Schleswig-Holstein schreibt Projektförderung für Transformationen in der Kulturszene aus
Das Kulturministerium ruft zur Einreichung von Projektanträgen für die Förderung von Transformationen in der Kulturszene Schleswig-Holsteins auf. Damit unterstützt das Land Kultureinrichtungen sowie Kulturakteur*innen, die Veränderungsprozesse angehen, kreative Antworten auf aktuelle Herausforderungen entwickeln und kulturelle Angebote für alle ermöglichen wollen. Mit Blick auf die kulturelle Vielfalt in Schleswig-Holstein und die unterschiedlichen regionalen Bedürfnisse werden Projekte gefördert, die innovative Ideen, neue Konzepte und tragfähige Kooperationen entwickeln, um Kulturangebote zukunftsfähig aufzustellen. „Transformation“ umfasst dabei unter anderem strukturelle Weiterentwicklung, inklusive Zugänge zur Kultur, ökologische Nachhaltigkeit, neue Formen der Publikumsbeteiligung sowie die Vernetzung und Stärkung kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen. Auch Mittel, die im Rahmen der Veränderungsprozesse nachweislich zur Ermöglichung von mehr Teilhabe eingesetzt werden – etwa für Gebärdensprachdolmetschende, Leitsysteme oder Kinderbetreuung – gelten ausdrücklich als förderfähig. Die Projekte sollten sich an den Kulturpolitischen Leitlinien orientieren. Projektanträge können bis zum 28. Februar 2026 eingereicht werden. Die Projektlaufzeit reicht bis zum 31. Dezember 2026. In begründeten Fällen kann sie auch mehrjährig sein.
OPEN CALL für das #GCF26
Zeit zum Durchatmen und zum Hinschauen: Welche Impulse treiben Kultur voran, welche Strukturen wollen wir schützen, und was darf losgelassen werden? Das Green Culture Festival, Europas größtes Fachevent für Zukunftsfähigkeit in Kunst, Kultur, Medien und Kreativgesellschaft, geht in die dritte Runde. In Kooperation mit dem TOLLHAUS Karlsruhe bietet die Green Culture Anlaufstelle vom 9. – 10. Juni 2026 Akteur*innen aus allen Bereichen der Kultur‑, Kreativ- und Medienlandschaft die Gelegenheit, ihre nachhaltigkeitsbezogenen Initiativen und Aktivitäten vorzustellen, sich auszutauschen, alte Allianzen zu stärken und neue zu schmieden. Im Jahr 2026 liegt ein verstärkter Fokus auf der Einbindung von jungen Menschen, insbesondere Studierenden, die ihre ersten Schritte in Richtung einer zukunftsfähigen Kultur machen wollen. Einreichfrist: 20. Februar 2026
Kulturentwicklungsplan (KEP) in Frankfurt vorgestellt
Der Kulturentwicklungsplan (KEP) wurde in den Jahren 2021 bis 2025 in einem umfassenden partizipativen Prozess unter breiter Mitwirkung der Frankfurter Kultureinrichtungen und von freien Kulturschaffenden sowie Fachleuten aus angrenzenden Disziplinen und der interessierten Öffentlichkeit erarbeitet, um das Kulturangebot in Frankfurt am Main zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Stadt Frankfurt hatte sich zu Beginn drei Themenschwerpunkte gesetzt: Kulturelle Teilhabe, Digitalisierung und die Freie Kulturszene. Im Rahmen eines strukturierten Verfahrens wurden aktuelle Herausforderungen diskutiert, Lösungsansätze entwickelt und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Ergebnisse einschließlich der entwickelten Handlungsempfehlungen wurden dokumentiert und der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung übergeben. Nach dem Beschluss der Maßnahmen durch die Stadtverordnetenversammlung kann die Phase der Umsetzung beginnen. Gestern wurde er in einer Abendveranstaltung mit Livestream vorgestellt, die ihr hier nachschauen könnt. Der Kulturentwicklungsplan enthält viele gute Lösungen für eine Stärkung der Freien Kulturszene, von Dialogformaten, der Gründung eines Kulturbeirats, einen Kulturempfang, einen Ausbau der Open Air Kultur, die Gewinnung neuer Veranstaltungs-, Probe- und Verwaltungsräume zur (Mit-)
Nutzung durch die freie Kulturszene, eine neue Digitale Kulturplattform der Stadt Frankfurt, eine Weiterent-
wicklung der Projektförderung u.v.m.
