Shirmon-Peres-Preis 2018 geht an Caravan Orchestra
Der Shimon-Peres-Preis 2018 wurde am 08.10.18 durch Bundesaußenminister Heiko Maas an zwei deutsch-israelisch Kooperationen vergeben – an das Musikprojekt Caravan Orchestra und den Filminkubator Out of Place. Der Preis, so Maas in seiner Rede, solle eben solche jungen Menschen dazu „ermutigen, ihre ganze Beharrlichkeit und ihre ganz eigene Kreativität […] zu nutzen für ein besseres Miteinander von Deutschen und Israelis.“ Das Caravan Orchestra wurde im Sommer 2017 gegründet, als ein Austauschprojekt zwischen dem Yiddish Summer Weimar (Deutschland) und dem Department of Music of the University of Haifa (Israel), in Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Jedes Jahr lädt das Orchester 28 junge Musiker*innen aus Israel und Deutschland nach Haifa und Weimar ein, 2-3 Wochen lang gemeinsam zu proben, Konzerte zu geben, an Workshops, Exkursionen und Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Das Caravan Orchester lotet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede europäisch-jüdischer und arabischer Musik aus.
Deutscher Filmmusikpreis 2018 geht an Martina Eisenreich, Rachel Portman u.a.

Martina Eisenreich (Foto: Christoph Müller-Bombart)
Bereits zum fünften Mal wurde am 26.10.2018 im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt der Deutsche Filmmusikpreis in Halle (Saale) verliehen. Längst hat sich der Preis überregional als eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Filmmusikbranche etabliert, in der Filmkomponist*innen für ihr herausragendes musikalisches Schaffen in sechs Kategorien gewürdigt werden. Mit dem Ehrenpreis International wurde in diesem Jahr Oscar-Gewinnerin Rachel Portman („Emma“, „Chocolat“) ausgezeichnet. In der Kategorie „Beste Musik im Film“ bekam die vielseitige Filmkomponistin, Geigerin und Musikproduzentin Martina Eisenreich (Foto) für ihre Filmmusik zum Tatort „Waldlust“ (Regie: Axel Ranisch) einen Preis. Besonderen Grund zur Freude gab es auch in den Kategorien „Nachwuchs“ und „Beste Musik im Kurzfilm“, denn die junge Filmkomponistin Dascha Dauenhauer, die bereits im frühen Alter mit dem Komponieren begonnen hatte, wurde gleich zweimal nacheinander auf die Bühne gebeten. Zum einen wurde der Nachwuchspreis an sie übergeben, mit dem ihr außerordentliches Talent gewürdigt wurde. Außerdem erhielt sie einen Preis inder Kategorie „Beste Musik im Kurzfilm“ für ihre Filmmusik zu „Love Me, Fear Me“ (2017, Regie: Veronica Solomon).
WDR Jazzpreis ruft Musiker*innen aus NRW zur Bewerbung auf
Seit 2004 verleiht der Westdeutsche Rundfunk seinen WDR Jazzpreis in mittlerweile fünf Kategorien: „Komposition“, „Improvisation“, „Musikkulturen“, „Nachwuchs“ und „Ehrenpreis“. Für die ersten vier Kategorien des WDR Jazzpreises 2019 können sich Musiker*innen mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen noch bis 26. Oktober bewerben, kurz darauf entscheidet die Jury über die Gewinner*innen, die Mitte November bekannt gegeben werden. Der „Ehrenpreis“ wird 2019 für herausragende Programmprojekte von Jazzclubs, Spielstätten oder Initiativen in Nordrhein-Westfalen verliehen. Die Preisverleihungen und Preisträgerkonzerte finden am 1. Februar wieder im Rahmen des WDR 3 Jazzfestes (31. Januar bis 2. Februar) in Gütersloh statt, Infos zur Bewerbung gibt es auf der WDR-3-Site im Internet.
Medienpreis LEOPOLD sucht gute Musik für Kinder
Die aktuelle Wettbewerbsrunde beginnt mit neuem Akzent: Zum zwölften Mal verleiht der Verband deutscher Musikschulen (VdM) den Medienpreis LEOPOLD, der seit über 20 Jahren „gute Musik für Kinder“ kürt. Produzent*innen, Verlage und Musiker*innen können sich mit ihren Musikproduktionen für Kinder bewerben, um von der Experten- und Kinderjury empfohlen zu werden. Erstmals in diesem Jahr gibt es den neuen Sonderpreis LEOPOLD interaktiv, der Musikapps und Online-Plattformen aus dem deutschsprachigen Raum auszeichnen will, die zu kreativer Nutzung durch Kinder anregen. Dieser werden von einer eigenen Jury beurteilt.
