68. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium 17.-19.02.2023
Die Dynamik der globalen Veränderungen und die damit verbundenen Krisen zeigen: Auch Kulturinstitutionen und kulturpolitische Gremien müssen sich als lernende Organisationen begreifen. Das 68. Loccumer Kulturpolitische Kolloquium in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. nimmt vom 17.-19.02.2023 in den Blick, welche Fort- und Weiterbildungsformate benötigt werden, um Transformationsprozesse zu gestalten und die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Weitere Fragen sind: Wo hängt es aus der Sicht von Kulturpolitiker*innen in den Parlamenten? Wie kann Akteur*innen in Gremien und Parlamenten der Einstieg in kulturpolitische Fragen ermöglicht und erleichtert werden? Wie kann die Kommunikation mit Akteur*innen aus dem kulturellen Feld verbessert werden? Wie gut ist Kulturpolitik an andere Politikfelder angeschlossen? Dies wird nicht nur diskutiert, sondern auch praktisch erkundet, konzipiert und ausprobiert.
Call for Papers: „Binär – Nonbinär. Posthumanismus, Sound, Gender“
Ein aktueller Call for Papers fragt nach Beiträgen zum Fachgruppensymposium „Binär – Nonbinär. Posthumanismus, Sound, Gender“ auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung in Saarbrücken vom 4.–7.10.2023. „Wie klingt ein nonbinäres Subjekt? Was verbindet die Kulturgeschichte eines aussterbenden Pilzes oder das Internet der Dinge mit Musik? Was hat der ökologische Begriff der Assemblage mit polyphonem Hören zu tun? Entziehen sich auditive Medien – Musik und Sound – nicht einer Einordnung in Semantisierungsmuster und damit auch einer Logik des Binären? “ Das Fachgruppensymposium geht diesen und ähnlichen Fragen nach, um neue musikwissenschaftliche Denk– und Handlungsräume jenseits des Human(istisch)en zu erschließen. Die Vorträge zum Themenkomplex Non–Binarität, Sound und Subjektivität/Gender werden so ausgewählt, dass sie in ihrer Gesamtheit eine möglichst große inhaltliche Bandbreite abbilden, um auf diese Weise einen Eindruck von Vielfalt und Potential kritisch–posthumanistischer Perspektiven für die musikwissenschaftliche Gender– und Queerforschung zu vermitteln.
Einreichungen für 20–minütige Vorträge werden bis 28.01.2023 per Mail. Das Abstract sollte 200 Wörter nicht überschreiten. Eine Rückmeldung wird Anfang Februar erfolgen.
Konferenz “Hanns Eislers Musik und Diskurses aus Gender-Perspektive“ 05.-06.11.22
Call for papers: „Destination Unknown: Die Zukunft des Jazz“
Das Jazzinstitut Darmstadt hat sein 18. Darmstädter Jazzforum vom 28.-30.09.2023 mit einem Titel Sun Ras überschrieben: “Destination Unknown”. Sun Ras Musik sei ein Paradebeispiel dafür, wie Musik Zukunft (Stichwort “Afrofuturism”) denken kann, ohne die Tradition zu vergessen. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen, Journalist*innen, Veranstalter*innen, Pädagog*innen, vor allem aber auch Musiker*innen aus der aktiven Szene wollen die Veranstalter*innen darüber sprechen, was die musikalische Praxis des Jazz alles möglich macht und wo ihre Grenzen liegen. In seinem jüngst veröffentlichten Call for Papers sucht das Jazzinstitut jetzt Vorschläge für Referate (25 Min.) & Panels zu folgenden Themenkomplexen, soweit sie unter das Grundthema “Zukunft des Jazz” passen. Themenkomplexe sind zum Beispiel (und das ist beliebig erweiterbar):
- Möglichkeiten und Grenzen des Jazz (musikalisch, ästhetisch, gesellschaftlich)
- afro-amerikanische Wurzeln des Jazz vs. universelle Aussagekraft der Musik
- Zukunft der Musikvermarktung / Musikverbreitung
- Nachhaltigkeit beim Musikmachen, Musikpräsentieren, Musik erleben
- Geschlechtergerechtigkeit im Jazz / Diversität im Jazz (vgl. Jazzforum 14 + 17)
- Jazz or no Jazz: eine musikalische Praxis in einer Welt verschwindender Genres
Interessierte können ihren Vorschlag mit Titel und knappem Abstract bis zum 31. Dezember 2022 per Mail senden. Neben den Referaten plant das Institut auch in 2023 wieder Panels, in denen über die praktischen Ansichten von Künstler*innen und Beteiligten des Musiklebens gesprochen werden soll. Auch für die Panels mit jeweils ca. drei Teilnehmer*innen (plus Moderator*in) können Vorschläge eingereicht werden.
Da es uns um den Austausch und die Diskussion geht, werden die Referent*innen des Jazzforums für möglichst alle drei Tage eingeladen (also nicht nur den Tag des eigenen Beitrags) und bekommen dafür ein Honorar, Reisekosten und Übernachtung.