Der KEP kann hier heruntergeladen werden.
Werde Transformationsmanager*in Nachhaltige Kultur
Ihr wollt eure Kulturinstitution klimafit machen und echte Nachhaltigkeit vorantreiben? Dann ist die bundesweite Weiterbildung „Transformationsmanager*in Nachhaltige Kultur“ vielleicht genau euer Ding! Die Fortbildung startet im Februar 2026 und vermittelt Wissen zu Energieeffizienz, Klimabilanzierung, nachhaltigem Veranstaltungsmanagement & strategischem Umweltmanagement – praxisnah in Online-Modulen + Lerngruppen. Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Mitarbeitende aus Kultur, Medien & Nachhaltigkeit. Nach einem Auftakt in Mannheim, findet sie online statt und geht ca. 3 Monate. Kosten: 2.500 € zzgl. USt. Bewerbungsfrist: 31. Januar 2026
BAM! Bock auf Morgen Festival setzt auf „mainstreamfähige Nachhaltigkeit“ 05.-06.11.2025
Den Menschen „Bock auf morgen“ zu machen, haben sich die Macher*innen des BAM! Festivals in Berlin verschrieben. Das Festival vom 05.-06.11.2025 will Business-Potenziale und Vermarktungsansätze ausloten und diskutieren, wie Gestaltungsräume noch erfolgreicher genutzt werden können – für Umsatz und Umwelt. Wie überwinden wir den inneren Schweinehund und machen Lust auf Wandel? Welche einfachen Maßnahmen mit großer Wirkung gibt es bereits? Wie kommen wir wieder in eine friedliche und wertschätzende Koexistenz und erhöhen dennoch den Anteil an pflanzlicher Ernährung? Diesen Fragen widmet sich das 1,5tägige Programm, Tickets gibt es ab 149 Euro hier.
Billie Eilish spendet 11,5 Mio. Dollar an NGOs
Billie Eilish hat 11,5 Millionen Dollar aus den Einnahmen ihrer „Hit Me Hard and Soft: The Tour“ für Organisationen zugesagt, die sich für Ernährungsgerechtigkeit, Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einsetzen. Die Ankündigung erfolgte am 29. Oktober 2025 während der Verleihung der WSJ. Magazine Innovator Awards in New York City, bevor Eilish den Music Innovator Award entgegennahm, der von dem Komiker und Fernsehmoderator Stephen Colbert überreicht wurde. Bei ihrer Dankesrede sagte Eilish: „Wir leben derzeit in einer Zeit, in der die Welt wirklich sehr, sehr schlecht und sehr düster ist und die Menschen mehr denn je Empathie und Hilfe brauchen, insbesondere in unserem Land. Ich würde sagen, wenn man Geld hat, wäre es toll, es für gute Zwecke einzusetzen und es vielleicht an Menschen zu geben, die es brauchen. Ich liebe euch alle, aber es gibt hier ein paar Leute, die viel mehr Geld haben als ich. Wenn ihr Milliardäre seid, warum seid ihr Milliardäre? Ich habe nichts gegen euch, aber ja – gebt euer Geld weg“, schloss sie. Großartig!
act aware bietet kostenlose Online-Awareness-Workshops an (ab 5.11.)
