TV-Tipp: „Macht Platz, Männer!“ @ NDR
„Macht Platz, Männer! Frauen im Musikbusiness“ heißt ein sehenswerter TV-Beitrag im Kulturjournal des NDR mit der Punkrockband 24/7 Diva Heaven (Foto: Maren Michaelis), der Rapperin KeKe, Promoterin Lina Burghausen, Musikerin Onejiru, Bookerin Vanessa Cutraro, Andrea Rothaug (RockCity/Music Women Germany) und Singer-/Songwriterin Alin Coen. Der Film steht ein Jahr zum Nachschauen bereit.
NDR Kultur à la carte Extra präsentiert norddeutsche Musiker*innen
Mit der Konzertreihe NDR Kultur à la carte EXTRA unterstützte NDR Kultur norddeutsche Musiker*innen während der Coronakrise; jeden Mittwoch präsentierte sie ein Live-Konzert im TV-Studio, Radio und als Videolivestream. In kleiner Besetzung, getrennten Studios, Pausen zum Erzählen – so entstanden in den vergangenen Monaten über 20 außergewöhnliche musikalische Begegnungen. Nachtschwärmer*innen konnten das Beste aus diesen 20 Konzerten voller Jazz, Singer-Songwriter, Folk, Chanson und Klassik nun sechs Stunden lang in einer langen Musiknacht am 4. April genießen. Mit dabei waren die Hamburger Liedermacherin Anna Depenbusch, das Duo Fjarill, Lisa Wulff, Cleo Steinberger, Bonny Ferrer, Valeriya Myrosh, Asya Fateyeva u.v.m. Die vollständige Sendung könnt ihr hier nachschauen, die Konzerte sind aber auch einzeln wählbar.
Hessischer Rundfunk startet „Bühne frei“ für hessische Musiker*innen
Was machen Musiker*innen ohne Bühne? Vielen freischaffenden Künstler*innen ist durch die fehlenden Auftrittsmöglichkeiten ihre Lebensgrundlage entzogen worden. Deshalb startet der Hessische Rundfunk nun die Aktion „Bühne frei!“, bei der sich hessische Musikerinnen und Musiker ab sofort bewerben können. Diese haben die Chance, im hr-Sendesaal zu performen, die Auftritte (30 Minuten pro Künstler*in) werden in Bild und Ton aufgezeichnet und in voller Länge in der ARD-Mediathek verfügbar sein. Für die Mediathek und das hr-fernsehen entsteht ein 45-minütiges Format, zusammengesetzt aus Ausschnitten aus den Auftritten der Künstler*innen dazu Portraits der Acts, sowie Gesprächen mit den Protagonist*innen. Außerdem gibt es eine „angemessene“ Gage. Bewerben können sich in Hessen beheimatete Bands, Ensembles, Singer-/Songwriter*innen etc., egal aus welcher musikalischen Stilrichtung. Aus allen Anmeldungen sucht dann ein*e prominente*r Gastgeber*in für einen Konzertabend insgesamt vier Acts aus. Aufgezeichnet wird am 24.4. / 25.4. / 8.5. / 9.5. / 29.5. und 30.5.2021.
TV-Tipp: Joan Baez Doku „How Sweet The Sound“
Heute, am 12.03.2021 zeigt der Sender Arte die Dokumentation „How Sweet The Sound“ (USA 2009, 84 min., Regie: Mary Wharton) über die US-Singer-/Songwriterin Joan Baez (Beginn: 21:45 Uhr). Sie war das Gewissen einer ganzen Generation: Die politisch engagierte Folksängerin Joan Baez sang im Luftschutzbunker, während draußen die Bomben fielen. Aber sie ist auch eine der wichtigsten und bekanntesten Vertreterinnen der Folkmusik. Seltene Archivaufnahmen und sehr persönliche Interviews machen den Dokumentarfilm zu einem zugleich persönlichen und historischen Porträt. In dem ersten umfassenden Dokumentarfilm über Joan Baez werden sowohl die Privatperson Baez als auch ihre Karriere, ihre Geschichte als Live- und Studiomusikerin und ihr bemerkenswerter Weg als Menschenrechtsaktivistin beleuchtet. Der Dokumentarfilm gibt in bisher nicht dagewesener Art und Weise Einblick in das Leben der Künstlerin und Aktivistin, die mit über 70 Jahren noch auf internationalen Tourneen unterwegs ist.
