Abschlusstagung des Lehrprojekts Kölner Musikgeschichten: Postmigrantische Kulturen erforschen, verorten und vernetzen 23.-24.03.2026
Das Lehrprojekt „Kölner Musikgeschichten. Postmigrantische Kulturen erforschen, vernetzen und verorten“ ist Teil des Programms „Freiraum Lehre 2023“ der Stiftung Innovation für Hochschullehre und wird geleitet von Prof. Dr. Sabine Meine.
Die Köln-Krise – Eine psychologische Intervention von Heather O’Donnell
Wenn sich Köln als Patient in der Praxis von Heather O’Donnell, Psychologin, Musikerin & Gründungsdirektorin von TGR The Green Room vorstellen würde, würde sie eine Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung in Betracht ziehen, schreibt sie in einem Beitrag für Culture Action Europe. Mit ihrem TGR bietet O’Donnell einen Ort zum Zuhören, Nachdenken, Neuorientieren und Gestalten und psychologische Unterstützung für Menschen, die im Kunst- und Kulturbereich tätig sind. Was sie dort von Kulturschaffenden hört, hat sie dazu veranlasst, eine „Psychologische Intervention für ein kulturelles System im Zusammenbruch“ zu fordern.
„Über alle Disziplinen hinweg beschreiben Künstler*innen mit ermüdender Präzision dieselbe Landschaft. (…) Förderprogramme erscheinen auf dem Papier umfangreich, lösen sich jedoch in der Praxis in Luft auf. Entscheidungen ziehen sich über Monate oder Jahre hin; wenn sie endlich getroffen werden, lassen sie kaum eine nachvollziehbare Logik erkennen. Prioritäten verschieben sich mitten im Prozess und lassen Projekte auf der Strecke bleiben“. Das sei der Widerspruch, der die aktuelle Krise präge: Kultur würde auf der Ebene der Repräsentation, des Kulturerbes und der institutionellen Sichtbarkeit gefördert, während die unabhängigen Strukturen, die Innovation, internationalen Austausch und künstlerische Erneuerung hervorbringen, abgebaut würden. Die Folge: eine tiefgreifende Erosion des Ökosystems, das das kulturelle Leben anpassungsfähig und lebendig halte. O’Donnell bezieht sich dabei u.a. auf die Entscheidung der Bundesregierung, den Bundeskulturfonds zu halbieren und die Förderung wichtiger nationaler und internationaler Netzwerke zur Unterstützung der unabhängigen darstellenden Künste zu streichen. Strukturelle Unterstützung würde durch symbolisches Engagement ersetzt. Vor allem Migrant*innen und geflüchtete Künstler*innen würden durch unklare Verträge, unbezahlte Arbeit oder symbolische Inklusion ohne strukturelle Unterstützung ausgenutzt.
Notwendige Maßnahmen seien: Stabilisierung und das Schaffen von langfristigen Planungshorizonten, die Wiederherstellung von vertrauensvollen Beziehungen, Identitätsarbeit durch die Stadt, die Wiederherstellung einer Exekutivfunktion und Empathie in der Politik für Künstler*innen als Arbeitnehmer*innen, die emotionale, intellektuelle und soziale Arbeit leisten.
Seit dem Herbst 2025 hat The Green Room einen neuen Sitz in der Alten Feuerwache im Agnesviertel (Köln). Er bietet Einzelberatung und Coaching, Workshops, Residenzen und eine Ressourcenbibliothek.
Cologne Club Days 22.+23.08.2025
Zwei Tage & eine Nacht voller Clubkultur! Die Cologne Club Days (CCD) bringen Szene, Politik & Publikum zusammen. Der Conference Day (22. August) richtet sich hauptsächlich an ein Fachpublikum und gibt Einblicke in aktuelle Themen der Clubszene wie Kulturpolitik, Clubförderung, Stadtentwicklung und Vielfalt. Der Community Day am 23. August für alle offen, Musikbegeisterte und Clubgänger*innen ebenso wie Familien, Kinder und die gesamte Nachbarschaft. Es gibt Workshops & Musik im ganzen Stadtgebiet, und abends könnt ihr bei der Club Night mit einem Ticket in 10 Kölner Clubs feiern!
Die Teilnahme an Konferenz und Community Day ist kostenlos, eine Anmeldung ist aber nötig. Für die Club Night gibt es Early Bird Tickets für 12 €. Die Workshops – Lichtsteuerung für FLINTA*, Mentale Gesundheit und Grundlagen des Producings – kosten 5-10 € (bezahl so viel du magst).
