ECHO JAZZ 2012 – Gewinner stehen fest

Letzte Woche gab die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., die Gewinner des ECHO Jazz 2012 bekannt. Zum dritten Mal in Folge werden mit dem Preis die besonderen Leistungen von KünstlerInnen der nationalen sowie internationalen Jazzszene gewürdigt. Zu den Gewinnern zählt die Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabai, sie wird als „Sängerin des Jahres national“ ausgezeichnet. In den entsprechenden internationalen Kategorien geht ein Preis an die US-amerikanische Jazz-Musikerin Cassandra Wilson. Der Preis in der Kategorie „Newcomer des Jahres national“ geht an das Berliner Lisbeth Quartett um Bandleaderin und Saxophonistin Charlotte Greve. Die Produzentin Françoise Gazio wurde in der Kategorie „DVD des Jahres“ für die Dokumentation „Django Reinhardt: Three-Fingered Lightning“ geehrt. Außerdem bekam Christiane Böhnke-Geisse, verantwortlich für die Programmgestaltung im Jazzclub Unterfahrt, eine Ehrung in der Kategorie „Förderer des Jazz“.
Der ECHO Jazz wird in 30 Kategorien verliehen. Voraussetzung für die Nominierung war die Veröffentlichung des Albums zwischen dem 1. November 2010 und dem 31. Oktober 2011 sowie zwei herausragende Rezensionen von Musikjournalisten. Eine zwölfköpfige Fachjury, die im übrigen aus 11 Männern und einer Frau (oben erwähnter Christiane Böhnke-Geisse) besteht, wählte aus rund 230 Nominierungen die diesjährigen Gewinner.

22.04.2012

Netzwerk-Treffen Jazz in Hessen 16.-17.06.2012

„Ist es nach Ihrem Eindruck zutreffend, dass das hohe Renommee des Jazz in Hessen mit seiner reichen Geschichte gefährdet ist, nicht mehr aufrecht erhalten wird? Brechen da Fundamente weg? Die Tatsache, dass viele kreative musikalische Kräfte in umliegende Bundesländer oder ins Ausland abwandern, spricht leider dafür. Gibt es aber nicht nach wie vor eine sehr lebendige Gegenwart in einer regen und aktiven Jazz-Szene in unserem Bundesland? Deren Vielfalt und Facettenreichtum wird allerdings allzu wenig wahrgenommen oder in die Öffentlichkeit transportiert. Wäre es für den Bereich der Jazzmusik wünschenswert, organisatorische Strukturen zu schaffen bzw. bestehende auszubauen und besser zu vernetzen? Ein Mangel an Abstimmung, das Fehlen von Absprachen und geringe Kommunikation zwischen Musikern, Veranstaltern und Initiativen helfen nicht, die spezifischen Bedürfnisse des Jazz sinnvoll und verständlich zu formulieren und sie zielgerichtet und unüberhörbar nach außen zu artikulieren“. Der Landesmusikrat Hessen (LMR) bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Landesmusikakademie Hessen (LMAH) allen interessierten MusikerInnen, Organisatoren, Veranstaltern und Initiativen an, sich mit diesen Fragen einmal konzentriert und ausführlich auf dem sog. Netzwerk-Treffen vom 16.-17. Juni 2012 in der Landesmusikakademie in Schloss Hallenburg in Schlitz auseinanderzusetzen. Anmeldungen werden bis 31.05.2012 per Mail oder per Post erbeten an: Landesmusikrat Hessen eV, Gräfin-Anna-Straße 4, 36110 Schlitz, ed.ne1719139124sseh-1719139124tarki1719139124sumse1719139124dnal@1719139124ofni1719139124. Bei kurzfristigerer Anmeldung kann die Berücksichtigung organisatorischer Wünsche (z.B. Übernachtung) leider nicht zugesichert werden, eine Teilnahme ist jedoch möglich.

