Workshop: Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt in Clubs & Festivals
Lesetour „Punk As F*ck – Die Szene aus FLINTA Perspektive“ ab Oktober
Diana Ringelsiep und Ronja Schwikowski möchten mit ihrem Buch „PUNK AS F*CK – Die Szene aus FLINTA Perspektive“ Menschen eine Plattform geben, die es leid sind, in ihrem subkulturellen Umfeld bloß gesehen, aber nicht gehört zu werden. 50 Autor*innen berichten in diesem Sammelband davon, was sie als FLINTA in der Szene erleben bzw. erleben mussten. Gleichzeitig gehen sie darauf ein, was ihnen Punk bedeutet und warum es sich aus ihrer Sicht für diese Subkultur zu kämpfen lohnt. 50 unterschiedliche Erfahrungsberichte, die einen unmittelbaren Einblick in den Alltag von FLINTA verschiedenster biografischer Hintergründe gewähren. Der Abend ist nicht nur eine Lesung mit Auszügen aus dem Buch, sondern auch ein Vortrag zu den Themen Punk und Feminismus und zur #punktoo Bewegung, die für Diana und Ronja die Grundlage für die Arbeit am Buch war. Die Lesetour startet am 01.10. in Lüneburg.
Das Akronym FLINTA steht für „Frauen, Lesben, Intersexuelle-, Nicht-Binäre-, Transgender- und Agender-Personen“. Der Begriff dient der Sichtbarmachung von Geschlechtsidentitäten und eint somit alle Menschen, die von patriarchalen Strukturen betroffen sind – auch und gerade in der Punkszene.
Vortragsvideos zur Online Lecture Serie „Music, Sexual Harassment, Racism“ veröffentlicht
Die Vortragsvideos zur Online Lecture Series „Music, Sexual Harassment, Racism: Continuities & Change“ sind seit kurzem auf dem YouTube-Kanal der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien verfügbar. Dort könnt ihr folgende Vorträge nachschauen:
Rosemary L. Hill: Sexual Violence and Gender Equality in Grassroots Music Venues
Anna Bull: Higher Music Education after #MeToo
Antonio C. Cuyler: Blacktivism, Anti-racism, and Creative Justice in Oper
Salongespräche: I‘m not sorry! Sexismus und Mädchen*arbeit 23.06.2022
Die 16. Salongespräche des Frauenreferats in Frankfurt werden am 23.06.2022 um 18 Uhr unter Beteiligung von Mädchen* und jungen Frauen* das Thema Sexismus in den Fokus stellen. Dabei geht es um intersektionale Verschränkungen, um die Auseinandersetzung mit Klischees und Vorurteilen, mit denen sowohl Mädchen* als auch Fachkräfte konfrontiert sind. Gemeinsam wollen sich die Teilnehmerinnen* den strukturellen Dimensionen von Sexismen widmen, antisexistische Jugendarbeit und Bündnisse stärken. Dazu wird uns Stevie Schmiedel von Pinkstinks das Konzept der Schule gegen Sexismus vorstellen. Mit Frankfurter Akteur*innen soll gemeinsam überlegt werden, wie eine diskriminierungssensible und intersektionale Bildungsarbeit aussehen kann. Mit dabei: Sarah Chabakji, Marc Melcher, Jamila Adler, Meliha Cinar und Jaraya und die Teilnehmer*innen des talk of g!rls, dem Beteiligungsgremium zur Vorbereitung des Mädchen*tages. Sie stellen klar: „I‘m not sorry“ und fordern seit Jahren den Abbau von Sexismus und Vorurteilen. Anschließend lädt das Frankfurter DJ* Kollektiv ggvybe auf den dancefloor und zeigt, wie politisch feiern sein kann.
Ort: Petrihaus | Am Rödelheimer Wehr 15 | 60489 Frankfurt
Der Salon ist ein Teil der Kampagne Klischeefreie Zone Frankfurt, im Rahmen der Europäischen Gleichstellungscharta. Die Salongespräche werden in Gebärdensprache übersetzt. Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich.
