7th EJN Award for Music & Community geht an Sounds of Change

Das Europe Jazz Network (EJN) vergibt seinen 7. EJN Award for Music & Community an die Initiative Sounds of Change. Die niederländische Stiftung schult Entwicklungshelfer*innen, Psycholog*innen, Lehrer*innen, Therapeut*innen und Musiker*innen darin, Musik als Instrument in psychosozialen Unterstützungs- und Bildungsprogrammen einzusetzen, insbesondere in Umgebungen, die von Konflikten, Vertreibung oder sozialen Traumata betroffen sind. Sie legt den Schwerpunkt auf kreative musikalische Prozesse – Improvisation, Komposition, Gruppenausdruck –, die in traumasensible Rahmenbedingungen eingebettet sind. Ihre Arbeit erstreckt sich über den Nahen Osten, die Ukraine, die Niederlande und Konfliktgebiete wie Flüchtlingslager und benachteiligte Gemeinden, wobei sie sich stets an die kulturelle und sprachliche Vielfalt anpasst. Sie unterstützt Partner dabei, musikalische Förderung in bestehende psychosoziale oder Bildungsprogramme zu integrieren, und bietet sowohl Vor-Ort- als auch Online-Schulungen an (einschließlich einer Online-Bibliothek mit Musikübungen und Handbüchern). Die Jury würdigt die Größe, Beständigkeit und langfristige Vision des Projekts und lobt ihren unerschütterlichen Glauben an die Fähigkeit der Musik, die Menschlichkeit dort wiederherzustellen, wo sie am stärksten gefährdet ist.

Die Jury lobte außerdem drei weitere Projekte, die Teilhabe fördern: FEEL SOUNDS (Deutschland) unter der Leitung von Yma América Martínez, eine inklusive Musikinitiative, die gehörlose, schwerhörige und hörende Menschen durch Rhythmus, Vibration und Bewegung miteinander verbindet; Genetic Choir (Niederlande), ein Vokalensemble und eine künstlerische Gemeinschaft, die sich mit Projekten wie Stem & Luister in Pflegeheimen mit vollständig improvisiertem Gesang beschäftigt; Outsider Art Festival (Finnland), das künstlerische Gleichberechtigung feiert, indem es Musik und andere Kunstformen präsentiert, die am Rande der Gesellschaft entstanden sind, und zwar durch einen gemeinsam kuratierten und inklusiven Prozess.

15.10.2025

Bewerbungsphase für Deutschen Jazzpreis 2026 startet (15.10.)

Am 15. Oktober 2025, 10 Uhr (CET) öffnet das Online-Portal für Bewerbungen zum Deutschen Jazzpreis 2026. Bis zum 30. November 2025 können digital Beiträge in elf Kategorien eingereicht werden. Bewerbungsberechtigt sind Künstler*innen, Ensembles, Labels, Managements, Promoter*innen, Journalist*innen, Festivalorganisator*innen, Rundfunkanstalten sowie Musikvermittler*innen aus dem In- und Ausland. Berücksichtigt werden herausragende und innovative Leistungen vom 1. Dezember 2024 bis zum 30. November 2025. In welchen 22 Kategorien der Deutsche Jazzpreis verliehen wird, welche Kategorien von der Jury kuratiert werden und in welchen Kategorien Bewerbungen möglich sind, erfährst du hier. Welche Einreichungen bei der feierlichen Preisverleihung am 25.4.2026 in Bremen im Rahmen der jazzahead! ausgezeichnet werden, entscheidet die Jury, die im kommenden Jahr bekannt gegeben wird. Jede Auszeichnung ist mit mindestens 10.000 € dotiert; auch Nominierte, die keinen Preis erhalten, werden mit mindestens 1.000 € gewürdigt.  

13.10.2025

Hanns-Seidel-Stiftung vergibt Förderpreis für junge Liedermacher*innen (bis 15.10.)     