25.03.2012

Nachwuchs- und Bandförderung bei den Langnau Jazz Nights 2012

Im Rahmen der 22. Langnau Jazz Nights vom 24. bis 28. Juli 2012 im Emmental (Schweiz) findet dieses Jahr zum zehnten Mal das International Junior Jazz Meeting statt – eine Open-Air-Konzertreihe, die jungen Talenten aus dem In- und Ausland eine Auftrittsplattform bietet. Ziel dieser Veranstaltung ist die Förderung junger MusikerInnen, gemeinsames Musizieren, Konzert-Auftritte vor Publikum und der Erfahrungsaustausch unter den Beteiligten. Die TeilnehmerInnen sollten das 26. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ihre Musik sollte sich in irgendeiner Form an Jazz orientieren. Sie erhalten Kost und Logis, sowie freien Eintritt zu den Konzerten des Festivals während ihres Aufenthalts. Zudem werden mit den Bands Feedback-Workshops durchgeführt: Die DozentInnen des gleichzeitig stattfindenden Jazz Workshops gehen dabei kritisch auf die Darbietungen ein und geben wertvolle Tipps für die Weiterentwicklung der Formationen. Räumlichkeiten zum Proben und für Jam-Sessions stehen zur Verfügung; Bands aus dem Ausland erhalten zudem eine Reiseentschädigung. Das International Junior Jazz Meeting, ein „Festival im Festival“, will jungen MusikerInnen Gelegenheit geben, mit gestandenen JazzmusikerInnen und internationalen Stars auf ungezwungene und unkomplizierte Art zusammenzukommen – dies ist wohl einzigartig in Europa. Anmeldeschluss: 02. Juni 2012

Einzigartig ist auch das Angebot Junior Jazz Workshop für Kinder und Jugendliche von 10 bis 18 Jahre: Nebst alters- und niveaugerechtem Unterricht haben sie die Möglichkeit, die Instrumentalklassen der Master Class und die Special Clinics der abends auftretenden Bands zu besuchen. Und so mit international renommierten JazzmusikerInnen und PädagogInnen zusammenzuarbeiten. Es winken Auftritte vor Publikum auf dem Viehmarktplatz, sowie am letzten Abend in der Kupferschmiede. Infos: http://www.jazz-nights.ch/jazz-workshops/junior-jazz-workshop.html

Im Rahmen der Begabtenförderung schreibt die Swiss Jazz School Bern (SJS) auch in diesem Jahr einen musikalischen Wettbewerb aus, den Förderpreis für junge Jazztalente. Er richtet sich an ausserordentliche jugendliche Talente, welche das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und über ausserordentliches improvisatorisches Talent und eine solide instrumentale Vorbildung verfügen. Anmeldeschluss: 23.07.2012. Infos: http://www.jazz-nights.ch/jazz-workshops/foerderpreis-fuer-junge-jazztalente.html

Infos: www.jazz-nights.ch, Kontakt: Johannes Walter, hc.st1719139124hgin-1719139124zzaj@1719139124mjj1719139124

25.03.2012

Universitätsprofessur für Kontrabass-Jazz in Graz (A) zu vergeben

An der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Institut für Jazz, gelangt ab dem Wintersemester 2013/14 eine Universitätsprofessur für Kontrabass-Jazz gemäß § 25 des Kollektivvertrages für die Arbeitnehmer/innen der Universitäten in Form eines vollbeschäftigten vertraglichen Dienstverhältnisses befristet auf fünf Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit auf unbestimmte Zeit zur Besetzung.
Grundsätzliche Anstellungserfordernisse: eine der Verwendung entsprechende abgeschlossene inländische oder gleichwertige ausländische Hochschulausbildung, bzw. eine gleich zu wertende künstlerische Eignung, höchste künstlerische Qualifikation für das zu besetzende Fach, eine international herausragende künstlerische Laufbahn, eine hervorragende pädagogische und didaktische Befähigung, die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an der Weiterentwicklung der Lehrkultur und am künstlerischen und wissenschaftlichen Leben der Universität sowie zur Mitgestaltung der Kunstuniversität Graz in der akademischen Selbstverwaltung, Genderkompetenz.
Spezifische Anstellungserfordernisse: Für den Unterricht im zentralen künstlerischen Fach in den Studienrichtungen Jazz und Instrumental(Gesangs)pädagogik Jazz wird eine herausragende, künstlerische Persönlichkeit mit höchster Qualifikation erwartet, die auch zur Konzeption und Organisation künstlerischer Projekte in der Lage ist. Bewerbungsschluss: 10.04.2012