Anmeldung bis 20.06.22 per Mail
Filmtipp: „Gleichstellung in Kultur und Medien“ von *mehrsterne*
Das Künstlerinnentrio *mehrsterne* aus Hamburg geht mit der Filmreihe „Die Spurensucherin“ der Frage nach, wie es um weibliche Kulturschaffende in der Kunst & Musikszene bestellt ist. Dazu haben Kijoka Junica und Jane O’Brien 2020 mit Jana Schiedek (Staatsrätin für Kultur und Medien), Andrea Rothaug (Geschäftsführerin von RockCity e.V. Hamburg) und der Sängerin und Produzentin Onejiru gesprochen. Den 12-minütigen unterhaltsamen Film mit Bildern von Gabriele Wendland und Musik von Jane O’Brien & Band, Kijoka Junica & Band und Maryna Vasylyeva könnt ihr hier nachschauen:
Filmtipp: Ich brauche eine Genie #16 – der Film
Am 28.12.2021 feierte der Film „Ich brauche eine Genie #16 – der Film / Wie Musikerinnen in Grrrlmany gegen das Macho-Biz kämpfen“ von Kersty und Sandra Grether (Skript) und Leonie L. Scholl (Regie) Online-Premiere. Die Doku porträtiert eine Szene, die sich rund um die Festival-Reihe „Ich brauche eine Genie“( in der Kantine am Berghain) gebildet hat. Sie lässt wichtige Protagonistinnen zu Wort kommen und beschreibt einen „Struggle, den man 2021 nicht mehr für möglich gehalten hätte“. Pionierinnen und Wegbereiterinnen erzählen von ihren merkwürdigen misogynen Erlebnissen in der Welt der männerdominierten Instrumenten-Läden, Festival-Bühnen und Musik-Medien. Und mit ihr das gleichnamige, just erschienene und erfolgreiche Songbook, das Songtexte von 70 female* Acts enthält. Freut euch auf eine bunte Collage aus Interviews, Statements, Performances, Lesungen mit: Bernadette La Hengst, Babsi Tollwut, Chefboss, Das Nähmaschinenduett, Die Supererbin, Der Supergraben, DJ The Ninette & Cord Sofa, FaulenzA, Feline & Strange, Jolly Goods, Katrin Achinger, Margarete Stokowski, Matching Outfits, Mercedes Reichstein, Moon Gear, Shirley Holmes, Safi, The Doctorella, The TCHICK, Tiger Lilly Marleen, Zuckerklub.
Podcasttipp: Bebop Mädchen
Die Jazzmusikerin Mandy Neukirchner hat an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig Schulmusik mit Hauptfach Jazzgitarre studiert. Als es wegen des pandemiebedingten Lockdowns keine Auftrittsmöglichkeiten mehr gab, startete die 31-Jährige im November 2020 kurzerhand einen „Podcast über Musik & Karriere + Feminismus“: „Bebop Mädchen“. Seitdem veröffentlicht sie alle zwei Wochen einen 20-30-minütigen Beitrag über Feminismus in der Musik, warum Frauen* in der Musikbranche immer noch unterrepräsentiert sind, Sexismus, Rassismus, soziale Ungleichheit, Frauen*quote, u.v.m. Gemeinsam mit Gästen erzählt sie von ihren persönlichen Erfahrungen und gibt auch ganz praktische Tipps, vom guten Umgang mit Lampenfieber, Selbstzweifeln, Konkurrenzdenken und Stress, über Tipps zur Wohnungssuche, Entspannungstechniken, Selbstliebe, Social Media, Time-Management und dergleichen. Neukirchner möchte mit ihrem Podcast als Role Model sichtbar für junge Frauen* sein und und ihre Erfahrungen rund um die Musikkarriere so an die nächste Generation weitergeben. Der Titel ist bewusst irritierend gewählt: der Bebop gilt als sehr männlich dominierte Jazzszene, in dem eine „weibliche“ Perspektive kaum vorkommt.
Digitale Konferenz Zukunft Pop: „Popkulturelle Utopien“ 04.12.21
Auf der digitalen Konferenz Zukunft Pop widmen sich am Samstag, 04. Dezember 2021 Speaker*innen aus der Musikszene dem Thema „Popkulturelle Utopien“. Die Keynote „Sexismus in der Musikindustrie“ spricht Laura Lato (Musikerin), es folgt ein Panel zu “Power relations within popular music – no future without equality” mit Lato, Pamela Owusu–Brenyah (AFRO x POP, Music Women Germany) und Deborah Kelleher (Direktorin Royal Irish Academy of Music). Owusu–Brenyah zeigt danach Perspektiven von Frauen in der Musikszene in Afrika auf. Ein weiteres Panel dreht sich um „Music in Namibia“, dabei diskutieren die namibische Sängerin Lioness, Angelika Schröder (Leitung College of the Arts Namibia), Jens Cording (Music in Africa) und Udo Dahmen (Künstlerischer Direktor Popakademie Baden–Württemberg). Die namibische Kuratorin Aino Moongo gibt in ihrer Keynote einen Überblick über historische und gegenwärtige Entwicklungen zum Thema. Im Panel „Utopia or Reality: AI and Music” diskutieren Jovanka von Wilsdorf (Musikerin, AI Song Contest DIANA), u.a. über die aktuelle Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (Artifical Intelligence) in der Musik. Von Wilsdorf gibt in ihrem Beitrag Einblicke in den Themenbereich der Gleichberechtigung im Zusammenhang mit KI. Ein Gespräch zwischen Betina Quest (Musikerin) und Owusu–Brenyah beleuchtet die Situation von Musiker*innen in Ghana. Betina Quest und Engin beenden die Konferenz mit einem Konzert. Die Konferenz wird ab 12 Uhr hier live gestreamt.
