Popakademie und Fraunhofer-Institut starten Forschungsprojekt „Perspektive 2036 – Musikwirtschaft in der Zukunft“
Die Popakademie Baden-Württemberg untersucht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT im zweijährigen Forschungsprojekt „Perspektive 2036 – Musikwirtschaft in der Zukunft“, wie generative Künstliche Intelligenz Musikproduktion, Distribution, Rechteklärung, Lizenzierung und Verwertung bis zum Jahr 2036 verändern kann. Ziel ist es, mögliche Zukunftsbilder der Musikwirtschaft und Musikkultur zu entwickeln und daraus konkrete Empfehlungen und Handlungsbedarfe für politische Entscheidungsträger*innen abzuleiten. So sollen frühzeitig die Voraussetzungen für einen rechtssicheren, fairen und kulturell verantwortungsvollen Umgang von KI im Musikbereich geschaffen werden. Im Rahmen des Programms Insight II wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Das Projekt wird beim „INSIGHT Forum 2026 – Interdisziplinäre Perspektiven auf disruptive Innovationen“ am 29. und 30. September 2026 in Berlin vorgestellt.
Forschungsprojekt untersucht innovative Ansätze der gesundheitlichen Versorgung professioneller Musiker*innen
UNISONO kooperiert mit der Hochschule Osnabrück bei einem innovativen Projekt, das neue Ansätze der gesundheitlichen Versorgung professioneller Musiker*innen erforscht: PA.H|LIFETIME.ai. „Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Muskel- und Skeletterkrankungen bei Musikern frühzeitig erkannt und vermieden werden können“, sagt der beteiligte Osnabrücker Wissenschaftler Prof. Dr. med. Christoff Zalpour, der auch Präsident des neu gegründeten European Networks for Performing Arts Physiotherapy (ENPPA) ist. „Unser Ziel ist die Verbesserung der Gesundheit von darstellenden Künstlern. Dafür wollen wir eine weltweit neue Wissenschaftsdisziplin aufbauen: die Performing Arts Physiotherapy. Dadurch sollen Grundlagen für eine maßgeschneiderte und wissenschaftlich fundierte physiotherapeutische Versorgung geschaffen werden“, erläutert er. „Musikerinnen führen täglich über viele Stunden hochpräzise Bewegungen aus und sind dadurch erheblichen körperlichen Belastungen ausgesetzt“, sagt die UNISONO-Geschäftsführerin Julia Hofmann. Das Forschungsprojekt leiste einen wichtigen Beitrag, Beschwerden frühzeitig zu erkennen und Musiker*innen langfristig gesund durch ihre berufliche Laufbahn zu begleiten.
Studienteilnehmer*innen gesucht: Branding-Strategien unabhängiger Musikprojekte
Für ein Forschungsprojekt der Hochschule Macromedia Stuttgart werden aktuell Bands/unabhängige Musikprojekte gesucht, die an einer Umfrage teilnehmen: Untersucht wird, wie die Außenwirkung und Markenführung – also Profil, Wiedererkennbarkeit, Online‑Auftritt und Professionalität – mit Erfolg unabhängiger Musikprojekte zusammenhängt (Sichtbarkeit, Nachfrage, Booking, Szene‑Anerkennung). Ziel ist es, praxisnahe Erkenntnisse für unabhängige Künstler*innen zu gewinnen. Die Befragung richtet sich an aktive Musikprojekte (Bands, Solo‑Acts, Kollektive, Producer‑Projekte). Sie ist anonym, dauert ca. 10–15 Minuten und es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Eine Teilnahme ist noch bis zum 26. Juni 2026 möglich.