Du bist Singer-Songwriter*in, spielst im Duo oder mit deiner Band eigene Songs (gern deutschsprachig), bist unter 35 und hast vom 2.-5.7.2026 Zeit? Die Hanns-Seidel-Stiftung vergibt auch 2026 wieder ihren Förderpreis für junge Musiker*innen. Die drei Preisträger*innen erwarten nicht nur Auftritte beim renommierten Festival „Lieder auf Banz“ (inkl. Radio- und TV-Aufzeichnung des BR), sondern auch 5.000 € Fördergeld. Schick eine Mail mit dem Betreff „Förderpreis 2025/26 – (xxx Name) inklusive deinem Kontakt, Telefonnummer und Links zu fünf Songs & mind. zwei Videos (auch Livemitschnitte) und einer Info-PDF mit Infos zu deinem Projekt und Lebenslauf. 

07.10.2025

„Jamel rockt den Förster“ erhält Aachener Friedenspreis

Am 1. September 2025, dem Internationalen Antikriegstag, wurde der Aachener Friedenspreis an den Amirkabir Newsletter aus dem Iran sowie an Birgit und Horst Lohmeyer und ihr Musikfestival „Jamel rockt den Förster“ in Mecklenburg-Vorpommern verliehen. „Unsere Preisträgerinnen und Preisträger zeigen mit verschiedenen Formen zivilgesellschaftlichen Engagements, was jede*r Einzelne bewirken kann, wie viel Kraft und Mut es aber auch kostet, sich für einen nachhaltigen und umfassenden Frieden innerhalb einer Gesellschaft einzusetzen“, kommentiert Lea Heuser, Pressesprecherin des Aachener Friedenspreis e.V. Die Lohmeyers leben seit 2004 in dem mecklenburgischen Dorf Jamel und engagieren sich seit 2007 mit dem „Jamel rockt den Förster“ Festival lautstark für Demokratie und Toleranz, gegen die Abschottung ihres Dorfes und dessen Vereinnahmung durch Rechtsextreme. In Jamel stellen bekennende Nazis inzwischen 95% der Bevölkerung, nachdem seit Mitte der 2000er Jahre immer mehr Familien aus der rechtsextremen Szene in das Dorf im Wismarer Umland gezogen waren. 2015 wurde ein schwerer Brandanschlag auf dem Gelände der Lohmeyers verübt, dem beinahe auch das Wohnhaus zum Opfer fiel. Seitdem hat das Festival massiv an Popularität gewonnen. Aus einem Sommerfest für Freund*innen und Familie ist ein Festival mit gesellschaftspolitischem Informations- und Workshopprogramm, über 3500 Besucher*innen und vielen berühmten Musiker*innen geworden, die ohne Gage auftreten – ein ambitioniertes gesellschaftspolitisches Projekt. Trotz Widerstands und täglicher Bedrohung geben die Lohmeyers ihren Raum nicht auf und bleiben standhaft. Sie verteidigen Demokratie und Frieden, sind Vorbild und Wegbereiter*innen. Eine interessierte ARD Doku findet ihr hier. Auf Betterplace kannst du für das nächste tolle Festival spenden.