Der Medienpreis LEOPOLD – Gute Musik für Kinder wird seit 1997 für CDs und DVDs vergeben, die in unterschiedlichster Weise fantasie- und qualitätvolle Produktionen zum Thema beitragen wie etwa traditionelle und neue Kinderlieder, Rock-, Pop- und Weltmusik, Musiktheater, „Klassik“, Wissenswertes im Zusammenhang mit Musik oder musikorientierte Hörbücher. Gesucht sind kreative Kompositionen, die auf hohem künstlerischem und technischem Niveau in Kindern Freude an Musik wecken und ihre Entwicklung unterstützen. Die Preisverleihung findet am 27. September 2019 im WDR Funkhaus in Köln statt.
Bewerben können sich Produktionen, die zwischen dem 1. Januar 2015 und dem 31. Januar 2019 erschienen und über den Handel oder andere Verkaufswege zu beziehen sind. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2019.
VIA – VUT Indie Awards 2018 ehren Kat Frankie & Noga Erez
Mehrere Musiker*innen & Akteur*innen aus dem Film, der Musikbranche und der Politik konnten sich am 20.09. im Schmidts Tivoli in Hamburg über eine Auszeichung der VIA – VUT Indie Awards 2018 freuen, den ersten und einzigen Kritikerpreisen der unabhängigen Musikbranche. In diesem Jahr wählten die VUT-Mitglieder Noga Erez (Foto links) aus Tel Aviv zur Gewinnerin in der Kategorie „Beste*r Newcomer*in“. Die aus mehr als 200 Expert*innen bestehende Jury, die Menschen aus Bereichen wie Vertrieb, Medien und Fachhandel umfasst, votierte
außerdem für die australische Musikerin und Wahlberlinerin Kat Frankie (Foto rechts: Sabrina Theissen) in der Kategorie „Bester Act“.
Mit den VIA Awards zeichnet der Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT) zum sechsten Mal herausragende Talente aufgrund von Qualität und Neuartigkeit aus und zwar unabhängig vom kommerziellen Erfolg. Die Verleihung der VIA Awards ist der Höhepunkt der VUT Indie Days, die bereits zum vierten Mal im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg stattfinden.
Chanson- und Liedermacherpreis „Sulzbacher Salzmühle 2019“
Der deutsch-französische Chanson- und Liedermacherpreis 2019 „Sulzbacher Salzmühle“ (Le Moulin à Sel de Sulzbach) wird auch 2019 vergeben. Solokünstler*innen sind aufgerufen, bis 15.09. drei deutsch- oder französischsprachige Eigenkompositionen einzureichen. Eine Jury wählt vier Acts aus, die am Samstag, 16.03.2019 im Festsaal der Sulzbacher Aula einen Ausschnitt aus ihrem Programm vortragen, und ermittelt die Preisträger*innen. Es werden zwei Hauptpreise vergeben: 2.000.-€ für den ersten Preis in der Sparte „Französische Interpretation“ und 2.000.-€ für den ersten Preis in der Sparte „Deutsche Interpretation“. 1.000.-€ bekommen jeweils die zwei Zweitplatzierten und mit je 500.-€ sind der Publikumspreis und der Sonderpreis für ein Lied zum Thema „Salz“ dotiert. Die von der Vorjury ausgesuchten vier Interpret*innen werden beherbergt und erhalten einen Zuschuss zu den Fahrtkosten. Die komplette Ausschreibung mit dem Bewerbungsformular kann hier eingesehen werden.
