Musikstadtfonds fördert Projekte in Hamburg (Infocalls 20.5. & 1.6.)
Um die lebendige Freie Musikszene Hamburgs zu fördern, hat die Kulturbehörde 2016 den Musikstadtfonds eingerichtet. Für die kommenden Förderrunden sind dafür 990.000 Euro vorgesehen. Die geförderten Projekte sollen Hamburgs Musiklandschaft bereichern, einzelne Musikrichtungen stärken, die Szene besser vernetzen und neue Formen der Zusammenarbeit anstoßen. Gefördert werden Konzerte, Konzertreihen und kleine Festivals, die im Folgejahr stattfinden. Gefördert werden frei arbeitende Musiker*innen, Gruppen und Ensembles aus allen Genres der Freien Musikszene Hamburgs, die keine institutionelle Förderung seitens der Freien und Hansestadt Hamburg erhalten. Auch Projekte, die z.B. schon aus dem Elbkulturfonds gefördert werden, können nicht berücksichtigt werden. Am 20. Mai und 1. Juni finden jeweils ab 18 Uhr für circa 1,5 Stunden digitale Infocalls via Zoom statt (Anmeldung). Antragsfrist: 15.06.2026
Förderung der Árvore Stiftung (ab 1.6. bewerben)
Die nächste Bewerbungsrunde für ein Árvore-Stipendium steht vor der Tür. Die Stiftung leistet 4 Jahre lang einen Beitrag an die Lebenskosten von freischaffenden Musiker*innen in der Schweiz und in Deutschland! In der Schweiz werden monatlich CHF 2100 übernommen, in Deutschland € 1200, also ca. 60 % des Mindestlohns. Ziel der Förderung ist ein langfristiger, personenbezogener Support, der vor allem Freiraum für Kreativität und eine gewisse Planungssicherheit schafft, damit die Künstler*innen finanziell entlastet sind und durch den Zeitgewinn gestärkter im Musikbusiness auftreten können. Das nächste Bewerbungsfenster ist vom 1. bis 22. Juni 2026 offen. Dieses Jahr erfolgt die Bewerbung in zwei Stufen: In einem ersten Schritt werden per Losverfahren 100 Personen gezogen, die in einem zweiten Schritt einen Förderantrag stellen können. Eine Kommission beurteilt die Gesuche und wählt 20 Musiker*innen aus. Damit soll ein niederschwelligerer Zugang zum Bewerbungsverfahren ermöglicht werden. Die fünf Grundvoraussetzungen für ein Stipendium findet ihr hier. Wer in den letzten Jahren ein Stipendium bekommen hat, seht ihr hier.
Fördergeld für Projekte von Vereinen und Initiativen zum Frankfurter „Pride Month“
In Frankfurt wird es 2026 zum vierten Mal einen „Pride Month“ geben, der im Christopher Street Day (CSD) seinen Höhepunkt findet. Unter dem Motto „Out loud. Out Proud! – Sichtbarkeit braucht Mut“ legt die Stadt ein Sonderförderprogramm in Höhe von insgesamt 50.000 Euro auf. Ziel ist es, Projekte und Initiativen zu unterstützen, die die Sicherheit, Sichtbarkeit und Empowerment von LSBTIQA*-Personen in Frankfurt stärken und dabei insbesondere auf community-basierte Ansätze setzen. Gefördert werden daher insbesondere Formate, die Empowerment, kollektive Fürsorge und solidarische Netzwerke fördern sowie den Austausch von Wissen und Erfahrungen ermöglichen. Unterstützt werden zum Beispiel Lesungen, Workshops, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Konzerte, Stadtteilfeste, Empowerment-Trainings und Queere Barabende. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Einzelprojektförderung beträgt bis zu 5.000 Euro. Bewerbungsschluss: 07.05.2026
Open Call: Making a Difference
Making a Difference vergibt ein Arbeitsstipendium an eine behinderte, Taube oder chronisch kranke Künstler*in in Hamburg. Möchtest du endlich deine Website barrierefrei gestalten? Oder die Dokumentation deines letzten Projekts mit anderen überarbeiten und verschicken? Vielleicht willst du deinen Access Rider aktualisieren, um die Zugangsbedarfe für dein nächstes Projekt zu klären? Auch die Frage, was „Aesthetics of Access“ für eure kollektive Arbeit bedeuten kann, könnte ein Ausgangspunkt sein. Wenn du an solchen Themen arbeiten möchtest, kannst du dich für ein einmonatiges Arbeitsstipendium bewerben. Making a Difference unterstützt die Arbeit, die rund um die barrierefreie Gestaltung von Kunst- und Kulturproduktion notwendig ist. Projektbewerbungen im klassischen Sinne werden in dieser Ausschreibung nicht berücksichtig. Geboten werden einmalig 3.600 Euro für einen Monat im Zeitraum Juli-Dezember 2026 gezahlt werden. Bewerbungsschluss: 01.06.2026
Wiesbaden will „Stadtteilmusik“ im Sommer fördern
Wiesbaden will mehr Livemusik in die Stadtteile bringen – und hat dafür das Förderprogramm „Stadtteilmusik“ gestartet. Das Programm ist ein dezentrales, für die Organisator*innen vereinfachtes Kulturangebot, bei dem Solomusiker*innen & Bands gefördert werden und neue, untypische Veranstaltungslocations entdeckt werden können. Teilnehmen können vor allem private Veranstalter*innen, die öffentlich zugängliche Konzerte oder Lesungen mit Livemusik organisieren. Wichtig sei nur, dass das kulturelle Erlebnis im Mittelpunkt stehe. Nach Angaben der Stadt müssen die Veranstaltungen zwischen 1.5.-31.10.2026 stattfinden. Es darf Eintritt verlangt werden, ist aber keine Bedingung. Gefördert werden ausschließlich professionelle Musiker*innen, die ihr Geld hauptsächlich mit Musikmachen verdienen. Die Stadt übernimmt Künstlergagen von bis zu 1.000 Euro pro Event sowie bei Bedarf eine Technikpauschale. Interessierte können bis 31. August 2026 formlos per Mail eine Förderung beantragen.
