Frauenorchesterprojekt sucht Musikerinnen für 24.-26.02.2023

Das nächste Frauenorchesterprojekt wird vom 24.-26.02.2023 in der Landesmusikakademie Berlin stattfinden. Interessierte Musikerinnen können sich bis 15.12.22 anmelden. Das Ensemble wird endlich wieder als großes vollbesetztes Sinfonieorchester mit Posaunen und Tuba spielen und hat entsprechend groß besetzte Werke ins Programm genommen. Freut Euch auf Alice Mary Smith, Florence Price, Henriette Bosmanns und Barbara Heller. Die Komponistin Dorothee Eberhard wird anwesend sein! Das Wochenende wird mit einer Werkstattpräsentation in der Astrid Lindgren-Bühne im FEZ abschließen, zu der Ihr gerne Eure Freund*innen einladen könnt (Sonntag, 26.2.23 um 12 Uhr).

21.11.2022

Kontrabassistinnen & eine Solohornistin für Frauenorchesterprojekt 23.-25.09.22 gesucht

Das Frauenorchesterprojekt (FOP) ist ein ambitioniertes Frauen-Sinfonieorchester, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Werke von Komponistinnen zum Klingen zu bringen. Die Projektphasen finden einmal im Jahr in Berlin an einem Wochenende im Frühjahr als Orchesterwochenende mit abschließender Präsentation statt. In diesem Jahr feiert es seinen 15. Geburtstag und veranstaltet sein jährliches ProjektWochenende vom 23.-25.09.2022, an dem es Orchesterwerke aus England, Frankreich, Deutschland und Brasilien einstudieren wird. Für die diesjährige Besetzung werden noch Kontrabassistinnen & eine Solohornistin gesucht (Kontakt).

Das diesjährige FOP ist eingebunden in das Berlin-Potsdamer Komponistinnen-Wochenende, das Musikinteressierte nicht nur zum Werkstattbesuch beim FOP einlädt, sondern auch eine Lange Nacht der Komponistinnen im Nicolaisaal Potsdam und ein Symposium & Oper „The Wreckers“ von Ethel Smyth in seinem Programm hat. Die Teilnehmer*innen des Wochenendes werden durch die Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka vom Archiv Frau und Musik begleitet, die das Wochenende mit weiteren Informationen zum Thema Frau und Musik bereichern wird. Ziel und Idee des Wochenendes ist, sich im Interessenfeld „Frau und Musik“ zu vernetzen und auszutauschen. Interessierte schicken ihre verbindliche Anmeldung in einer formlosen Mail (Anmeldeschluss: 31. August 2022).

01.08.2022

hr-Sinfonieorchester bietet Praktikum im Orchestermanagement an

FOP-Orchester lädt zur Online-Veranstaltung am 06.03.2022 ein

Frauen spielen Musik von Komponistinnen unter Leitung einer Dirigentin und bringen damit Werke zu Gehör, die in den meisten Konzertprogrammen fehlen – dies ist die Grundidee des Frauenorchesterprojektes seit seiner Gründung im Jahr 2007. Doch die Pandemie macht auch diesem Projekt einen Strich durch die Rechnung, sodass das geplante Orchesterwochenende auf 23.-25 September 2022 verschoben werden musste. Um alle auf dem Laufenden zu halten und in Verbindung zu bleiben, lädt das Leitungsteam des Frauenorchesterprojektes alle Musikerinnen, Freund*innen und Menschen, die an Orchestermusik von Komponistinnen interessiert sind, zu einer Online-Veranstaltung ein. Das INTERMEZZO findet am kommenden Sonntag, dem 6. März 2022 von 11 bis 13 Uhr via Zoom statt. Es bietet einen Rückblick auf das Frauenorchesterprojekt 2021 sowie eine Vorschau auf das Programm des FOP im Herbst. Außerdem gibt es Infos zu aktuellen Aktivitäten anderer Frauenorchester, eine Filmpremiere, ein Interview mit Pascale van Os, der Dirigentin des Virago Symphonic Orchestras, Zeit für freien Austausch und mehr. Wer an der Zoom-Sitzung teilnehmen möchte, schicke eine Mail.