Kat Frankie, Mine u.a. auf der Shortlist für den Preis für Popkultur 2018

Vierfach für den Preis für Popkultur nominiert: Mine (Foto: Thorsten Dirr)
Die über 700-köpfige Jury hat entschieden: Der Verein zur Förderung der Popkultur e.V. gibt die Shortlists mit den Nominierungen in zwölf Kategorien des Musikpreises bekannt. In der Kategorie „Lieblings-Solokünstlerin“ wurden Kat Frankie, Dillon, Mine, Haiyti und Helena Hauff nominiert. Kat Frankie konnte sich außerdem in der Kategorie „Lieblingslied“ qualifizieren, Mine & Fatoni in der gleichen Kategorie sowie in „Lieblingsalbum“ und in „Spannendste Idee/Kampagne“ für ihr Album „Alle Liebe nachträglich“. In der Kategorie „Schönste Geschichte“ können Viola Funk (WDR) mit ihrem Beitrag „Die dunkle Seite des deutschen Rap“ und Visa Vies (Spotify) „Das allerletzte Interview“ auf einen Preis hoffen. In der Kategorie „Gelebte Popkultur“ wurden u.a. Birgit & Horst Lohmeyer für ihr mutiges Festival „Jamel rockt den Förster“ ausgewählt. Mit ihrem Festival setzen sie in einem von Nazis vereinnahmten Dorf ein wichtiges Zeichen für Demokratie und Toleranz, ein spannendes Workshop- und Info-Programm setzt da an, wo es in der Gesellschaft wehtut. NGO’s wie die Amadeu-Antonio-Stiftung oder der Demokratiebahnhof Anklam finden in dem Festival eine Plattform, um sich vorzustellen und Workshops anzubieten.
Der Preis für Popkultur wird an Künstler*innen mit Lebensmittelpunkt in Deutschland verliehen. Gewählt werden die Gewinner*innen von den Vereinsmitgliedern – einer Fachjury aus aktuell 791 Vertreter*innen der deutschen Medien- und Musiklandschaft. Die endgültigen Gewinner*innen werden notariell bestätigt und am 18. Oktober 2018 im Rahmen der Abendgala im Berliner Tempodrom bekanntgegeben.
40 Jahre NRW-Landeswettbewerb „Jugend jazzt“
Der nächste NRW-Landeswettbewerb “Jugend jazzt” findet statt am 17. November 2018 in der Musikschule Dortmund und ist ausgeschrieben in der Kategorie “Combo”. Mit dieser Veranstaltung begeht der Wettbewerb sein 40-jähriges Jubiläum. Zugelassen sind Instrumental-, Vokal- und gemischte Ensembles mit zwei bis zu 10 Mitwirkenden. Teilnehmen können Jugendliche bis einschließlich 24 Jahren (Stichtag ist der Wettbewerbstag) mit Erstwohnsitz in Nordrhein-Westfalen. Auf Antrag können ältere Aushilfen zugelassen werden. Bewerber*innen die in einer musikalischen Ausbildung (Vollstudium) oder in der musikalischen Berufspraxis stehen, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Es werden erste, zweite und dritte Preise in Höhe von 50.- bis zu 250.- € je Ensemble vergeben. Die besten Solist*innen der Combos können mit Sonderpreisen ausgezeichnet werden. Die „Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung“ stellt Förderpreise für herausragende Leistungen in Höhe von je 300.- € für die beste Band sowie 100.- € für die/den besten Solist*in der jeweiligen Altersgruppe. Die Combo, die von der Jury als beste Formation des Wettbewerbs bestimmt wird, erhält die Empfehlung zur Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ 2019“ in Dortmund. Die Preisträger*innen werden im Jubiläumskonzert „40 Jahre Jugend jazzt“ zusammen mit namhaften Gastsolist*innen am 9. Dezember 2018 ab 11:00 Uhr im Dortmunder Opernhaus vorgestellt.
Anmeldeschluss ist der 29. Oktober 2018.
Tickets unter: www.theaterdo.de, Tel.: (0231) 50-27222. Infos
Neuer Deutscher Jazzpreis 2019: jetzt bewerben
Im Jahr 2019 vergibt die IG Jazz Rhein-Neckar e.V. in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH bereits zum 14. Mal den Neuen Deutschen Jazzpreis. Er ist mit 10.000.-€ der höchstdotierte Bandpreis für professionelle Jazzbands und der einzige Publikumspreis der deutschen Jazz-Szene. Das Festivalwochenende findet am 15. und 16. März 2019 in der Alten Feuerwache Mannheim statt. Eine Jury wählt aus den meist über 200 Bewerberbands in einer anonymisierten Anhörsession zehn Bands aus. Der/die jährlich wechselnde Kurator*in – in diesem Jahr ist das der französische Kontrabass-Virtuose Renaud Garcia-Fons – bestimmt aus dieser Vorauswahl drei Bands, die am 16.03.2019 in Mannheim auftreten werden. Das dort anwesende Publikum entscheidet direkt nach den Konzerten mit Stimmzetteln, wer der Gewinner des mit 10.000.-€ dotierten Bandpreises und des mit 1.000.-€ dotierten Solistenpreises sein soll. Ab sofort können sich Bands für den Neuen Deutschen Jazzpreis 2019 bewerben. Anmeldeschluss ist der 30.10.2018.
