Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, fordert daher Bund und Länder in seiner neuesten Pressemitteilung auf, so schnell wie möglich ihren Streit über die Auszahlung der Unterstützungen für durch den Lockdown direkt und mittelbar Betroffene in Form der Novemberhilfen beizulegen. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die Novemberhilfen müssen fair und gerecht sein und vor allem den Besonderheiten der Kulturbranche Rechnung tragen. Zu viele Hoffnungen wurden in den letzten Monaten enttäuscht. Jetzt müssen Bund und Länder gemeinsam handeln und noch mehr Schaden vom Kulturbereich abhalten. Die Novemberhilfen müssen schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden.“
Der Deutsche Kulturrat unterstützt außerdem die Länder bei ihrem Anliegen, eine gerechtere und fairere Lösung für die mittelbar Betroffenen (z.B. Künstlerinnen und Künstler, kleine kulturwirtschaftliche Betriebe) bei den Novemberhilfen zu finden. Der derzeitige Vorschlag des Bundes sieht vor, dass die mittelbar betroffenen Unternehmen und Soloselbständigen, also jene, die zwar nicht schließen müssen, oder nicht mehr arbeiten dürfen, deren Umsätze aber unmittelbar mit den geschlossenen Unternehmen zusammenhängen, nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von der Schließung betroffenen Unternehmen machen müssen. Diese sehr enge Vorgabe würden es vielen mittelbar Betroffenen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft unmöglich machen, anspruchsberechtigt zu sein. Das würde bedeuten, dass für sie die Novemberhilfen ins Leere laufen.



Das Jazzmagazin Jazz thing möchte sich solidarisch zeigen und funktioniert sein Soli-Abo um: 50% aller Einnahmen aus den bis 31.12.2020 bestellten Abos – 18 Euro – fließen als Spende an die Musiker*innen und Techniker*innen des Shutdown-Livestreaming-Programms des Berliner Jazz Clubs A-Trane. Das A-Trane ist ein Jazzclub in der Hauptstadt, der so gut wie ohne Förderung durch die öffentliche Hand auskommen und wirtschaften muss – und trotzdem seit vielen Jahren ein tolles Programm von internationalem Format, aber auch mit vielen Berliner Musiker*innen auf die Beine stellt. Im November bietet der Club ein qualitativ hochwertiges, kostenpflichtiges Live-Streaming-Programm an. Das Eröffnungskonzert von „Second Shutdown Project: The A-Trane Live-Stream Series“ findet gleich an zwei Abenden statt: am 14. und 15. November mit dem Trio der Pianistin Clara Haberkamp.