Call for Contributions: Beiträge für musiconn.kontrovers

Wie wollen wir miteinander sprechen? Wie können wir in der Musikwissenschaft fruchtbar miteinander streiten? Für dynamische Formen des Austauschs stehen innerhalb digitaler Medien bereits Plattformen zur Verfügung. Obwohl sie Entgrenzung versprechen und zum Forschungsalltag gehören, werden diese neuen Kommunikationskanäle keineswegs so frei genutzt, wie es die Technologie ermöglichen würde: Wissenschaftler*innen einer Teildisziplin, einer Forschungsgemeinschaft oder einer räumlich definierten Community bleiben häufig unter sich. Blogs bieten eine Möglichkeit der Öffnung. Sie können Foren für direkte und kontroverse Diskussionen sein und die Aufmerksamkeit auf jene Kernfragen lenken, zu denen die Stimmen möglichst vieler KollegInnen und Kollegen gehört werden sollten.
Der Blog Musiconn.kontrovers will neue Impulse setzen und Gesprächsangebote machen. Unter der Dachmarke musiconn des Fachinformationsdienstes (FID) Musikwissenschaft bietet der Blog die Chance, ein Debattenformat in der digitalen Infrastruktur des Faches zu etablieren. Ziel des Blogs sind sachliche, unhierarchische Kontroversen über Kernfragen des Fachs, in der auch unfertige und strittige Gedanken ein Forum finden. Nach einer Pilotphase soll nun der Blog geöffnet werden: Wer einen Beitrag oder einen Gedanken zur Musikwissenschaft zur Diskussion stellen möchte, melde sich gerne per Mail an die Redaktion unter ed.nnocisum@noitkader.srevortnok. Die Redaktion freut sich über Texte mit 1000 bis 1500 Wörtern. Auch Kommentare und Repliken zu den bereits publizierten Texten sind jederzeit willkommen.
23.03.2020

Quarantäne TV: Das Netflix für lokale Künstler*innen

Keimfrei exklusive Konzerte genießen, das verspricht die neue Plattform Quarantäne TV. Während der Coronakrise sind große Menschenansammlungen ein Problem für die Gesundheit vieler Menschen in unserer Gemeinschaft. Veranstaltungen aller Art sind daher richtigerweise abgesagt. Und doch bleiben dabei die Künstler*innen auf der Strecke, die durch Tickets ihre Lebensgrundlage verdienen. Die Unterstützung durch einen Nothilfefonds für Freiberufler*innen, wie ihn die Landesregierungen derzeit diskutieren, ist noch nicht greifbar. Der Macher von Quarantäne TV möchte Künstler*innen jetzt mit einer unkonventionellen Idee helfen und hat in Windeseile eine Plattform ins Leben gerufen, auf der sie ihre Videokonzerte hochladen und Livestreams bereitstellen können. Ihre solidarischen Fans können dafür per Paypal bezahlen, die/der Künstler*in erhält den kompletten Betrag ohne Abzüge.

Die Plattform richtet sich nicht nur an Musiker*innen, die dort z.B. eine Preview neuer Songs, ein kleines Akustik-Konzert oder ein Best-Of vergangener Auftritte einstellen können. Auch Poesie und Comedy sowie Bildende Kunst sind angesprochen.

16.03.2020

Global Music-Plattform startet Crowdfunding

Während der letzten zwei Jahrzehnte war die Plattform Norient eine der führenden journalistischen Internet-Angebote rund um die globale Musik und ihre Nachbardisziplinen. Zur Zeit ist sie abgeschaltet und das Gründungsteam arbeitet an einer Neuauflage – The Now In Sound, einer virtuellen, transdisziplinären Galerie und Community-Plattform zwischen Kunst, Journalismus und Wissenschaft. Um „politischer, tiefgründiger, verspielter und experimenteller als bisher jenseits von Eurozentrismus, Exotismus und Diskriminierung über die aktuelle Musik des Planeten zu berichten“ und um faire Löhne zahlen und Aufträge generieren zu können, hat die Plattform jetzt ein Crowdfunding-Aktion gestartet, die bis zum 24. Dezember 1000 Gründungsmitglieder werben will.
 

