Deutscher Musikrat vergibt wieder Stipendien u.a. an Jazzmusiker*innen

Das DMR-Stipendienprogramm wird auch für 2023 neu aufgelegt, insgesamt werden 950 Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 € vergeben. Antragsberechtigt sind Musiker*innen, Dirigent*innen, Komponist*innen und Masterabsolvent*innen der Abschlussjahrgänge 2019/20/21/22, die aus der zeitgenössischen und Alten Musik, dem klassisch-romantischen, der Neuen Musik, dem transkulturellen Sektor und dem traditionellen bis modernen Jazz kommen. Sie müssen professionell und zu mindestens 51 % freischaffend tätig sein und dabei mindestens 51 % ihres monatlichen Einkommens freischaffend erwirtschaften. Der Hauptwohnsitz muss Deutschland sein. Gefördert werden soll die Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Weiterbildung und Entwicklung. Das können die Erweiterung des Repertoires, die Recherche und die Entwicklung von neuen Konzertprogrammen und -formaten sowie der eigenen Marke sein. Das Online-Bewerbungsportal ist vom 01.-22.09.22 freigeschaltet.

24.08.2022

Förderung für Kultursommer 2023 in Rheinland-Pfalz bis Oktober beantragen

Kulturministerin Katharina Binz lädt ein zur Teilnahme am Kultursommer 2023 unter dem Motto „Kompass Europa: westwärts“, das Kunst und Kultur u.a. von Frankreich in den Blick nimmt. Die Förderung ist möglich für Projekte, die im Wesentlichen im zeitlichen Rahmen des Kultursommers (1. Mai bis 31. Oktober) in Rheinland-Pfalz durchgeführt werden. Die maximale Zuschusshöhe beträgt im Rahmen des Förderprogramms „Kultur vor Ort“ 5.000 €, in Ausnahmefällen kann nach vorheriger Absprache eine höhere Summe beantragt werden. Einsendeschluss: 31. Oktober 2022

22.08.2022

Neues Förderprogramm „Zukunft durch Kultur“ in Rheinland-Pfalz

Das Kulturministerium startet das Förderprogramm „Zukunft durch Kultur“. Ziel des Förderprogramm ist es, die ehrenamtlichen Strukturen in kulturpolitisch bedeutsamen Einrichtungen und Initiativen der Freien Szene durch hauptamtliches Personal zu unterstützen, das kulturelle Leben in den Regionen stärker zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Im Landeshaushalt sind dazu für das Jahr 2022 300.000 Euro eingestellt. Das Programm startete am 15. August 2022 und ist zunächst bis 31.12.2024 angelegt. Eine Bewerbungsfrist gibt es nicht. Kulturpolitisch bedeutsame und nicht kommerzielle kulturelle Einrichtungen und Initiativen der Freien Szene können einen Antrag auf Förderung zur Beschäftigung von Leitungskräften stellen. Gefördert werden Voll- und Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse mit bis zu 30.000 Euro pro Jahr. Die Landeszuwendung ist auf maximal 50 Prozent der anerkannten Personalausgaben begrenzt.

22.08.2022

Stiftung vergibt Nachwuchs-Stipendien im Bereich Popularmusik

Die Hans und Eugenia Jütting – Stiftung Stendal vergibt jährlich einmalige Förderungen an besonders begabte deutsche und polnische Nachwuchskünstler*innen im Bereich Popularmusik. Für das Jahr 2022 werden folgende Fächer ausgeschrieben: Jazz, Rock/Pop, Rap/HipHop und Singer-/Songwriter inklusive Folk-Rock. Es können Stipendien im Gesamtwert von 30.000 € für hervorragende Musiker*innen vergeben werden, die sich bereits in öffentlichen Konzerten und / oder in Wettbewerben profilieren konnten, nämlich zu je 5.000 € für eine*n Solist*in und zu je 4.000 € für Mitglieder einer Band, maximal jedoch 16.000 € für eine Band. Bewerber*innen müssen die deutsche bzw. die polnische Staatsbürgerschaft nachweisen, außerdem gibt es eine Altersvorgabe (die Bewerber*innen dürfen je nachdem, wie sie die Musik ausüben, zum Stichtag 31.08. das 23., 25. oder 27. Lebensjahr nicht vollendet haben). Bewerbungsschluss: 31.08.2022