Bassist*in für Band in Köln gesucht (Folk-/Singer-Songwriter)
Reyla sucht für ihre Folk-/Singer-Songwriter Band dringend eine*n Bassist*in, um ihr neues Album auf die Bühne zu bringen. Gitarrist, Pianistin und Cajónist sind schon vorhanden. Sie wollen bis Anfang Juli richtig Gas geben und möglichst wöchentlich proben. Es sind mindestens zwei Releasekonzerte dieses Jahr geplant, zudem ein optionaler Auftritt auf einem Stadtfest, sie wollen aber so viel wie möglich auf die Bühne. Zwei Lieder vom Album sind bereits veröffentlicht, da könnt ihr einen Eindruck von der Musik gewinnen: „Always Running“ und „Lie Down“. Für Bass gibt es noch interessantere Lieder, Hörproben könnt ihr gerne auf Anfrage bekommen. Interessiert? Dann melde dich via Insta oder per Mail.Open Stage in Köln: Another Open Stage
Another Open Stage im Turistarama in Köln – Mehr als eine Bühne! Another Open Stage ist ein Ort für Musikacts aller Genres – egal, ob du zum ersten Mal auf der Bühne stehst oder schon viel Erfahrung hast. Doch diese Open Stage ist mehr als nur ein Ort für Auftritte: „Wir schaffen einen Raum, in dem Vielfalt gefeiert wird und sich alle willkommen fühlen können. Uns verbinden nicht nur Töne und Texte, sondern gemeinsame Werte wie Respekt, Offenheit und der Glaube an die Kraft einer starken, inklusiven Community. Klare Haltung gegen Diskriminierung: Wir dulden keinen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit oder andere Formen der Diskriminierung. Jeder Mensch verdient es, sich sicher zu fühlen. Awareness & gegenseitige Unterstützung: Falls du dich unwohl fühlst oder Unterstützung brauchst, kannst du dich jederzeit an unser Team oder unsere Awareness-Person wenden“. Bewirb dich jetzt für einen Slot & teile deine Kunst (Mail)! Der nächste Termin am 12.03. ist schon ausgebucht, am 26.03. geht es weiter.
Horst-und-Gretl Will-Stipendium für Jazz/Improvisierte Musik
Auch 2025 wird das Horst-und-Gretl Will-Stipendium für Jazz/Improvisierte Musik ausgelobt, das mit 12.000 Euro dotiert ist. Dieses von der Horst-und-Gretl-Will-Stiftung finanzierte und der Stadt Köln vergebene Stipendium wird seit 1996 ausgeschrieben und richtet sich mittlerweile an Musiker*innen aus ganz NRW, die nicht älter als 30 Jahre sein dürfen. Erwartet wird, dass auswärtige Preisträger*innen während der Dauer der Förderung Köln als ihren Lebensmittelpunkt ansehen. Dafür steht für einen Zeitraum von drei Monaten ein städtisches Gastatelier zur Verfügung. Eine unabhängige Jury wählt jedes Jahr aus den eingegangenen Bewerbungen die Stipendiat*innen aus, die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert finden im Rahmen der Cologne Jazzweek im Stadtgarten statt. Bewerbungsschluss: 28. März 2025
Geschäftsführer*in (w/m/d) Alte Feuerwache Köln
Der Verein „Bürgerzentrum Alte Feuerwache“ e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Geschäftsführer*in (w/m/d) mit dem Stellenumfang von 30 Stunden/Woche. Die Stelle ist unbefristet. Die Alte Feuerwache Köln ist ein soziokulturelles Zentrum im Herzen der Stadt. Sie versteht sich als Ort des Austauschs, der politischen Auseinandersetzung und der kulturellen Aktivität. In einem historischen Gebäudekomplex gelegen, bietet sie vielfältige soziokulturelle Angebote für Kinder und Familien, Jugendliche, junge Frauen und Queers. Zudem präsentiert sie ein starkes Kulturprogramm, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Menschen mit Behinderungen und BIPoC sind besonders herzlich eingeladen, sich zu bewerben.
Offene Jazz Haus Schule sendet Hilferuf an Kölner Politik
Die Offene Jazz Haus Schule sendet einen Hilferuf an die Kölner Politik, um eine drohende Bildungs-UNgerechtigkeit zu verhindern: Am 14. November 2024 hatte die Kölner Stadtverwaltung den Haushaltsplanentwurf für die Haushaltsjahre 2025/26 eingebracht. Demnach sollen bei der städtischen Rheinischen Musikschule die kommunalen Zuschüsse in den kommenden zwei Jahren von ca. 6 Millionen auf über 9 Millionen Euro jährlich steigen, bei der Offenen Jazz Haus Schule, einem freien Träger, sollen hingegen Einsparungen von knapp 20% vorgenommen werden. Mehr noch: Laut der mittelfristigen Haushaltsplanung soll die jährliche Förderung bis zum Jahr 2029 weiter stark gesenkt werden, was eine Kürzung um 40% bedeuten würde! Die Kürzung ginge zu Lasten von 5.000 Teilnehmenden, 230 freiberuflichen Pädagog*innen/Künstler*innen, kooperierenden Kölner Schulen und 12 Festangestellten, schreibt die Bildungsstätte auf ihrer Homepage. Dabei seien armutsgefährdete Kinder und Jugendliche besonders betroffen, denn aus der Förderung würden insbesondere Schulprojekte finanziert, bei denen Kinder und Jugendliche kostenlos oder sehr kostengünstig teilnehmen können. Daher sendet die Schule jetzt einen Hilferuf an die Kölner Politik und fordert, die geplanten Kürzungen der OJHS-Förderung in Höhe von 105.000 € zurückzunehmen, um zumindest den Status Quo wieder herzustellen. Zudem benötigt die OJHS eigentlich eine Förderung i. H. v. 195.000,00 € als Beteiligung an der Sanierung der Eigelsteintorburg, um eine gleich hohe Fördersumme des Landes akquirieren zu können. Somit wären die Stadt, das Land NRW und der gemeinnütziger Verein hinter der Schule zu gleichen Teilen an den Sanierungskosten beteiligt.
