Symposium „un-sounding-gender“ 08.06.2018 Berlin
Das Symposium „un-sounding-gender“ am 08.06.2018 in Berlin möchte „die akustischen Dimensionen (hetero-)normativer und (de/post-)kolonialer Relationen von Gender in verschiedenen Kontexten – vom Soundarchiv bis zum Popsong – thematisieren und die problematischen, aber auch die empowernden Möglichkeiten von Klang erkunden. (…) Zugleich möchten die Veranstalterinnen „Sound als ein Epistem verstehen, das spezifische Dimensionen von Macht und Geschlecht in Geschichte(n) und Gegenwart hervorbringt. So ermöglicht die Erforschung von Sound, Machtrelationen neu zu durchdenken und Gender innerhalb komplexer Verflechtungen mit unterschiedlichen Hierarchien zu beleuchten„. Das Symposium wird vom Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit Geschichte und Theorie der visuellen Kultur der Universität der Künste Berlin veranstaltet. Mit Beiträgen von Gabriele Dietze, Kara Keeling, Britta Lange, Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall, L.J. Müller und Veronika Muchitsch.
Die Veranstaltung geht von 9:30-18:30 Uhr und findet in der Heilig-Geist Kapelle, Spandauer Str. 1, 10178 Berlin statt.
Tagung „Toleranz und Intoleranz in der Musik“ 07.-09.06.2018
Toleranz und Intoleranz in der Musik, dargestellt am Beispiel der Zupfmusik, ist das Thema einer Tagung, die vom 07.-09.06.2018 in der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz stattfindet. Die Tagung wendet sich kleinen und damit einigermaßen überschaubaren Musikszenen zu, um gleichsam unter einem Mikroskop ein Zusammenspiel von ganz unterschiedlichen Toleranz- und Intoleranzphänomenen lebendig zu beobachten. Die in bestimmten zeitlichen und lokalen Fenstern nachzeichenbaren Netzwerke und Mechanismen ermöglichen eine tiefgehende Analyse verschiedener Aspekte. Musik mit Mandoline, verschiedenen Gitarrenarten, Zither und Harfe findet häufig in Nischen statt und ist an kulturellen Schnittstellen angesiedelt. Diese Ansiedlung an und auf Grenzen bringt es mit sich, dass ein Wahrnehmen, Aushalten und Abwehren von Unterschieden regelmäßig und intensiv auf verschiedenen Ebenen erfolgt, so dass Toleranz und Intoleranz zu zentralen musiksoziologischen Kategorien werden. Ein paar Auszüge aus dem Programm:
Keynote: „Strategies to combat gender intolerance: Ladies’ guitar and mandolin bands in Late Victorian England“ mit
Paul Sparks, PhD (York/GB)
„E-Gitarre ist einfach cool! – Zu sozialen Bedeutungen und den feinen Unterschieden in den Welten der Gitarre“ mit Sarah Schauberger, M.A. (Paderborn)
„Weiß – weiblich – hetero. Intoleranz und Sexismus im (Berufs-)Alltag von Harfenist*innen“ mit Ulrike Heydt, M.A. (Detmold)
„Frauen haben den schönen Ton, Männer die Technik – Zur Repertoirewahl in der Gitarristik“ mit Heike Matthiesen, Dipl-Git. (Frankfurt)
Tagung „Building a Feminist Internet“ 26.06.18 Berlin
Es heißt, auf dem Land gehen die Uhren langsamer, und für das Internet trifft das definitiv zu. Denn dank der Bundesregierung reicht das Breitbandkabel nur bis zur nächst größeren Stadt, wenn überhaupt. Sollen die Leute also mehr bezahlen, wenn sie eine schnellere Verbindung wollen? Doch damit schrumpfen Handlungsräume und Teilhabe für Geringverdienende, ja zumeist Frauen*, weiter. Grundsätzlich gilt: das Internet und seine Technologien sind ein Spiegel der gesellschaftlichen Macht- und Herrschaftsstrukturen, also auch durchdrungen von Sexismus, Rassismus, Homo- und Transphobie. Inklusion bleibt die Ausnahme, und Hassreden insbesondere gegen Frauen*, Schwarze Frauen und People of Color sind alltäglich genauso wie Trans*- und/oder Homophobie. Doch aus feministischer Perspektive sollte für ein Internet gekämpft werden, das inklusiv, bezahlbar und vor allem nutzbar ist im Streit für ein gerechtes und gewaltfreies Miteinander. Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet zu diesem Thema am 26. Juni die Tagung „Building a Feminist Internet. Feministische Netzpolitik in der Praxis“ in Berlin mit Workshops, Lectures und Abendpanel von 14-21 Uhr. Auf der Tagung werden netzpolitische Handlungsfelder (wie zum Beispiel die Regulierung von Algorithmen oder Digitaler Gewalt, die fehlende Diversität in Tech-Unternehmen) mit feministischen Diskussionen zusammengebracht. Es geht um Theorie und Praxis.
Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Nähere Informationen zu Programm und Ablauf gibt es in Kürze. Der Eintritt ist frei. Interessierte können sich hier anmelden.
Tagung „Aufklärung! Musik und Geschlecht im 18. Jahrhundert“ 24.-27.05.18
Veranstaltungsort: Institut für Historische Musikwissenschaft, Neue Rabenstr. 13, 20354 Hamburg
Netzwerk Jazz in Hessen lädt zum Treffen 12.05.2018 Frankfurt
Im Dezember 2016 trafen sich beim Netzwerktreffen Jazz Musiker*innen und Pädagog*innen aus ganz Hessen, um über bereits bestehende und mögliche Schulprojekte zu sprechen, mit dem sich Jazz und improvisierte Musik in die Schule bringen lässt. Anlässlich der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“, die vom 10. bis 13. Mai 2018 in Frankfurt stattfindet, will sich das Netzwerk bei einem Folgetreffen am 12. Mai von 11-13 Uhr erneut mit diesem Thema beschäftigen und über konkrete Beispiele sprechen. Dazu haben die Veranstalter*innen Musiker*innen und Lehrer*innen eingeladen, die von ihren Erfahrungen berichten: Joey Becker berichtet vom Netzwerk Schule und Jazz Wiesbaden, Ulrike Schwarz vom LieselJazz-Programm an der Liesel Oestreicher Schule Frankfurt, und Sascha Wild von Jazz und Improvisierte Musik in die Schule. Es gibt die Möglichkeit, eigene Vorstellungen von Jazzvermittlung im Schulunterricht und Wünsche an eine bessere Vernetzung und/oder Fortbildungsmaßnahmen in diesem Bereich anzusprechen. Eventuell lassen sich einzelne Projekte auch verknüpfen.
Zu diesem Netzwerktreffen sind alle Interessierten, Lehrer*innen, Musiker*innen, Veranstalter*innen und sonstige Personen eingeladen, die mit diesem Thema in Kontakt gekommen sind und sich für eine stärkere Berücksichtigung von Jazz und improvisierter Musik im Schulunterricht einsetzen.
Veranstaltungsort: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Eschersheimer Landstraße 29, 60322 Frankfurt, Raum B203
Fachkonferenz dialog.pop für Popmusikfördernde 02.-03.05.18
Der VPBy (Verband für Popkultur in Bayern e.V.) veranstaltet am 2. und 3. Mai 2018 die dialog.pop, eine Fachkonferenz für Popmusikfördernde und Popmusikfördergebende in der Bayerischen Musikakademie, Schloss Alteglofsheim. Zum Programm gehören Best Practise Vorstellungen kommunaler und regionaler Projekte für Szenefördernde und Fördergebende: mit dabei das Mädchenmusikcamp Regensburg; Femme Jam – Ein Förderinstrument für Augsburger Musikerinnen; Raum für Kultur: die Bandproberäume der Musikzentrale Nürnberg e.V.; Festival – Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Vorbereitung und Durchführung einer barrierefreien Veranstaltung; Basel – 360 Grad Förderung; Cheers – Treffen der Münchner Musikszene.
Bei den Best Practise Vorstellungen überregionaler, nationaler und internationale Projekte für Szenefördernde und Fördergebende kommen Donau.Popcamp, BY-on (Bernhard Chapligin, VPBy) u.a. zu Wort. Weitere Panels wie „Fürchtet euch nicht – Popförderung tut nicht weh!“ u.a. mit Ina Keßler (Initiative Musik gGmbH) und eine offene Session runden das Programm ab.