19.09.2025

Kritiker*innenpreis der unabhängigen Musikbranche VIA verliehen

Beim Reeperbahn Festival in Hamburg wurde am gestrigen Abend der VIA verliehen – der Kritiker*innenpreis der unabhängigen Musikbranche. Acht herausragende Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte wurden vom Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte VIA würdigt musikalische Qualität und Innovation unabhängig von kommerziellem Erfolg. Sechs unabhängige Fachjurys – zusammengesetzt aus Expert*innen unterschiedlichster Hintergründe – wählten die Preisträger*innen aus. Zum einen wurde die Münchner Künstlerin Vandalisbin (Foto: Susanne Steinmassl) als Beste Newcomer*in für ihre Songs im Spannungsfeld zwischen queerer Sexualität, Liebe, Gewalt und Selbstermächtigung ausgezeichnet. Den Preis für den Besten Act erhielt Masha Qrella. Mit einem Album voller queerer Lovesongs zwischen RnB und Cloud-Rap gewann „FC Chaya“ der Rapperin Ebow den Preis für das Beste Album. In einer bewegenden Laudatio bezeichnete Rap-Kollegin Nebou vom Hamburger Kollektiv Bangerfabrique das Album als „Manifest“ und „Soundtrack des Lebensgefühls queeren migrantischen Lebens“. Das Projekt „The Call“ von Holly Herndon und Mat Dryhurst wurde als Bestes Experiment ausgezeichnet. Es erhebt die Erstellung von KI-Systemen selbst zur künstlerischen Praxis: Indem 15 Chöre Daten generieren, die über ein bewusst gestaltetes Data-Trust-Modell gerechte Kontrolle und Mitgestaltung ermöglichen, verbindet „The Call“ künstlerische Experimentierfreude mit neuen Ansätzen ethischer Daten-Governance und kollektiver Kreativität. Die „Indie-Axt“ ging an Helen Smith, Vorstandsvorsitzende des Europäischen Independent-Verbands IMPALA, die seit vielen Jahren als strategische Brückenbauerin zwischen Politik, Branche und unabhängiger Musikwelt wirkt. Mit Klarheit, Mut und Beharrlichkeit schlägt Helen Smith Wege durch Machtstrukturen und Markt-Konzentration frei und stärkt so ein pluralistisches, faires und zukunftsfähiges Musikökosystem. 

19.09.2025

Albert-Mangelsdorff-Preis 2025 geht an Lauren Newton

Die Deutsche Jazzunion zeichnet die Sängerin Lauren Newton mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis 2025 für ihr über fünf Jahrzehnte andauerndes, prägendes Wirken im Jazz aus. Die seit 1974 in Deutschland lebende US-Sängerin, Komponistin und Pädagogin Lauren Newton studierte klassischen Gesang in den USA und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Schon in der Zeit begann sie, ihr Spektrum an wortlosen Gesangstechniken zu erweitern, weil es ihr auch darum ging, das Perkussive in ihren vokalen Ausdruck zu integrieren, um so unterschiedliches ästhetisches Material und Texturen kombinieren zu können. Bis 1990 war sie Sängerin im Vienna Art Orchestra, sie stand mit Vocal Summit auf der Bühne und arbeitete zudem mit Anthony Braxton, George Lewis, Myra Melford, Aki Takase oder Vladimir Tarasov zusammen. Bis 2019 war sie an der Hochschule Luzern Professorin für Jazzgesang und frei improvisierte Musik. „Lauren Newton ist ein Fixstern der Improvisierten Musik, eine (ideale) Gesamt-Musikerin, die alles zugleich ist: Komponistin und Interpretin, Schöpferin und Improvisatorin, Sängerin und Instrumentalistin ihrer Stimme, Abrissbagger abgestumpfter Klischees und Baumeisterin einer neuen Welt aus Klang und tiefer, menschlicher Kommunikation.“ Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert im Duo mit der französischen Bassistin Joëlle Léandre finden am 1. November um 16:30 Uhr im Rahmen des Jazzfest Berlin statt. Der Besuch der Verleihung des Albert-Mangelsdorff-Preises ist kostenlos und erfolgt über vorige Anmeldungen. Diese werden in Kürze möglich sein, sofern Plätze verfügbar sind. 

05.09.2025

Fred Jay Preis der GEMA: jetzt Vorschläge einreichen

Der Fred Jay Preis geht in eine neue Runde: Ab sofort können die rund 100.000 GEMA Mitglieder ihre Nominierungsvorschläge einreichen. Der Fred Jay Preis steht seit über 30 Jahren für herausragende Textdichterkunst. Ausgezeichnet werden Songwriter*innen, die mit ihren Liedtexten die deutschsprachige Musikkultur maßgeblich prägen und einen außerordentlichen Beitrag zu deren Entwicklung leisten. Das wichtigste Kriterium, um Nominierungen einreichen zu können, ist der Nachweis von konstanten erfolgreichen Werken, die sich durch eine hohe sprachliche und außergewöhnliche wortgestalterische Qualität auszeichnen. Nominierungsvorschläge können bis zum 15. September 2025 bequem über ein Online-Formular eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 05. Mai 2026 im Rahmen des Mitgliederfestes der GEMA in Berlin statt. 

