Reading Group zu „Informal Cultures of Knowledge“ sucht Forschende

Dr. Carola Bebermeier vom Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Dr. Katrin Horn von Anglophone Literatures and Cultures an der Universität Bayreuth laden interessierte Wissenschaftler*innen zu einer Reading Group zu “Informal Cultures of Knowledge in Non-Institutional Spaces in the Long Nineteenth-Century” ein. Das Ziel ist, eine internationale und interdisziplinäre virtuelle Lesegruppe zu etablieren, die sich mit informellen „in-between spaces“ beschäftigt, in denen im sog. Langen 19. Jahrhundert (1789 bis 1914) (musikalisches) Wissen vermittelt wurde. „Ausgehend von der Annahme, dass räumliche Umgebungen soziales Verhalten prägen und damit spezifische Interaktionen und Gespräche ermöglichen, erforscht diese Lesegruppe flüchtige, (halb)private oder anrüchige Räume (das Privathaus im Allgemeinen, das Boudoir, den Salon, das Wartezimmer) , das Schiff, das Künstleratelier, der Club, die Messe oder der Zirkus … ) und ihre spezifischen Bindungen an die Schaffung und Weitergabe von Wissen, die anderswo nicht verfügbar sind (Insiderwissen, Klatsch, Gerücht, verkörpertes Wissen – zum Beispiel, wie man eine spielt Instrument, oder wie man spielt oder tanzt –, das Pseudowissenschaftliche …)“. Die Lesegruppe will Forscher*innen über Disziplinen, Institutionen und Karrierestufen hinweg mit einem gemeinsamen Interesse verbinden und besonders die Rolle von Geschlecht, Rasse und Klasse auf die räumliche Erfahrung historischer Akteur*innen und ihre epistemische Handlungsfähigkeit erforschen. Sie trifft sich zweimal im Jahr (Mai & November) via Zoom, die Teilnehmer*innenzahl ist auf max. 10 Pers. limitiert. Interessierte können sich bis 27.11.2022 mit ihrem Statement zum Teilnahmeinteresse, Bezug zur eigenen Forschung und Lese-Vorschlägen per Mail an ta.ca1721635825.wdm@1721635825reiem1721635825rebeb1721635825 und ed.ht1721635825uerya1721635825b-inu1721635825@nroh1721635825.nirt1721635825ak1721635825 melden.

24.10.2022

Professuren am KreativInstitut.OWL in Detmold zu vergeben

Das KreativInstitut.OWL ist ein wissenschaftlich-künstlerisches Institut im Verbund der Hochschule für Musik Detmold, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Universität Paderborn. Für dieses Institut wird am Kreativ Campus Detmold ein Gebäude mit 1.044 qm errichtet, welches Medienlabore und kreative Arbeitsplatzkonzepte bereitstellt. Im KreativInstitut.OWL werden 6,5 Professuren sowie Mitarbeitendenstellen in den Bereichen Musik- und Filminformatik, Digital Humanities, sowie Digitale Medienproduktion eingerichtet, um die Zukunftsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft durch Forschung und Transfer auf dem Gebiet digitaler Medien nachhaltig zu stärken. Die Forschungsprofessur für „Komposition und Sound Design für digitale Medien“ (W2 analog, 50 %) (m/w/d) ist befristet bis Ende 2026 in einem außertariflichen Privatdienstverhältnis (Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2022). Sie initiiert multimediale und transdisziplinäre Projekte sowie Forschungsvorhaben in den Gebieten Sound Design und Komposition für VR/AR, multimediale Komposition, Sound- und Videoinstallationen, computerbasierte Musikinstrumente sowie Sound Design für Spiele, Film und interaktive Medien. Es sollen aktuelle Technologien kreativ erprobt werden, zum Beispiel die künstlerische Anwendung von Künstlicher Intelligenz, Deep Learning und Deep Fakes. Außerdem sind eine Professur für Digitale Methoden der Musik- und Medienedition und eine Professur für Modellierung vernetzter virtueller Datenräume (im Bereich Musik und Medien) zu besetzen (Bewerbungsschluss: 10.11.2022).