Beiträge für Schulmusiktagung in der Schweiz gesucht
Forschende und Musikpädagog*innen sind eingeladen, Beiträge für die Tagung „Kulturen der Schulmusik in der Schweiz“ vom 16.-27.11.2018 in Luzern einzureichen. Ziel der Tagung ist es, Impulse und Erfahrungen aus der Praxis mit Forschungsresultaten und theoretischen Reflexionen zusammenzubringen. Durchgeführ wird die Tagung von der Hochschule Luzern – Musik in Zusammenarbeit mit der Association Suisse Romande de Recherche en Education Musicale und dem Verband Fachdidaktik Musik Schweiz. Vorschläge für Beiträge können bis 14.05. eingereicht werden.
Tagung untersucht populistische Botschaften im Deutschrock und Hip Hop
Tagung „Kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ 14.-15.05.18
Call for Papers zu (Des-)Orientierungen populärer Musik
Zur 28. Arbeitstagung der Gesellschaft für Popularmusikforschung e.V. (GfPM) zum Thema „(Des-)Orientierungen populärer Musik“ wurde jetzt vom Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ein Call for Papers ausgeschrieben. Die Tagung findet vom 16.–18. November 2018 statt und befasst sich mit folgenden Fragen: Inwiefern kann populäre Musik ein Medium für Orientierungen sein? Durch welche Mechanismen wird populäre Musik orientiert? Worin bestehen Beziehungen zwischen den diskursiven und performativen Orientierungen von Musik einerseits und ihrem Klanggeschehen andererseits (z. B. rechtsextreme Musik mit einer weißen, nativistischen Agenda, die auf afroamerikanischer Musik basiert). Wer hat welchen Anteil an den Orientierungen populärer Musik?
Die Tagung fragt nach Orientierungsprozessen populärer Musik in drei Perspektiven:
I (Des-)Orientierungen und intersektionale Differenz in Musik
II (Des-)Orientierungen und Musikpädagogik
III (Des-)Orientierungen und Popular Music Studies
Einzelbeiträge: Wer sich für eine einzelne Präsentation (30 Minuten) bewerben möchte, reicht bitte einen Abstract (max. 300 Wörter) ein. Das Einreichen von biographischen Informationen ist zunächst nicht notwendig.
Panels: Panels sollten in der Regel aus drei Einzelbeiträgen bestehen. Einreichungen sollten das gemeinsame Thema kurz beschreiben (300 Wörter) sowie Abstracts der einzelnen Papers (je 300 Wörter) beinhalten. Panels sollten 120 Minuten nicht überschreiten.
Neben den drei Sektionen wird es Raum für thematisch freie Referate geben. Interessierte geben an, welcher Sektion ihr Einzelbeitrag oder Panel zuzuordnen wäre. Bewerbungen müssen bis zum 15. Mai 2018 per Mail an ed.gn1780136163uhcsr1780136163ofkis1780136163umral1780136163upop@1780136163stcar1780136163tsba1780136163 eingereicht werden. Konferenzsprachen und Sprachen der Abstracts sind Deutsch und Englisch. Der Call richtet sich auch an Doktorand*innen und Forscher*innen, die am Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn stehen. Die Auswahl der Beiträge erfolgt durch eine internationale Jury mittels eines anonymisierten Verfahrens (double blind peer review). Eine Verständigung erfolgt bis spätestens 15. Juni 2018.
Tagung „Erkundungen. Gegenwartsmusik als Forschung und Experiment“ 04.-07.04.2018
Vom 4. bis 7. April 2018 veranstaltet das Institut für Neue Musik und Musikerziehung (INMM) in der Akademie für Tonkunst, Darmstadt die nächste Frühjahrstagung mit dem Titel: „Erkundungen. Gegenwartsmusik als Forschung und Experiment“. Zum Inhalt heißt es. „Die Tendenz, Komponieren in spezifischer Weise als Forschung bzw. Erkenntnispraxis zu begreifen, hat innerhalb der Gegenwartsmusik in den letzten Jahren deutlich an Gewicht gewonnen und wurde auf vielfältige Weise ausdifferenziert. Neue Strategien der Klang- oder Formgestaltung, ungewöhnliche Darstellungen von Instrumenten, Körpern oder technischen Mitteln oder aber die Erprobung neuer Möglichkeiten des künstlerischen Zusammenwirkens sind verschiedene Aspekte dieses Themas. Aus diesem Selbstverständnis heraus ergeben sich neue Grundhaltungen und Auffassungen des Komponierens, aber auch höchst unterschiedliche Fragestellungen und Ansätze – die unverkennbar auf die Vielfalt der heutigen Gegenwartsmusik deuten und in den Vorträgen, Workshops und Konzerten der Frühjahrstagung erlebbar gemacht sowie befragt werden sollen.
