Tagung „Nachhaltigkeit als kulturelles Projekt“ 19.-21.11.21
Vor zwanzig Jahren wurde an der Evangelischen Akademie Tutzing das Tutzinger Manifest verabschiedet, ein Aufruf zur nachhaltigen Gestaltung von Kultur(politik). Seitdem hat sich der Nachhaltigkeitsbegriff weiterentwickelt und auch gesellschaftlich hat sich viel getan: Mit der UN Agenda 2030, Fridays For Future und dem europäischen Green Deal wurde und wird Nachhaltigkeit zu einem großen, kulturellen Projekt. Die Vereinten Nationen haben 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert, die neben der Ökologie auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Bildung, Diversität und Gesundheit in den Blick nehmen. Grund genug also, das Thema Nachhaltigkeit in der Kulturpolitik anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Manifests wieder aufzugreifen: In seiner Tradition sucht die Tagung nach Wegen für ein dynamisches Weitergehen. Ziel ist nicht zuletzt, im Anschluss an die Konferenz ein neues Manifest zu formulieren. Anmeldeschluss: 5. November 2021
Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstraße 2+4, 82327 Tutzing
Bachfest Leipzig startet Kampagne zur Verbesserung der CO2-Bilanz
Aktionsnetzwerk „Nachhaltigkeit in Kultur und Medien“
Das neue Aktionsnetzwerk „Nachhaltigkeit in Kultur und Medien“ ging zu Beginn der Sommerakademie der Kulturpolitischen Gesellschaft in Wuppertal an den Start. Sein Ziel ist es, Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes im gesamten Kultur- und Medienbereich stärker zu verankern. Zu dem Netzwerk zählen die Kulturpolitische Gesellschaft, der Deutsche Kulturrat, das Humboldt Forum, die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, der Deutsche Bühnenverein, die Energieagentur.NRW, die IHK Köln sowie die im Bereich Nachhaltigkeit und Kultur tätige Organisation Julie’s Bicycle aus Großbritannien.
Beethoven für den Klimaschutz
Die Beethoven Jubiläums GmbH und das UN-Klimasekretariat haben anlässlich Beethovens 250. Geburtstag mit dem „Beethoven Pastoral Project“ kreative Menschen weltweit aufgerufen, sich von Beethovens 6. Sinfonie (Pastorale) inspirieren zu lassen und ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Am 5. Juni 2020, dem Weltumwelttag der Vereinten Nationen, werden neben einem moderierten Livestream auf der Homepage des Projekts erste künstlerische Statements und Projekte zum Thema Kultur und Nachhaltigkeit von über 250 Künstler*innen und Ensembles aus sechs Kontinenten präsentiert. Auch die Weltpremiere des von der Deutschen Welle produzierten Dokumentarfilms „The Sound of Nature“ ist dort zu erleben. Die Veranstalter des Beethoven Pastoral Projects kündigen außerdem zum Weltumwelttag die Präsentation einer Deklaration namhafter Künstler zum Klimaschutz an, die als ‚Open Petition‘ um Mitunterzeichnung wirbt und zum Ende des Beethoven-Jubiläums BTHVN2020 den Vereinten Nationen überreicht werden soll. Der gesamte Stream wird von der Deutschen Welle am 5. Juni ab 18.00 MESZ übertragen. Weitere Partner sind das UN-Klimasekretariat (UNFCCC), ICLEI – Städte für Nachhaltigkeit und das Earth Day Network.
Ein Album, das Bäume pflanzt…
Was für ein schönes Bild: Musik, die Bäume pflanzt! Bereits jetzt hat der Sampler „ALBAUM“ von radio eins über 240.000 Bäume im sambischen Tropenwald gepflanzt. Für das außergewöhnliche Klimschutz-Projekt konnten der Radiosender und seine Partner Künstler*innen wie Dota, Sophie Hunger, Judith Holofernes, Balbina, 2raumwohnung u.v.m. gewinnen, die für das Album unentgeltlich Songs produziert bzw. zur Verfügung gestellt haben. Fans können sich auch noch auf bisher unveröffentlichte Songs freuen.
Dank dem TRIKONT Verlag und der rbb media kann der Verkaufserlös des Albums nach Abzug von direkten Produktions- und Versandkosten sowie Steuern vollständig in Baumpflanzung investiert werden, sodass mit jeder verkauften CD 26 Bäume finanziert werden. Mit jeder verkauften Doppel-LP sind es gar 31 Bäume. Die Baumpflanzungen werden von dem radioeins Partner WeForest, einer internationalen Naturschutzorganisation, die über jahrelange Erfahrung mit nachhaltiger Aufforstung verfügt, im sambischen Tropenwald organisiert. Versteht sich von selbst, dass das Albaum klimaneutral produziert wird. Die Doppel-LP besteht aus 100% Recycling-PVC, die Cover von CD und LP sowie das Booklet sind aus FSC®-zertifiziertem Karton bzw. Papier hergestellt. Das CO2, das bei der Produktion von LP und CD entsteht, wird mit der Unterstützung von Optimal Media und Yellow Media über ClimatePartner ausgeglichen. Der Versand erfolgt klimaneutral per Post Paket Go Green.