Auch den mit 2.000 Euro dotierten Neuen Deutschen Kompositionspreis wird es in 2019 wieder geben. Die Anmeldung hierfür startet in Kürze.
Nominierte für den ANCHOR 2018 stehen fest
In Kürze geht das diesjährige Reeperbahn-Festival an den Start und dann wird zum dritten Mal der Internationale ANCHOR Award verliehen. Die Jury um Linda Perry und Cassandra Steen hat jetzt bekannt gegeben, welche 7 Musiker*innen sich Hoffnungen auf den Preis machen können: Anna Aaron (CH), FRUM (FO), Freya Ridings (GB), Hope (DE) u.a. Der Preis wird am 22.09. verliehen.
Deutsche Schallplattenkritik ehrt Christina Lux & Mamani Keïta
Als wir Christina Lux‘ CD „Leise Bilder“ im März als CD-Tipp vorstellten, haben wir schon eine gewisse Preiswürdigkeit vermutet, doch jetzt ist es amtlich: Christina Lux hat die Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Liedermacher“ überzeugt und gewinnt den Vierteljahrespreis! In der Begründung der Jury heißt es: „Mit ihrer aktuellen CD ist der Gitarristin und Sängerin Christina Lux ein kleines Meisterwerk gelungen. Ihre Texte liefern Gedankenüberschüsse von fast philosophischer Art, geschult an Jazz und Soul transportiert sie tiefsinnige Inhalte auf musikalisch höchstem Niveau. Wobei alles unangestrengt, fast schwebend daherkommt, sie artikuliert weich und swingend – Worte und Klänge harmonieren perfekt miteinander. Die alte These, dass die deutsche Sprache nicht popgeeignet sei, ist zwar schon spätestens seit Udo Lindenberg und Stoppok eindrucksvoll wiederlegt, die Lux beglaubigt dies einmal mehr. Joo Kraus, Stoppok, Dennis Hormes, Markus Segschneider, Laith Al-Deen und vor allem Oliver George haben wesentlich zur überragenden Qualität dieses Albums beigetragen. Christina Lux ist und bleibt eine Ausnahmeerscheinung unter den deutschsprachigen Singer-Songwritern“. Wir gratulieren herzlich!
Den Weltmusik-Preis bekommen Arat Kilo, Mamani Keïta und Mike Ladd für ihr Album „Visions of Selam“ für ihr „gelungenes weltmusikalisches Fusionprojekt“: „Arat Kilo, „Ethio-Beat“-Truppe mit Hang zum Jazz aus Paris tat sich zusammen mit der Sängerin Mamani Keïta aus Mali mit ihrer hellen, manchmal schneidenden Stimme sowie mit Slampoet Mike Ladd aus Boston – und gemeinsam haben sie die richtige Alchemie gefunden! Grooves, Hooklines und Non-Nonsense Lyrics verbinden sich zu einer tanzbaren Melange, Dynamik prägt die Stimmen, die sich zwischen den Bläsern offenkundig wohl fühlen, dazu kommen satte Arrangements: Einmal mehr hat der Musikschmelztiegel Paris einen echten Diamanten hervorgebracht“. Mamani Keïta ist bekannt durch ihre Mitwirkung in der Supergroup „Les Amazones d’Afrique“.
Europäischer Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis
Bereits zum elften Mal schreibt die Stadt Burghausen den „Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis“ aus, der mit insgesamt 9.000.-€ dotiert ist. Insgesamt fünf Bands präsentieren sich ca. 20 Min. bei der Endausscheidung am 26. März 2019. Die Jury wählt zuvor im „Blindverfahren“ die Finalist*innen aus. Bewerbungen werden bis 31. Oktober 2018 angenommen. Der Wettbewerb findet im Burghauser Stadtsaal statt. Combos (ab drei Musiker*innen) und Big Bands aus Europa im Höchstalter von 30 Jahren (1989 und jünger) sind zugelassen. Alle Stile des Jazz sind erlaubt. Der 1. Platz ist mit 5.000, der 2. Platz mit 3.000 und der 3. Platz mit 1.000.-€ dotiert. Reisekosten bis 500.-€, Übernachtung und Verpflegung werden für alle Finalist*innen übernommen. Die Gewinnerband wird zudem am folgenden Tag die 50. Internationale Jazzwoche in der Wackerhalle vor großem Publikum eröffnen.

