MELODIVA Spotlight: Gina Livingston veröffentlicht Song „My Bed“
Wie ist es, seit Jahren ans Bett gefesselt zu sein und bei der kleinsten Anstrengung fürchterlich erschöpft zu sein? Die Frankfurter Musikerin Gina Livingston kann im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen. Sie ist seit 2008 an der schweren neuroimmunologischen Krankheit ME/CFS erkrankt und verbringt seit vielen Jahren die meiste Zeit im Bett. Eines Tages im Oktober 2025 kam sie von einem erfolglosen Krankenhausaufenthalt nach Hause zurück und dachte sich: „I’m back in my bed.“ Das war der Startschuss für ihren neuen, sehr souligen, kraftvollen Song und die erste neue Single seit „Kisses in SoCo“ (2007)“. Im Mittelpunkt ihres neuen Songs „My Bed“ steht die Hassliebe zu ihrem Pflegebett („My bed is my best friend | My bed is my worst enemy„), Sinnbild für Leid und zerstörte Lebensträume von Millionen Menschen weltweit. Die Erkrankten bleiben oft unsichtbar und unterversorgt. Daher möchte sie mit ihrem Song die Öffentlichkeit, Medien und Förder*innen mobilisieren und Spenden für mehr Forschung und bessere Versorgung sammeln. Also hört gerne rein in „My Bed“ und unterstützt die Kampagne durch eine Spende. Den Song findet ihr hier.
Morgen, Samstag, 8.8. finden am Internationalen Severe ME/CFS Day bundesweit Veranstaltungen der Initiative Liegenddemo statt. In Frankfurt findet ihr schon heute (!) einen Infostand, wo ihr euch über die Krankheit und Unterstützungsmöglichkeiten informieren könnt:
Freitag, 07.08.2026 | 12 – 16:00 Uhr | Frankfurt, Schweizer Platz, zwischen Oppenheimer Landstraße und Schneckenhofstraße
MusicHEwomen* sucht neue Singles von Flinta*-Acts aus Hessen
Das Ländernetzwerk Hessen von Music Women* Germany möchte jeden Freitag Releases von FLINTA*-Acts aus oder mit Bezug zu Hessen auf seinem Social Media Kanal posten. Interessierte Artists können ihre kommenden Releases hier eintragen. Wer sich dort schon tummelt, seht ihr in ihrer Playlist auf Tidal.
Roods & Reeds starten Spendenaktion für Sea-Watch mit neuer Single
Mit einer Spendenaktion für die Organisation Sea-Watch beginnt das Indie-Folk-Quartett Roods & Reeds um Sängerin und Songschreiberin Dagmar Lauschke den Vorlauf zu seinem neuen Album. Die erste Singleauskopplung „High Barbary“ wird vom 18.07.2024 bis 14.08.2024 ausschließlich bei Bandcamp erhältlich sein und alle Einnahmen ab 2,50 Euro bis nach oben offenem freiwilligen Spendenbetrag zu 100% an Sea-Watch spenden. Das neue Album „Who Would Have Thought“ erscheint am 11.10.2024, am 12.10. findet das Releasekonzert im HausDrei in Hamburg-Altona statt.
#MelodivaSpotlight: „Schwestergefühl“ von JENOVEVA
Am 02.12.2023 hat die Mainzer Newcomerin JENOVEVA den Song um ersten Mal live performt und das Publikum bei der Mosaik Music Stage des Nachwuchs-Redaktionsteams Melodita im habel elf in Frankfurt-Heddernheim begeistert. Jetzt ist die Ode an ihre Schwester Yvonne u.a. auf Spotify erschienen und erzählt von der besonderen Verbindung, die sie zu ihr hat.
MelodivaSpotlight: „Bist du mein Boy“ von The Body*Lotion
„The Body*Lotion“ ist kein Körperöl, sondern ein feministisches Electronic Soul Duo aus Hamburg und Offenbach. Mastermind des Projekts ist die Musikerin und Schauspielerin Katharina Wittenbrink. Unter ihrem Künstlernamen „Pepe Grey“ produziert sie aktuell das erste Album und ist Komponistin, Texterin, Producerin, Sängerin, Performerin und Instrumentalistin in einem. Gemeinsam mit ihrem Partner und Mitmusiker Arvid Morgenstern an Gitarre und Trompete schreibt sie Songs, die sich zwischen Soul, Jazz, Trip Hop und balladenhaftem Pop bewegen, vor allem aber mit „zwischenmenschlicher Gleichstellung“ auseinandersetzen. Die neueste Single „Bist du my Boy“ nimmt die Sexualisierung von Frauen in Medien auseinander und nimmt sich die Freiheit, mit festgefahrenen Rollenbildern zu spielen. Rollen werden umgekehrt, Grenzen ausgelotet und das Band- und Liebespaar erfindet sich dabei neu. Very empfehlenswert!