07.03.2012

Ingrid Laubrock wird „Improviser in Residence“ 2012 der Stadt Moers

Mit der New Yorker Saxophonistin Ingrid Laubrock wird zum fünften Mal eine musikalische Persönlichkeit als „Improviser in Residence“ nach Moers berufen, um ein Jahr lang in der Grafenstadt zu leben und künstlerisch zu arbeiten. Vergleichbar einem „Stadtschreiber“ oder „Stadtmusikant“ wird Ingrid Laubrock im Jahr 2012 auf vielfältige Weise das kulturelle Leben der Stadt bereichern. Sie tritt damit die Nachfolge des Bassisten Achim Tang an. In den letzten Jahren hat sich Ingrid Laubrock mehr und mehr ins Rampenlicht der aktuellen Musikszene gespielt – mit einem Jazz, der auf kühne Weise modern ist und doch fest in der Tradition steht. Im Münsterland in einer musikalischen Familie aufgewachsen, machte sich Ingrid Laubrock gleich nach dem Schulabschluss auf und davon – erst nach Berlin, dann nach London, und vor kurzem nach New York. 2010 war sie im Trio mit Tyshawn Sorey und Kris Davis bereits auf dem moers festival zu Gast. Ingrid spielt mit Musikern wie Anthony Braxton, Dave Douglas, Tim Berne, Tom Rainey, Mary Halvorson, Mark Helias, Michael Formanek, Tyshawn Sorey, Johannes Bauer, Evan Parker, Steve Beresford, Veryan Weston, Luc Ex, Django Bates’ Human Chain, Matt Maneri, The Continuum Ensemble, Guinga und vielen anderen. 2004 gewann sie den BBC Jazz Award for Innovation, 2006 bekam sie einen Förderpreis der Arts Foundation und 2009 wurde sie mit dem deutschen SWR Jazzpreis ausgezeichnet. 2011 komponierte Ingrid für das SWR NEWJazz Meeting, im Auftrag des Senders, Stücke für ein eigens für dieses Projekt von ihr zusammengestelltes Oktett. Zu Ingrid Laubrocks aktuellen Gruppen zählen Anti-House, Sleepthief, Paradoxical Frog (eine Kollaboration mit Tyshawn Sorey und Kris Davis) und das New-Jazz Meeting Oktett. Sie ist außerdem Saxophonistin in Tom Raineys Trio, Kris Davis’ neuestem Quintett, Mary Halvorsons Septett, den Londoner Gruppen Haste und Cataumbo und Luc Ex’ Sol 6 und Sol12. Ermöglicht wird die Einrichtung des „Impoviser in Residence“ durch die Kunststiftung NRW.

29.01.2012

32. Intern. Jazz Workshop Erlangen: noch wenige Plätze frei & Nachwuchs-Förderstipendien

Beim 32. INTERNATIONALEN JAZZ WORKSHOP ERLANGEN vom 7. bis 14.-15. April 2012 sind die Klavier- und Gesangsklasse bereits ausgebucht und auch Gitarre und Kontrabass sind schon fast voll! Die Erlanger Jazz Workshops haben sich unter der Leitung des Jazzbassisten Rainer Glas seit 1981 zum größten und beliebtesten Jazzkurs Deutschlands entwickelt.Auch über Ostern 2012 werden wieder 12 renommierte JazzmusikerInnen wie Barbara Jungfer (Gitarre) und Romy Camerun (Gesang) über 120 KursteilnehmerInnen 8 Tage lang im Frankenhof unterrichten und sie in die vielfältigen „Geheimnisse“ der improvisierten Musik, des JAZZ mit all seinen Spielweisen einweisen. Dieser Kurs richtet sich an MusikerInnen aller Altersgruppen, die Jazz spielen (lernen) wollen – oder ihre bestehenden Kenntnisse vertiefen wollen. Voraussetzungen sind die allgemeine Musiklehre und ausreichend Noten- und Instrumentenkenntnisse, um einfache Standards rasch spielen zu können. Und natürlich: Spaß daran zu haben sich 8 Tage lang täglich 15 Stunden mit JAZZ zu beschäftigen. Und das mit über 120 anderen Jazzbegeisterten um sich herum.
Auch für den Jazzkurs 2012 gibt es wieder die begehrten FÖRDERSTIPENDIEN für musikalische Talente bis 28 Jahre, die die Kursgebühr auf die Hälfte (180 €) reduzieren; hier geht es zum Antrag mit Anmeldung: http://www.jazz-workshops.de/bewerbung_stipendium_int_workshop.php

19.01.2012