22.08.2022

Julia Scheesers CD „Silbertablett“ per Crowdfunding unterstützen

Um ihr neues Album „Silbertablett“ auf Vinyl und CD produzieren zu können, hat die junge Singer-/Songwriterin Julia Scheeser ein Crowdfunding gestartet, das ihr noch bis 02.09. unterstützen könnt. Vom ersten Ton aus dem WG-Klavier bis zum fertigen Design haben sie und ihr Team alles selbst gemacht und es steckt viel Liebe in jedem Detail! Sichert euch die CD, Vinyl, Merch usw. und/oder tretet per monatlicher Zahlung ihrer Community bei. Die gebürtige Münchnerin hat sich bereits als Synchronsängerin für Disneyproduktionen („Die Schöne und das Biest“, „Aladdin“) einen Namen gemacht und wird am 09.09. ihr – nicht disneyeskes – Album erstmals in Völkershausen-Wanfried vorstellen. 

 
22.08.2022

Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung vergibt 100.000 Euro für Kulturprojekte mit jungen Menschen

Bereits zum 15. Mal bekommen musikalische und künstlerische Initiativen für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen die Chance auf eine Förderung durch die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung. Ab sofort können sich Projekte aus ganz Deutschland für die bundesweite „Ideeninitiative ‚Kulturelle Vielfalt mit Musik‘“ bewerben. Die Initiative sucht nach Projekten, die durch Musik, bildende und darstellende Kunst oder Literatur das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft stärken möchten. Dabei sind insbesondere die Verantwortlichen in Schulen und Kindergärten, in Jugendeinrichtungen sowie in Vereinen und Verbänden eingeladen, sich mit ihren Ideen zu bewerben. Genauso können einzelne Akteur*innen mit gemeinnützigen Projektpartner*innen ihre Vorschläge einreichen. Ebenfalls sehr willkommen sind Initiativen, die sich in der kulturellen Arbeit mit Geflüchteten einsetzen. Vor dem Hintergrund der Corona-Erfahrungen ermuntert die Stiftung auch Projekt-Initiator*innen zu einer Bewerbung, die den Zugang zu Musik und den Künsten über digitale Formate ermöglichen. Die Projekte sollen zeigen, wie bereichernd kulturelle Vielfalt wirkt und wie sich Sprachbarrieren durch musikalische und künstlerische Aktivitäten überwinden lassen. Je besser das nach Einschätzung der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung gelingt, desto höher sind die Chancen auf eine Förderung. Außerdem sollten die Kinder und Jugendlichen möglichst an allen Phasen des Projektes aktiv beteiligt sein. Interessierte können sich bis zum 15. Oktober 2022 per Onlineformular auf der Internetseite der LMKMS bewerben.

17.08.2022

Rebekka Ziegler & Luise Volkmann für 3. Runde „NICA artist development“ ausgewählt