Music Business Summer School 2026 (bis 30.6. bewerben)
Ein Karriere-Boost für die Musikwirtschaft: Die Music Business Summer School (10.-15.09.2026) ist ein deutschsprachiges Weiterbildungs- und Professionalisierungsangebot für die drei wesentlichen Teilbereiche der Musikwirtschaft – Music Publishing, Live Entertainment, und Recorded Music. In parallel laufenden Seminarblöcken bietet sie Praktiker*innen der Musikbranche eine praxisnahe Kombination aus Theorie, Insights und Networking – kuratiert von erfahrenen Branchenexpert*innen. Das Programm richtet sich an Mitarbeiter*innen aller musikwirtschaftlicher Teilbranchen, beruflich vorerfahrene Studienabsolvent*innen des Medien-, Kultur- und Musikmanagements sowie an selbständige Kreative mit beruflich engem Bezug zur Musikwirtschaft. Bewerbungsschluss: 30. Juni 2026
Deutsche Bank Stiftung: Akademie Musiktheater heute
Die Deutsche Bank Stiftung vergibt jährlich 15 zweijährige Stipendien für die Akademie Musiktheater heute. Gesucht werden junge Talente, die neugierig auf neue Arbeitsmethoden und offen für kollektive Arbeitsprozesse sind, die über den Tellerrand ihrer Sparte blicken und innovatives Musiktheater mitgestalten möchten. Das Stipendium umfasst Workshops mit Inszenierungsbesuchen an deutschen Opernhäusern und Festivals sowie einmal im Jahr einen Festivalworkshop im europäischen Ausland. Phasenweise besteht bei Festivalworkshops eine hohe Termindichte, da möglichst viele Vorstellungen sowie Gespräche mit den Leitungsteams angestrebt werden. Für die Bewerbung um ein Stipendium 2026-2028 liegt die Altersbeschränkung bei Jahrgang 1994; es gibt aber Ausnahmereglungen für Personen, die in Elternzeit waren, Angehörige gepflegt oder das FSJ/FSJ Kultur/FÖJ/BFD/freiwilligen Wehrdienst/Wehrpflicht absolviert haben. Bewerbungsschluss: 1.5.2026
Bundeswettbewerb Rauskommen 2026 (bis 1.6.26 bewerben)
Erstmals in 2010 ausgeschrieben, hat der bundesweite Wettbewerb „Rauskommen!“ zahlreiche bewegende und bewegliche künstlerische Projekte und Angebote sichtbar gemacht, die die besonderen gestalterischen Talente von Kindern und Jugendlichen gezeigt haben. Der Titel des Wettbewerbs ist auch in diesem Jahr Programm: Gesucht werden die spannendsten laufenden oder vor kurzem abgeschlossenen Aktivitäten von Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen, die in besonderer Weise:
- die Grenzen einer Einrichtung überschreiten, indem sie mobil, vielfältig vernetzt oder dezentral neuen Zielgruppen künstlerische Gestaltung ermöglichen | Zugangsbarrieren senken
- Kinder und/oder Jugendliche in die Ideenfindung, Organisation und Umsetzung einbinden und ihre Gestaltungskompetenz sichtbar machen | Partizipation und Sichtbarkeit
- eine Anknüpfung an Kinder- und Jugendkulturen und damit an das informelle Lernen schaffen | Jugendkultur und digitale Kommunikation
- übertragbare Elemente für andere Einrichtungen enthalten, die es dauerhaft ermöglichen, professionelle kulturelle Bildung offen und tatsächlich zugänglich zu gestalten | Transferideen
Ob fahrbares Atelier, das Familienkunstprojekt im Viertel, die Tanz- und Soundperformance im verpönten Stadtteil oder die zielgruppentaugliche Vernetzung zwischen Jugendhilfe-, Kultur- oder Bildungseinrichtung in den Künsten: Ziel ist die Zugänglichkeit künstlerisch-kultureller Bildung. Bewerbungsschluss: 01.06.2026
Förderprogramm PlugIn geht in die nächste Runde
PlugIn, das Förderprogramm für die Verbesserung der technischen Ausstattung von Musikclubs, geht in die 3. Runde. Von 18.5.2026 (13 Uhr) bis 5.6.2026 (13 Uhr) können Musikclubs mit einer Besucher*innenkapazität von maximal 2.000 unbestuhlten Plätzen erneut Anträge stellen. Gefördert werden Anschaffungen von neuen oder gebrauchten Technikgeräten, Einrichtungen von auftrittsrelevanten Elementen und Reparaturmaßnahmen mit einem Förderanteil von max. 15.000 Euro. Insgesamt stehen dafür 700.000 Euro zur Verfügung. Achtung: Förderungen werden im Windhundverfahren („first come, first served“) vergeben und es können nur Spielstätten gefördert werden, die bisher noch keine Förderung über PlugIn erhielten.