Köln vergibt Förderstipendien an junge (Jazz-)Musiker*innen
Auch 2024 schreibt die Stadt Köln wieder Förderstipendien aus. Die Bewerber*innen müssen in Nordrhein-Westfalen leben, sollen aber während der Dauer der Förderung ihren Lebensmittelpunkt in Köln haben, um dort ihre künstlerische Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dafür kooperiert die Stadt Köln unter anderem mit dem Stadtgarten als „Europäisches Zentrum für Jazz und aktuelle Musik“, wo auch wieder die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert für das Horst-und-Gretl-Will-Stipendium stattfinden werden. Zur Bewerbung aufgerufen sind junge Kunstschaffende, die nicht älter als 35 Jahre sind, bzw. für das Horst-und-Gretl-Will-Stipendium junge Jazzmusiker*innen nicht älter als 30 Jahre. Bewerbungsschluss: 14. März
Gastprofessur in Musikethnologie (W2) zu postmigrantischen Musikkulturen
An der HfMT Köln ist im Sommersemester 2024 eine Gastprofessur in Musikethnologie (W2) für das Lehr- und Forschungsprojekt „Kölner Musikgeschichten. Postmigrantische Kulturen erforschen, verorten und vernetzen“ zu besetzen. Gesucht wird ein/e Musikethnologe/in mit abgeschlossener Promotion in Musikethnologie, einschlägigen Forschungs- und Lehrerfahrungen im Hochschulbereich, sowie guten Englisch- und Deutschkenntnissen. Ideal wäre eine Expertise im Bereich der türkischen Musik, vorausgesetzt wird die Bereitschaft zum Austausch mit der historischen Musikwissenschaft und zur Mitarbeit an einer Arbeitstagung. Über die Leitung des Projektseminars und weiterer Lehrangebote im Rahmen des Lehrdeputats besteht die Option der Leitung einer Ringvorlesung an der HfMT Köln. Mehr Infos zum spannenden Projekt können via Mail an [email]ed.nl1777097621eok-t1777097621mfh@e1777097621niem.1777097621eniba1777097621s1777097621[/email] und [email]ed.nl1777097621eok-t1777097621mfh@t1777097621fahcs1777097621nessi1777097621wkisu1777097621m1777097621 [/email] angefragt werden. Interessierte werden um eine Bewerbung per Mail an [email]ed.nl1777097621eok-t1777097621mfh@e1777097621niem.1777097621eniba1777097621s1777097621[/email] (Motivationsschreiben, CV, Lehrerfahrungen, Publikationen) bis 29.10.2023 gebeten.
Infos
Gitarristin und/oder Pianistin in Köln gesucht
Produktionsleiter*in und Ensemblemanager*in für Mutants in Music/Ensemble uBu
uBu ist ein multidisziplinäres Ensemble aus Musiker*innen, Tänzer*innen und einer Kostümkünstlerin. Das Ensemble entwickelt neue Konzertperformances an den Reibungsflächen und in den Kollisionsräumen zwischen Musik, Tanz und anderen Kunstformen. Es besteht seit 2016 und hat seinen Sitz in Köln. Seit 2022 setzt uBu unter dem Label „Mutants in Music“ eine Konzertperformancereihe um. In der anstehenden Produktion „Mutants in Music: II. Becoming uBu“ erkundet uBu, wie Musik Identität stiftet, wofür sich das Ensemble zunächst auf die Suche nach der eigenen musikalischen Identität begibt. Dafür sucht uBu jetzt eine Produktionsleitung zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch zum 15.06.2023, die idealerweise auch die Rolle als Ensemblemanager*in mit einigen produktionsunabhängige Aufgaben für das Ensemble übernimmt. Möglich und wünschenswert für das Ensemble wäre eine längerfristige Zusammenarbeit für den Zeitraum der dreijährigen Ensembleförderung Musik für die Jahre 2023-25.