Kürzlich wurden die Namen der dritten „NICA“-Runde bekannt gegeben: der Saxofonist Fabian Dudek, die Popsängerin Kira Hummen, die Saxofonistin Luise Volkmann, die Sängerin Rebekka Ziegler und als erste*r „Nicht-Musiker*in“: die Kuratorin und Journalistin Sophie Emilie Beha. Das 2019 vom Land Nordrhein-Westfalen gestartete und vom Stadtgarten Köln verantwortete und durchgeführte Exzellenzförderprogramm „NICA artist development“ will herausragende Musiker*innen aus NRW auf ihrem Weg in eine professionelle Karriere begleiten und dabei unterstützen, sich künstlerisch adäquat zu profilieren. 420.000 Euro lässt sich das Bundesland sein Programm jährlich kosten, die Förderung gilt zunächst für ein Jahr, kann aber bis zu drei Jahre verlängert werden. Das Förderprogramm wird auf die Bedürfnisse der fünf Stipendiat*innen individuell angepasst; sie erwartet Residenzen, Meisterklassen, Konzert- und Probemöglichkeiten, Coachings sowie Workshops zu unternehmerischen Themen wie Marketing, Projektmanagement und Produktion. Bei Konzerten innerhalb der Reihe NICA live – ein Experimentierfeld für neue Bandkonstellationen, Solo-Formate oder eigens kuratiertes Programm – im Stadtgarten Köln oder in den Spielstätten und Festivals von Kooperationspartner*innen sammeln die Teilnehmer*innen zudem Erfahrungen im professionellen Veranstaltungskontext.

09.08.2022

Amateurmusik-Förderprogramm IMPULS wird erweitert und verlängert

Das Förderprogramm IMPULS bietet ab sofort weitere Anreize, um Amateurmusikensembles wie Musikvereine, Chöre, Orchester sowie Kreisverbänden nach der schwierigen Corona-Zeit bei der Wiederaufnahme von Proben- und Konzerttätigkeit dauerhaft zu unterstützen. Das sind die wesentlichen Neuerungen:

  • Erweiterte Zielgruppen: Das Förderprogramm IMPULS wird auf strukturschwache urbane Räume ausgeweitet und für Kreisverbände geöffnet. Dafür stehen 7,5 Millionen Euro bereit.
  • Für die weiterhin im Fokus stehenden ländlichen Räume wurde die definierende Bevölkerungszahl der Kommunen von 20.000 auf bis zu 35.000 Einwohnende angehoben.
  • Erhöhte Fördersumme: Pro Projekt sind bis zu 20.000 Euro Zuschuss möglich.
  • Erneute Antragstellung: Musikensembles können zweimal eine Projektförderung erhalten.
  • Neuer Förderbereich: mobile Luftfilteranlagen zur Unterstützung der gemeinsamen Probentätigkeit.
  • Verlängerter Antragszeitraum: Das Vergabeverfahren endet am 31. Dezember 2022
27.07.2022

Stiftung Àrvore unterstützt Musiker*innen (Bewerbungsfrist: 22.-24.08.22)

Die Stiftung Àrvore fördert keine Musikprojekte. Sie schafft eine Grundlage, damit Musikschaffende kreativ über sich hinaus wachsen können – indem sie vier Jahre lang einen Teil ihrer Lebenskosten (2100 Franken in der Schweiz, 1200 Euro in Deutschland) übernimmt. Bewerben können sich Musiker*innen aus den Bereichen Electronica, Improvisierter Musik, Jazz, Rock und Pop, die seit mindestens 6 Jahren hauptberuflich Musiker*innen und Mitglied in einem Berufsverband (z.B. SONART, Deutsche Jazzunion) oder in einer Interessensvertretung (z.B. Helvetiarockt, Music Women* Germany) sind. Jährlich findet eine Ausschreibung statt, das nächste Antragsfenster ist vom 22.-24.08.2022. Außerhalb des Bewerbungsfensters nimmt Àrvore keine Anfragen entgegen.

