Aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der Flucht Zehntausender Menschen nach Nordrhein-Westfalen schreibt der Landesmusikrat NRW zusätzliche Fördermittel für Musikprojekte mit geflüchteten Musiker*innen und Musikinteressierten aus. Die Projektförderung im Bereich der Amateurmusik erfolgt aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW. Es ist die dritte Ausschreibung dieser Art für dieses Jahr. Anträge können bis zum 05.08.2022 eingereicht werden. Gefördert werden nachhaltige musikalische Aktionen mit der Ausrichtung auf kulturelle und inklusive Vielfalt – z.B. Workshops zum Spracherwerb, Bandworkshops, Musikgruppen, offenes Musizieren, Instrumentalunterricht, Konzerte und vorbereitende Probephasen, Festivals, usw. Eine gendergerechte und divers gestaltete Auswahl der Mitwirkenden wird vorausgesetzt. Eine Erhöhung des Anteils von geflüchteten Musiker*innen in Leitungsfunktionen wird ausdrücklich angestrebt. Ein Eigenanteil von 10 % ist wünschenswert und kann in Form von bürgerschaftlichem Engagement erbracht werden. Projekte dürfen frühestens am 15.08.2022 beginnen und müssen bis zum 31.12.2022 abgeschlossen sein.
Rudolf Augstein Stiftung fördert grenzüberschreitende Kulturprojekte
Experimentierfreude und Wagemut leiten die Arbeit der Rudolf Augstein Stiftung im künstlerischen Bereich. Um die Stimme von Künstler*innen in der Gesellschaft zu stärken, unterstützt sie zeitgenössische Projekte aller Sparten. Ein besondere Fokus liegt dabei auf Vorhaben, die Grenzen überschreiten. Das meint einerseits Projekte, die Grenzen zwischen einzelnen künstlerischen Gattungen oder zwischen der Kunst und anderen Disziplinen überwinden. Andererseits werden auch Initiativen unterstützt, die das Verhältnis von Publikum und Kunst neu befragen oder künstlerische Akteur*innen vernetzen und in Austausch bringen. Antragsberechtigt sind sowohl Einzelkünstler*innen als auch gemeinnützige Organisationen, etablierte Kulturschaffende und Nachwuchstalente. Mit der Fleetstreet Residenz wird zudem gezielt ein Förderprogramm für Künstlergruppen aufgelegt. Gefördert werden zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte aller Sparten mit bis zu 10.000 Euro für Einzelprojekte. Zentrales Auswahlkriterium ist hierbei die künstlerische Qualität. Der künstlerische Nachwuchs wird ebenso unterstützt wie bereits etablierte Akteur*innen. Bewerbungsschluss: 01.08.2022
Zweite Runde der Hamburger Labelförderung ist gestartet
Mit der Förderung werden Hamburger Labels bei Musikproduktionen unterstützt. Gefördert werden können der eigentliche Produktionsprozess oder der Bereich Marketing/Promotion. Das Programm richtet sich an Hamburger Kleinstunternehmen und erfolgt in Form eines Zuschusses zwischen 3.000 und 10.000 €, setzt aber einen Eigenanteil von mind. 50% voraus. Das im engen Dialog mit der Branche entwickelte Förderprogramm dient dazu, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten sowie den Künstleraufbau und die Attraktivität des Musikstandorts Hamburg und die Erwerbschancen innerhalb der Kreativwirtschaft zu verbessern. Die 2. Förderrunde ist am 28. Juni gestartet und geht bis 22. August 2022 (Fristende für Eingang des rechtsgültig unterschriebenen Antrags bei der Behörde für Kultur und Medien).
Europa fördert Kultur: Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds
Auch wenn der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) es auf den ersten Blick nicht vermuten lässt: hier gibt es Fördermöglichkeiten für Kulturprojekte. Denn besonders durch kulturelle Projekte können Menschen verschiedener Kulturen zusammenkommen, sich austauschen und von den Lebensgeschichten der anderen lernen. Der AMIF zielt dabei neben der wirtschaftlichen Integration besonders auf die frühe soziale Integration von Nicht-EU-Bürger*innen ab und fördert Projekte, die Akzeptanz und Solidarität in der aufnehmenden Gesellschaft fördern und den Austausch von Menschen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen fördern. Gleichzeitig können kulturelle Projekte in diesem Bereich zu einer Sensibilisierung für die spezifischen Lebenswelten und Herausforderungen von Menschen mit Fluchtgeschichte beitragen und die Solidarität in der Gesellschaft stärken. Gefördert werden auch neue Lernformate und neue Strategien für interkulturelle Trainingsprogramme und Schulungen. Beispiele für so geförderte Projekte sind z.B. International Music Education (IME) oder (De-)Construct Gender. Die spezifischen Förderkriterien variieren danach, wie die nationalen Programme durch die Mitgliedstaaten ausgestaltet werden.