11.10.2022

Online-Panel „Women and Music“ 10.10.2022

„Decolonial Perspectives on Gender, Sexuality, and Patriarchy: Art, Activism, and Academia“ heißt ein internationales, interdisziplinäres und hybrides Forum der Eberhard Karls Universität Tübingen, in dem es auch ein Panel zu Musik gibt: am 10.10. geht es von 15-16 Uhr um „Women and Music“. Tarynne Swarts (University of Wits) spricht über “Renegotiating gendered subjectivities and deconstructing patriarchy in the music industry. Narratives from musicians in the Global South and North”, danach wird Sally Anne Gross (University of Westminster) einen Vortrag mit dem Titel “Talkin’ Bout a Revolution: Social media music activism among nonbinary, nonmales and women of colour musicians” halten. Rafael Moreira (UFF) spricht über „Bahian mothers sing the counterhegemonic struggle: matriarchy in samba schools“. Um per Zoom teilnehmen zu können, ist eine Registrierung per Mail notwendig.

07.10.2022

Neue Schriftenreihe „Die Gesellschaft der Musik“

Musik ist immer selbst schon Vollzug gesellschaftlich-kultureller Praxis, findet nicht nur in (der) Gesellschaft statt, sondern als deren Teil. Dem soll der Titel einer neuen Schriftenreihe Rechnung tragen: „Die Gesellschaft der Musik“, herausgegeben von Wolfgang Fuhrmann, Corinna Herr und Karsten Mackensen. Die in dieser Reihe erscheinenden Studien und Sammelbände untersuchen musikalische Phänomene aus komplementären kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven. Historische und empirische Verfahren sollen gleichermaßen zur Anwendung kommen, kulturspezifische und systematische Fragestellungen einander nicht ausschließen, sondern inspirieren. Ebenso können alle Arten und Formen von Musik, Musikkulturen und musikalischen Akteur*innen zum Gegenstand werden. Die Themen und Ansätze reichen daher von einer historischen Anthropologie der Musik bis hin zu aktuellen Themen und Problemen. Diesen gilt allerdings besonderes Augenmerk. So wird ein Schwerpunkt der Reihe in einer „Musiksoziologie des Digitalen“ bestehen, also einer Untersuchung der tiefgreifenden technischen, medialen, ökonomischen, juristischen und kulturellen Transformationen, die die globale Musikkultur durch die fortschreitende Digitalisierung erfährt. Der erste Band wird 2023 im Rombach Wissenschaftsverlag erscheinen „Atemlos zum Erfolg. Gender, Frauenbild und Entwicklungstendenzen im deutschen Schlager“ von Marina Forell.

07.10.2022

Universitätsassistent*in an Institut für Musiksoziologie Wien gesucht

Am Institut für Musiksoziologie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist voraussichtlich ab 1. Februar 2023 eine befristete Stelle als Universitätsassistent*in (Prae- oder Post-Doc) zu besetzen. Die Vollzeitstelle ist auf 6 Jahre befristet und sieht ein Mindestentgelt von monatlich brutto für Prae-Doc-Stellen € 3.058,60 (14 Mal) bzw. ein Einstiegsgehalt von max. € 3.625,90 bei tätigkeitsbezogenen Vorerfahrungen vor; für Post-Doc-Stellen beträgt das monatliche Bruttoentgelt € 4.061,50 (14 Mal). Die Universität strebt eine Erhöhung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen, künstlerischen und allgemeinen Universitätspersonal insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bewerbungsschluss: 31.10.2022

05.10.2022

Halbe Professur Gesang/Ensembleleitung in Berlin zu besetzen

An der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ist im Jazz Institut Berlin (JIB) die nachstehend aufgeführte Stelle einer halben Professur (im Angestelltenverhältnis, 9 LVS) im Fachgebiet Gesang/Ensembleleitung – (analog) BesGr. W2 zum Sommersemester 2023 zu besetzen. Gesucht wird eine hervorragende Künstlerpersönlichkeit (m/w/d) (tiefe Stimmlage Tenor/Bariton/Bass), die über eine internationale Reputation verfügt und aktiv im Jazz-Bereich tätig ist. Darüber hinaus werden hervorragende fachbezogene Leistungen in der Praxis sowie nachweislich qualifizierte pädagogische Erfahrungen im Hochschulbereich erwartet. Erwartet werden ferner einschlägige Veröffentlichungen von Tonträgern als Leader*in und/oder „Side(wo)man“ sowie Eigenkompositionen und stilistische Vielfalt. Fähigkeiten zur Begleitung stimmbildnerischer Prozesse und die Vermittlung vokaler Improvisation an Studierende mit Hauptfach Gesang werden vorausgesetzt. Erfahrungen mit Studioproduktionen sind erwünscht. Amts- und Unterrichtssprache ist Deutsch, der Wohnort Berlin ist wünschenswert. Bewerbungsschluss: 18.Oktober 2022