28.08.2025

Tony Sender Preis 2025 geht an Anne Breick & Barbara Carvalho

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht seit 1992 alle zwei Jahre den nach der Gewerkschafterin und Journalistin Tony Sender (1888-1964) benannten Tony Sender-Preis. Mit der Auszeichnung ehrt die Stadt einzelne Frauen oder aber Projekte, Institutionen oder Vereine in Frankfurt, die sich in hervorragender und innovativer Weise für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eingesetzt haben. Erstmals wird der mit 10.000 € dotierte Preis an zwei Kandadatinnen vergeben: zum einen geht der 16. Tony Sender Preis an die queerfeministische Musik-Aktivistin Anne Breick (Foto links: Claudia Simchen), die Gründerin des Frauen* Musik Büros, die das Musikjournal & Netzwerk MELODIVA aufgebaut und maßgeblich geprägt hat und sich unermüdlich gegen strukturelle Benachteiligungen, Ausschlüsse und Diskriminierungen von Frauen und Queers engagiert. Zum anderen geht er an die künstlerische Leiterin des Internationalen Frauen*Theaterfestivals Bárbara Luci Carvalho (Foto rechts: Claudia Simchen), die sich seit vielen Jahren für Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbereich und für den Aufbau eines internationalen Künstler*innennetzwerks einsetzt und mit dem Festival feministische und antirassistische Perspektiven stärkt. Die Preisverleihung findet am 28. November 2025 in Frankfurt am Main statt. Wir freuen uns sehr über diese Auswahl und sagen: herzlichen Glückwunsch zum wohlverdienten Preis!

19.08.2025

Deutscher Rock & Pop Preis 2025 (Bewerbungsschluss zum letzten Mal verlängert)

Der diesjährige 43. Deutsche Rock & Pop Preis findet am 13.12.2025 in der Siegerlandhalle in Siegen statt. Bands & Solomusiker*innen können sich bis 01.09.2025 (verlängerter Bewerbungsschluss!) in 127 Kategorien bewerben. Das einzige Kriterium für die Jury ist dabei der künstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen und künstlerischen Ausrichtung steht diese Kulturveranstaltung damit im bewussten Gegensatz zu anderen Veranstaltungszeremonien von Industriepreisen und kommerziellen TV-Anstalten. Die Kulturveranstaltung, die vom Deutschen Rock & Popmusikerverband und der Deutschen Popstiftung ausgerichtet wird, sieht sich als Plattform zur Förderung des kreativen Nachwuchses, aber auch als Treffpunkt einzelner etablierter Künstler*innen und Persönlichkeiten des musikalisch-wirtschaftlichen Umfeldes.

15.08.2025

Nominierte für Anchor Award stehen fest

Seit nunmehr zehn Jahren steht der Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award für musikalische Qualität, künstlerische Vision und internationale Sichtbarkeit für aufstrebende Acts. Im Jahr 2025 wird die Anchor-Jury erneut von der Sängerin, Songwriterin und Unternehmerin Tayla Parx geleitet, an ihrer Seite stehen die Rockikone Suzi Quatro, die Avantgarde-Künstlerin Laurie Anderson sowie BAZZAZIAN und Max Giesinger. Die Jury hat sich jetzt auf sechs Acts festgelegt, die sie für den Award 2025 nominiert haben: Cara Rose, Mei Semones, Soft Loft, Sorvina u.a. 

