Die Künstlerin und Aktivistin Peggy Luck (Profolk, DeutschFolk-Initiative, Waldzitherpunk) hat gemeinsam mit anderen in Leipzig ein neues Netzwerk ins Leben gerufen: Folk For Future versteht sich als Netzwerk von Musiker*innen und „musikfreundlichen Menschen, die einen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt und gerechtem, ressourcenschonendem Wirtschaften für die dringlichsten Fragen unserer Zeit halten. Wir bringen Lieder, Gesang, Spiel, Tanz und musikalische Gemeinschaft auf Veranstaltungen rund um Klima und Nachhaltigkeit. Seid herzlichst willkommen, euch anzuschließen“, schreiben die Gründer*innen auf ihrer Facebookseite. Ideen gibt es einige, von Kreistänzen auf Klimademos und musikalischen Flashmobs bis hin zu Blockaden vor Ort mit oder ohne Profis sowie Konferenzen zum Austausch und Dialog. Ende August gründete sich ein Berliner Ableger unter der Federführung von Magdalena Kriss vom Duo Tante Friedl. Wer dabei sein möchte oder weitere Ideen hat, schreibe gerne an [email]ed.xm1778754877g@eru1778754877tufro1778754877fklof1778754877[/email]. Nächster größerer Anlaufpunkt für Folk for Future Leipzig ist der globale Klimastreik von Fridays for Future am 15. September.
Hessen-Ländernetzwerk von music women* germany lädt zu Events ein
Music Women* Germany bekommt Zuwachs: Das Netzwerk wird endlich durch einen Ableger in Hessen erweitert! Die Gesichter dazu könnt ihr erstmals auf dem pop rlp Music Summit am 03.12.2023 ab 14:30 Uhr im KUZ Mainz treffen. Hier ist Platz zum Kennenlernen, Händeschütteln und Networken. Wer am Sonntag keine Zeit hat, ist zur Ausstellungseröffnung von „100 Tage musicmetoo.de zu dem Thema Gewalt und Machtmissbrauch in der deutschen Musikbranche“ in den Schlachthof Wiesbaden eingeladen. Im Juni haben sich mehrere Aktivist*innen zusammengeschlossen und das Projekt deutschrapmetoo fortgesetzt: musicmetoo.de ist eine Plattform für das anonyme Teilen von Erfahrungen mit verschiedenen Formen von Diskriminierung und Belästigung in der Musikbranche und liefert Erstinformationen, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nach 100 Tagen zählen Webseite und Instagramkanal knapp 100 mutige Erfahrungsberichte von Betroffenen. In der Ausstellung könnt ihr noch bis 31.12. in eigenem Tempo und in Ruhe ausgewählte Berichte lesen, eure eigenen Gedanken dazu formulieren und über Lösungsansätze diskutieren. Die Initiative Music Hessen Women* lädt euch zur Ausstellungserröffnung am Mittwoch, den 06.12.2023 um 18 Uhr im Kesselhaus im Schlachthof Wiesbaden ein. Sie wollen mit euch ins Gespräch kommen und euch ihr Vorhaben – das Netzwerk für Akteur*innen der Musikszene in Hessen zu gründen – vorstellen. Die Initiatorinnen von Music Hessen Women* freuen sich über alle, die kommen!
Bundeskabinett tritt Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ bei
Musik-Eltern-Kind-Stammtisch 15.11. @ Café Luv in Bad-Cannstatt
Das Angebot MEET-MUSIC-BABIES richtet sich an alle (werdenden) Eltern aus der Musikbranche und ermöglicht den Austausch mit Gleichgesinnten in einer lockeren, kinderfreundlichen Atmosphäre. Hier könnt ihr euch über die Elternschaft und Arbeit in der Musikbranche austauschen, beraten und vernetzen. Eure Kinder sind dabei ausdrücklich erwünscht! Das Treffen ist von 9:30-12 Uhr und findet im Café Luv in Bad-Cannstatt statt.
Fünf Hamburger Musiker*innen mit internationalen Aspirationen gesucht!
Bewerbt euch bis zum 13.11.2023 für das RockCity MusicXport Projekt und bekommt die Chance, euch international aufzustellen. Im Rahmen des Projekts schickt RockCity Hamburger Music-Acts auf Bühnen in ganz Europa, um dort internationale Live-Erfahrungen zu sammeln und sich ein internationales Netzwerk in der Musikindustrie aufzubauen, das ihnen langfristigen Erfolg sichern soll. Hierbei stehen nicht nur die Konzerte im Vordergrund, sondern insbesondere auch das Networken in den internationalen Musikmärkten. Daher ist ein Bewerbungskriterium, dass die Musikprojekte mindestens eine*n professionelle*n Repräsentierende*n (Management, Booking, Label, etc.) haben und mitnehmen. Weitere Teilnahmevoraussetzungen sind beispielsweise, dass mind. 51% der Projektmitglieder in Hamburg oder der Metropolregion wohnhaft und gemeldet sind, bereits Live-Erfahrung gesammelt wurden und eine erste EP / ein erstes Album veröffentlicht ist oder kurz vor VÖ steht.