act aware. ist ein gemeinnütziger Verein für mehr Awareness in Theorie und Praxis, der Veranstalter*innen und Kulturschaffende bei einem größeren Bewusstsein für Diskriminierungen und der Entwicklung eigener Awareness Konzepte für sicherere Räume unterstützt. Jetzt bietet der Verein drei kostenlose Online-Workshops für in der Musikbranche Tätige an, die erste Impulse, einen Austausch und Best Practices gebrauchen können:
Culture & Climate | Community of Practice Launch 20.11.2025
Im Rahmen des Projekts EMCCINNO (Empowering Community-based Cultural and Creative Industries for Innovation) lädt Culture Action Europe zu einem Online-Treffen am 20.11.2025 von 13:00 – 14:30 Uhr ein. Geplant ist eine offene, partizipative Sitzung, bei der die Community of Practice for Culture & Climate ins Leben gerufen wird: ein europaweites Netzwerk, das Künstler*innen, Kulturschaffende, Forscher*innen und politische Entscheidungsträger*innen zusammenbringt, die durch Kultur eine gerechte und grüne Zukunft gestalten wollen. Diese Zusammenkunft lädt alle Akteur*innen aus dem Kultur- und Kreativbereich ein, gemeinsam zu erörtern, wie wir unsere Rolle im nachhaltigen Wandel Europas stärken können. Die Sitzung umfasst einen Share Space zu Kultur & Klima, in dem Praktiker*innen aus ganz Europa, die verschiedene Ansätze für einen nachhaltigen Wandel in der Kultur- und Kreativwirtschaft vorstellen, sowie eine offene und partizipative Unterhaltung darüber, was eine Praxisgemeinschaft in diesem Zusammenhang bedeutet: Wie können wir voneinander lernen, welche Instrumente und Formate benötigen wir und wie können wir ein aktives, kollaboratives Netzwerk aufbauen?
Diskussions- und Netzwerkveranstaltung zu nachhaltiger Kulturpolitik 07.11.2025
Unter dem Titel „Nachhaltige Kulturpolitik – Kulturpolitik der Nachhaltigkeit. Zwei Seiten einer Medaille“ lädt die Kulturpolitische Gesellschaft am 7. November von 18-22 Uhr zu einer Diskussions- und Netzwerkveranstaltung in das Kunstmuseum Bonn ein. Der Titel der Veranstaltung spielt bewusst mit zwei Perspektiven, die sich ergänzen und zugleich herausfordern: Nachhaltige Kulturpolitik meint eine Politik, die Kunst und Kultur unter nachhaltigen Bedingungen fördert – ökologisch verantwortungsvoll, sozial gerecht und zukunftsorientiert. Eine Kulturpolitik der Nachhaltigkeit hingegen richtet den Blick umgekehrt auf die Rolle von Kultur und Kunst als Gestalterinnen gesellschaftlicher Veränderung: Wie können sie dazu beitragen, Nachhaltigkeit in Denken, Handeln und Lebensweisen zu verankern? Zwischen diesen beiden Ansätzen spannt sich ein Feld, das nach neuen Formen des politischen, künstlerischen und institutionellen Handelns verlangt. Nach einem Podiumsgespräch mit Ina Brandes, MdL (Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW), Dr. Birgit Schneider-Bönninger (Beigeordnete für Sport und Kultur der Bundesstadt Bonn), u.a. gibt es einen Austausch bei Imbiss & Getränken. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erbeten.
Etappenorte gesucht: Cycloton 2026
Die Musik-Tournee per Fahrrad Cycloton 2025 in der Schweiz brachte hochwertige Kultur vor Ort, Nachhaltigkeit und lokale Gemeinschaften in ihrer Vielfalt zusammen. Die Vorab-Tournee fand vom 20. bis 22. Juni in Genf statt, zwischen dem 8. und 25. Juli durchquerte Cycloton die Kantone St. Gallen, Zürich, Zug, Aarau, Bern, Solothurn, Waadt und Freiburg. Mehr als 5500 Menschen besuchten die 38 Konzerte. Abgesehen von der Anreise nach St. Gallen mit dem Zug benutzte das technische und künstlerische Team Fahrräder, um das gesamte Musikmaterial und die Tonanlage von einer Etappe zur nächsten zu transportieren. Mehr als 459 km wurden zurückgelegt, wobei jede Person einen 55 bis 70 kg schweren Anhänger zog (Höhenunterschied: 5580 m Aufstieg und 5960 m Abstieg). Während der Konzerte trat das Publikum in die Pedale, um den für die Beschallung erforderlichen Strom zu erzeugen. Zwei Workshops zum Bau von Musikinstrumenten aus recycelten Materialien rundeten das künstlerische Programm ab. Für den Sommer 2026 ist eine Cycloton-Tour im Tessin und entlang des Rhonetals bis zum Genfersee (vom Wallis nach Lausanne oder Genf) geplant. Dafür suchen die Veranstalter*innen ab sofort nach Etappenorten. Interessierte können sich per Telefon oder Mail melden (Kontakt).