15.08.2025

Preis der deutschen Schallplattenkritik Bestenliste 3/2025 ist erschienen

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat eine neue Bestenliste veröffentlicht und die hält einige tolle Neuentdeckungen bereit. Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnen die rund 160 Musikkritiker*innen vierteljährlich die „besten und interessantesten“ Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Es gibt 32 Jurys, Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die Grenzgänge-Jury hat sich zum Beispiel für das Album „Watersong“ entschieden, das die griechische Sängerin und Komponistin Savina Yannatou und Lamia Bedioui aus Tunesien mit dem Ensemble Primavera en Salonico aufgenommen haben. „Ein Stück Zuversicht durch Einheit in der Verschiedenheit“, lobt die Jury. Eine der beiden Jazz-Jurys wählte „After The Last Sky“ des tunesischen Oud-Spieler und Komponisten Anouar Brahem aus, an dem die Cellistin Anja Lechner mitgewirkt hat und mit dem Brahem an die Tragödie von Gaza verweist. In der Kategorie „Traditionelle ethnische Musik“ konnte das Ensemble Assafir um die Sängerin Clémence Gabrielidis punkten, das auf seinem Album „Travesèes“ Kreuzungen zwischen der Türkei und Griechenland vornimmt. Die Jury Club & Dance entschied sich für die CD „Tết 41“ der Berliner DJ JakoJako aka Sibel Koçer und lobt es paradoxerweise als „dezentes, still berührendes Album“. In der R’n’B, Soul & HipHop-Abteilung gewann „Golden Retrieve Her“ der in Brüssel lebenden Musikerin und Theatermacherin Adja Fassa (Foto), weil sie „mit ihrem Debütalbum einen dieser speziellen Momente, in denen außergewöhnliche Kunst wie aus dem Nichts zu entstehen scheint“ erschaffen habe. 

Übrigens: Künstler*innen können ihre CD, Vinyl, DVD und Blu-ray sowie Digital VÖs selbst einreichen, möglichst direkt nach Erhalt aus dem Presswerk, idealerweise mehrere Wochen vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin, damit die Juror*innen ausreichend Zeit zum Anhören haben und der VÖ nicht mit den internen Nominierungsstichtagen kollidiert. Mehr zu den Einreich-Fristen hier.

15.08.2025

Shortlist der Kritiker*innenpreise der unabhängigen Musikbranche (VIA) steht fest

Insgesamt 18 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte stehen dieses Jahr auf der Shortlist des Kritiker*innenpreises der unabhängigen Musikbranche. Der VIA (VUT Indie Awards) zeichnet herausragende Talente der Independent-Branche in sechs Kategorien aus. Die Preise werden für Originalität und Qualität vergeben und nicht aufgrund von kommerziellem Erfolg. Aus 560 Einreichungen von Branchenprofis wurden für die VIA 2025 in folgenden Kategorien nominiert: als Beste*r Newcomer*in Ceren, Hotel Rimini und Vandalisbin. Als Bester Act wurden Derya Yıldırım & Grup Şimşek, Güner Künier und Masha Qrella zur Wahl gestellt. In der Kategorie Bestes Album haben Ätnas „Lucky Dancer“, Ebows „FC Chaya“ und „Big Swimmer“ von King Hannah eine Chance. Bei der Sparte Bestes Label wurde u.a. das Ladies und Ladys Label nominiert. In der Kategorie Bestes Experiment haben z.B. Holly Herndon and Mat Dryhurst mit ihrem KI-Projekt “The Call” eine Chance. Auch die Best New Music Businesses sollen ausgezeichnet werden; da sind aurismatic – eine Live-Musiküberwachungslösung, die die Meldung der Setlist an Verwertungsgesellschaften wie die GEMA automisiert, und der nachhaltige Merchandise-Anbieter SUSTAIN Merchandising im Gespräch. Die finale Entscheidung treffen Fachjurys besetzt mit ausgewählten Expert*innen, die repräsentativ für die Vielfalt der unabhängigen Musikbranche ein breites Spektrum an Genres, Hintergründen, Businesserfahrungen und Geschäftsbereichen vertreten. Am 18. September werden die Preise im Rahmen des Hamburger Reeperbahn Festivals vergeben. Der VIA ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. 

06.08.2025