Musikbunker in Frankfurt sind gesichert
Gute Neuigkeiten! Die Mietverträge der Musikbunker mit der Stadt Frankfurt am Main wurden um 15 Jahre verlängert! Am Donnerstag, den 21. September 2023 hat der Frankfurter Kulturausschuss (einstimmig!) den Antrag zur Verlängerung der Mietverträge von fünf Musikbunkern um weitere 15 Jahre beschlossen, inkl. der Zusage, dass die Mieten an die Stadt Frankfurt/Main in diesem Zeitraum nicht erhöht werden. Das schreibt die Koalition der Freien Szene in ihrem aktuellen Newsletter: „Wir freuen uns sehr, dass die in den fünf Musikbunkern probenden Musiker*innen und Musikbunkervereine nun weitere fünfzehn Jahre Planungssicherheit haben und dass die vielen vergangenen Gespräche mit Frankfurter Politiker*innen und die gemeinsamen Sightseeing-Touren 2022 & 23 durch die Musikbunker so erfolgreich waren. Auf den Touren haben die beteiligten Politiker*innen die verschiedenen Proberäume in den Musikbunkern kennengelernt. Sie haben mit Musiker*innen gesprochen, die in den Musikbunkern proben und arbeiten. Sie haben die kreative Atmosphäre gespürt, die unter den Musiker*innen in den Bunkern herrscht und haben hautnah erfahren, was für ein großer kultureller Schatz durch günstige Mieten, welche die Musikbunkervereine an die Stadt Frankfurt/Main zahlen, gefördert wird“. An der Verlängerung der Musikbunker Mietverträge sähe man, wie wichtig es sei, dass Musiker*innen und andere Kulturschaffende sich mit der Koalition der Freien Szene vernetzen, um für die Öffentlichkeit, für Medien und Politik sichtbarer zu werden und ein größeres gesellschaftliches und politisches Gewicht zu bekommen.
Pop rlp lädt zu Music Summit 03.12.2023 & Home-Studio-Recording Workshop
Pop rlp veranstaltet am 03.12.2023 in Mainz den pop rlp MUSIC SUMMIT 2023. Das Ziel ist es, an diesem Tag Musiker*innen, Veranstaltende, Kulturschaffende und die Politik aus RLP zu vernetzen und in unterschiedlichen Panels und Workshops in den gemeinsamen Austausch zu kommen. Den Schwerpunkt setzen die Veranstalter*innen auf die Relevanz von Popförderung und die Situation der Popkultur in unserem Bundesland. Es geht um Fragen wie: Wie können Musiker*innen besser unterstützt werden? Wie vernetzen sich Veranstaltende untereinander? Was wünschen sich Akteur*innen von der Politik? Welche Schwierigkeiten gibt es in RLP und wie können wir diese verbessern?
Special: MusicRLPwomen* bieten einen extra Workshop mit begrenzter Kapazität an! Wenn du beim Home-Studio-Recording Workshop im Rahmen des Club of Heroines dabei sein möchtest, wähle das entsprechende Ticket zusätzlich aus. Außerdem will das Ländernetzwerk Initiativen aus Rheinland-Pfalz und darüber hinaus einladen, die sich aus- und vorstellen können. Dies kann sowohl im geschützten Raum (FLINTA only), als auch im Zusammenhang mit allen Veranstaltungsbesuchenden stattfinden. Du bist Teil eines Netzwerkes oder eines Vereins und möchtest am Start sein? Dann melde dich per Mail.
Nach dem Tagesprogramm treten Top-Acts aus Rheinland-Pfalz auf. Einlass: 14 Uhr, Beginn: 14:30 Uhr
Veranstaltungsort: KUZ, Dagobertstraße 20B, 55116 Mainz
Operation Ton Meet Up 18.10.2023 Hamburg
Am 18.10.2023 von 16-22 Uhr geht im Jupiter in Hamburg das OPERATION TON Meet Up: COMMUNITY BUILDING an den Start! Das Networking Event bietet Artists und Branchen-Nachwuchs Wissen und Austausch zum Thema: Fanbindung & Communityaufbau! Neben Keynotes und Panels gibt es Networking Tables und einen Sofa-Messebereich, der 12 lokale, regionale und bundesweite Musik-Netzwerke und Organisationen in Sofaecken präsentiert sowie Livemusik. Tickets gibt es für 15 Euro.
Folk for future gegründet
Infrastrukturförderung der Initiative Musik fördert 17 Projekte u.a. Ländernetzwerk musicHEwomen*
Die Jury hat entschieden: 17 regionale und bundesweite Projekte bekommen in der aktuellen Förderrunde der Infrastrukturförderung finanzielle Unterstützung. Mit dabei ist der Schlachthof Wiesbaden mit seinem Vorhaben, das lang ersehnte Ländernetzwerk Hessen von Music Women* Germany zu gründen (Yeah!): musicHEwomen*! Außerdem sind Music Women* Germany mit ihrem Projekt more diversity in music, die Nürnberg Pop Conference mit dem GUNDA Popkulturpreis 2023 oder die sich in der Pilotphase befindende Academy for Subcultural Understanding der Tresor Foundation Berlin u.a. dabei.