Musikfonds fördert visionäre Musik (bis 30.06.2022 bewerben)
Ziel des 2016 gegründeten Musikfonds ist die Förderung der aktuellen Musik aller Sparten in ihrer Vielfalt und Komplexität. Der Musikfonds nimmt eine hochambitionierte Musik in den Fokus, die Kunst als Selbstzweck, als existenziell-kreative Notwendigkeit oder Folge unabdingbaren Ausdruckswillens begreift und nicht kommerziell orientiert ist. Mit Strahlkraft und Tiefe ist sie unabhängig, zukunftsbezogen und experimentell, ihrer Zeit voraus und visionär, brisant, kontrovers, provokativ und damit prägend auch für etablierte, wirtschaftlich tragfähige Teile des Musikbetriebs. Er umfasst Neue Musik und zeitgenössische Moderne; Jazz und improvisierte Musik; freie Musik und Echtzeitmusik; elektronische und elektroakustische Musik; experimentellen HipHop, Pop und Rock; radikale Strömungen von DJing und Dance Music; Audio-Installationen und Klangkunst. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die in der professionellen zeitgenössischen Musik tätig sind. Dies schließt die Einbeziehung von Laien bzw. Amateur*innen in geförderten Projekten aber nicht aus. Bewerbungsschluss: 30.06.2022 für geplante Veranstaltungen im Zeitraum 01.08.-30.09.2022 (weitere Fristen). Bei Fragen steht die Geschäftsstelle gerne telefonisch Di-Do von 11-15 Uhr zur Verfügung.
Künstler*innenförderung der Initiative Musik: Infocall 20.06.22
371 Musikprojekte wie die Studioproduktion des neuen Albums von Charly Klauser (Foto) wurden in der letzten Antragsrunde der Künstler*innenförderung der Initiative Musik 2022 unterstützt. Dieses Förderprogram vergibt Förderbeiträge an Solokünstler*innen, Bands und Autor*innen, die auf dem deutschen und internationalen Musikmarkt Fuß fassen wollen und z.B. für eine Album-Produktion, Videos, Promotion, Proben, Konzerte o.ä. eine Finanzspritze benötigen. Vom 22.06.-13.07.2022 können sich Künstler*innen für die nächste Antragsrunde bewerben und bei einem Infocall am 20.06. ab 18 Uhr informieren und noch offene Fragen stellen. Der Workshop wird auf Deutsch stattfinden, die Teilnahme ist kostenlos. Die Plätze sind begrenzt, daher ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Außerdem bietet die Initiative Musik von Mo-Do 14-17 Uhr und Fr von 10-13 Uhr Beratung per Tel. Tel. 030 – 531 475 45 – 30 an.
Dank NEUSTART KULTUR können für Künstler*innen und ihre professionellen Partnerunternehmen aktuell besondere Konditionen angeboten werden. Über die eingereichten Projektanträge wird von einer vielseitigen (paritätisch besetzten) Jury von zwölf Künstler*innen und Persönlichkeiten aus der Musikwirtschaft entschieden. Die Ernennung der Jurymitglieder erfolgt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Gesellschafter der Initiative Musik.
Reisekostenförderung für Musikprojekte
Das Goethe Institut unterstützt mit einem Fonds Musikprojekte von professionellen, in Deutschland arbeitenden Ensembles oder Musiker*innen. Dabei handelt es sich um eine Teilfinanzierung von Projekten durch Fahrtkostenzuschüsse. Die beantragten Vorhaben müssen von hoher künstlerischer Qualität sein. Der Fachbereich Musik wird bei der Begutachtung der Projektanträge von seinem künstlerischen Beirat und den Programmverantwortlichen der relevanten Goethe-Institute im Ausland unterstützt.
