Programme vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Bewerbungsschluss: 03.01.2024

20.11.2023

Liederfest Hoyerswerda 24.-26.11.2023: Finalist*innen ausgewählt

Zum 26. Mal findet in der Kulturfabrik im sächsischen Hoyerswerda das Liederfest Hoyschrecke statt, in diesem Jahr vom 24. bis 26. November. Für den von Petra Schwarz vom Verein Liederbestenliste e. V. moderierten Wettbewerb am Samstagabend wurden aus 43 Bewerbungen ausgewählt: Lilli Bandt, Nora Beisel, Masha Potempa, Merle Weißbach u.a. Achte*r Teilnehmer*in wird der Publikumspreistragende der moderierten „Hoyte-Show“ am Freitagabend, die die bisherige offene Bühne ersetzt.

08.11.2023

Medienpreis LEOPOLD sucht „gute Musik für Kinder“

Es ist wieder so weit: Zum 14. Mal verleiht der Verband deutscher Musikschulen (VdM) den Medienpreis LEOPOLD, der seit über 25 Jahren „gute Musik für Kinder“ kürt. Produzent*innen, Verlage und Labels können sich mit ihren Musikproduktionen für Kinder bewerben, um von der Expert*innen- und Kinderjury empfohlen zu werden. Zum dritten Mal gibt es auch wieder den Sonderpreis LEOPOLD interaktiv. Der LEOPOLD hat sich als Gütesiegel etabliert und erleichtert Eltern, Lehrkräften und Pädagog*innen die Auswahl im Bereich der Kinderhörmedien. Er wird seit 1997 für CDs und DVDs vergeben, die in unterschiedlichster Weise fantasie- und qualitätvolle Produktionen zum Thema beitragen wie etwa traditionelle und neue Kinderlieder, Rock-, Pop- und Weltmusik, Musiktheater, „Klassik“, Wissenswertes im Zusammenhang mit Musik oder musikorientierte Hörbücher. Bewerben können sich Produktionen, die in der Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Januar 2024 erschienen und über den Handel bzw. andere Verkaufswege zu beziehen sind. Bei den Produktionen muss die Musik wesentlicher gestalterischer Bestandteil sein. Bewerbungsschluss: 31. Januar 2024

26.10.2023

Neue Akademie für Populäre Musik vergibt POLYTON Preis

Am 17.11.2023 ist es soweit: Der POLYTON wird im Berliner Atelier Gardens verliehen. Die vorab gegründete Akademie für Populäre Musik – mit aktuell 50 Mitgliedern aus verschiedenen Genres und Tätigkeitsfeldern des Pop-Kosmos – entwickelte die Auszeichnung aus der Perspektive von Kreativen heraus und rückt damit künstlerische Leistung und die sozialpolitische Relevanz heutiger Musik aus einer intersektionellen Perspektive in den Vordergrund. Damit steht die Wertschätzung unter Kolleg*innen im Zentrum: Entstanden ist ein Preis von Musikschaffenden für Musikschaffende. Neben der Preisverleihung werden vom 15. bis 18.11. weitere Formate wie Think Tanks, Roundtables, Lesungen und eine multidisziplinäre Ausstellung rund um die Nominierten initiiert.

25.10.2023

APPLAUS-Award vergeben

Am 23.10.2023 gab es Grund zu feiern: Bereits zum zehnten Mal rückte der APPLAUS-Award die Clubszene in den Mittelpunkt. Kulturstaatsministerin Claudia Roth verlieh im Rahmen einer kurzweiligen Jubiläums-Preisverleihung insgesamt 96 Auszeichnungen – und erinnerte zugleich an die angespannte Lage sowie die vielen Opfer im eskalierenden Nahost-Konflikt. Musikclubs und Veranstalter*innen in ganz Deutschland wurden für ihre wichtigen Beiträge für die Kulturlandschaft ausgezeichnet und gefeiert. Besonderer Applaus galt den Haupt- und Sonderpreisträger*innen:

  • Gretchen (Berlin) hat das „Beste Livemusikprogramm“
  • Peter-Weiss-Haus (Rostock) ist die „Beste Livemusikspielstätte“
  • Grenzüberschreitungen (Chemnitz) hat die „Beste Konzertreihe“
  • Sonderpreise für Artheater (Köln) in der Kategorie Nachhaltigkeit, Institut fuer Zukunft (Leipzig) und SubstAnZ (Osnabrück) in der Kategorie Awareness, Inklusion rockt! Musik für Alle. (Berlin) in der Kategorie Inklusion 

Wir gratulieren den Preisträger*innen herzlich!

25.10.2023

Deutscher Jazzpreis 2024: Bewerbungssphase gestartet

Der Deutsche Jazzpreis geht in die vierte Runde! In sechs nationalen und zwei internationalen Kategorien (Preiskategorien 11–16 sowie 19 und 20) können sich Künstler*innen, Produzent*innen, Manager*innen, Promoter*innen, Mitarbeiter*innen von Labels, Verlagen und Rundfunkanstalten sowie Autor*innen journalistischer Beiträge und Festival-Veranstalter*innen bewerben; in den übrigen kuratierten Kategorien erfolgen die Vorschläge allein durch die Fach- und Hauptjury. Berücksichtigt werden Leistungen, die im Zeitraum vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023 erbracht wurden bzw. noch erbracht werden. Die 22 Preisträger*innen können sich je Kategorie über mindestens 10.000€ Preisgeld und eine Trophäe freuen. Nominierte einer Kategorie, die keinen Preis gewinnen, erhalten jeweils mindestens 1.000€ Nominierungsgeld. Ausführliche Informationen zu den Kategorien und zur Bewerbung findest du auf der Website des Deutschen Jazzpreis. Bewerbungen sind bis zum 30. November 2023, 23.59 Uhr (CET) möglich.