Stipendium Kulturelle Bildung (München)
Das Stipendium Kulturelle Bildung der Landeshauptstadt München soll es den Macher*innen von Kulturellen Bildungsprojekten ermöglichen, sich in ihrer individuellen Arbeit weiterzuentwickeln, out oft the box zu denken und zu forschen, sowie sich projektunabhängig Zeit für die Beschäftigung mit übergeordneten Fragestellungen zu nehmen. Das Stipendium soll z.B. Recherche ermöglichen zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen der Kulturellen Bildung in Praxis, Theorie und Forschung, wie zum Beispiel Diversität und Inklusion fördern, Klassismus begegnen, Nachhaltigkeit, Partizipative Bildungsprozesse anregen. Für das Stipendium in Höhe von 8.000 Euro können sich professionelle freie Kunst- und Kulturschaffende, Kulturvermittler*innen und Pädagog*innen mit Wohnsitz oder Arbeitsschwerpunkt in München bewerben. Maximaler Förderzeitraum: 1. Januar 2027 bis 31. Dezember 2027. Bewerbungsschluss: 30. Juli 2026
SIM-Stipendien für Forschungsaufenthalte zu vergeben
Das Staatliche Institut für Musikforschung (SIM) vergibt Stipendien für ein- bis dreimonatige Forschungsaufenthalte für Musikwissenschaftler*innen aller Disziplinen, die mit den Fachkompetenzen der Mitarbeiter*innen des SIM und/oder der Forschungsschwerpunkten des Instituts in Zusammenhang stehen. Dazu gehören: Instrumentenkunde, Aufführungspraxis, Musik und Medien, Akustik und Wahrnehmung von Musik, Musik des 19. und 20. Jh. und Musikethnologie. Besonders willkommen sind Bewerbungen von Musikwissenschaftler*innen aller Karrierestufen mit Schwerpunkt auf dem Kalten Krieg, aber andere Themen sind auch möglich. Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung ist ein erster Hochschulabschluss zum Zeitpunkt der Antragstellung. Bewerbungsschluss: 28. Februar 2026. Der Forschungsaufenthalt sollte idealerweise bis zum 31. August abgeschlossen sein.
Diversität im Fokus: Neue Studie der fwd: lädt Veranstalter*innen zur Beteiligung ein
Diversität ist Fakt, Inklusion der proaktive Umgang damit. Doch wie weit ist die Veranstaltungswirtschaft wirklich, wenn es um dessen strukturelle Verankerung in Unternehmen geht? Eine neue Studie des fwd: und des R.I.F.E.L. – Instituts geht erstmalig dieser Frage nach. Denn für eine zukunftsfähige Unternehmensstrategie und langfristige Mitarbeiterbindung sind Diversität und Inklusion weit mehr als gesellschaftspolitische Schlagworte: sie sind entscheidend. Besonders in Zeiten von Fachkräftemangel birgt eine inklusive Unternehmenskultur große Potenziale. Zudem trägt die Branche eine gesellschaftliche Verantwortung: Live-Kommunikation beeinflusst den öffentlichen Diskurs und schafft nachhaltigen Impact. “Inklusion und Diversität sind in der Veranstaltungsbranche besonders wichtig, da Messen und Events für Teilnehmende aus verschiedensten Kulturen und allen gesellschaftlichen Bereichen einzigartige Erlebnisse und Begegnungen schaffen sollen. Dies muss sich auch in der Unternehmenskultur, -organisation sowie dem Führungsstil widerspiegeln“, Prof. Dr. Cornelia Zanger. Von Februar bis Mai 2025 sind Geschäftsführer*innen der Branche eingeladen, ihre Perspektiven zu teilen. Dabei soll beleuchtet werden, inwiefern Diversität und Inklusion bereits strategisch in Unternehmen implementiert ist und an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht. Hier geht es zur Teilnahme. Die Ergebnisse der ersten Erhebung werden im Mai 2025 auf der IMEX präsentiert. Anschließend folgt eine zweite Studienphase, welche die Sichtweise der Mitarbeitenden ergänzt. Auf Basis dieser Erkenntnisse entstehen konkrete Handlungsempfehlungen, die einen branchenweiten Dialog anstoßen sollen. Interessierte ohne Personalverantwortung können sich bereits hier für den zweiten Teil der Studie anmelden, welche sich an Mitarbeitende richten wird.