Bewerbungsstart für den Musikstadtfonds 2023
Die Behörde für Kultur und Medien fördert über den Musikstadtfonds Projekte der Freien Musikszene in Hamburg mit 600.000 Euro. Interessierte können sich mit ihren Projekten ab sofort für eine Förderung bewerben. Mit dem Programm werden genreübergreifend Projekte der freien Musikszene gefördert, um die Vielfalt und Qualität in der Hamburger Musiklandschaft zu stärken. Mithilfe des Musikstadtfonds soll frei arbeitenden Klangkörpern, Musikschaffenden, Gruppen und Ensembles die Möglichkeit geboten werden, ihre Werke zu erarbeiten und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Insbesondere sollen künstlerisch hochwertige und programmatisch innovative Konzepte und Veranstaltungen gefördert werden, die Hamburgs Musikleben neue Impulse geben oder die Präsenz einzelner Musiksparten stärken und neue Kooperationen anregen. Darüber hinaus sind besonders solche Projekte förderwürdig, die die Internationalisierung des Hamburger Musiklebens vertiefen oder das speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnittene musikalische Angebot stärken. Die Behörde für Kultur und Medien vergibt die Fördergelder seit sieben Jahren einmal im Kalenderjahr jeweils für den Förderzeitraum 1. Januar bis zum 31. Dezember des Folgejahres. Interessierte können sich ab sofort hier online unter dem Stichwort Musikstadtfonds bewerben.
Amateo Award 2022: Kulturprojekte mit Vorbildcharakter gesucht
Amateo, das Europäische Netzwerk für Kulturteilhabe, schreibt den diesjährigen Amateo Award aus. Gesucht werden partizipatorische Kulturprojekte von Amateurgruppen aus ganz Europa, die mit ihren kreativen Projekten auch andere dazu inspirieren, Neues auszuprobieren. Der Bewerbungsschluss: 15.06.2022
„Sonnenstunden“ fördert kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine
Mit dem Programm „Sonnenstunden“ fördert die Kulturstiftung der Länder ab sofort kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine, die vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen sind. „Sonnenstunden“ soll Einrichtungen und Organisationen unterstützen, situationsbezogen und zügig kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine zu konzipieren und umzusetzen. Antragsschluss: 8. Mai 2022
Produktionsstipendien für Pop-Musiker*innen vergeben
Zum allerersten Mal hat das Popbüro Stuttgart mit der Unterstützung vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH sowie der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH Produktionsstipendien für Pop-Musiker*innen vergeben. Aus 136 Bewerbungen wurden sechs Projekte ausgewählt, die das Stipendium von 5000 Euro bekommen; zwei weitere erhielten lobende Erwähnungen in Höhe von 2000 Euro. Unter den Stipediat*innen sind Laima Adelaide, Soffie, Thabilé und das Punk-Duo ZweiLaster (Foto). Bei der Berufung der Jury sowie bei der Auswahl der Stipendiat*innen wurde auf wichtige Kriterien wie z.B. Parität wertgelegt. So ergibt sich ein diverses Feld von geförderten Projekten, die für öffentliche Förderangebote vorbildhaft sein soll. Aufgrund der großen Nachfrage und der hohen Qualität der Bewerbungen laufen bereits erste Gespräche über eine Fortsetzung der Pop-Stipendien.
Nothilfefonds für Kulturschaffende aus der Ukraine
Mit der Beteiligung an einem Nothilfefonds für Kunst- und Kulturschaffende aus der Ukraine, den die Kulturstiftung des Bundes gemeinsam mit dem Goethe-Institut aufgesetzt hat, will sie #WeStandWithUkraine praktisch werden lassen. Der Fonds in Höhe von knapp 500.000 Euro unterstützt Kulturschaffende aus der Ukraine durch schnelle Überbrückungshilfen vor Ort und in der Diaspora. Antragstellende können beim Nothilfefonds des Goethe-Instituts und der Kulturstiftung des Bundes Vorhaben geltend machen, die auf einen Umgang mit Krisensituationen, eine systematische Unterstützung von geflüchteten Kulturakteur*innen oder den Erhalt der kulturellen Szenen zielen. Die Vorhaben sollen auch einen strukturierten Ansatz für mittel- und langfristige Projektlinien enthalten. Antragsberechtigt sind freie Künstler*innen oder Kulturakteur*innen aus ukrainischen Kulturinstitutionen, die aktuell und in der Vergangenheit mit dem Goethe-Institut Ukraine, den Kulturgesellschaften der Ukraine oder der Kulturstiftung des Bundes in einem Projekt kooperiert haben.