Worauf wartet ihr noch? Hier könnt ihr das Albaum bestellen; die CD kostet 30.-€, die Doppel-LP 40.-€.
Choir4future Darmstadt sucht Sänger*innen
Du möchtest dich kreativ und musikalisch an der Klimabewegung beteiligen? Du singst gerne und trittst auch gerne auf? Dann sei gerne dabei und singe bei Choir4future in Darmstadt mit. Derzeit besteht der Chor aus ca. 50 Sänger*innen, es werden aber immer Sänger*innen gesucht, die Freude haben am Singen und die auch gerne schon Vorerfahrung mitbringen (dies ist aber kein Muss). Voraussetzung ist es, dass du dich mit dem Wunsch nach einer zukunftsfähigen, friedvollen Welt identifizierst.
Festivalveranstalter unterstützen Klimaschutzprojekt & bieten neues „Green Camp“ an
Klimaschutz und regionales Engagement spielen für die Veranstalter des Melt! und splash! Festivals eine zentrale Rolle, dieses beschränkt sich nicht nur auf die Konzerte vor Ort. Daher sponsert Gemeinsame Sache als Festival-Veranstalter sowie Verpächter des Veranstaltungsgeländes Ferropolis den Erstklässlern in Gräfenhainichen nicht nur das Schulstarter-Paket mit den benötigten Schulbüchern für das erste Schuljahr, sondern unterstützt in Zusammenarbeit mit Ferropolis das Schülerlabor FerroLab, bei dem Schülern ermöglicht wird, alles rund um das Thema Energie experimentell im Labor in Ferropolis zu erforschen. Zusätzlich wird Ferropolis Pate der Schule bei dem von Schirmherr Bundesumweltminister Peter Altmaier unterstützten Schulprojekt „Energiesparmeister“. Pro Bundesland tritt eine Schule an, um „Energiesparmeister Gold“ zu werden.
Erstmals in diesem Jahr bieten die Melt! Veranstalter den FestivalbesucherInnen auch die Möglichkeit, ihre Zelte in einem Green Camp aufzuschlagen. Das kostenfreie Angebot richtet sich an all diejenigen, die auf hohes Müllaufkommen auf dem Campingplatz und ausschweifende Partys rund um die Uhr verzichten wollen. Vor Ort werden diverse Behälter zur Trennung von Wertstoffen wie Folien, Metalle und Glas bereitgestellt. Die BesucherInnen stimmen überdies zu, ihre Zelte samt Campingausrüstung am Abreisetag wieder mitzunehmen und ihren Restmüll vollständig an den Müllpfandstationen abzugeben. Das Green Camp soll einen Ruhepol abseits des Festivaltrubels bieten. Stromaggregate und Soundanlagen sind im Green Camp nämlich tabu und es gilt eine Nachtruhe von 2 Uhr bis 8 Uhr. Das Übernachten im Green Camp ist kostenfrei, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich (ed.la1773394867vitse1773394867ftlem1773394867@oce1773394867).
Infos: http://www.meltfestival.de
„Green Club Index“ für Klimaschutz in Clubs
Clubs und Diskotheken haben einen immensen Energieverbrauch: ein Club durchschnittlicher Größe hat einen jährlichen Stromverbrauch von etwa 120.000 kWh, dies entspricht dem Jahresverbrauch von über 30 Drei-Personen-Haushalten und knapp 67 Tonnen CO2. Da es mehr als 5500 Clubs und Diskotheken in Deutschland gibt, sind die Treibhausgas-Emissionen, die in diesem Bereich hauptsächlich durch Strom- und Wärmebedarf entstehen, eine relevante Größe. Durch eine Erhöhung der Energieeffizienz könnten die schädlichen Klimagase stark reduziert werden. Dennoch spielt Energieeffizienz im Clubbereich bisher nur eine Nebenrolle. Mit dem nationalen Green Club Index Pilotprojekt werden diese Reduktionspotenziale nun erschlossen. Der Green Club Index (GCI) ergibt sich aus dem Quotienten des Jahresenergieverbrauchs und der Jahresbesucherzahl. Durch diese Vereinfachung bekommen die BetreiberInnen von Clubs die Möglichkeit, ihren Energiebedarf mit dem anderer Veranstaltungsorte zu vergleichen, ohne eventuelle “Betriebsgeheimnisse” zu veröffentlichen. Durch die transparente Ermittlung des GCI können Hotspots im eigenen Betrieb identifiziert werden. Qualifizierte Energieberater werden gemeinsam mit der Green Music Initiative sinnvolle und individuelle Maßnahmenbündel entwickeln und diese umsetzen. Das erste Pilotprojekt ist mit zunächst 6 Clubs im März 2011 in Nordrhein-Westfalen gestartet, ein weiteres Regionalprojekt in Frankfurt ist angelaufen und auch in Mannheim gibt es mit der „Green Music Initiative“ Bestrebungen, das Thema Klimaschutz in Clubs anzugehen.