Forschungszentrum Musik und Gender vergibt Promotions- / Anschubstipendium
Wie in jedem Jahr ist die Bewerbung um ein Promotions- (12 Monate, 1200 Euro monatlich) bzw. Anschubstipendium (6 Monate, 750 Euro monatlich) des Forschungszentrum Musik und Gender möglich. Bewerbungen sind bitte bis zum 31. Januar 2025 als eine zusammenhängende PDF per Mail zu richten.
EFCF/JEN Jazzforschungs-Stipendium
Die Ella Fitzgerald Charitable Trust Foundation bietet in Zusammenarbeit mit dem Jazz Education Network ein Jazz Research Fellowship an. Das EFCF/JEN-Jazz-Forschungsstipendium soll Pädagog*innen, Student*innen und Musikhistoriker*innen (z.B. leitende Forscher*innen, (Post-)doktorand*innen) die Möglichkeit bieten, ein gezieltes Forschungsprojekt in einem beliebigen Bereich der Jazzwissenschaft durchzuführen. Die Ella Fitzgerald Charitable Foundation in Los Angeles, Kalifornien ist bereit, einen Geldzuschuss in Höhe von 1000-5000 Dollar zu gewähren. Weitere 1000 Dollar können für Reise- und Unterkunftskosten gewährt werden, wenn die Stiftung dies für notwendig erachtet. Die endgültige Fertigstellung des Projekts kann bis zu zwei Jahre dauern, andernfalls muss das Stipendiengeld vollständig zurückerstattet werden. Die Abschlusspräsentation des Projekts findet im Smithsonian Institute sowie auf der Jazz Education Network (JEN)-Konferenz statt. Ein schriftliches Dokument/Zusammenfassung (nicht ausschließlich), die über JEN veröffentlicht wird, muss außerdem spätestens sechs Monate nach der Abschlusspräsentation fertiggestellt werden. Bewerbungen sind bis zum 15. Oktober 2024 möglich.
Ergebnisse der Nachhaltigkeitsstudie von RockCity e.V.
Nachhaltigkeit, Umweltschutz und klimagerechtes Arbeiten sind für die Hamburger Musikschaffenden von großer Relevanz. Wie wichtig Klima- und Umwelt-Faktoren für die Musikakteur*innen in den Arbeitsbereichen Produktion, Vertrieb und Merchandise sind, verrät die Nachhaltigkeitsstudie, die RockCity Hamburg in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg im Dezember 2023 unter allen Musikaktivist*innen der Hansestadt auf den Weg gebracht hat. Damit wurden erstmalig Musiker*innen, DJs, Bands und Produzent*innen direkt in zukünftige Nachhaltigkeitsstrategien einbezogen. Die Ergebnisse liegen nun digital oder als Printversion vor. Sie dienen gleichermaßen als Grundlage und Erfolgsgarantin für kommende Nachhaltigkeitsmaßnahmen und –konzepte für die freie Hamburger Musikszene.