Infocalls
28.4.2026, 11 – 12:30 Uhr – Anmeldung
30.4.2026, 15 – 16:30 Uhr – Anmeldung
7.5.2026, 11 – 12:30 Uhr – Anmeldung
Supporttourförderung für Berliner Nachwuchsacts
Ihr seid Nachwuchsmusiker*in aus Berlin und plant als Vorband für einen etablierten Act auf Tour zu gehen? Dann ist die Supporttourförderung des Musicboards genau das Richtige für euch! Die Förderung ermöglicht Musiker*innen, Live-Erfahrung zu sammeln und ihre Fanbase zu vergrößern. Außerdem gleicht sie den finanziellen Aufwand von Tourvorhaben aus. Die Supporttourförderung wird als zweckgebundenes Stipendium vergeben. Pro Antragsteller*in und geplantem Tourvorhaben können maximal 3.500 € beantragt werden. Diese Summe kann nicht pauschal beantragt werden, sondern muss mit den tatsächlich anfallenden Kosten kalkuliert werden. Bewerbungen sind laufend und bis 30.11.2026 (18 Uhr) möglich. Der Antrag muss mindestens drei Wochen vor dem geplanten Tourbeginn gestellt werden.
Förderung „Impuls neue Musik“
Die Förderung „Impuls neue Musik“ fördert Musikprojekte, die den Austausch zwischen dem deutschsprachigen und dem frankophonen Sprach- und Kulturraum mit neuen Ideen gestalten und die zeitgenössischen Musikszenen in Deutschland, Frankreich, in der Schweiz und in Luxemburg vernetzen. Gefördert wird zeitgenössische Musik in ihrer ganzen Vielfalt in Form von Konzerten und Musiktheater-Produktionen, Reihen oder Festivals, Residenzen und Akademieprojekten sowie Vermittlungsprojekten und Klangkunst. Gesucht werden Komponist*innen, Musiker*innen, Klangkünstler*innen und Performer*innen, die zur Bereicherung des künstlerischen Austauschs der vier Länder beitragen, ihre Vorhaben dort entwickeln und realisieren. Antragsfrist: 10. Mai 2026
Mentoring-Programm „Frauen* in Kultur & Medien“
Der Deutsche Kulturrat führt zum neunten Mal ein bundesweites individuelles Mentoring-Programm für hochqualifizierte Künstlerinnen, Mitarbeiterinnen in Kultureinrichtungen und Kulturunternehmen und Selbstständige, die im Kultur- und Medienbereich eine Führungsposition anstreben. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Wohnsitz in Deutschland und die Person muss mindestens zehn Jahre berufstätig sein und ein erkennbares und ernsthaftes Interesse an einer Führungsposition zeigen; es gibt keine Altersbeschränkung. Den ausgewählten Mentees werden je eine Mentorin oder ein Mentor an die Seite gestellt, die an herausragender Stelle erfolgreich ist, eine Führungsposition innehat und über ein weit gespanntes Netzwerk verfügt. Im Tandem sollen die Mentees vom Erfahrungsschatz dieser etablierten Berufskolleg*innen profitieren, damit langfristig mehr Frauen* an den Schaltstellen von Kultureinrichtungen, Kultur- und Medienwirtschaft, Politik und Verwaltung vertreten sind. Die Art und Weise des
Austausches bestimmt das Tandem eigenständig. Im Rahmen des 6-monatigen Programms haben die Mentees außerdem die Möglichkeit, an verschiedenen gemeinsamen Veranstaltungen teilzunehmen (Okt-März), Reisekosten und die Verpflegung vor Ort werden übernommen. Bewerbungsschluss: 03.05.2026