04.10.2022

Hybrides Symposium „Singing Justice Conference. Decentering Whiteness in Vocal Music“ 05.-06.11.22

Mit dem hybriden Symposium für mehr Gleichberechtigung und Vielfalt in der Vokalmusik „Singing Justice Conference“ will die Internationale Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart (IHWA) in die dringend notwendige Debatte einsteigen. Sie hat sich dafür mit Partnern zusammengetan, die eine hierzulande immer noch sehr wenig bekannte Perspektive einbringen: der Forschungsgruppe „Singing Justice: Recovering the African American Voice in Song“ an der University of Michigan (USA). Hergestellt wurde der Kontakt von dem berühmten Bariton Thomas Hampson, der sich mit seiner Hampsong Foundation schon länger mit den historischen und kulturellen Voraussetzungen von Gesang befasst. An zwei intensiven Tagen am 5. und 6. November 2022 beleuchten Talks, Podiumsdiskussionen, Meisterklassen, Workshops und Konzerte die Musik Schwarzer Komponist*innen. Eine besondere Rolle spielt ein eigens von der Forschungsgruppe entwickeltes, interaktives Format. Die sogenannten „Seminar Recitals“, eine Mischform aus Vortrag und Konzert, beziehen das Publikum mit ein, sowohl live vor Ort in der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart als auch die online zugeschalteten Teilnehmenden.

Der Eintritt zu den Vorträgen, Workshops, Seminar Recitals und Gesprächsrunden ist frei. Das Konzert am 5. November kostet 15 € / IHWA-Mitglieder 10 € (freie Platzwahl), Anmeldung & Tickets: Tel. 0711-72233699, Mail

28.09.2022

Projektmitarbeiter*in im Forschungsbetrieb (PraeDoc) in Wien gesucht

Am Music and Minorities Research Center (MMRC) der mdw Universität für Musik und
darstellende Kunst Wien ist ab 1. Februar 2023 eine Stelle als Projektmitarbeiter*in im Forschungsbetrieb (PraeDoc) (50%, 12 Monate) zu besetzen. Die Stelle ist im vom FWF geförderten Forschungsprojekt Women Musicians from Syria: Performance, Networks, Belonging/s angesiedelt (Projektleitung: Dr. Anja Brunner, Projektnummer: V706-G29). Das Projekt untersucht Leben und Musik von syrischen Musikerinnen* nach ihrem Ankommen in Deutschland und Österreich. Zentrale Methodik ist ethnographische Forschung in ausgewählten Standorten im deutschsprachigen Raum sowie online. Die/der Mitarbeiter*in führt unter Supervision der Projektleiterin ethnographische Feldforschungen zu einem abgegrenzten Themenbereich durch. Diese sollen in einer gemeinsamen Publikation (peer-reviewed) mit der Projektleitung sowie zwei Tagungsteilnahmen münden (u.a. bei der projekteigenen Tagung im Herbst 2023). Bei Interesse wird eine wissenschaftliche Weiterentwicklung der Forschungen über das Projekt hinaus (z.B. Folgeantrag, Dissertation, eigener Forschungsantrag) jedenfalls unterstützt. Eine bereits in Arbeit befindliche Dissertation zu einem anderen Thema schließt eine Mitarbeit nicht aus. Bewerbungen sind bis 03.11.2022 ausschließlich über das mdw-Bewerbungsportal einzubringen.

26.09.2022

Call for papers: „Voices of Women“ Konferenz Groningen 01.-02.12.2022

Bis zum 01.10.2022 geht der Call for Papers „Voices of Women: Materialities, Cultural Transfer, and Musical Authorship“ von ERASMUS+ Projekt Voices of Women (VOW). Das Erasmus+ Educational Symposium findet vom 01.-02.12.2022 an der Universität Groningen/NL statt und richtet sich an Wissenschaftler*innen, Musikpädagog*innen und Musikstudent*innen.

