Umfrage der Europäischen Kommission: Strategie für KI im Kultur- und Kreativsektor

Die Europäische Kommission erarbeitet eine strategische Vision für den Einsatz von KI im Kultur- und Kreativsektor und fordert dafür Feedback zum Thema ein. Ziel der Strategie wird unter anderem sein, die Entwicklung und den Einsatz von KI voranzutreiben, um echtes kreatives Schaffen sowie kulturelle und sprachliche Vielfalt und Inklusion zu wahren. Eure Meinung zu dem Thema ist gefragt: bis zum 11. September 2026 könnt ihr der EU-Kommission via Onlineformular schreiben. Die Feedback-„Regeln“ sind hier zu finden.

10.08.2026

AI Soundscapes: Programm 11.-.12.9.26 (Early Bird Tickets bis 15.7.)

Kreative Arbeitsprozesse wandeln sich durch KI, neue Produktions- und Kooperationsformate entstehen – gleichzeitig werfen rechtliche und gesellschaftliche Fragen neue Herausforderungen auf. Der zweitägige, bundesweite Kongress „AI-Soundscapes“ an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF in Potsdam versammelt Expert*innen, Kreative, Studierende und Lehrende aus Musik-, Film- und Creative-Media-Branche, um Chancen und Risiken von KI in Audio, Musikproduktion, Filmton und Creative Media zu reflektieren und zu diskutieren. Freut euch auf zwei Tage voller Impulse! Euch erwarten renommierte Speaker*innen, praxisnahe Sessions zu KI Tools, Sounddesign, Voice Cloning, Urheberrecht und Trainingsdaten sowie jede Menge Austausch mit Akteur*innen aus Musik, Film und Kreativwirtschaft. Sichert euch noch bis zum 15. Juli eure Early Bird Tickets!

03.07.2026

KI-Detektor von Deezer analysiert deine Playlists

Wie viel KI steckt in den Playlists, die du hörst? Wie viel deiner Musik ist KI-generiert? Der KI-Detektor der Streaming-Plattform Deezer analysiert für dich bis zu 100 Playlists, egal, bei welchem Anbieter zu bist. KI-generierte Titel enthalten eine spezifische Signatur, die der KI-Scanner von Deezer zu 99 % erkennt.

Deezer hat im Jahr 2025 13,4 Millionen KI-generierte Songs identifiziert und deutlich markiert. Deezer filtert Fake-Streams und entzieht ihnen die Vergütung, um eine gerechte Verteilung der Einnahmen an echte Künstler*innen sicherzustellen. Damit kommt er dem Willen der meisten Musiknutzer*innen entgegen: 80 % der Nutzer*innen stimmen zu, dass KI-Musik klar gekennzeichnet sein sollte, 73 % wollen wissen, ob ihr Streamingdienst KI-Musik empfiehlt.

22.06.2026

Musikfonds: Stipendienprogramm zur Künstlichen Intelligenz (STIP-6)

Das Stipendienprogramm zur Künstlichen Intelligenz (STIP-6) wird zum dritten Mal ausgeschrieben. Die Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert: der weitestgehend unkontrollierbaren Ausbreitung von „Corporate AI“ sollen individuelle künstlerische Positionen entgegengesetzt werden, die die weitreichenden gesellschaftlichen Folgen von KI-Technologie reflektieren. Das Stipendienprogramm richtet sich an professionelle, freiberufliche Musikschaffende aus dem Bereich der aktuellen Musik. Besonders angesprochen sind etablierte Künstler*innen mit einem klar entwickelten künstlerischen Profil. Bewerbungsfrist: 01.-30.06.2026, 18 Uhr

21.05.2026

Call for papers: „Performative Arts: Human and Non-Human Co-Creation…“

Ein interdisziplinärer Call for Papers und Special Issue der Zeitschrift Art Style Magazine nimmt das Thema: „Performative Arts: Human and Non-Human Co-Creation, Cultural Diversity, Artificial Intelligence, and Future Visions“ in den Blick und lädt zur Einreichung von ausführlichen Essays und wissenschaftlichen Artikeln ein. Einreichfrist: 30.11.2026
11.05.2026

Super Sache: Artist Navigator für deine Fragen zum Musikbusiness!