16.12.2019

Neue Beratungstermine für Berliner Musikerinnen*

Berliner Musikfrauen* aufgepasst: musicBwomen hat neue Beratungstermine für euch! Karriereplanung, Finanzierung, PR, Marketing und was euch sonst noch so einfällt. Zweimal im Monat steht eine dreistündige Beratung von musicBwomen-Beraterin Jennifer Schild zur Verfügung. Und das for free! Zur Terminvereinbarung und Absprache der zu besprechenden Inhalte sendet einfach eine E-Mail an ed.noissimmoc-cisum-nilreb@refinnej. Die Termine sind am Do. 21.11.2019 (16-19 Uhr) und am Do. 28.11.2019 (16-19 Uhr).

20.11.2019

Hamburger Musikpreis vergeben

Am 18. November 2019 wurde im Mojo Club der Hamburger Musikpreis verliehen. Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums legte der Preis seinen alten Namen HANS ab und startete mit einem neuen Konzept: Die Jury wurde unter anderem durch Booker*innen, Veranstalter*innen, Künstler*innen und Produzent*innen besetzt und bewertete Bemühungen um Gleichberechtigung und Teilhabe, Facettenreichtum und Vielfalt. 

In der Kategorie „Hamburg brennt – Engagement / Initiative des Jahres“ hat sich die Jury für musicHHwomen als eine der drei Nominierten entschieden. Das Netzwerk setzt sich für mehr weibliche Teilhabe und Gleichberechtigung im Musikbusiness ein und bietet eine Plattform für Musikfrauen aus allen 3 Bereichen sein: ob Musikerin (art), Bookerin (business) oder Musikjournalistin (media), allen wird das neue Netzwerk Qualifikation, Austausch, Teilhabe, Stärkung, Schutz und Präsenz bieten. In der Newcomer-Kategorie gewann das feministische Künstler*innen-Kollektiv One Mother den Preis. Bei der Auszeichnung „Beste Freunde“ setzte sich das Team der Agentur EQ:booking gegen die weiteren nominierten Labels und Veranstalter durch. Fernseh- und Radiomoderatorin Bianca Hauda und der Journalist und Filmemacher Hubertus Koch moderierten die Preisverleihung im Mojo Club. Elektropop-Singer-Songwriterin und Produzentin Kuoko, die Indie-Band Monako und die Musikerinnen und Rapperinnen Preach und Natascha P. von One Mother untermalten den Abend musikalisch.

20.11.2019

Neue Podcast-Serie @Raketerei sucht Stories vom Scheitern

aus dem Comic „Calvin & Hobbes“ (Bill Watterson)

Bist du schon mal gescheitert? Seit nun mehr zwei Jahren betreibt Imke Machura die RAKETEREI-Community von Musikerinnen und einen Podcast. Dafür hat sie mit vielen Frauen aus der Musikbranche gesprochen, die ihr einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben. Jetzt plant sie eine neue Podcast-Serie zum Thema Scheitern. Diese Serie soll aus einigen kurzen Episoden bestehen, die wöchentlich veröffentlicht werden sollen. Dafür sucht sie Musikerinnen, die Lust haben, ihre Geschichte vom Scheitern zu erzählen, und was sie daraus gelernt haben. Interessierte können sich per Mail mit ihrer Geschichte melden.

14.10.2019

Jazz à la Flute-Plattform für Improvisation startet demnächst

Die Flötistin Isabelle Bodenseh plant für nächstes Frühjahr den Start einer neuen Plattform: die JAZZ À LA FLUTE-academy – eine Plattform für Improvisation, speziell für die/den Klassiker*in oder Jazzbeginner*in, die/der ein Melodieinstrument spielt. Ab Ende Oktober startet eine geschlossene Facebook-Gruppe, in der Austausch stattfindet, Webinare von ihr geposted werden und Bedarfsanalyse betrieben wird. Nächstes Jahr im Frühjahr geht die JAZZ À LA FLUTE-academy dann mit einer Webseite online. Interessierte können sich für Infos und Fragen dazu per Mail an sie wenden unter ed.hesnedobellebasi@etulfzzaj

26.09.2019

Artists for Future: jetzt mitzeichnen!