Konferenz „Zukunftsland“ zur Kultur in ländlichen Räumen 14.-15.9.22
Ländliche Räume tragen auf ganz unterschiedliche Weisen einen Großteil zum vielfältigen Kulturangebot in Deutschland bei. Wie aber dürfen wir uns die Zukunft ländlicher Räume im kulturellen Kontext vorstellen? Wie können wir kulturelle Infrastrukturen in ländlichen Räumen stärken, sichtbar machen und vorhandene Potentiale nutzen und ausbauen? Auf Grundlage dieser wichtigen Fragen veranstalten der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Deutsche Kulturrat am 14. und 15. September die teilhybride Konferenz „Zukunft(s)land – Strukturen, Impulse und Allianzen für eine starke Kultur in ländlichen Räumen“ in Münster. Diese beleuchtet den Status Quo und die Potenziale kultureller Strukturen ländlicher Räume, wagt aber ebenso einen kritischen Blick auf zukünftige Entwicklungen. Die Konferenz soll dabei als Austauschplattform und Forum für Wissenstransfer und Vernetzung für und zwischen Künstler*innen, Kulturschaffenden, Kultureinrichtungen sowie Verwaltung und Politik dienen. Die Teilnahme ist kostenlos, für die digitale Zuschaltung ist keine Anmeldung notwendig.
Fachtagung Musik und Demenz am 16./17.09.2022
Musik zeigt Wirkung bei Demenz – unter diesem Motto steht die diesjährige Fachtagung „Musik und Demenz“. Sie findet vom 16.-17.09.2022 am Campus der Medical School Hamburg statt und richtet sich vor allem an Menschen aus Musiktherapie, -Pädagogik, -Schulen sowie Personen aus medizinischen Berufen.
Tagung „Musikalische Schrift und Gender“ 01.-02.07.22 Hamburg
„Musikalische Schrift und Gender. Praktiken – Diskurse – Perspektiven“ heißt der Titel einer Tagung, die vom 1.-2. Juli 2022 am Institut für Historische Musikwissenschaft der Universität Hamburg stattfindet. Die Vorträge befassen sich mit patriarchalisch geprägter Musiktheorie, der ambivalenten Rolle der Schrift bei der Entwicklung und der Vermittlung von visionären musikalischen Ideen, Scripts der Gender-Performance, Framing, symbolischen Grenzen, Nichtschriftlichkeit und vielem mehr (Programm). Interessierte sind herzlich eingeladen, eine Anmeldung vorab wird per Mail erbeten an: Gesa Finke (ed.ek1780135631nifas1780135631eg@ts1780135631op1780135631) und Dr. Julia Freund (ed.gr1780135631ubmah1780135631-inu@17801356311-dnu1780135631erf.a1780135631iluj1780135631).
Call for projects & papers: „Culturopolis“
Die Konferenz CULTUROPOLIS vom 16.-19.11.2022 in Barcelona lädt Teilnehmer*innen ein, über kulturelle Rechte („cultural rights“) zu reflektieren und zu diskutieren. Wie definieren wir sie und welche Mechanismen brauchen wir, damit alle daran teilhaben können? CULTUROPOLIS fokussiert sich auf vier Themen: Kulturelle Arbeit & Nachhaltigkeit, Partizipation & Gemeinschaften, Vielfalt und Digitale Umgebungen. Für das Konferenzprogramm werden jetzt Projekte gesucht, die sich mitDiversität, Inklusion, Teilhabe und Demokratisierung beschäftigen. Außerdem ist ein Call for papers ausgeschrieben, der Beiträge zu kulturellen Rechten sucht: Welche öffentlichen, kulturellen Probleme und Konflikte fordern und rechtfertigen die Durchsetzung dieser Rechte? Sind kulturelle Rechte von grundlegender Bedeutung und für wen? Auf welche Weise gehen sie auf die universellen Bedürfnisse der Allgemeinheit und die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Gemeinschaften und Gruppen ein? Einsendeschluss: 15.07.2022
Future Music Camp 19.-20.05.2022 (hybrid)
Die Popakademie Baden-Wüttemberg lädt vom 19.-20.05.2022 zum hybriden Future Music Camp zu spannenden Vorträgen, Sessions, Diskussionen und Showcases. Internationale Keynote-Speaker*innen und Vordenker*innen referieren rund um Zukunftsthemen der Musikwirtschaft. Dieses Jahr bildet der Begriff Creator Economy und was er für Künstler*innen und die Musikwirtschaft bedeutet den Schwerpunkt der Veranstaltung. Es werden neuste Entwicklungen diskutiert und auch Tools und Plattformen thematisiert, die sich im Zuge der Pandemie entwickelt haben. Außerdem wird es um die vielen (neuen) Chancen gehen, wie ihr Communities aufbauen könnt und welche Plattformen und Tools dabei hilfreich sein können. Auch kritische Perspektiven sollen betrachtet werden und Themen wie zu geringe Einnahmen durch Streamingdienste und die Abhängigkeit vom Live-Bereich werden angesprochen. Die Teilnahme via Zoom und in Präsenz ist kostenlos und mit Anmeldung, allerdings ist die Gästezahl vor Ort auf 400 Pers. beschränkt.