Das ist doch mal eine KI für Musiker*innen, die hilfreich ist: der Artist Navigator! RockCity und Hyperinteractive haben unter Hochdruck an diesem Tool gearbeitet, bis es im Oktober 2025 schließlich veröffentlicht wurde. Der Navigator liefert dir 24/7, kostenfrei, schnell und praxisnah Fragen vor allem zu deiner Releaseplanung, du kannst aber auch andere Themen ansprechen: Wo finde ich in Hamburg einen Proberaum? Was kostet ein Studio pro Tag? Ab wann lohnt sich eine Mitgliedschaft bei der GEMA? Wo gibt’s Fördergelder für mein Release? NAVI beantwortet alle Fragen und verlinkt dich zu passenden Angeboten! Die Inhalte sind kostenlos, auf Deutsch, Englisch und in leichter Sprache verfügbar. Auf Wunsch können sie sogar als Audio ausgegeben werden. 

08.04.2026

PRO MUSIK teilt Stellungnahme zum „Politischen Fahrplan“ von Spotify

Der Verband freier Musikschaffender PRO MUSIK hat sich zum sog. „politischen Fahrplan“ von Spotify zu Wort gemeldet und zu zentralen Punkten Stellung genommen. Zum einen moniert er, dass Spotify nicht wie behauptet etwa zwei Drittel jedes Euros an Rechteinhaber*innen ausschütte, sondern nur 53 Prozent. Zum anderen erwecke die Plattform den Eindruck, die strukturellen Schwächen des Streaming-Systems lägen primär außerhalb der Plattform. Dabei bestimme sie selbst zentrale Parameter des Systems wie z.B. das Verteilungsmodell (pro rata), Monetarisierungsschwellen, algorithmische Sichtbarkeit, die vertraglichen Machtverhältnisse gegenüber Labels sowie die kuratorische Gewichtung von Inhalten und Credits. Viele Musiker*innen bekämen gar keine Erlöse, obwohl Spotify rechtlich verpflichtet sei, eine “angemessene Vergütung” zu zahlen. Weitere Kommentare beziehen sich auf Transparenz bei den Lizenzzahlungen und Algorithmen, fehlende KI-Kennzeichnung und die Forderungen von Spotify, der Staat solle seine Kulturförderung ausbauen und Rahmenbedingungen schaffen, die noch größeres Wachstum fördern.

Fazit: PRO MUSIK sieht im politischen Fahrplan ein Dokument der Verantwortungsverschiebung und nicht der Reformbereitschaft. Aus Sicht freier Musikschaffender hätte ein wirklich konstruktiver politischer Fahrplan folgende Punkte enthalten:

– die Einführung eines nutzerzentrierten Vergütungsmodells
– Faire Spielregeln: Kennzeichnung von KI generierter Musik
– Die Nennung aller Mitwirkenden an einem Werk in den Credits
– Ausschüttungen ab dem ersten Stream
– Transparenz über Gewinn- und Verteilungsstrukturen
– die Prüfung einer Beteiligung der Plattformen an nachhaltiger Musikförderung

16.03.2026

Deezer: Demonetarisierung von bis zu 85 % der KI-Musikstreams

Vor einem Jahr hat der Streamingdienst Deezer ein internes KI-Musik-Erkennungssystem gestartet und hat nun über die Ergebnisse berichtet: Im Jahr 2025 wurden auf Deezer über 13,4 Millionen KI-Tracks erkannt und markiert, und täglich werden nun über 60.000 KI-Tracks hochgeladen, was etwa 39 % der täglichen Zugänge entspricht. Bis zu 85 % aller Streams von KI-generierter Musik werden als betrügerisch erkannt – sie werden demonetarisiert und aus dem Lizenzgebührenpool entfernt, da Deezer sich weiterhin für faire Zahlungen an Künstler*innen und Songwriter*innen einsetzt. Das AI Music Detection System stellt Deezer jetzt kommerziell zur Verfügung.