TV-Tipp: Isabelle Bodenseh @ „Aktuell“ SWR 03.02.2021
Das SWR Fernsehen kommt am Mittwoch, 03.02.2021 zur Flötistin Isabelle Bodenseh nach Hause, um einen kleinen Film über ihre JAZZ À LA FLUTE academy zu drehen. Der Beitrag wird dann in der Sendung SWR „Aktuell“ Rheinland-Pfalz um 19.30 Uhr gezeigt, in dem es um das Musiker*innendasein in der Coronazeit geht und darum, was die Branche so daraus gemacht hat.
Pandemiegerechter Club100 startet in Bremen mit Livestreams
CLUB100 ist ein solidarisches Clubkonzept in Bremen, das es sich zum Ziel gemacht hat, unter pandemiegerechten Bedingungen Veranstaltungen durchzuführen. Es ist ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt, um der Kultur- und Veranstaltungsszene und deren Akteur*innen – Veranstaltungsorten, Beschäftigten, Künstler*innen – eine Perspektive zu geben und das auch über die Bremer Stadtgrenzen hinaus wirken soll. Der temporäre Club ist für den gesamten Projektzeitraum bis Ende Mai 2021 in den Räumlichkeiten des Pier2 in Bremen beheimatet und nimmt 19 Veranstalter*innen mit ins Boot. Alle Gewerke, die für die professionelle Durchführung einer Live-Veranstaltung benötigt werden, sind unter dem Aspekt der Solidarität eingebunden – und werden entsprechend finanziell unterstützt. Parallel zum Konzert-Erlebnis vor Ort bietet der CLUB100 ein innovatives Streaming-Konzept an. Mit einem flexibel auf das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen anwendbaren Hygienekonzept sind ab Mitte Januar bis Ende Mai 2021 insgesamt 40 Veranstaltungen u.a. mit Catt (Foto: Max Hartmann), Sofia Portanet, Miss Allie, Dota und Ducks on Drugs geplant. Vorerst gibt es nur Tickets für einen Livestream im Netz, denn die Shows finden noch ohne Publikum statt. Erst wenn die Inzidenz-Werte sinken, können dann zwischen 100-500 Gäste im Saal Platz nehmen.Martina Eisenreich gewinnt Fernsehpreis
TV-Tipp: „Grün bleibt unsere Hoffnung“ mit Musik von Katrin Schüler-Springorum
VirusMusik startet „Standort – das grenzunterschreitende Musikmagazin“
Das TV-Magazin Standort ist nach einer Idee von VirusMusik, in Zusammenarbeit mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) entstanden. Hauptaugenmerk der TV-Sendung ist es, Musiker*innen zu Wort kommen zu lassen, „die trotz Corona, die trotz ihres täglichen Überlebenskampfes weiterhin ihre Kraft und Inspiration aus der Musik schöpfen. Musiker/innen die, obwohl sie keine Konzerte geben können, weiter an ihrer Musik, weiter an musikalischen Konzepten arbeiten. Musiker*innen die nach Wegen suchen jenseits der geschlossenen Konzertbühnen mit ihren Fans zu kommunizieren“. Die beiden Moderator*innen Chan & Sepp’l laden Musiker*innen ins MOK Studio nach Offenbach ein und besuchen sie an den Orten, wo sie leben und arbeiten. Deshalb sucht VirusMusik regionale Musiker*innen, Bands und Veranstalter*innen, die über ihre Liebe zur Musik sprechen, die darüber sprechen, was ihnen ihre Musik bedeutet. Die darüber sprechen was sie in ihrem momentanen Alltag unternehmen, um mit ihren Fans jenseits der Konzertbühnen Kontakt zu halten. Außerdem bieten die Sendungen immer auch einen Blick hinter die Kulissen und das Publikum lernt die Macher*innen dahinter kennen. Vier Sendungen wurden bereits abgedreht, u.a. waren die Musikerin Suse Michel (The Slags) und Mane (Singer-/Songwriterin, MELODIVA-Redakteurin) zum Interview eingeladen; die Folgen könnt ihr hier nachschauen. Interessierte können sich an Sepp’l Niemeyer, ed.en1775371824ilno-1775371824t@ill1775371824erip-1775371824ille1775371824 wenden.