Neues Förderprojekt ECO2CONCERT entwickelt Nachhaltigkeits-Konzepte für Festivals
Nachdem Crowd Impact gemeinsam mit The Changency erst kürzlich seine Forschungsergebnisse aus dem Mobilitätsprojekt TICKET TO RIDE geteilt hat, gibt es bereits eine neues „Forschungsbaby“: ECO2CONCERT. Im Mai 2024 startete das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderte Projekt im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND, um mögliche Konzepte für nachhaltige Festivals zu entwickeln und zu testen. Hierbei sollen sowohl technologische Lösungen zur Datenerfassung und -analyse sowie intelligente Steuerungskonzepte erarbeitet als auch Synergiepotenziale durch Kopplung der Sektoren Verkehr und Energie genutzt werden. Im Rahmen des Projekts wird zudem eine Planungs- und Monitoringplattform mit der benötigten Datengrundlage entwickelt, die es Organisator*innen von Festivals ermöglicht, die verschiedenen Veranstaltungsprozesse (bspw. An- und Abreiseorganisation, Logistikprozesse, Energieversorgung) integriert zu planen und zu bewerten, um so die Nachhaltigkeit eines Festivals zu überwachen und die Wirkung einzelner Maßnahmen zu untersuchen. Ein tolles Projektteam aus Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW, Ferropolis, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Energieavantgarde Anhalt e.V. , Goodlive GmbH, Firlefanz GmbH schaut sich 2024 und 2025 die Festivals FullForce, Splash, Melt und Feel an und entwickelt gemeinsam ganzheitliche Verkehrs- und Nachhaltigkeitskonzepte. Mitte Juni ging es bereits los mit dem ersten Festival, bei dem die Mobilitätserfassungs-App Crowd Impact bereits 1.200 Besuchende zu ihrem Anreiseverhalten befragt hat. Das Projekt ‚ECO2CONCERT‘ läuft von Mai 2024 bis April 2026. Die Projektkoordination übernimmt der Energieavantgarde Anhalt e.V.
Neue Studie über die Poplandschaft in NRW
Das PopBoard NRW veröffentlicht die Ergebnisse der Studie „Poplandschaft NRW – Situation und Perspektiven der Musikwirtschaft“, die in seinem Auftrag von der Goldmedia GmbH umgesetzt wurde. Das Ziel der Studie ist eine aktuelle Erhebung und Darstellung der Pop-Landschaft in Nordrhein-Westfalen. Neben Unternehmen, Umsätzen und Erwerbstätigen geht es auch um branchen-spezifische Kennzahlen, eine differenzierte Einschätzung der aktuellen Situation und mögliche Förder-und Unterstützungsmaßnahmen. Zu den Kernerkenntnissen der Untersuchung gehört, dass die Teilnehmenden NRW als vielseitigen Pop-Standort mit einem hohen Anteil regionaler Acts, einer Vielfalt an Subkulturen und einer großen Anzahl an Konzert-Venues sehen. Alle Wertschöpfungsebenen sind am Standort NRW vertreten, geprägt durch eine starke Independentstruktur. Jedoch schränken die Verdrängung von Clubs und bezahlbaren Proberäumen, eine mangelhafte Infrastruktur, u.a. im Förderbereich, sowie eine fehlende Aufbruchsstimmung das Entwicklungspotenzial ein. NRW muss hier sein Potential und seine Relevanz als zweitgrößter Musikwirtschaftsstandort in Deutschland und der größten Clubdichte bundesweit, stärker wahrnehmen und fördern. Daher wünscht sich die Popmusik-Branche NRW z. B. eine engere Vernetzung der Kreativwirtschaft, Initiativen für mehr Sichtbarkeit, den Schutz von Pop-Kulturräumen oder eine Stärkung des Ausbildungsstandorts.
PopPrints: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in an Uni Greifswald & Salzburg gesucht
Im internationalen WEAVE-Verbundprojekt„Die Produktion populärer Musik in Deutschland und Österreich, 1930-1950“ (PopPrints) ist am Standort Salzburg sowie am Standort Greifswald jeweils eine Stelle als Wissenschaftliche Projektmitarbeiter*in (Prae-Doc) zu besetzen. Die Stellen sind befristet vom 1.4.2024 bis 31.3.2027. Im Projekt wird die Produktion populärer Musik im Umfeld des Zweiten Weltkriegs anhand der Ausrichtung des Musikverlagswesens, der Film- und Liedproduktion, der Revue- und Operettentheater sowie der Darstellung von Sänger*innen untersucht. Bewerbungsschluss Greifswald: 04.02.2024, Bewerbungsfrist Salzburg: 06.02.2024.

