Spielstättenprogrammprämie NRW
Die programmatische Kreativität und das Ermöglichen von Kultur zu fördern und zu unterstützen, das haben sich das Nordrhein-Westfalens Ministerium für Kultur und Wissenschaft und der Landesmusikrat NRW mit der Spielstättenprogrammprämie NRW zur Aufgabe gemacht, um herausragende Musikprogramme von Spielstätten und Clubs und deren besondere Rolle als Foren der musikalischen Innovation für das Musikleben in NRW zu würdigen. Die Prämien betragen 5. bis 25.000 Euro. Antragsberechtigt sind Spielstätten und Clubs, die in kreisfreien Städten mindestens 24 Livemusik-Veranstaltungen pro Jahr nachweisen können, in kreisgebundenen Gemeinden 12 Veranstaltungen. Die Kapazitätsobergrenze beträgt 1.500 Plätze, zudem muss Nachwuchskünstler*innen und regionalen Bands ein Forum geboten werden. Bewerbungsschluss: 15. Oktober 2026
Förderprogramm stärkt Vielfalt bei Kunst und Kultur in NRW (jetzt bewerben)
Mit dem Förderprogramm „Publikum.Personal.Programm – Kultur divers und inklusiv“ unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen zehn Kulturorte dabei, ein ansprechendes Programm für ein möglichst breites Publikum anzubieten – unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und sexueller Identität oder Orientierung, Alter und körperlicher Einschränkung. Auch in der dritten Förderrunde stellt das Land insgesamt 1 Mio. Euro für zehn Einrichtungen über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zur Verfügung. Ein Programmbüro begleitet die geförderten Einrichtungen während des gesamten Förderzeitraums und fördert den Austausch sowie die gemeinsame Weiterentwicklung. Voraussetzung für die Förderung ist die Einrichtung einer Stelle für eine*n Mitarbeiter*in, die diesen Prozess federführend leitet. Interessierte Kultureinrichtungen und Kommunen können sich sowohl einzeln als auch im Rahmen lokaler oder regionaler Bündnisse bewerben. Start der Förderung ist im Jahr 2027. Bewerbungsschluss: 11. September 2026
FUTURA C Workshops für nachhaltige und inklusive Kulturveranstaltungen (Juli/Nov)
Wie können Kulturveranstaltungen nachhaltiger, inklusiver und zukunftsfähiger gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das europäische Projekt FUTURA C. Die grenzüberschreitende Initiative bringt Kulturschaffende, Veranstalter*innen und Kulturinstitutionen aus Frankreich, Deutschland und weiteren europäischen Ländern zusammen, um neue Wege für eine verantwortungsvolle Veranstaltungskultur zu entwickeln. Im Rahmen von FUTURA C nehmen die Teilnehmenden an einem Workshop-Paar teil: Ein Termin findet am 3. Juli 2026 in Wissembourg (Frankreich), der zweite am 13. November 2026 in Mannheim statt. Die beiden Workshops ergänzen sich thematisch und verbinden die Schwerpunkte Nachhaltigkeit und Inklusion. Insgesamt finden drei Workshoppaare statt.
Clubkultur im Baurecht: Durchbruch greifbar
Musikclubs waren im deutschen Baurecht bislang nur in wenigen Gebietskategorien grundsätzlich zulässig – selbst in Industriegebieten nicht. Der Ende Mai vorgelegte Gesetzesentwurf zur Baurechtsreform könnte dies ändern und die prekäre Lage der Musikspielstätten insgesamt verbessern, schrieb der Bundesverband LiveMusikKommission e.V. (kurz: LiveKomm) kürzlich in einer Pressemitteilung. Neben verbesserten Gebietszulässigkeiten in urbanen, Gewerbe- und Industriegebieten, seien nun zusätzlich auch Ansiedlungen in dörflichen Wohngebieten ausnahmsweise vorgesehen. Außerdem enthalte der Entwurf präzisere und konsistentere Formulierungen, was für die spätere Auslegung durch Kommunen und Gerichte hilfreich sein könne. Der große Wurf ist es nach Ansicht der LiveKomm allerdings nicht. Sie regt entscheidende Nachbesserungen an, allen voran, Clubs und Livespielstätten mit nachweisbarem kulturellen Bezug nicht mehr als Vergnügungsstätten, sondern als Anlagen für kulturelle Zwecke zu definieren. Die Arbeitsgruppe Kulturraumschutz der LiveKomm hat weitere erforderliche Anpassungs- und Ergänzungsbedarfe erarbeitet. Die parlamentarischen Beratungen stehen noch aus.