1733 Künstler*innen aus Musik, Bildender Kunst, Literatur und Darstellender Kunst haben sich bisher als Artists for Future zusammengeschlossen, um sich mit den Klima-Streiks der Bewegung Fridays-for-Future zu solidarisieren. Sie wollen die Akteur*innen in ihrer Haltung bestärken und ihre Unterstützung einbringen, in dem sie die Anliegen in ihrer Kunst ausdrücken und Öffentlichkeit herstellen. Hierzu wurde eine Stellungnahme verfasst, die ihr im Internet unterzeichnen könnt: https://artistsforfuture.org/de.

15.05.2019

Urheberrechtsreform: Manifest für offenes und faires Internet ­& Info-Plattform Article13.de

­Die geplante Reform des Urheberrechts ist in aller Munde, es finden Demos dagegen statt und es wird viel Panikmache verbreitet. Vor der finalen Abstimmung im Europäischen Parlament über die neue Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt haben zahlreiche Künstler*innen und Vertreter*innen der Kreativbranche jetzt ein Manifest für ein offenes und faires Netz sowie für die gerechte Bezahlung von Künstler*innen unterzeichnet. In der langen Liste der Unterzeichner*innen befinden sich Kreative aller Sparten, Genres, Herkunft und Größe: Vom holländischen Produzenten über slowenische Regisseure, portugiesische Labelbetreiberi*nnen bis zu deutschen Autor*innen. Vom Münchner Volksmusik-Ensemble Unterbiberger Hofmusik bis zu den Berliner Philharmonikern und The XX, finden sich unter den Unterschriften auch Pink Floyd, das Berliner Elektronik-Duo Modeselektor oder Jazzpianist Michael Wollny sowie zahlreiche Europaparlamentarier*innen.

In dem Manifest heißt es: „Artikel 13 regelt die Lizenzierung durch die Plattformen. Plattformen sollen Kreative fair und angemessen bezahlen, indem sie mit Lizenzen für das weltweite Repertoire arbeiten.“ Damit rückt es die Annahme zurecht, mit der Urheberrechtsreform würde eine Filterinfrastruktur installiert werden. Stattdessen können die nachweislich am meisten nachgefragten Inhalte, wie z. B. Musik, leicht von den Rechteinhaber*innen lizenziert und damit rechtmäßig genutzt werden. Die Kultur- und Kreativbranche ist bereit und vorbereitet, die notwendigen Lizenzverträge zu schließen. Das Manifest aufgesetzt hat Europaparlamentarierin Helga Trüpel, eine der Hauptbefürworter*innen der Reform. Unter den Unterschriften finden sich auch zahlreiche Mitglieder des VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V.). VUT-Geschäftsführer Jörg Heidemann: „Die lange Liste der Unterzeichner*innen macht deutlich, dass es unglaublich viele Kreative gibt, die die Reform befürworten. Es sind viele Fehlinformationen im Umlauf und die Gegenseite versucht Panik zu verbreiten. Aber wirklich betrifft die Reform nur eine kleine Zahl großer Plattformen, die seit Jahren massiv Gewinn auf dem Rücken der Künstler*innen machen. Das Internet als solches wird bleiben wie es ist, nur fairer für Kreative.“

Wer sich zur Urheberrechtsreform informieren möchte, sollte bei auf der Plattform ARTIKEL 13 vorbeischauen. Sie wurde von der Initiative „Europe for Creators“ ins Netz gestellt – einer Gruppe von Organisationen aus ganz Europa, in denen sich Autor*innen, Musikschaffende, Produzent*innen, Schauspieler*innen, Filmemacher*innen und viele andere zusammengeschlossen haben – um mit vorhandenen Mythen aufzuräumen und häufig formulierten Kritikpunkten auf den Grund zu gehen. Wenn Ihr einen schnellen Überblick über das Thema bekommen wollt, lest am Besten die FAQ.