12.09.2022

Mareike Wiening wird neue Hauptfachdozierende Schlagzeug Jazz/Pop an der ZHdK

Hier kommen gute Neuigkeiten für die deutschsprachige Hochschullandschaft: Die Hochschulleitung der Zürcher Hochschule der Künste hat die Neubesetzung der Hauptfachdozierenden im Fach Schlagzeug Jazz/Pop beschlossen und sich für Mareike Wiening und Arthur Hnatek entschieden. Die beiden folgen auf die langjährigen Schlagzeugdozenten Andy Brugger und Tony Renold, welche die ZHdK altershalber verlassen, und treten ihr Amt ab Herbstsemester 2022 an. Die Schlagzeugerin und Komponistin Mareike Wiening absolvierte ihre Studien an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim, am Rytmisk Musikkonservatorium Kopenhagen und an der New York University. Sie ist als freischaffende Jazz-Musikerin in verschiedenen internationalen Projekten und Ensembles in New York und Europa tätig und leitet ihr eigenes Jazz-Quintett, das ausschliesslich ihre Kompositionen interpretiert. Konzerte mit namhaften Musiker*innen führten Wiening durch Europa, Brasilien und die USA. Sie gab Workshops und wirkte bei zahlreichen Musical- und Theateraufführungen in Europa und bei Off-Broadway Shows in New York City mit. Sie ist mehrfache Kulturförderpreisträgerin, Stipendiatin und MEINL-Endorserin für Becken und Sticks.

29.08.2022

Jetzt beteiligen: Studie zur Arbeitsweise & Wirksamkeit von FLINTA*-Netzwerken

Eine wissenschaftliche Studie der TU-Braunschweig rückt erstmalig Netzwerke von Frauen und FLINTA*-Personen in den Fokus der Forschung und untersucht ihre gesellschaftspolitisch notwendige Funktion in seiner Wirksamkeit und speziellen Arbeitsweise. Um die Studie möglichst aussagekräftig zu machen, werden alle FLINTA*-Netzwerke/Gruppierungen (es müssen keine eingetragenen Vereine sein) aufgerufen, sich an der Umfrage zu beteiligen. Teilnehmen kann jede berufstätige Person, die in mindestens einem Netzwerk aktiv ist, zu dem cis-Männer keinen Zugang haben. Das betrachtete Netzwerk sollte mindestens aus 10 Mitgliedern bestehen, es benötigt keine formelle Gründung. Ideal wäre eine Beteiligung von rund 10 Teilnehmer*innen aus eurem Netzwerk, damit die Rückmeldung anonymisiert erfolgen kann. Trotzdem gilt: je mehr Mitglieder teilnehmen, desto aussagekräftiger die Ergebnisse. Der Zeitumfang beträgt ca. eine Stunde, die Umfrage läuft in den Monaten August/September. Alle Netzwerke erhalten, wenn gewünscht, eine eigene Auswertung. Interessierte wenden sich per Mail an Cornelie Kunkat oder Frau Dr. Wittner.

25.08.2022

Zwei Promotionsstellen zu Forschungsprojekt „Musikerfamilien“ in Wien

Am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sind voraussichtlich ab 1. Oktober 2022 zwei Stellen als Mitarbeiter*in im Forschungsbetrieb (PraeDoc) zu besetzen (Beschäftigungsausmaß: teilbeschäftigt mit 30 Stunden pro Woche, auf 42 Monate befristetes Arbeitsverhältnis). Das vom FWF geförderte Forschungsprojekt „Musikerfamilien: Konstellationen und Konzepte“ setzt sich mit dem Phänomen Musikerfamilien in musikhistorisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive und im kritischen Austausch mit aktuellen Ansätzen der interdisziplinären Familienforschung auseinander. Interessierte reichen bitte bis 09.09.2022 ein Exposé (ca. 3 Seiten) zu einem Fallbeispiel ihrer Wahl ein und beziehen sich dabei auf eine der beiden oben skizzierten Forschungsperspektiven.

25.07.2022