Kult-Treffpunkt Club Voltaire in Frankfurt ist gerettet!
Der legendäre Club Voltaire in der Frankfurter Innenstadt galt als bedroht, jetzt ist er gerettet. Das Gebäude, in dem der Veranstaltungsort seit Jahrzehnten zuhause ist, wurde von der Stiftung medico international gekauft. Das haben der Trägerverein, die Stiftung und die Stadt Frankfurt am Mittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 27.04.2026 bekannt gegeben. Die Stiftung medico international mit Sitz in Frankfurt habe das Gebäude am Freitag gekauft, sagte deren Sprecherin Anne Jung. Die Kaltmiete von bisher 40.000 Euro im Jahr soll im Einvernehmen zwischen Club-Betreiber*innen und Stiftung leicht erhöht werden und die Einnahmen in die weltweite Arbeit der Hilfsorganisation fließen. Auf das inhaltliche Programm des Club Voltaire will die Stiftung keinen Einfluss ausüben. „Für uns hätte es keine bessere Lösung geben können. Ich freue mich über die nun anstehende Zusammenarbeit, das ist gelebte Solidarität,“ sagt Lothar Reininger vom Club Voltaire. Die gute Nachricht wollen die Betreiber*innen feiern und laden am 13. Mai zu einem Abend mit Kultur, Musik, Film und politischem Austausch im Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße (Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn: 18 Uhr).
Umfrage: Rechtsfragen aus eurer Festivalpraxis
Für einen Rechtsberatungs-Workshop von Festivals Aktuell aus dem AK Festivalkombinat der LiveKomm am 13. April werden konkrete Praxisfälle aus der Festivalarbeit gesucht. Das Ziel ist es, eure realen Fragestellungen direkt mit juristischen Expert*innen zu besprechen – praxisnah, konkret und lösungsorientiert. Interessierte können bis 3. April 2026 ihren Fall einreichen (auch anonym möglich). Auf Basis eurer Einreichungen werden passende Anwält*innen für den Workshop zusammengestellt. Hier geht es zur Umfrage.
Seilerei Frankfurt startet Open Stage Reihe 11.4.
Am 10.-12.04. April öffnet die Seilerei Frankfurt endlich wieder ihre Tore für das Frühlingsfest 2026 – mit neuen Ideen, frischen Projekten und ganz viel Lust darauf, Menschen durch Kunst und Kultur zusammenzubringen! In diesem Rahmen möchte die Seilerei auch ihre Open Stage Reihe weiterführen: Am Samstag, 11.04. steht die Bühne von 17:00 bis 19:45 Uhr offen für kulturelle Beiträge aller Art (10 Min.):Singer-Songwriter, Tanz, Theater, Poetry, Impro, Performance – alles ist willkommen. Für einen guten Flow werden alle Künstler*innen, die auftreten wollen, gebeten, bereits um 16:15 Uhr vor Ort zu sein, damit eine Setlist erstellt werden kann. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mikrofone und Klinkeneingänge für Instrumente stehen zur Verfügung; bringt bitte eure Instrumente mit.
Kulturamt Frankfurt fördert barrierefreie Live Kommunikation in der freien Szene
Das Kulturamt Frankfurt fördert 2026 spartenübergreifend Maßnahmen zur barrierefreien Live Kommunikation in der freien Szene, die dazu beitragen, gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur für alle Menschen zu schaffen. Gemeint sind Maßnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen wie z.B.:
• Gebärdendolmetschen für gehörlose Menschen
• Schriftdolmetschen für gehörlose und schwerhörige Menschen
• Audiodeskription für blinde Menschen
• Leichte-Sprache-Dolmetschen für Menschen mit Lernschwierigkeiten
Förderfähig sind Kulturveranstaltungen und Projekte aller Kunstsparten. Voraussetzung ist, dass die Veranstaltungen im Laufe des Jahres 2026 in Frankfurt am Main beginnen. Es sollte bereits bei der Antragstellung sichtbar werden, dass ein intensiver Kontakt zum Zielpublikum/Austausch mit sinnvoll zu beteiligenden Institutionen für das geförderte Projekt vorhanden ist bzw. vorgesehen ist. Als Förderrahmen sind für entsprechende Projekte regelmäßig jeweils bis zu 5.000 € vorgesehen. Insgesamt stehen 125.000 € für diese besondere Projektförderung bereit. Antragsschluss: 30.04.2026
Themenjahr „FrauenStimmen – Geschichte(n) aus Rheinhessen“ 2027
Das aktuelle Themenjahr „Römer in Rheinhessen“ ist in vollem Gange und schon starten die Planungen für 2027: in diesem Jahr liegt der Fokus auf „FrauenStimmen – Geschichte(n) aus Rheinhessen“. Ob Frauen aus Kunst, Literatur, Musik, Theater, aus der Moderne oder Historie, ob auf oder hinter der Bühne – gesucht werden Geschichten, die sich lohnen, gehört zu werden, kreative Ansätze und inklusive Formate für Jung und Alt. Auch bereits etablierte Formate sind willkommen. Kulturschaffende im Haupt- und Ehrenamt aus den Städten Mainz und Worms sowie den Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms können sich mit einer Veranstaltung am Themenjahr beteiligen. Diese können zwischen dem 1. Februar und 31. Dezember 2027 stattfinden. Einsendeschluss für Veranstaltungskonzepte ist der 4. Oktober 2026.