Podcast-Tipp: Sexismus im Pop – Sarah Leschs „Triggerwarnung“ @ SWR2
„Sexismus im Pop – Sarah Leschs Album ‚Triggerwarnung'“ heißt eine empfehlenswerte Radiosendung im SWR2 mit Vanessa Wohlrath, die auf SWR2 nachzuhören ist. Wohlrath blickt auf das von männlichen Strukturen geprägte Musikbusiness und stellt uns die Singer-/Songwriterin Sarah Lesch vor. Diese macht mit ihrem neuen Album „Triggerwarnung“ weibliche Selbstermächtigung, Sexismus und traumatische Erfahrungen von sexualisierter Gewalt zum Thema. Im Interview erzählt sie von ihrem Alltag als Musikerin, der oft ohnmächtigen Position als von (meist männlichen) Gatekeepern abhängigen Künstlerin, ihrem Werdegang und ihren Vorbildern.
Online-Vortrag über Macht und Missbrauch im Klassikbetrieb 03.11.2021
Wo fängt Machtmissbrauch an? Woher kommen die Strukturen in der Musikindustrie und Musikvermittlung, die Übergriffe unsichtbar und unsagbar machen? Wie können rechtzeitige Grenzsetzungen aussehen? Wohin kann ich mich wenden, wenn ich selbst Opfer oder Zeuge von Machtmissbrauch werde? Diese Fragen behandelt der Online-Vortrag „Es schadet sonst deiner Karriere – Macht und Missbrauch im Klassikbetrieb“ mit Ass.-Prof. Dr. Anke Charton (Universität Wien) am 03.11.2021, zu dem die Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ab 18 Uhr einlädt. Der Vortrag mit anschließenden Diskussionsgruppen bietet anhand von Fallbeispielen und Best-Practice-Modellen eine Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch in musik- und kulturbezogenen Arbeitsfeldern. Er liefert eine Einführung in den Themenkomplex Macht/Missbrauch und sensibilisiert für Strukturen und gewachsene Narrative in Praxis und Ausbildung. In der Kombination aus Vortrag und Diskussion werden Vokabular und Best-Practice-Beispiele bereitgestellt, um weitere Aufklärungs-, Präventions- und Mediationsarbeit zu unterstützen.
Die Teilnahme via Zoom ist kostenlos, eine Anmeldung bis 1. November 2021 per Mail erforderlich. Die Zugangsdaten werden per Mail vor Veranstaltungsbeginn zugesandt.
Buchtipp: „Gender und Neue Musik“
„Gender und Neue Musik: Von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart“ heißt ein neu erschienener, von Vera Grund und Nina Noeske herausgegebener Sammelband aus dem Transcript Verlag. In ihm dreht sich alles um sexistische Praktiken und Diskriminierungen in der Neuen Musik-Szene, in der z.B. Frauen über Jahrzehnte kaum als Komponistinnen wahrgenommen wurden. Die Beiträge des Bandes repräsentieren unterschiedliche Perspektiven der Autor*innen auf den Themenkomplex. Gefragt wird nach Vorurteilen in Bezug auf die Geschlechter, die fest in der Tradition verankert und teilweise bis heute mit Blick auf ästhetische, institutionelle und soziale Voraussetzungen Neuer Musik wirksam sind. Im Fokus steht der Zeitraum von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart. Mit Beiträgen von Antje Tumat, Kirsten Reese, Gesa Finke, Imke Misch, Vera Grund, Nina Noeske, Janina Klassen, Marie-Anne Kohl, Monika Pasiecznik, Bastian Zimmermann, Beatrix Borchard, Ute Henseler, Stefan Drees, Katarzyna Grebosz-Haring und Simone Heilgendorff, Elisabeth Treydte, Svenja Reiner und Tatjana Böhme-Mehner.
Panel „Sexismus in der Clubkultur“ in Leipzig 10.07.21
Leipzigs Clubszene gibt sich oft aufgeklärt und feministisch, doch die Zahlen zeigen, dass die DJs in den Clubs weiterhin vor allem Männer sind. Woran liegt das? Seit Jahren gibt es DJ-Workshops für Mädchen, Initiativen wie Feat. Fem, Kollektive wie G‑Edit und immer wieder Diskussionen über mehr Weiblichkeit an den Decks, bei dem einige Veranstalter*innen ihren Willen für Veränderung bekunden – aber all das scheint nicht auszureichen. Was kann man jetzt noch tun? Damit beschäftigt sich ein Panel mit Selina Aygün (feat.Fem), Agnieszka Kozlowska (ProZekko DD), Cassandra Schmidt (Distillery | DJ, Bar, Booking), Chaos Katy (DJ) und Kathi Groll (froh froh) als Moderatorin. Die Veranstaltung findet am 10.07. von 17-18:30 Uhr in der Moritzbastei in Leipzig statt. Der Eintritt ist frei – es gibt aber nur begrenzte Kapazität vor Ort. Daher ist eine Anmeldung erforderlich. Das Panel wird aber auch auf dem YouTube-Kanal von Music S Women* gestreamt.
Eine Veranstaltung der Moritzbastei in Kooperation mit KREATIVES SACHSEN, MusicSWomen, Kreatives Leipzig. In Zusammenarbeit mit Weiterdenken — Heinrich-Böll Stiftung Sachsen.