28.02.2022

Eilt: Streicherinnen für Frauenorchester-Projekt gesucht

FOP 2020 (Foto: Beatrice Szameitat)

Frauen spielen Musik von Komponistinnen unter Leitung einer Dirigentin und bringen damit Werke zu Gehör, die in den meisten Konzertprogrammen fehlen – dies ist die Grundidee des Frauenorchesterprojektes seit seiner Gründung im Jahr 2007. Doch dieses Jahr ist alles anders… ein großes Sinfonieorchester darf nicht spielen, Konzerte sind unwahrscheinlich. Das Frauenorchester-Projekt 2021 findet deshalb als Kammerorchester-Projekt in der Landesmusikakademie Berlin in Köpenick statt und wird vom 1. bis 3. Oktober einige wunderbare Werke von Komponistinnen kennenlernen, darunter die 3. Sinfonie von Louise Farrenc (mehr dazu hier). Momentan sind noch Plätze für Streicherinnen frei, konkret werden noch 2 erste Violinen, 2 zweite Violinen und 1 Viola gesucht. Interessierte melden sich bei Interesse gern per Mail.

21.09.2021

Baden-Württemberg startet Förderung „FreiRäume“ & „Zukunftsmusik“

Das erfolgreiche Förderprogramm „FreiRäume“ des Kunstministeriums zur Unterstützung neuer Kultur- und Begegnungsorte in kleinen Gemeinden in Baden-Württemberg geht in eine zweite Runde: Ab jetzt können Kommunen, Kultureinrichtungen, Vereine und bürgerschaftliche Initiativen Förderanträge für Kooperationsprojekte einreichen. Das Programm verfolgt das Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die Menschen durch Kunst und Kultur zusammenzubringen. „Leer stehende Gebäude in ländlichen Gemeinden sollen durch künstlerische Projekte wiederbelebt werden, bestehende Räume durch neue Angebote geöffnet und zu ‚Dritten Orten‘ weiterentwickelt werden. Im Vordergrund steht dabei immer die Zusammenarbeit verschiedener Akteure vor Ort,“ sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski dazu. Das Programm richtet sich in einer gesonderten Förderlinie auch an Chöre, Ensembles und Orchester, die unter dem Titel „Zukunftsmusik“ musikalische Aufführungen an außergewöhnlichen Orten umsetzen können. Hier wird die Zusammenarbeit von professionellen Musiker*innen und Vereinigungen aus dem Bereich der Amateurmusik unterstützt. Die Bewerbung um eine Förderung ist bis zum 14. Oktober hier möglich. Die einzelnen Projekte werden mit Fördersummen zwischen 10.000 Euro und 100.000 Euro für eine Projektlaufzeit von mindestens sechs Monaten bezuschusst. Mitte August und Ende September werden digitale Förderberatungen angeboten, zu denen Interessierte herzlich eingeladen sind.

24.08.2021

Programm Kreatives Europa fördert pan-europäische Orchester

Mit dem Aufruf „Pan-European Cultural Entities (Orchester)“ richtet sich die Europäische Kommission explizit an europäische Orchester, deren Musiker*innen aus mindestens 20 verschiedenen an Kreatives Europa teilnahmeberechtigten Ländern kommen. Insgesamt stehen 5,4 Mio. Euro zur Verfügung, um drei bis fünf Projekte zu unterstützen. Im Mittelpunkt sollen dabei insbesondere die Auftritte, Weiterbildung und Professionalisiung von jungen, talentierten Musikschaffenden aus Europa stehen. Antragsberechtigt sind nur juristische Personen, also öffentliche oder private Einrichtungen (profitorientierte oder non-profit), die seit mindestens zwei Jahren bestehen. Die Antragstellung erfolgt ohne Partnerorganisationen. Förderzeitraum: max. drei Jahre, Fördersumme: 40 Prozent der förderfähigen Kosten bzw. max. 1,8 Mio. €. Ausschreibungsfrist: 26. August 2021 (17 Uhr MEZ). 