Open Call: Beteiligungsprozess für neue Open Air-Fläche in Halle
Für eine geplante Pilotveranstaltung auf einer neuen Open Air- Fläche startet das Netzwerk Musikveranstaltende Halle einen offenen Beteiligungsprozess. Gesucht werden Kollektive, die das Programm der Pilotveranstaltung gestalten – mit einem soziokulturellen Angebot am Tag sowie Konzert und/oder Party am Abend. Parallel führen die Macher*innen eine Umfrage zur bei Open-Air-Veranstaltungen tatsächlich genutzten Veranstaltungstechnik durch. Ziel ist es, die Fläche unter realen Bedingungen zu testen und gemeinsam mit der Verwaltung Erkenntnisse zur Nutzung und Schallausbreitung zu gewinnen. Die Veranstaltung wird kooperativ vorbereitet, inklusive Workshop zur Flächennutzung. Mittel für Gagen, Technik und Infrastruktur sind beantragt (Umfang aktuell noch offen). Bewerbungsschluss: 2. März 2026
Förderprogramme Karrieresprungbrett Berlin & Pop im Kiez (Infocall 12.03.)
Ab sofort könnt ihr euch für die Musicboard-Förderprogramme Karrieresprungbrett Berlin und Pop im Kiez bewerben. Karrieresprungbrett Berlin fördert Projekte und Plattformen, die den Popmusik-Nachwuchs – von Musiker*innen bis Musikwirtschaft – bei ihrem nationalen und internationalen Karrieresprung unterstützen. Gefördert werden zum Beispiel Konzertreihen, Workshop-Programme oder interdisziplinäre Formate. Bei Pop im Kiez werden Projekte gefördert, die die Akzeptanz von Live-Musik in verschiedenen Kiezen in Berlin anhand von Modellprojekten, Kampagnen oder anderer Maßnahmen erhöhen. Die Umsetzung der Projekte muss im Jahr 2026 stattfinden. Fragen zur Antragsstellung könnt ihr in einem Online Infocall am 12. März 2026 um 15 Uhr via Zoom loswerden. Antragsfrist: 1. April 2026, 18 Uhr
Gemeinsam für einfachere ÖPNV-Kombitickets: Umfrage für Veranstalter*innen
Nachhaltiger Publikumsverkehr – aber wie? Um dem Publikum ÖPNV-Kombitickets für Live-Veranstaltungen bieten zu können, müssen Veranstaltende aktuell je nach Region und Verkehrsverbund eigene Lösungen entwickeln. Oft mit hohem Kosten- und Abstimmungsaufwand, individuellen Verhandlungen und bürokratischen Hürden. The Changency, die Agentur für nachhaltigen Wandel, möchte das jetzt ändern. Gemeinsam mit dem BDKV will sie mit der Machbarkeitsstudie „Kombiticket ohne Limit“untersuchen, wie die nachhaltige Publikumsanreise durch ein Deutschland-Kombiticket kostengünstig und niedrigschwellig ermöglicht werden kann. Mit der Studie wird erstmals öffentlich zugängliches Wissen rund um das ÖPNV-Kombiticket geschaffen und auf dieser Basis konkrete Lösungsvorschläge entwickelt. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen, ruft The Changency Veranstaltende auf, bis 11.03.2026 an einer anonymen Umfrage teilzunehmen (Dauer: 10-15 Minuten). Die Ergebnisse werden kostenlos veröffentlicht und stehen der gesamten Branche zur Verfügung.
Für die ersten 500 Teilnehmer*innen spendet The Changency jeweils 1 € an BIKEYGEES: Eine Organisation, die Frauen und Mädchen mit Flucht- und Migrationserfahrung das Fahrradfahren ermöglicht und damit Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe stärkt.

