Konferenz „THE ARCHIVAL TURN IN MUSIC SOCIOLOGY“ 5.-7.2.2026 Wien & online
Die Geschichte der Musiksoziologie und etablierte Musikgeschichtsschreibungen sind häufig von androzentrischen Narrativen und Rekonstruktionen der Vergangenheit geprägt. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Instituts für Musiksoziologie im Jahr 2025 schlägt das Institut mit einer Konferenz den ARCHIVAL TURN IN MUSIC SOCIOLOGY vor, um die Beiträge von weiblichen, feministischen, queeren und post-/dekolonialen Wissenschaftler*innen, Musiker*innen, Aktivist*innen und Archivar*innen zur Geschichte der Musiksoziologie anzuerkennen und sich kritisch mit den Geschichtsschreibungen der musikalischen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Physische und digitale Archive spielen in diesen Prozessen eine wichtige Rolle. Sie lassen sich als Orte und Praktiken der Wissensbildung, der kulturellen Produktion und des Aktivismus verstehen und bieten Möglichkeiten, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um die Konstruktion von Temporalitäten, Geschichten und kulturellem Erbe zu verstehen und den Kanon zu hinterfragen.
Die Konferenz findet an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt und wird online über folgenden Link übertragen. Das Programm findet ihr hier, mehr Infos im Book of Abstracts. Die Konferenzteilnahme ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.
Call for papers: Audiovisuelle Inszenierungen von Gender
Die Inszenierung von Gender geschieht auf allen Ebenen des Films: narrativ, visuell und auditiv, z.B. durch Verhaltensnormen, Körperbilder, Stimmklang und Musik. Insbesondere lassen sich dabei vergeschlechtlichte Topoi und Motive, wie Zitate, Anspielungen und Archetypen im Bereich des Sounds / der Musik sowie der bildlichen Gestaltung feststellen. Diese wirken intermedial zusammen, konstruieren und dekonstruieren sich gegenseitig. Um die jeweils eigenen historischen und fachspezifischen Diskurse dieser Themenfelder miteinander zu verbinden, bieten sich interdisziplinäre Perspektiven an. Hier setzt das 20. Symposium der Kieler Gesellschaft für Filmmusikforschung „Audiovisuelle Inszenierungen von Gender – zwischen Ästhetisierung und Politisierung“ an, das vom 18.–20. Juni 2026 an der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit dem dortigen Kunstgeschichtlichen Institut und dem Forschungszentrum Musik und Gender (Hannover) stattfinden wird. Die Veranstaltung lädt Wissenschaftler*innen und Filmschaffende dazu ein, bestehende oder neue Forschungsinteressen und Projekte auf (intersektionale) Gender-Aspekte auszuweiten und dabei die (historischen) Referenzrahmen der beteiligten Fachkulturen mitzudenken. Tandemvorträge und auch „Work-in-Progess“-Beiträge sind explizit erwünscht. Studierende und Early Careers sind ausdrücklich zur Einreichung eingeladen. Einreichfrist: 31.1.2026
Call for papers: Beyond the Drawing Room: Women in the Promotion of Music in the Long 19th Century
- Der Musiksalon als Ort des weiblichen Handelns
- Aristokratische Salons und bürgerliche Salons: Ausdruck unterschiedlicher Musikgeschmäcker?
- Musikalische Vereinigungen von Frauen: Rolle, Verbreitung und Beitrag zur Förderung der Musik
- Virtuosinnen als Selfmade-Frauen
- Der Einfluss der organisatorischen Aktivitäten von Frauen im Musikbereich auf die Konstruktion weiblicher Identitätsmodelle und den Prozess der Emanzipation der Frau
- Die Rezeption der organisatorischen Aktivitäten von Frauen im Musikbereich durch die zeitgenössische Presse
- Das Musikgeschäft: eine ausschließlich männliche Domäne?
- Unterstützungsnetzwerke für weibliches Unternehmertum im Musikbereich
- Nationale Besonderheiten bei der Zuweisung organisatorischer Rollen an Frauen im Musikbereich
BAM! Bock auf Morgen Festival setzt auf „mainstreamfähige Nachhaltigkeit“ 05.-06.11.2025
Den Menschen „Bock auf morgen“ zu machen, haben sich die Macher*innen des BAM! Festivals in Berlin verschrieben. Das Festival vom 05.-06.11.2025 will Business-Potenziale und Vermarktungsansätze ausloten und diskutieren, wie Gestaltungsräume noch erfolgreicher genutzt werden können – für Umsatz und Umwelt. Wie überwinden wir den inneren Schweinehund und machen Lust auf Wandel? Welche einfachen Maßnahmen mit großer Wirkung gibt es bereits? Wie kommen wir wieder in eine friedliche und wertschätzende Koexistenz und erhöhen dennoch den Anteil an pflanzlicher Ernährung? Diesen Fragen widmet sich das 1,5tägige Programm, Tickets gibt es ab 149 Euro hier.