29.06.2021

Podcasttipp zur Gleichstellung in Orchestern @ Dlf

Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz (Foto: Nikolaij Lund)

Ein Radiobeitrag im Deutschlandfunk bezieht sich auf die im Frühjahr veröffentlichte Studie des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) über die Geschlechterverteilung in 129 öffentlich finanzierten Berufsorchestern. Der Beitrag „Musikwelt und Gleichstellung – Frauen haben oft das Nachsehen“ beleuchtet die systematische Benachteiligung von Frauen in den öffentlich finanzierten Orchesterbetrieben, vor allem in höheren Positionen. Siegfried Ressel spricht u.a. mit Juliane Färber, festes Mitglied des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, die sich für eine Quote in Orchestern ausspricht. Zu hören ist auch Anke Steinbeck, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Musikrat, die 2010 eine Dissertation über Dirigentinnen geschrieben hat und den Mythos „Maestro“ unter die Lupe nimmt. Sie stellt fest, dass sich in den letzten 11 Jahren wenig verändert hat und Frauen gern als „bunte Hunde“ und aus Gründen der political correctness eingeladen werden, damit aber eine Art zweite Liga kreiert wird. Renate Matthei versucht seit 35 Jahren, mit ihrem Furore Musikverlag Komponistinnen aus dem Schatten ins Licht zu holen; Komponistinnen, die zu ihrer Zeit sogar viel gespielt wurden, aber dann in der Versenkung verschwunden sind. Sie fordert, dass wenigstens bei den öffentlichen, also von uns Steuerzahler*innen finanzierten Festakten zu 50 Prozent Werke von Frauen gespielt werden. Zum häufig angeführten Grund, man achte bei einem Festakt auf „Qualität“, sagt sie: „Wie wird Qualität bemessen? (…) jemand, der sagen kann, ich habe schon Aufführungen hier und da gehabt, steht natürlich ganz anders da, als wenn sie sagt: Nein, ich habe mich da und da beworben. Und ist immer abgelehnt worden. Und an den Verhältnissen muss man eben etwas ändern“. Manos Tsangeris von der Akademie der Künste und der Dramaturg des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin Steffen Georgi merken an, dass neue Musik von zeitgenössischen Komponist*innen generell einen schweren Stand hätte.

22.06.2021

#artistathome: Anka Hirsch mit Hörbuch & Bridges Konzert

Anka Hirsch präsentiert auf ihrem Facebook-Account Neues über ihre Projekte: einen Vorgeschmack auf ein im Mai erscheinendes Hörbuch ihres musikalischen Erzähltheaters: „Oy Oy Emine – ein Huhn, eine Reise, ein Regenschirm“ für Menschen ab 5 Jahren. Mit Hilfe eines Stipendiums der Hessischen Kulturstiftung konnte sie mit ihrem Acht Ohren Trio seit Anfang des Jahres daran arbeiten. Die CD wird es inklusive Begleitheft mit Liedtexten, Noten, Links zu Playbacks und vielen Infos geben.
Am 24.04. gab es dann endlich wieder ein Livekonzert: das 5. Konzert des Bridges-Musik Verbindet-Orchesters sendete „Musik als Migrantin“ aus dem HR Sendesaal. Das Konzert musste im letzten Jahr leider abgesagt werden; zum Glück konnten die Musiker*innen diesmal mit Abstand, Masken und Tests mehrere Tage proben und ein Konzert vor leeren Plätzen im HR Sendesaal spielen. Es erklingen Werke aus Nahost, Lateinamerika, Süd-und Osteuropa. Näheres dazu und zu den Mitwirkenden im Film.

26.04.2021

Nächstes Frauenorchesterprojekt 01.-03.10.21

Das diesjährig geplante Orchesterprojekt im Februar musste zwar ausfallen, es gibt aber schon einen alternativen Termin: Vom 1.-3. Oktober 2021 findet das FOP in Kammerorchester-Besetzung statt, das Werke für Kammerorchester-Besetzung plus Harfe und Schlagwerk präsentiert. Im Moment gehen die Veranstalterinnen aufgrund der Abstandsregeln von ca. 35 Musikerinnen aus. Es wird versucht, einen Mix von Stammspielerinnen und neuen Interessierten zu erreichen, der Zeitpunkt der Anmeldung soll dabei keine Rolle spielen. Anmeldeschluss ist der 15. Juni, ab dem 1. Juli werden Zu- oder Absagen und die Noten verschickt. Anmelden könnt ihr euch ab sofort, das definitive GO kann aber erst wenige Wochen vorher gegeben werden, je nach der aktuellen Lage. Auch ob ein Konzert mit Publikum veranstaltet wird, ist derzeit noch unklar. Da ein Ziel des FOP aber Sichtbarkeit der Musik von Frauen ist, soll eine Aufzeichnung der Werke gemacht werden, die z.T. auf die Homepage des FOP kommt.