Neue Single zum Equal Pay Day: “1/2 Cappuccino” von Kapa Tult
Ende des Jahres hatte Spotify mit einer unrühmlichen geplanten Änderung seiner Vergütungsregeln von sich reden gemacht. Die Band Kapa Tult hat jetzt die Antwort darauf: Pünktlich zum Equal Pay Day am 06.03.24 erscheint die zukünftige Spotify-Hymne „1/2 Cappuccino“! Während am internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit symbolisch aufgezeigt wird, wie lange nichtmännliche Menschen im Vergleich zu männlichen Menschen ab Jahresanfang unentgeltlich arbeiten (statistische Lohnlücke/GenderPayGap von 18% allgemein bzw. 25% in der Musikbranche), zeigt “1/2 Cappuccino” auf, wie viel eine Indie-Band pro Stream (auf Spotify) verdient. „Genau genommen sind das null Komma null zwei Gramm Kaffeepulver pro Stream (lol)“.
#MelodivaSpotlight: Julakim veröffentlicht Single „Inner Light“
Von der Auseinandersetzung mit Mental Health seit der Kindheit bis hin zu ihrem Werdegang von der Architektur zur Musik und dem Streiten für mehr Gleichberechtigung: das kommende Album „bLuzLand“ der Darmstädter Singer/Songwriterin Julakim spannt einen weiten Bogen. Seit 10 Jahren steht sie jetzt mit ihren eigenen Songs auf der Bühne. Nachdem sie gerade eine erfolgreiche Südamerikatour mit über 30 Konzerten in Brasilien, Argentinien und Chile absolviert und kürzlich den ersten Vorboten „TROP SERIEUX“ des neuen Albums veröffentlicht hat, macht sie jetzt weiter mit der zweiten Single „INNER LIGHT“ (VÖ: 15.12.2023), die wieder ein ganz eigenwilliges Stück Musik präsentiert. 10 weitere sollen in den nächsten Wochen folgen, ein Vinyl ist für 2024 geplant. Die Single gibt es hier.
#MelodivaSpotlight: „Oral“ von Björk & Rosalía
Mit ihrem gemeinsamen Song „Oral“ setzen sich die isländische Popkünstlerin Björk und die experimentelle katalanische Flamencosängerin Rosalía für den Kampf gegen industrielle Lachszucht ein. Auslöser für das Engagement war die Notschlachtung von einer Million isländischer Lachse, die durch die Enge der Haltung von der ungebremsten Ausbreitung von Seeläusen betroffen waren. Als Umweltaktivistin erschütterte Björk die Massentötung so, dass sie einen Song schrieb und sich dafür ihre Kollegin Rosálía ins Boot holte. Mit „Oral“ wollen sie das Bewusstsein für das Leid der Fische in Lachsfarmen schärfen und auf die verheerenden Folgen der Zucht hinweisen. Nicht nur verpesteten sie die Meere mit Fischkot, Futterresten, Pestiziden, Medikamenten, Mikroplastik und Schwermetallen, sie gefährdeten auch die Existenz von Islands einzigartigem Wildlachs, der die Insel lange vor den ersten menschlichen Siedlungen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts bewohnte, schreibt Björk auf ihrer Homepage. Der Song „Oral“ geht zurück auf eine Komposition von Björk, die bereits zwischen den Alben „Homogenic“ (1997) und „Verspertine“ (2001) entstand, seitdem aber unveröffentlicht war, da sie dramaturgisch auf kein Werk passte. Alle Einnahmen gehen an die Non-Profit-Organisation AEGIS, die sich gegen Fischfarmen in Island einsetzt. Die Single gibt es u.a. hier.
#MelodivaSpotlight: Neue Single „She Just Came“ von Shejust_Left
Shejust_Left sind ein Quartett aus Leipzig, das seinen Style FreebeatRapjazzAmbientpop nennt. Die FLINTA-Band besteht aus Pauline Tschirschwitz (vocals, synth), Myrsini Bekakou (violine, fx), Paula Wünsch (bass) und Leonie Sobek (drums) und hat sich den Widerstand gegen das Anpassen an Erwartungen anderer auf die Fahnen geschrieben. Kennengelernt haben sie sich im Herbst 2019 an der HMT Leipzig, in diesem Februar präsentierten sie ihr Debüt-Album „ΛΟΥΠΑΡΑ [loupara]“ in Zusammenarbeit mit den Foto- und Videokünstler*innen Rebecca Roks & Sebastian Steins. Vor wenigen Tagen ist die 2. Single daraus auf Spotify & Co und als Video erschienen. Übrigens: Hier könnt ihr für die Band beim Women in Jazz Next Generation Wettbewerb abstimmen.
