Aventis Foundation: Digitalförderung
Mit der Förderreihe „Digitale Experimente“ unterstützt die Aventis Foundation Projekte von professionellen Kulturinstitutionen, die sich mit der Verbindung von Kultur und Digitalisierung beschäftigen. Innovative digitale Projekte in der Kultur zielen darauf ab, die Art und Weise, wie Kultur erlebt, geschaffen und weitergegeben wird, zu verändern und zu bereichern. Sie tragen dazu bei, den Kultursektor zukunftsfähig zu machen und neue Formen der kulturellen Partizipation zu ermöglichen. Gefördert werden Vorhaben, die digitale Technologien auf kreative und transformative Weise nutzen, um kulturelle Inhalte zu schaffen, zu vermitteln oder zu bewahren. Diese Projekte zeichnen sich durch ihren Neuheitswert, ihre Originalität und ihre Fähigkeit aus, bestehende kulturelle Praktiken zu erweitern oder zu verändern. Unterstützt werden auch Projekte, die nicht zwingend digitale Ansätze verfolgen, sondern sich auch kritisch mit dieser Entwicklung auseinandersetzen. Bewerbungsfrist: 30. November 2025
Workshop „Who’s Afraid of AI? Creativity, Credibility, and the Humanities“ 17.-18.11.2025
Fachtag „KI in der Musikproduktion – what’s new?“ 16.10.2025 Potsdam
Wie verändert KI unser kreatives Arbeiten mit Klang? Am 16. Oktober dreht sich im Zentrum Pop in Potsdam alles um Tools, Workflows & neue Wege in der Musikproduktion. Freut euch auf Input-Sessions, Best Practices aus der Praxis und einem Panel zum Austausch – für alle, die Sound, KI und Zukunft zusammendenken. Der Fachtag wird in enger Kooperation vom ImPuls Brandenburg e.V. mit dem Zentrum Pop veranstaltet. Beginn: 9:30 Uhr, Kosten: 15 Euro.
Musikfonds Stipendienprogramm für Künstliche Intelligenz
Wie Anfang des Jahres bereits verkündet, wird das Stipendienprogramm für Künstliche Intelligenz ein zweites Mal ausgeschrieben (STIP-5). Die Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Das Programm richtet sich weiterhin an Musikschaffende in Deutschland, die sich mit KI-basierter Komposition beschäftigen. Der weitestgehend unkontrollierbaren Ausbreitung von „Corporate AI“ sollen individuelle künstlerische Positionen entgegengesetzt werden, die die weitreichenden gesellschaftlichen Folgen von KI-Technologie reflektieren. Insgesamt werden 10 Stipendien durch eine Fachjury vergeben. Bewerbungsschluss: 31. August 2025
Kostenfreies Online-Format für Kulturmacher*innen: „Tooltime“
Online-Netzwerktreffen „Sexismus & KI in der Arbeitswelt“ 23.06.2025
Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend in Bereichen eingesetzt, die für Gleichstellung und Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt besonders sensibel sind– etwa im Recruiting, der Leistungsbewertung, Personalentwicklung oder der Kommunikation. Jedoch wird auch deutlich: KI ist kein neutraler „Spiegel“, sondern ein Verstärker – für das, was bereits in unserer Gesellschaft angelegt ist. Umso wichtiger ist es, dass Organisationen bei der Einführung und Nutzung von KI in der Arbeitswelt ein diskriminierungssensibles und sexismusfreies Vorgehen wählen, das von Beginn an auf Vielfalt und Fairness ausgerichtet ist. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ lädt daher am Montag, den 23. Juni 2025 von 14-16 Uhr zu einem Online-Netzwerktreffen ein. Die Veranstaltung widmet sich dem Schwerpunkt „Sexismus & KI in der Arbeitswelt“ und bietet spannende Inputs zu den Fragen, wie Künstliche Intelligenz geschlechtsbezogene Diskriminierungen und Sexismus in der Arbeitswelt beeinflusst und welche Risiken und Chancen KI birgt. Im Rahmen des Netzwerktreffens wird Lisa Hanstein (Senior Expert, EAF Berlin) auf die Schnittstelle von Digitalisierung, KI und Geschlechtergerechtigkeit eingehen, auf welches sie sich im Projekt „Bits & Bias“ spezialisiert hat. Weitere Speaker*innen folgen. Hier geht es zu Anmeldung.
