Winterjazz im Stream

Das Kölner Winterjazz Festival sollte eigentlich 10jähriges feiern – und das tut es auch, wenn auch das ganze Land den Winterschlaf im Lockdown hält. Von Angelika Niescier ins Leben gerufen, wurde seit Januar 2012 „winterjazz“ als das Musikfest in, aus, von und für Köln gefeiert. Anfang 2021 ist noch vieles anders, gerade deswegen wollen die Kuratorinnen Angelika Niescier und Ulla Oster es ganz besonders machen. 10 Gäste aus europäischen Nachbarländern und quer aus der Republik waren für den 8. und 9. Januar eingeladen, ihre Musik mitzubringen und mit Kölner Musiker*innen im Livestream zu performen. Die Konzerte könnt ihr hier nachhören.

11.01.2021

#BLEIBIMBETT – Support Your Local Artist

Der Frankfurter Club Das Bett startet ins neue Jahr: Im Januar beginnt die neue Reihe #BLEIBIMBETT – Support Your Local Artist. Die Livestreaming-Konzerte werden von Bands und Künstler*innen aus Frankfurt und Umgebung gegeben – wer es sein wird, erfahrt ihr aber erst, wenn es losgeht. Alle, die auch mal wieder etwas Neues entdecken möchten, sind schon mit 5 EURO dabei und unterstützen damit die lokale Kulturszene. Die Streams finden ab dieser Woche immer dienstags und donnerstags statt. Beginn ist jeweils 20:00h.

11.01.2021

hr-Bigband präsentiert Streaming-Konzerte mit FEE. u.a. im Januar 2021

Unter dem Titel „Große Stars und lokale Helden“ präsentieren das hr-Sinfonieorchester und hr-Bigband verschiedene Streaming-Konzerte im Januar und werfen auch einen Blick auf die lokale Musikszene, in dem sie ihre erfolgreiche Konzertreihe „Act Local – Fokus Rhein-Main“ fortführen. Für den vierten Teil haben sie sich die junge Frankfurter Künstlerin FEE. (Foto: Christoph Seubert) eingeladen. Diese hat gerade ihr neuestes Album „Nachtluft“ veröffentlicht, das komplett bei ihr im Wohnzimmer entstanden ist. Wie sich das zusammen mit einer Bigband anhört, kann das Publikum am Freitag, 22. Januar 2021 miterleben. Alle Januar-Konzerte der beiden hr-Orchester gibt es ausschließlich per Video-Livestream und anschließend als Video-on-Demand zu sehen.

15.12.2020

#artiststhome: Tokunbo Weihnachtslivestream

TOKUNBO gibt ein kleines Weihnachtskonzert aus ihrem Wohnzimmer. Am 13.12., von 17.00 Uhr- 17.50 Uhr ist das Konzert bei Youtube live zu sehen und zu hören. Tickets gibt es hier, und einen kleinen Teaser können wir euch jetzt schon zeigen:

08.12.2020

Buchtipp: „Klingende Innenräume“ von Sabine Meine & Henrike Rost (Hg.)

Livestreams aus dem Wohnzimmer sind während der Corona-Pandemie zunehmend zur Selbstverständlichkeit geworden und bieten für viele Musiker*innen momentan die einzige Möglichkeit, ihre Musik live zu spielen. Ein neuer musikwissenschaftlicher, reich bebildeter Sammelband greift dieses Thema auf und befasst sich mit dem Musizieren zuhause, damals und heute: „Klingende Innenräume. GenderPerspektiven auf eine ästhetische und soziale Praxis im Privaten“ von Sabine Meine und Henrike Rost (Hrsg.). Der Band, der von einem Innenraum-Begriff ausgeht, der Ambivalenzen und Vieldeutigkeiten bewusst offenlegt, umfasst Fallbeispiele von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. „Leiser als die Klänge in Konzert und Oper, zwingen uns die Töne in Innenräumen dazu, genauer hinzuhören. Die kommunikativen und wahrnehmungsgebundenen Qualitäten von Musik in privaten Innenräumen erweisen sich dabei als besonders ergiebig für genderspezifische Fragen. Denn im Blick auf die Räume hinter geschlossenen Türen wird musikbezogenes Agieren von Frauen ebenso wie das gleichermaßen wenig erforschte Miteinander von Frauen und Männern in privaten Kontexten rekonstruierbar. Klingende Innenräume sind somit Teil einer Raumsoziologie, die uns eine Fülle von Zugängen zu musikkulturellem Handeln in Geschichte und Gegenwart eröffnet, bei der die Funktion von Musik als ästhetische und soziale Praxis im Vordergrund steht“, heißt es im Kurzinhalt. Die Sendung „Tonart“ hat das Buch in einem Radiobeitrag in WDR 3 am 03.12. vorgestellt, den ihr hier nachhören könnt.
08.12.2020