Während der Tagung geben namhafte Fachleute aus den Bereichen Musikwissenschaft, Philosophie, Neurobiologie und Pädagogik in ihren Vorträgen inhaltliche Impulse, die gemeinsam mit den anwesenden KomponistInnen, InterpretInnen und TagungsteilnehmerInnen diskutiert werden. Ein Workshop speziell für SchulmusikerInnen ist dem Eröffnungsabend der Tagung vorangestellt, ein weiterer Workshop folgt am Freitagnachmittag „(nicht nur) für Pianisten“. Eine Schulklasse aus Wien hat im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprojekts „Campus Neue Musik“ ein Schülerkompositionsprojekt durchgeführt und präsentiert das Ergebnis im Rahmen der Tagung am Donnerstag um 19 Uhr: „Musik aus der Heustadelgasse“. Parallel zum Tagungsgeschehen werden drei Kurse zur altersgerechten Vermittlung Neuer Musik durch praktische Arbeit angeboten: der Kurs „Wiesenkonzert“ für Kindergartenkinder, die „Musikwerkstatt“ für Kinder (ab 7 Jahren), sowie ein „Campus Neue Musik“ für Jugendliche. Instrumente und musikalische Vorerfahrungen sind willkommen, aber keine Voraussetzung zur Teilnahme.
Call for Papers: Symposium des DVSM zu Musik & Ästhetik
„Musik und Ästhetik – Alte Fragen, neue Perspektiven“ heißt das Thema des 31. Symposiums, das der Dachverband der Studierenden der Musikwissenschaften (DVSM) an der Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft in Kooperation mit der Forschungsgruppe Populäre Musik der Humboldt-Universität zu Berlin (FGPM), dem Studiengang Tonmeister an der Universität der Künste Berlin, dem Arbeitskreis kritischer Musikwissenschaftler*innen Frankfurt am Main und der Zeitschrift Musik & Ästhetik vom 08.-10.11.2018 veranstaltet. Das Symposium des DVSM soll einen Raum öffnen, um das Verhältnis zwischen Musik und Ästhetik neu zu denken, zeitgenössische Ansätze zu diskutieren und ästhetische Begriffe zu schärfen. Es richtet sich primär (aber nicht ausschließlich) an Studierende und Doktorand*innen der Musikwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften und Sozialwissenschaften. Diese sind eingeladen, bis Ende April Beiträge einzusenden.
Die Mitgliedschaft im DVSM ist für die Anmeldung eines Beitrags NICHT erforderlich. Beiträge können in Deutsch und Englisch gehalten werden. Vorschläge für einzelne Redebeiträge (max. 30 Minuten) sollen außer dem Titel ein 400 Wörter umfassendes Abstract enthalten, fünf Keywords, die den geplanten Beitrag inhaltlich konkretisieren sowie eine kurze Angabe zur Biographie der Bewerber*in inklusive Kontaktinformationen. Besonders erwünscht sind Beiträge, die sich mit Neuer Musik, Jazz oder Popmusik auseinandersetzen, die (musik-)ästhetische Grundbegriffe reflektieren, die Musik am Schnittpunkt von philosophischer Ästhetik und Kunst-, Kultur- oder Sozialwissenschaften untersuchen und die Musik mit Methoden einer empirischen Ästhetik erforschen. Die Vorschläge sind bis zum 30.04.2018 per E-Mail zu schicken. Über die Annahme der Vorschläge werden die Bewerber*innen bis zum 30.06.2018 informiert. Das Organisationsteam wird versuchen, je nach Höhe der finanziellen Förderung des Symposiums, die Anreise jener Vortragenden zu unterstützen, deren Heimatinstitutionen keine Förderung anbieten.