Live Fonds von RockCity (Antragsrunde bis 30.11. verlängert!)
Bei RockCity e.V. gibt es finanzielle Unterstützung für deine Live Gigs! Mit den Förderprogrammen erhältst du bis zu 70% der Kosten für nachhaltiges Touren mit dem Zug, Fahrzeuganmietungen im Inland oder Fahrt- und Übernachtungskosten bei Gigs im Ausland von RockCity zurück. In der 3. Förderrunde können Anträge für den Förderzeitraum 01.07.2025-30.09.2025 gestellt werden. Ob der Green Touring Fonds, der International Touring Fonds oder der Road Trip Fonds das Richtige für Dich ist, erfährst du hier. Antragsberechtigt sind ausübende Musiker*innen, DJs und Bands jeder Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz oder Arbeitsmittelpunkt in Hamburg. Gefördert werden Live-Auftritte und-Vorhaben von Musiker*innen, Bands, DJs und sonstigen Ensembles aus dem Bereich der populären Musik, die gemäß GEMA Statuten Selbstaufführer*innen mit mindestens 80% eigenem Repertoire sind sowie künstlerische DJs. Populäre Musik meint hier alle Genres, ausgenommen Klassik, Neue Musik und Jazz.
Good News: Der Live Fonds erhält zum Jahresende eine Aufstockung von der Behörde für Kultur und Medien. Deshalb verlängert sich die Antragsfrist für die aktuelle Förderrunde (und aller Konzertauftritte) bis zum 30.11.2025.
Initiative Better Live hebt Schlüsselrolle kleiner Venues hervor
„Big Change starts in small venues“: Nach mehrmonatiger Vorbereitung haben elf europäische Partner im Rahmen des Projekts „Better Live“ ein Manifest mit dem Titel: „Kleine Veranstaltungsorte sind die Zukunft der Live-Musik“ veröffentlicht. Wenige Megakonzerte belasteten die CO2-Bilanz des Kultursektors erheblich und konzentrierten einen großen Teil der Budgets, Honorare und Medienaufmerksamkeit auf eine Handvoll bereits überpräsenter Künstler*innen, schreiben sie. Unterdessen gabe es in ganz Europa Tausende kleiner Veranstaltungsorte und Festivals, die die überwiegende Mehrheit der Konzerte ausrichteten und Künstler*innen förderten. Diese stünden vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssten ihr Publikum anziehen und halten und gleichzeitig mit chronischen finanziellen Schwierigkeiten fertig werden. In einer Welt, die mit einer beispiellosen Klimakrise konfrontiert sei, sei die Aufrechterhaltung dieses Ungleichgewichts nicht mehr zu rechtfertigen. Daher ruft die Initiative die Musikbranche auf, Live-Musik durch einen systemischen Wandel neu zu überdenken und die Schlüsselrolle kleiner und mittelgroßer Veranstaltungsorte anzuerkennen. Das Publikum, Künstler*innen und Veranstalter*innen könnten die Zukunft der Musik aktiv mitgestalten, in dem sie die eigenen Praktiken überdenken und bewusste Entscheidungen treffen. Better Live ist ein vom Programm „Kreatives Europa“ der Europäischen Union kofinanziertes Projekt, an dem elf europäische Partner aus der Jazz- und Improvisationsmusikszene in Europa beteiligt sind (aus Deutschland ist Jazzahead mit dabei), das mit nachhaltigen Konzerten und CO2-armen Tourneen experimentiert.