25.07.2022

Hamburg Music Business Support neu aufgelegt

Seit letzter Woche können sich Hamburger Musikunternehmen und in der Musikwirtschaft tätige Soloselbstständige wieder auf Fördergelder bewerben, die bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Krise helfen und musikwirtschaftliche Projekte ermöglichen sollen. Es werden Projekte mit kulturellem Bezug gefördert, die Hamburger Musikunternehmen befähigen, mit angepasstem oder neuem Geschäft aus der Corona-Krise zu kommen. Dies können unter anderem sein: Neuplanung ausgefallener Musikveranstaltungen, Veröffentlichungen oder Kampagnen, Absicherung laufender Musikprojekte oder Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Musikbetrieben in Krisen, zum Beispiel für Zeiten absehbarer, coronabedingter Mindereinnahmen in der Zukunft. Die Behörde für Kultur und Medien hat zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

25.07.2022

Bands für Förderprogramm pop rlp masterclass ausgewählt

Fünf junge Künstler*innen wurden kürzlich in den vierten Durchgang des TalentFörderprogramms pop rlp masterclass aufgenommen. Aus über vierzig Bewerbungen wurden Kat Kit, listentojules, metty, Michelle Leya und Imaginary Friend von der Jury ausgewählt. Nun durchlaufen die Teilnehmenden einen mehrmonatigen, umfangreichen und bedarfsgerechten Förderparcours. Neben Netzwerktreffen in verschiedenen Teilen des Landes, stehen dabei auch Konzerte, Workshops, Coachings sowie Ton und Videoproduktionen auf der Agenda des vom Kompetenzzentrums für Popularmusik RheinlandPfalz konzipierten Projekts. Maßgeblich für die Ermittlung der entsprechenden Förderbedarfe und Aktionen im Programm sind dabei eine ganze Reihe hochkarätiger Mentor*innen, die die Teilnehmenden begleiten und individuell beraten. Der Fokus liegt dabei immer auf der zielgerichteten Weiterentwicklung der einzelnen Künstler*innen. „Es freut mich, dass wie in diesem Jahr viele junge und talentierte Künstlerinnen in der pop rlp masterclass haben. Wir treffen damit den zeitgemäßen musikalischen Trend in der deutschen Popmusikszene sehr gut und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Acts und den Mentor*innen“, erklärt Markus Graf, Geschäftsführer von pop rlp. Das erste offizielle Zusammentreffen der Teilnehmenden und Mentor*innen ist am 06. und 07.08. im Rahmen des „Fenster zum Hof Open Airs“ im Landesmuseums Mainz. Der Abschluss der pop rlp masterclass wird Ende März 2023 sein.

18.07.2022

Frankfurts Kulturentwicklung mitgestalten

Die Stadt Frankfurt hat ihre Onlineumfrage zum Kulturentwicklungsplan bis bis zum 15.7. verlängert. Je mehr Künstler*innen mitmachen, desto besser können sie in der Politik gehört werden. Die Koalition der freien Szene Frankfurt hat nun eine Ausfüllhilfe erstellt, aus der ihr Denkanstöße und Argumentationshilfen übernehmen könnt. Die Ausfüllhilfe ist vor allem als inhaltliche Unterstützung zu verstehen. Bitte formuliert diese also unbedingt zu euren eigenen Aussagen um! Die Antworten sind auf die Bildende Kunst/Klassische Musik bezogen, aus denen die Autor*innen stammen, aber das macht nichts – passt es an Eure Sparte an, denn wir haben in der Freien Szene alle ähnliche Probleme. Jede*r spricht hier als betroffene* Einzelkünstler*in und anonym. Wichtig ist, dass möglichst viele mitmachen, egal aus welcher Sparte. 

Außerdem lädt die Koalition der freien Szene zum nächsten Treffen der freischaffenden Musiker*innen Frankfurts ein!
Am Do, 14.07.22, 11:00 – 12:30 Uhr treffen sie sich in der Kulturwerkstatt Germaniastr.  zu folgenden Themen: Wie sind die kommunalen Strukturen für die Freie Szene in anderen Städten? Welche Modelle sind für unsere eigenen lokalen Belange und diskutieren mögliche Modelle für die lokalen Belange in Frankfurt denkbar? Infos und Austausch rund um Fördertöpfe, Kulturämter, Kulturdezernate, Kulturausschüsse, Organisation der Freien Szene.

27.06.2022