Music Women* Germany Tagung schließt mit Forderungskatalog
Die erste politische Tagung der Music Women* Germany fand am 27. April mit 180 angemeldeten Teilnehmenden im Berliner silent green Kulturquartier statt. Der Dachverband der Musikfrauen* in Deutschland hatte zu der Veranstaltung mit Workshops eingeladen, um über konkrete Lösungsansätze zu beraten, wie eine Musikkultur und -wirtschaft geschaffen werden kann, die vielfältig, divers, digital und vernetzt gestaltet ist. Herausgekommen ist ein 20-Punkte-Programm mit konkreten Forderungen an Branche und Politik. Im Fokus stehen vor allem eine gerechte Teilhabe bei Musikprojekten und in Bereichen, die staatlich gefördert werden. Das fängt bei intersektionalen Quotenregelungen und verbindlichen Diversitätskriterien in Gremien, Findungskommissionen, Beiräten, Vorständen, Aufsichtsräten, u.a. an, und schließt Diversitäts-Checklisten und ein Rotationsprinzip bei der Besetzung von Führungspositionen staatl. geförderter Einrichtungen (Generationswechsel) ein. Fortbildungen in diversitäts- und gendersensiblem Sprechen und Handeln, Kommunikation, Sichtbarmachung (vor allem im Tech-Bereich), Nachhaltigkeit und ganz konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die z.B. die Vereinbarkeit von Karriere und Familie verbessern, sind weitere Themen des Forderungskatalogs, den ihr hier in voller Länge findet.MW*G initiiert Tagung “Gender Equality Now!” am 27.04.2022 in Berlin
Music Women* Germany setzt sich für alle Musikfrauen* und sich als weiblich identifizierende und nicht-binäre Personen sowie ihre Netzwerke in der Musikbranche in Deutschland ein. Bei der ersten politischen Tagung der MW*G am 27. April von 12.00 – 19.00 Uhr im Berliner silent green Kulturquartier diskutiert der Dachverband der Musikfrauen* in Deutschland mit der Bundeskulturpolitik deshalb über konkrete Lösungsansätze, um durch alle Genres und Sparten, unabhängig von Alter, Herkunft und Körperlichkeit oder Stufe der persönlichen Professionalisierung eine Musikkultur und -wirtschaft zu schaffen, die vielfältig, divers, digital und vernetzt gestaltet ist. Prominente Musikschaffende, Branchenexpert*innen und Politiker*innen entwickeln gemeinsam Strategien zu den Themen Gender (Pay) Gap, Intersektionalität in der Bundeskulturpolitik, Verbesserung von Arbeitsbedingungen für Eltern und weibliche* Positionierungen im Metaverse. Die Tagung ist kostenfrei und wird umgesetzt von dem regionalen Berliner Ländernetzwerk musicBwomen*.
Call for Papers: Erste Tagung der Bundesfachschaft Musik
Die Fachschaft Musikwissenschaft der Folkwang Universität der Künste richtet in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Studierenden der Musikwissenschaft e.V. in diesem Jahr die erste Tagung der Bundesfachschaft Musik aus. Vom 12.–14. Mai 2022 sind alle Studierenden der Musikwissenschaft und fachverwandter Studiengänge aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen, um sich unter dem Motto „Auftakt – Austausch – Akzente“ auszutauschen und zu vernetzen. Für eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Tagung werden junge Musikwissenschaftler*innen gesucht, die mit einem Impulsvortrag und anschließender Diskussion als Gast teilnehmen möchten. Thema der Podiumsdiskussion ist „Diversifizierung der Musikwissenschaft – Chancen für junge Forschende oder Abgesang auf die Fachdisziplin?„. Dabei soll erörtert werden, welche Chancen fachliche Neuausrichtungen, innovative Methoden und eine Diversifizierung der Musikwissenschaft bieten und welche Herausforderungen mit ihnen einhergehen. Die Podiumsdiskussion wird am Fr, 13. Mai 2022, an der Folkwang in Essen-Werden stattfinden sowie über Zoom gestreamt werden. Wenn Sie an der Podiumsdiskussion teilnehmen und die Möglichkeit nutzen möchten, mit der Bundesfachschaft Musik zusammen einen Wandel in der Musikwissenschaft zu diskutieren, bewerben Sie sich bis zum 29.04.2022 mit möglichen Ideen für einen Impulsvortrag und einer kurzen Biographie (wenn vorhanden, reicht ein Link zu einer Webseite) an: ed.in1780135631u-gna1780135631wklof1780135631@iwum1780135631-sf1780135631.