„Kunst & KI“ der Kulturstiftung des Bundes
YouTransfer e.V. testet KI bei Vergabe von Kunst-Stipendien
In dem Artikel „Künstliche Intelligenz in der Kunstförderung“ (KuMi 188) berichtet der Künstler, Kulturunternehmer und Referent für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Ludwigsburg Clair Bötschi, wie der Kunstverein YouTransfer e.V. ein wegweisendes Experiment gewagt hat: Erstmals entschied 2024 die KI Aiden völlig autonom über die Vergabe eines Kunststipendiums. Von der Ausschreibung bis zur finalen Auswahl der Gewinner*innen übernahm die Maschine den gesamten Bewertungsprozess – schnell, effizient und unvoreingenommen. Ein großer Pluspunkt von Aidens Vorgehen liege in seiner inhaltlichen Konzentration: weil er sich nicht von einer Reputation oder von persönlichen Vorlieben leiten ließe, schreibt Bötschi. So könnten Projekte eine Chance bekommen, die abseits etablierter Netzwerke liegen. Gerade Newcomer oder unkonventionelle Ideen könnten so profitieren, wenn eine KI unvoreingenommen bewertet. Allerdings bliebe die Frage, ob eine rein datenbasierte Sichtweise alle Facetten künstlerischer Prozesse wirklich erfassen kann – oder ob der soziopolitische Kontext dabei verloren geht: „Führt ein rein datenbasierter Blick nicht auch zu einer Entkoppelung von den realen soziopolitischen Umständen, in denen Kunst entsteht, und wie kann dies gegebenenfalls ausgeglichen werden?“ YouTransfer will weiterforschen und sucht Partner für neue Experimente an der Schnittstelle von KI und Kunst.
Call for papers: „Musical Creativities“
Für eine Konferenz im Sommer 2025 mit dem schönen Titel „Musikalische Kreativitäten im Zeitalter von KI und posthumanistischer Subjektkritik“ werden aktuell noch Beiträge gesucht, entweder klassisch als Vortrag mit Diskussion oder auch experimentellere bzw. künstlerische Formate. Die Internationale Tagung soll am 11./12. Juli am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Uni Gießen stattfinden, in Kooperation mit der Bruckner-Uni Linz und der Uni Flensburg. Einreichfrist: 15.12.2024
MusicBase Tour-Stop in Frankfurt (Oder) zu „KI in der Musikproduktion“ 22.11.2024
Symposium „Musik erleben: KI und Musikpädagogik“ 21.09.2024 Frankfurt
Sie ist gekommen, um zu bleiben: Die Künstliche Intelligenz (KI)! KI duchdringt alle Lebensbereiche, da ist die Musik nicht ausgenommen, auch wenn sie sich in ihrem Habitat des Wahren, Schönen, Guten auf ur-menschliche Bedürfnisse und emotionale Erlebnisinhalte im Analogen beruft. Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert neben vielen anderen Lebensbereichen auch Kreativität und künstlerisches Schaffen. Wie ist der Stand der KI im Bereich der Musikpädagogik?Beim Symposium „Musik erleben: KI und Musikpädagogik“ werden am 21.09. im Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt Grenzen, Möglichkeiten und Anwendungsbereiche der KI im künstlerischen Unterricht aufgezeigt, Befürchtungen artikuliert, Neugier geweckt und neue Methoden probiert. Die Frankfurter Musikakademie Dr. Hoch’s Konservatorium und die Akademie für Tonkunst Darmstadt haben das Programm gemeinsam kuratiert. Die Veranstaltung mit hochqualifizierten Podiumsgästen wendet sich an Lehrkräfte, Studierende, Musizierende und Interessierte gleichermaßen. Die Teilnahme an der Veranstaltung, die um 10 Uhr beginnt, ist kostenfrei. Hier könnt ihr euch anmelden.
Veranstaltungsort: Dr. Hoch’s Konservatorium, Sonnemannstraße 16, 60314 Frankfurt am Main
Neue Programme der Kulturstiftung des Bundes
Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat drei neue Programme bewilligt, die auf ganz unterschiedliche Weise die Herausforderungen adressieren, mit denen sich Kultureinrichtungen in den kommenden Jahren auseinandersetzen müssen. Kunst- und Kulturvereine, soziokulturelle Zentren, Theater oder Bibliotheken sind in Zeiten zunehmender Polarisierung wichtige Begegnungsorte innerhalb einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft. Um diese Angebote in ihrer Vielfalt langfristig zu unterstützen und zu stärken, stellt die Kulturstiftung des Bundes von 2024 bis 2031 bis zu 7,5 Millionen Euro für das Modellprogramm „Lokal – Programm für Kultur und Engagement“ zur Verfügung. Es ermöglicht engagierten Kulturakteur*innen in Städten und Gemeinden unter 100.000 Einwohner*innen, sich neue Partner zu suchen, wie etwa Sportvereine, Schulen und Kitas, die freiwillige Feuerwehr oder ortsansässige Firmen. Mit ihnen sollen sie in künstlerischen Projekten dauerhaft zusammenarbeiten.
Mit dem Programm „Kunst und KI“ (AT) fördert die Kulturstiftung des Bundes die Entwicklung und Umsetzung von mindestens zehn Exzellenzprojekten. Der antragsoffene Fonds richtet sich an gegenwartsorientierte Kulturinstitutionen und frei produzierende Künstlergruppen aller Sparten (nicht an Einzelkünstler*innen). Neben dem Fonds umfasst das Programm Werkstätten, Akademien und Präsentationen, in denen sie ihr Wissen mit Interessierten innerhalb und außerhalb des Programms teilen. Für das Programm stehen in den Jahren 2024 bis voraussichtlich 2028 bis zu 3,68 Mio. Euro zur Verfügung.
Anträge für alle Programme sind möglich, sobald die Fördergrundsätze mit den Antragsvoraussetzungen im Herbst 2024 veröffentlicht wurden.