NewcomerTV Nacht 27.11.2020: jetzt bewerben
Die legendären NewcomerTV Nächte in der Musikhalle Portstraße in Oberursel gehen wieder an den Start! VirusMusik hat – gemeinsam mit der Musikhalle Portstraße und NewcomerTV – ein Hygienekonzept entwickelt, mit dem die NewcomerTV Konzerte unter Auflagen möglich sind. Die Konzerte finden leider ohne Publikum statt, werden aber live im Internet gestreamt. Die vier an der Veranstaltung teilnehmenden Bands dürfen leider keinen Kontakt untereinander haben und bekommen für die Zeit ihre Anwesenheit am Veranstaltungsort jeweils eine eigene Backstage. Für die nächste Konzertnacht am 30.10. ist das Programm schon gebucht (hier geht es zum Livestream), für die nächste NewcomerTV Nacht am 27.11.2020 werden aber noch Bewerbungen angenommen! Die musikalische Bandbreite der NewcomerTV-Nächte ist riesig: Rock, Pop, Punk Independent, Electro, Alternative, Hip-Hop, R’n’B, Crossover oder Hart & Heftig – es ist alles erlaubt, was Spaß macht und abgeht (keine Coverbands). Gesucht werden vier Bands pro Konzertnacht, die jeweils 30 Minuten Spielzeit haben. Interessierte Bands können sich per Mail bei Sepp’l Niemeyer, ed.en1775371824ilno-1775371824t@ill1775371824erip-1775371824ille1775371824 bewerben.
Gründerin des Frauen Musik Büros Anne Breick erhält Ehrenbrief des Landes Hessen
1990 hat Anne Breick mit Mitstreiter*innen das Frauen Musik Büro in Frankfurt eröffnet, sie war lange Jahre als 1. Vorsitzende im Vorstand des Trägervereins tätig und hatte bis 2007 die Redaktionsleitung von MELODIVA inne. Für dieses 30jährige Engagement für die Frauen*rechte hat sie nun den Ehrenpreis des Landes Hessen überreicht bekommen. Der Hessische Rundfunk hat kürzlich ein Porträt über sie und ihre Band Kick La Luna gesendet, das ihr hier nachschauen könnt.
Herzlichen Glückwunsch zum Preis, liebe Anne!
TV-Tipp: „Alleingelassen in der Krise“ @ ZDF Zoom Mediathek
Wie Soloselbstständige in der Corona-Krise alleingelassen werden, zeigt ein Film von Norman Laryea und Viktoria Timkanicova, der derzeit in der ZDF-Mediathek zu sehen ist. Er porträtiert und begleitet Soloselbstständige und fragt: Wie hilft der Staat den über 2 Mio. Soloselbständigen in der Coronakrise? Von den über 400 Mrd. Euro Hilfsgeldern – allein 50 Mrd. Soforthilfe für Selbständige – kommt fast nichts bei ihnen an, denn die Hilfsgelder sind für die Erstattung von Betriebskosten wie Lager- und Büromieten oder Firmenwagen vorgesehen. Nur einige wenige Bundesländer wie NRW haben zusätzlich die Möglichkeit geboten, 2000.- der für 3 Monate zugesagten Euro auch für Lebenshaltungskosten zu verwenden. So müssen viele die 9000.- Euro, die sie für 3 Monate bekommen haben, zu einem großen Teil wieder zurückzahlen. Die gern von der Politik angeführte Möglichkeit, vereinfacht Hartz IV beantragen zu können, greift häufig nicht. Eine Erhebung des Verbandes der Gründer und Selbstständigen unter 17000 Teilnehmer*innen hat ergeben, dass Selbständige vom Jobcenter häufig keine Hilfe zur Grundsicherung bekommen, weil sie Altersvorsorge betrieben haben. Denn die Voraussetzung ist: ein*e einzelne*r Antragsteller*in darf maximal 60000.- Euro verwertbares Vermögen besitzen. Wer mehr besitzt und es nicht fest als Altersvorsorge, sondern in Aktien oder auf einem Sparbuch angelegt hat, bekommt Probleme. So sind sie gezwungen, ihre Rente aufzubrauchen.
Das angeblich vereinfachte Verfahren zur Beantragung der Hilfe zur Grundsicherung erweist sich in der Realität als kompliziert und langwierig, viele der vom Filmteam Befragten berichten außerdem von peniblen Vermögensprüfungen. Auf die Frage, warum auf die massive Kritik an den Hilfsmaßnahmen nicht von Seiten des Bundeswirtschaftministeriums reagiert wurde, bekommt das Filmteam keine erhellende Antwort. Dabei gibt es Beispiele wie die Sofortmaßnahmen in Großbritannien, wo Selbstständigen schnell und unbürokratisch mit bis zu 2800.- Euro pro Monat auch für den privaten Lebensunterhalt geholfen wird.
Hier könnt ihr den Film nachschauen.