Bis dahin könnt ihr euch einige Videos anschauen: in Kooperation mit dem Archiv Frau und Musik wurde am 20. und 21. Februar ein FOP-INTERMEZZO online veranstaltet. Über 60 Frauen aus der ganzen Welt (Brasilien! Kanada! USA! Russland! Deutschland!) haben teilgenommen und sich zum Thema Frau und Orchester ausgetauscht; Videos davon findet ihr hier. Zur Geschichte des FOP gibt es auch einen Clip. Und es gibt einen Termin für das nächste FOP in großer Sinfonie-Orchester-Besetzung: 04.-06.03.2022.

22.03.2021

hr-Musiker*innen geben Online-Unterricht für hessische Schulen

Normalerweise gehen die beiden hr-Orchester regelmäßig auf Schultour durch Hessen, laden zu Probenbesuchen ins Funkhaus ein, machen Instrumentenvorführungen für Kitas. Da dies in der jetzigen Situation nicht geht, geben sie derzeit kostenfreien Online-Unterricht für interessierte Schulklassen. „In der Regel stellt sich die beziehungsweise der Musiker zuerst mit einem musikalischen Beitrag vor, und dann gibt es meist eine Fragerunde“, erklärt Rebecca Laufer, Educationbeauftragte der hr-Bigband. „Aber wir gestalten die Musikstunde auch individuell, je nachdem, welche Themen gerade auf den jeweiligen Lehrplänen stehen.“ Die Aktion Online-Unterricht von hr-Musiker*innen wird derzeit für die Sekundarstufe I und noch bis zu den Osterferien angeboten, eventuell wird das Angebot noch auf die Oberstufe erweitert und über die Ferien hinaus verlängert. Zusätzlich zum digitalen Musikunterricht können sich die Kinder und Jugendlichen auch verschiedene Erklärvideos zu einzelnen Musikstücken und Instrumenten anschauen, die der Educationbereich während des Lockdowns mit Musikern produziert hat. Zu finden sind sie unter „Young Person’s Guide“ und „Klassikhits mit Juri“ auf den Websites von hr-Sinfonieorchester und hr-Bigband.

Kontakt Education hr-Sinfonieorchester/hr-Bigband: ed.rh1721633280@avon1721633280ofirt1721633280.anel1721633280e1721633280 oder ed.rh1721633280@refu1721633280al.ac1721633280ceber1721633280

22.03.2021

miz-Erhebung: Spitzenorchester haben beim Frauenanteil Nachholbedarf

In den 129 öffentlich finanzierten Orchestern in Deutschland sind durchschnittlich vier von zehn Pulten mit einer Frau besetzt, in den Stimmführungs- und Solopositionen hoch dotierter Orchester nur halb so viele. Dies zeigt die Erhebung „Am Pult der Zeit!?“, die das Deutsche Musikinformationszentrum (miz) erstmals durchgeführt hat, um den Frauenanteil in deutschen Berufsorchestern festzustellen. Im Jahr waren von den in Teil- oder Vollzeit beschäftigten 9.884 Orchestermitgliedern in Deutschland durchschnittlich 39,6% weiblich. Mit steigendem Renommée des Orchesters und höherer Stimmposition sinkt diese Zahl aber, in Spitzenorchestern ist der Anteil an Frauen in höheren Dienststellungen mit 21,9% besonders niedrig. Die höchsten Frauenanteile gibt es bei den Harfen (93,7%), den Flöten (65,4%), der 2. (62,6%) und der 1. Violine (59,1%). Die höchsten Männeranteile finden sich bei der Tuba, der Posaune, der Pauke/Schlagwerk und der Trompete (94-98%). In niedrigeren Dienststellungen sind Frauen fast gleichauf mit ihren männlichen Kollegen, in höheren Positionen wie Konzertmeister-, Stimmführer- und Solopositionen sind Frauen mit 28,4% unterrepräsentiert.

Das gleichzeitig zur Erhebung veröffentlichte Poster zeigt eine detailreiche Infografik zur „Geschlechterverteilung in Berufsorchestern“ (kostenlos gegen eine Versand- und Servicepauschale erhältlich). Außerdem stellt das miz unter diesem Link ausführliche Infos zur Erhebung, Wortbeiträge und ein interessantes Interview mit Orchestermusikerinnen an überwiegend von Männern gespielten Instrumenten zur Verfügung.

09.03.2021