Wie dringend notwendig die Reform – entgegen der aktuellen Proteste – ist, zeigt auch eine jüngst veröffentlichte Umfrage der Initiative Europe for Creators, laut der 80 Prozent der befragten Europäer*innen der Meinung ist, dass die EU Regeln schaffen sollte, nach denen Kreative für die Nutzung ihrer Werke im Internet angemessen vergütet werden. Außerdem ist die Mehrheit der Befragten überzeugt, dass die EU in den vergangenen Jahren nicht genug unternommen hat, um die Geschäftspraktiken großer US-Technologiekonzerne zu regulieren. Für die Studie, die die europäische Autor*innen-Vereinigung GESAC bei dem Marktforschungsunternehmen Harris Interactive in Auftrag gab, wurden 6.600 Personen in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Polen, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik befragt.

Einen erhellenden Einblick in die Thematik bietet auch ein Interview, das Imke Machura von der Raketerei mit Laureen Kornemann geführt hat. Diese ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit vom Verband Unabhängiger Tronträgerunternehmen e.V. (kurz: VUT). Sie haben sich mit der Debatte auseinandergesetzt und sich die unterschiedlichen Argumente beider Seite angeguckt. Hier gehts zum Podcast.

(Quelle: miz.org)

25.03.2019

Radiotipp: Raketerei im Interview @ FluxFm

Am Dienstag, den 14. August um 17 Uhr ist Imke Machura, die Betreiberin der Musikerinnen-Plattform Raketerei bei FluxFm zum Interview eingeladen, um über ihren Podcast, die Raketerei-Community und ihre Onlineangebote zu reden. Hier geht es zum Stream.

14.08.2018

Raketerei Backstage bietet umfassenden Support für Musikerinnen

Eine „Räuberleiter für Musikerinnen im Musikbusiness“ möchte Imke Machura mit ihrer Plattform RAKETEREI BACKSTAGE anbieten. Machura arbeitet als selbständige Label- und Produktmanagerin, Promoterin und Bookerin und war mit diesem Projekt zunächst als Podcasterin gestartet, die Frauen aus der Musikbranche porträtierte und interviewte. Nach und nach wurde aus der Raketerei eine Community, die Musikerinnen ein virtuelles Zuhause bieten möchte. Auf der Plattform gibt es z.B. Antworten auf: Wie vermarkte ich mich selbst? Ist ein Musiklabel notwendig? GEMA und GVL – Brauche ich das? Nachhaltig erhofft sie sich daraus auch, dass die immer noch vorherrschenden und aktuellen Genderrollen und Frauenbilder – vor allem in der Popmusik – neuen, alternativen (sichtbaren) Rollenbildern weichen. Machura bietet eine monatliche Mitgliedschaft, Summer Academies und Coachings an.

06.08.2018

Videochannel von Positive Tascha featured Frauen der Musikbranche

Die Musikerin und Youtuberin Natascha Bell aka positive tascha will auf ihrem Channel nicht nur ihre eigenen Tracks vorstellen, sondern auch anderen Musikerinnen eine Plattform bieten. Jeden zweiten Monat lädt sie Kolleginnen zu sog. positive sessions und einem Gespräch ein und veröffentlicht das Treffen im Internet. Das Besondere: das Konzept sieht vor, Lieder, die im Original von Frauen gesungen wurden, ausschließlich mit Loopstation und Kinder-Keyboards zu covern. Einen daraus entstandenen Mitschnitt hat sie jetzt von ihrem Treffen mit Sissip aus Berlin ins Netz gestellt: positive session #2.

Positive session #1 aus der Reihe stammt von ihr selbst und covert den Song What I am von Edie Brickell. Weitere Gäste sind bisher Louka aus Berlin und Elin Bell aus Hamburg.

08.05.2018