#MelodivaSpotlight: Nora Thieles neues Video „Into The Light“
Vier Jahre hat die Arbeit an dem Arrangement für verschieden gestimmte Rahmentrommeln, Stimme, Tar, Bendir, small percussion Nora Thiele begleitet. „Passend zur Licht-Zeit, Weihnacht, St. Lucia, Chanukkah und zur Wintersonnenwende ernährt diese Musik den lichtvollen Geist und lädt zu einem optimistischen Blick in die von uns gestalteten Zukunft ein“, schreibt die Percussionistin und Komponistin zu ihrem neusten Werk „Into The Light“. Musik könne Hoffnung in der Krise und in schweren Zeiten geben – dem Publikum und den Musiker*innen selbst. Bei der Komposition hat sie sich vom südindischen Rhythmus und der Rhythmussprache Solkattu inspirieren lassen. Ihr Ziel ist es, traditionelle Musik und den westlichen, klassischen Ansatz zu verbinden und eine neue Musik zu kreieren, die von alter rhythmischer Weisheit inspiriert ist. Thiele hat mehrere Tutorials und Übungseinheiten für Einsteiger*innen ins Netz gestellt, vom 18.-19.03.2023 gibt sie einen Workshop an der Musikakademie Basel.
#MelodivaSpotlight: Mina Richman solidarisiert sich mit Protesten im Iran
Am 4. November hat die queere Singer-/Songwriterin Mina Richman ihren Song „Baba Said“ veröffentlicht. In dem Song, der zunächst als Reel auf Instagram fast 1 Million Menschen erreicht hat, thematisiert sie den Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini und solidarisiert sich mit den Menschen, die im Iran ihr Leben riskieren, um für ihre Freiheit zu kämpfen. Den Slogan der Proteste „Zan, Zendegi, Azadi“ singt sie voller Schmerz und
Hoffnung – denn sie hat selbst iranische Wurzeln. Die Proteste reißen nicht ab, und iranische Gerichte verhängen bereits drakonische Urteile. Wegen der Massendemonstrationen wurden fünf Menschen zum Tode verurteilt. Hier gibt es eine aktuelle Petition dazu, in ihrem Linktree findet ihr noch mehr Möglichkeiten, zu unterstützen.
Mina Richman ist das Solo-Projekt der 23-jährigen gebürtigen Berlinerin Mina Schelpmeier. Sie spielte neben einigen Solo-Shows bereits im Vorprogramm von Enno Bunger und Alin Coen. Nach dem Release ihrer Debüt EP „Jaywalker“ im Mai dieses Jahres wurde Mina Richman als beste Newcomerin für den popNRW Preis nominiert. Heute, am 23.11. ist sie mit Lennart A. Salomon und Nigel Connell im Spektrum in Augsburg zu Gast, am 25.11. im Alten Schlachthof in Soest und am 27.11. in Ingolstadt in der Eventhalle Westpark.
#MelodivaSpotlight: Teresa Bergmans neues Video & Crowdfunding
Sie nennt es ihr „vielleicht epischstes Musikvideo“, das sie je gemacht hat: Teresa Bergman hat gerade ihre neue Single „Collateral Damage“ aus dem kommenden Album „33, Single & Broke“ (VÖ: 21.10.2022) releast und in ihrem sehenswerten Video kommen ein 22 Tonnen schwerer Bagger, eine Barockperücke und natürlich großartige Musik vor!
Bergmans Song ist ein Statement für gesunde Wut – vor allem für Frauen*: „Wir leben immer noch in einer Gesellschaft, die von kleinen Mädchen erwartet, süß zu sein, während kleine Jungs stark und zäh sind. Viele Personen fühlen sich immer noch unwohl, wenn eine Frau ihre berechtigte Wut zeigt. Der Vorwurf, labil, verrückt, zickig, herrisch oder kontrollsüchtig zu sein, ist immer noch zu weit verbreitet. (…) wenn ihr das Gefühl habt, dass etwas nicht in Ordnung ist, kann Wut euch dabei helfen, etwas zu ändern. Sie kann ein Ansporn sein, ein Feuer, dass einen voranbringt. Ich würde mich freuen, wenn dieser Song und das Video euch dazu bringen, etwas anzusprechen, was ihr gerne in eurem Leben ändern würdet“. Übrigens: Ihre Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung des Drucks und der Pressung einiger ganz besonderer, ökologischerer CDs und Vinyls endet am 16. Oktober 2022. Klickt euch rein und beteiligt euch, es warten tolle Dankeschöns auf euch!