Mit der Infrastrukturförderung unterstützt die Initiative Musik Projekte, die nachhaltige Rahmenbedingungen in der Musiklandschaft schaffen. Du und dein Projekt machen das auch? Von 2. – 23.10.2023 gibt es die nächste Möglichkeit zur Antragstellung. Für die Antragstellung gibt es eine nützliche Schritt-für-Schritt-Anleitung durch das Antragstool. Die Liste aller geförderten Projekte findet ihr hier.
Music Women* Germany veröffentlicht PM zu Machtmissbrauch in der Musikindustrie
Das Netzwerk Music Women* Germany macht in seiner neusten Pressemitteilung den Machtmissbrauch in der Musikindustrie zum Thema. Die Asymmetrie der Machtverhältnisse in der Musikindustrie führe zu zahlreichen und facettenreichen Missbräuchen, bei denen besonders Frauen* – da sie in PR und Assistenzfunktionen arbeiteten – die Betroffenen seien. Die Missbrauch begünstigenden Strukturen fänden sich auch in der Musik wieder: „Männer*, die sich aufgrund ihrer Machtposition sicher fühlen, konnten und können problematische Lieder unter dem Deckmantel der Provokation und Kunstfreiheit veröffentlichen“. Von Motörhead über Ted Nugent zu R Kelly – Music Women* Germany listet viele Musiker auf, die nicht nur den Sex mit minderjährigen Groupies besungen hätten, ohne dass das kritisch hinterfragt worden wäre; viele wären auch noch Beziehungen und Ehen zu Minderjährigen eingegangen, ohne dass die Musikindustrie dies verurteilt hätte. „All das zeigt, dass es sich um ein strukturelles Problem innerhalb der weltweiten Musikindustrie handelt und dass sich diese Strukturen nicht auf eine bestimmte Musikrichtung oder Land beschränken. (…) Die Musikindustrie muss endlich anfangen, in die Verantwortung zu gehen. Sie muss aufhören, Fälle totzuschweigen und beginnen, bei neuen Fällen klar Position zu beziehen. Es müssen alte Strukturen offengelegt und geprüft werden, damit Abhängigkeiten abgebaut werden können. Wir wünschen uns, dass die Musikbranche sicher für alle Personen, ob vor, auf oder hinter der Bühne, wird! Wir möchten an alle Menschen, die Teil dieser Industrie sind, appellieren, sich mit ihren eigenen Mechanismen auseinanderzusetzen und zu schauen, wo sie Privilegien haben, welche sie anderen marginalisierten Personen zur Verfügung stellen könnten.“
Neues Ländernetzwerk Music Women* Thüringen sucht Unterstützung
Das Music Women* Netzwerk wächst weiter und freut sich jederzeit über Unterstützung. Nach dem offiziellen Launch des Ländernetzwerks am 22.07.2023 plant das Thüringer Team bereits die nächsten Aktionen und Veranstaltungen, checkt dazu ihren Insta-Kanal. Wer sich einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, eine Nachricht zu schreiben und zum nächsten Treffen zu kommen.
Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“
Das Bündnis “Gemeinsam gegen Sexismus“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und von der EAF Berlin (Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V.) gemeinsam mit diesem durchgeführt wird, tritt Sexismus entschieden entgegen und verfolgt das Ziel, Sexismus, sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch zu erkennen, hinzusehen und wirksame Maßnahmen dagegen zu verankern. Die Arbeit und Zielsetzung des Bündnisses gliedert sich in drei Schwerpunktbereiche: es will einen öffentlichen Raum schaffen, in dem sich alle sicher fühlen können – unabhängig vom Geschlecht und der Uhrzeit. Es will erreichen, dass sich Frauen und Männer an ihren Arbeitsplätzen sicher fühlen und gleiche Chancen haben. Außerdem setzt es sich für eine gleiche Teilhabe aller Menschen in Kultur und Medien ein, frei von Sexismus, sexueller Belästigung und rückwärtsgewandten Rollenstereotypen – an den Arbeitsplätzen, aber auch in Texten, Filmen und auf der Bühne. Geplant sind regelmäßige Netzwerktreffen, bei denen Austausch und Wissen über konkrete Maßnahmen gegen Sexismus ermöglicht werden soll. Die Ergebnisse werden den Bündnispartner*innen und anderen Interessierten über Publikationen, soziale Medien und die Website zur Verfügung gestellt. Außerdem soll eine öffentliche Fachkonferenz mit intersektionalem Fokus und internationalem Charakter ausgerichtet werden. Mit öffentlichen Veranstaltungen, kommunalen Aktionstagen und Ausstellungen, audiovisuellen Angeboten und einer erweiterten Handreichung bietet das Bündnis weitere Formate, um das Wissen über Sexismus in seinen unterschiedlichen Dimensionen sowie entsprechende Gegenmaßnahmen zu vertiefen und verbreiten. Macht mit und werdet Teil des Bündnisses!