Symposium „Zum sozialen Nutzen von Musik für Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine“ 8.11.2025
Ein öffentliches Symposium des Landesmusikrats NRW mit vier moderierten Konzerten und zwei Panels beleuchtet den sozialen Nutzen von Musik für Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine am Beispiel der traditionellen ukrainischen Musik. Basierend auf der Bachelorarbeit von Jasper van den Hövel aus dem Jahr 2024 wird in zwei Gesprächsrunden mit Musiker*innen u.a. Bezug auf das Thema genommen. Mit dabei sind Religimuz, Trio Ukraina, dem jungen all female Gesangsensemble Ralets und dem deutsch-ukrainischen RAI-Chor, der die traditionelle Technik des Singens ohne Dirigat praktiziert und traditionellen Chorgesang aus der Ukraine präsentiert. Ein gemeinsames Singen aller beteiligten Musiker*innen mit dem Publikum wird die Veranstaltung abrunden und vom Pianisten Yaromyr Bozhenko begleitet. An Informationsständen werden musikalische Initiativen und Vereine aus NRW mit Bezug zur Ukraine über ihre Tätigkeiten berichten, sich austauschen und vernetzen. Die gesamte Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung per Mail ist bis zum 3. November 2025 möglich.
Wann? Samstag, 8.11.2025, 14-19 Uhr
Wo? Sozialzentrum des LVR-Klinikums Düsseldorf (Saal), Bergische Landstraße 2, 40629 Düsseldorf
Festival „Composing While Black & Queer“ 27.-29.10.2025
Die klassische Musikkultur ist bis heute von weißen, männlichen, westlichen Perspektiven geprägt. Wer und was nicht in dieses Raster passt, bleibt viel zu oft unerhört – auch in der Neuen Musik. Mit dem Festival „Composing While Black & Queer“, das unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Anna Schürmer vom 27. bis 29. Oktober 2025 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln realisiert wird, richten die Macher*innen das Ohr in 2 Konzerten und einem Symposium auf die intersektionale Vielfalt jenseits dieser Norm – auf Zukunftsmusik beyond the white/male frame. Im hundertsten Jahr der Hochschule für Musik und Tanz Köln stellt das dreitägige Minifestival nicht nur Fragen nach Teilhabe und Inklusion – es denkt Musik auch als Möglichkeitsraum für eine diverse Zukunft(smusik). Das interdisziplinäre Symposium widmet sich der kritischen Reflexion von Machtverhältnissen und Identitätskonstruktionen in der Musik. Neben einer Keynote von George Lewis und einem Roundtable mit weiteren Gästen des Festivals präsentieren Studierende der HfMT Köln ihre Forschungen im Kontext von Black Music Studies und Queer Musicology.
Konferenz „Time to Listen – Nachhaltigkeit in der zeitgenössischen Musik“
Zum vierten Mal laden inm / field notes und die Akademie der Künste in Berlin zur Konferenz „Time to Listen – Nachhaltigkeit in der zeitgenössischen Musik“ vom 30.-31.10.2025 ein. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Netzwerke, die nicht nur den Austausch von Wissen und Ressourcen ermöglichen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl und die kollektive Verantwortung stärken. Vor dem Hintergrund eines tiefgreifenden Wandels hin zu nachhaltigeren Produktionspraktiken im Musiksektor einerseits und zunehmendem politischen und finanziellen Druck auf die Künste andererseits ist es nicht verwunderlich, dass sich derzeit in vielen Teilen Europas unabhängig voneinander künstlerische Netzwerke bilden, um diese neuen ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Zum ersten Mal wird „Time to Listen“ verschiedene Netzwerke zusammenbringen, um Kontakte zu knüpfen, voneinander zu lernen und transnationale Kooperationen zu entwickeln. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich.