23.10.2023

Monika Roscher Bigband gewinnt Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik

Im „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ (PdSK) haben sich Musikkritiker*innen und Journalist*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen, um regelmäßig herausragende Musik- und Wortproduktionen auszuzeichnen. Ein Gremium aus 160 Juror*innen sichtet und prüft in 32 Fachjurys vierteljährlich die aktuellen Neuveröffentlichungen, unbeeinflusst von den Interessen der Tonträger- und Hörbuchproduzenten, veröffentlicht zuerst sog. „Longlisten“ und danach Bestenlisten für das jeweilige Genre. Zudem werden zum Jahresende diverse Jahres- und Ehrenpreise verliehen. Mit einem dieser Jahrespreise ist jetzt das Album „Witchy Activities And The Maple Death“ der Bigband um die Münchner Komponistin und Gitarristin Monika Roscher ausgezeichnet worden. Beim Konzert ihrer Bigband am 6. Oktober im Münchner Volkstheater hat ihr der auch für Jazz thing schreibende PdSK-Juror Ralf Dombrowski feierlich die Urkunde überreicht. Monika Roscher greife „auf orchestrale Opulenz ebenso zurück wie auf rockinspirierte Intensität“, heißt es in der Jurybegründung. „(…) Das ist Ensemblejazz auf Augenhöhe der Zeit und zugleich ein faszinierend stilbuntes Statement einer herausragenden Big Band“. Dem können wir nur zustimmen, lest hier unsere begeisterte Review.

16.10.2023

Listen to Berlin: Awards 2023

Am 14. November 2023 werden die Listen to Berlin: Awards im Kesselhaus der Kulturbrauerei vor geladenem Publikum verliehen. Die Nominierten für den durch das Netzwerk der Berliner Musikwirtschaft Berlin Music Commission vergebenen Preise werden jetzt nach und nach hier bekannt gegeben. Für den Künstler*innenpreis wurde u.a. die Multiinstrumentalistin, Sängerin und Komponistin King Josephine (Foto) nominiert. Sie wird gemeinsam mit Alex Rapp, Lio J, WR51, Laura Mailan, babelfis, Johannes Motschmann & Ipek Ipekcioglu, Zazuka, kusa, Maque, Donata, Ellice u.a. auf der diesjährigen Compilation zu hören sein. Die Newcomerband WR51 und Lio J sind für den Jugendpreis nominiert. In der Kategorie „Nachhaltiges Wirtschaften“ wurden Parenthood in Music, Hanna Mauksch und die Max-Schmeling Halle nominiert. Für den Preis für Förderung und Entwicklung der Berliner Musikszene wurden der MusicPoolBerlin, das Festival für neue anatolische Musik İÇ İÇE sowie das wundervolle Vocal-Ensemble A Song For You ausgewählt, das aus ca. 50 Sänger*innen und einer wechselnden Band besteht. Die Mission von ASFY ist es, die florierende und vielfältige Live-Soulful-Musikszene in Berlin ins Rampenlicht zu rücken und gleichzeitig ihre Möglichkeiten auf das absolut Unbekannte auszuweiten. Auf einen Preis für Musikjournalismus können Miriam Davoudvandi, Melanie Gollin u.a. hoffen. Die Awards wurden 2017 ins Leben gerufen, um diejenigen Akteur*innen sichtbar zu machen, die oft fernab des Rampenlicht die Musikbranche der Hauptstadt gestalten. Sie werden unabhängig von kommerziellen Gesichtspunkten verliehen. Die Preisverleihung versteht sich auch als Plattform für Austausch, Vernetzung und Kooperation zwischen erfahrenen Branchenvertreter*innen und engagiertem Nachwuchs. 

11.10.2023

Harfinistin Kathrin Pechlof erhält SWR-Jazzpreis 2023

Die Harfe wird eher mit den Vorstellungen der europäischen Spätromantik in Verbindung gebracht als mit einem expressiven Klangbild im Jazz. Zurzeit erlebt dieses Instrument aber eine Art Renaissance im aktuellen Jazz – u.a. mit der Musikerin Kathrin Pechlof, die in ihrer Geburtsstadt München erst Klassik und dann Jazz in Köln studiert hat und heute in Berlin lebt. Um ihre künstlerische Arbeit und ihr kulturpolitisches Engagement zu würdigen, wird ihr in Kürze der diesjährige mit 15.000 Euro dotierte SWR-Jazzpreis verliehen. „Seit vielen Jahren wirkt Kathrin Pechlof mit ihrer künstlerischen Persönlichkeit stark in die deutsche Jazzszene hinein und über diese hinaus. Ihr prägnantes, dynamisches und klangsensibles Spiel zeugt von einem grundsätzlichen Mut, sich ins Unbekannte vorzuwagen: in weit offene Klangräume, in dröhnende Tiefen oder auch in Stille. Etliche von Pechlofs Kompositionen sind für ihr eigenes, langjähriges Trio mit dem Saxofonisten Christian Weidner und dem Bassisten Robert Landfermann entstanden. Außerdem tritt sie solistisch auf und ist eine geschätzte Kollaborationspartnerin, unter anderem von Nils Wogram, Pablo Held, Kit Downes oder Elisabeth Coudoux“, heißt es in der Jury-Begründung. Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert mit Pechlofs Trio finden im Rahmen von Enjoy Jazz als Encore-Veranstaltung am 14. November im Kulturzentrum dasHaus in Ludwigshafen statt. (Foto: Paula Winkler)

09.10.2023