26.02.2026

Musikplattform Bandcamp verbietet KI-Inhalte

Die in Kalifornien ansässige US-Musikplattform Bandcamp mit einem Jahresumsatz von 268 Millionen US-Dollar (2024) ist für viele Musiker*innen, Bands und Indielabels DIE Vertriebsplattform, da sie dort bei Verkäufen vergleichsweise viel verdienen und wenig Gebühren an die Plattform zahlen müssen. Doch Bandcamp ist nicht nur eine gute Alternative zu ausbeuterischen Streamingdiensten wie Spotify und der diffusen Marktmacht von Universal, Sony Music und Warner – sie geht auch noch in Sachen KI mit gutem Beispiel voran! Wie die taz berichtet, sind auf Bandcamp ab sofort jegliche „Musik und Audio (Sprachstücke), die vollständig oder teilweise mit KI erstellt wurden“, verboten. Streng untersagt wird in Zukunft „jeglicher Einsatz von KI-Tools, um den Stil oder das Profil von anderen Künst­le­r*in­nen zu imitieren und dadurch deren Urheberrechte auszuhebeln“. Man behalte sich auch vor, Anpassungen und Updates bei den Schutzmaßnahmen vorzunehmen, „da die Welt der generativen KI nun mal im schnellen Wandel begriffen“ sei. „Wir glauben, dass die durch Musik entstandene menschliche Verbindung ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Kultur ist und dass Musik viel mehr ist als ein Produkt, das konsumiert wird. (…) Ebenso sind Musiker mehr als nur Produzenten von Klängen. Sie sind wichtige Mitglieder unserer Gemeinschaften, unserer Kultur und unseres sozialen Gefüges“, heißt es auf der Plattform. User*innen werden gebeten, Verstöße gegen das Protokoll umgehend mitzuteilen. 

19.01.2026

Neue KI erleichtert Releaseplanung: ARTIST NAVIGATOR

RockCity und Hyperinteractive haben unter Hochdruck am ARTIST NAVIGATOR gearbeitet, jetzt wurde das erste kuratierte KI-Tool für digitale Releaseplanung veröffentlicht, dass dich 24/7, kostenfrei und praxisnah von der Studioaufnahme über Social Media bis Streaming begleitet! Hier bekommst du beste Orientierung, wertvolle Tipps & Tricks von Branchenexpert*innen – und jede Menge Know-how zu Themen wie: Budgetplanung & Förderung, Studiosuche & Produktion, GEMA, Digitalvertriebe, PR- und Social-Media-Marketing, Merchandising, Streaming, MPN und vielem mehr! Du stellst deine Fragen, das Tool liefert dir Antworten, zeigt die nächsten Schritte und verlinkt dich zu passenden Angeboten! Great!

31.10.2025

Aventis Foundation: Digitalförderung

Mit der Förderreihe „Digitale Experimente“ unterstützt die Aventis Foundation Projekte von professionellen Kulturinstitutionen, die sich mit der Verbindung von Kultur und Digitalisierung beschäftigen. Innovative digitale Projekte in der Kultur zielen darauf ab, die Art und Weise, wie Kultur erlebt, geschaffen und weitergegeben wird, zu verändern und zu bereichern. Sie tragen dazu bei, den Kultursektor zukunftsfähig zu machen und neue Formen der kulturellen Partizipation zu ermöglichen. Gefördert werden Vorhaben, die digitale Technologien auf kreative und transformative Weise nutzen, um kulturelle Inhalte zu schaffen, zu vermitteln oder zu bewahren. Diese Projekte zeichnen sich durch ihren Neuheitswert, ihre Originalität und ihre Fähigkeit aus, bestehende kulturelle Praktiken zu erweitern oder zu verändern. Unterstützt werden auch Projekte, die nicht zwingend digitale Ansätze verfolgen, sondern sich auch kritisch mit dieser Entwicklung auseinandersetzen. Bewerbungsfrist: 30. November 2025

23.10.2025

Workshop „Who’s Afraid of AI? Creativity, Credibility, and the Humanities“ 17.-18.11.2025

An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz findet vom 17. bis 18. November 2025 der internationale Workshop Who’s Afraid of AI? Creativity, Credibility, and the Humanities statt. Eingeladen sind Studierende, Graduierte und Promovierende, um die Auswirkungen generativer KI auf zentrale Konzepte der Geistes- und Kulturwissenschaften zu diskutieren. Für bis zu 20 internationale Teilnehmende werden Unterkunft und Reisekosten (bis 300 €) übernommen. Die Bewerbungsfrist endet am 6. Oktober 2025.
17.09.2025