Europe Jazz Conference 2026 findet in Köln statt
Vorstand und Geschäftsführung vom Europe Jazz Network (EJN) haben entschieden: die Europe Jazz Conference 2026 findet in Köln statt. Vorausgegangen war eine europaweite Ausschreibung, aus der Köln als Sieger hervorgegangen ist. Für die Bewerbung hatten sich drei Mitglieder des EJN, der Stadtgarten Köln, die Cologne Jazzweek und die Monheim Triennale, zusammengetan. Erwartet werden zu dieser weltweit wichtigsten Fachkonferenz des Jazz und der aktuellen Musik rund 500 internationale Veranstalter*innen, Kurator*innen und weitere Akteur*innen. „Wir sind sehr glücklich, nach der Verleihung des Deutschen Jazzpreises in diesem und im kommenden Jahr mit der ,Europe Jazz Conference‘ im September 2026 ein weiteres wichtiges Event von internationaler Bedeutung in Köln ausrichten zu können“, so Janning Trumann, Geschäftsführer der Cologne Jazzweek und Vorstandsmitglied der Initiative Kölner Jazz Haus, die das „Europäische Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik“ im Stadtgarten Köln verantwortet. „In 2026 feiert der Stadtgarten 40-jähriges Jubiläum“, sagt Kornelia Vossebein, künstlerische Leiterin des Stadtgarten Köln: „Wunderbar, dass wir genau in diesem Jahr die ,Europe Jazz Conference‘, die zum ersten Mal in Deutschland stattfinden wird, ausrichten können.“
Tagung „Kultur in der +2-Grad-Gesellschaft“ 22.-23. September 2025
Auch der Kultursektor in Deutschland ist zunehmend von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die klimatische Lage stellt viele Institutionen vor dringliche Herausforderungen, um die Kulturlandschaft für die Zukunft zu erhalten. Die Kulturstiftung des Bundes hat deshalb das Pilotprojekt „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ gestartet. 20 Kultureinrichtungen entwickelten im Rahmen eines Beratungsprozesses innovative Konzepte, um sich klimaresilient und denkmalschutzkonform aufzustellen. Im Fokus standen Analysen der Klimarisiken und gezielte Maßnahmen für Gebäude, Menschen und Kunstwerke. Zum Projektabschluss stellt die Fachtagung Kultur in der +2-Grad-Gesellschaft die modellhaften Ergebnisse sowie weitere Praxisbeispiele am 22. und 23. September in Mannheim vor. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim lädt zum Austausch darüber ein, wie sich Institutionen klimaresilient, gemeinwohlorientiert und denkmalschutzkonform anpassen können.
Fachtag „KI in der Musikproduktion – what’s new?“ 16.10.2025 Potsdam
Wie verändert KI unser kreatives Arbeiten mit Klang? Am 16. Oktober dreht sich im Zentrum Pop in Potsdam alles um Tools, Workflows & neue Wege in der Musikproduktion. Freut euch auf Input-Sessions, Best Practices aus der Praxis und einem Panel zum Austausch – für alle, die Sound, KI und Zukunft zusammendenken. Der Fachtag wird in enger Kooperation vom ImPuls Brandenburg e.V. mit dem Zentrum Pop veranstaltet. Beginn: 9:30 Uhr, Kosten: 15 Euro.
Operation Ton 17.-18.10.2025
Unter dem Motto „LET’S FLOOD THE ZONE WITH BRAIN“ erwarten euch bei Operation Ton in Hamburg zwei Tage geballte Inspiration: spannende Artist Talks, zertifizierte Masterclasses, Hands-on Workshops, A+R Pitches, Cook ’n’ Talk Performance, Tech- und Green Talks, Booking-, Demo-, Songwriting- und Produktions-Feedbacks mit besten Profis, Performance-Check, VR-Playground, Konzerte, Networking, Kindergarten, Pink Carpet, heftige Gala, Drinks & Action für alle. Auf euch wartet ein liebevoll kuratiertes, diverses und neues musik-, tech- und kunstverliebtes Convention-Programm für alle, die Musik leben. Die Talk- und Lecture-Themen sind vielfältig: es geht um KI, Spotify, Fankulturen, Songwriting, Motivation & Self-Belief in Music, Labelarbeit, Powerballaden, Digitales Marketing, deinen Look on stage u.v.m. Das f*mz wird auch vor Ort sein mit einem Talk am 18.10.25 über „Gendergerechtes Booking in der Musik – Mehr Vielfalt. Weniger Patriarchat.“ Neu bei OPERATION TON: Masterclasses! Am 17. Oktober bekommst du die Chance auf einen echten Deep Dive in dein Thema – von Songtext, Songwriting und KI bis hin zu Video Production oder Marketing & Branding. Für nur 10€ on top zum regulären Ticketpreis bist du mit dabei und sicherst dir den Zugang zu deiner Masterclass. Entscheide dich für dein Lab, vertiefe Skills und hol dir neue Perspektiven für deine künstlerische Zukunft. Achtung, die Plätze sind limitiert! Mit Annie Silver, Jovanka von Wilsdorf, Diana Ezerex, Yetundey, Finna, Mine, Michelle Leonard, Sera Kalo, Biggy Pop, Hannah Pfitzenmaier u.a. Tickets gibt es ab 29 € hier.