Liederfest Hoyschrecke & Wettbewerb: Onlineausgabe 28.11.2020

Eigentlich sollte Ende November in der Kulturfabrik das 24. Liederfest Hoyschrecke 2020 stattfinden. Das Virus und die aktuellen Corona-Bestimmungen verhinderten das. Doch die Veranstalter*innen trotzen dem Virus und verschoben das Konzept kurzerhand ins Netz. So wurden die Nominierten bereits im Vorfeld bei ihren Auftritten gefilmt und ihr könnt sie euch am 28.11.2020 ab 20 Uhr bei Youtube oder Facebook anschauen. Freut euch auf die Musik von Masha Potempa (Leipzig) (Foto rechts), Elena Seeger (Stuttgart), Die Nowak (Sinzing/Bayern), Paula Linke (Leipzig) u.a. anschauen. Gegen 22:15 Uhr könnt ihr dann für Eure*n Favorit*in abstimmen, das Voting läuft 30 Minuten. Die beiden Gewinner*innen (Jury,- und Publikumspreis) erhalten eine Einladung zu einem Preisträgerkonzert im Jahr 2021, wo dann die Übergabe der metallenen Hoyschrecken erfolgt. Dank der Ostsächsischen Sparkasse Dresden können die Preise auch in diesem Jahr wieder mit einem Preisgeld dotiert werden.

27.11.2020

Porgy & Bess zeigt Streamkonzert-Serie „The Show must go on(line) again“

Das Porgy & Bess in Wien lässt sich die Stimmung vom zweiten Lockdown nicht vermiesen und lädt im November und Dezember in seinen virtuellen Club ein. Der bietet allen Ensembles, die engagiert wurden, auch weiterhin die Bühne im leeren Club und aktiviert seinen bereits erprobten und bewährten Jazzzustellservice „The show must go on(line)“, um eine gewisse musikalische Grundversorgung zu garantieren. An Tagen, an denen internationale Bands, die nun nicht reisen können, ein Gastspiel gehabt hätten, streamt das Porgy & Bess-Team aus dem Archiv, das dato über 150 Konzerte umfasst. Es zahlt auftretenden Musiker*innen ihr vereinbartes Honorar und engagiert Ton-, Licht- und Streamtechniker*innen. Klar, dass das Publikum das honoriert, indem es den Pay-as-you-wish-Button möglichst häufig drückt und ein Hutgeld hinterlässt. Die nächsten Konzerte kommen u.a. von österreichischen Acts wie dem Kollektiv Mamma Fatale feat Milly Groz (Foto), außerdem stehen Anna Anderluh, SWANtje, Johanna Orsini-Rosenberg sowie internationale Künstler*innen wie The International Gospel Society w/Big John Whitfield (A/USA) und Chanda Rule (USA/A/CZ) auf der Bühne. Am 11.12. präsentiert der Österreichische Komponistenbund die Composers’ Lounge #17 mit Ankathie Koi, Elis Noa, Kathi Kallauch, Momo’s Marrow, Sinikka Monte u.a. Das Publikum und die Fachjury entscheiden gemeinsam, wer an diesem Abend mit dem „ÖKB Songwriter Award“ ausgezeichnet wird.

26.11.2020

#artistathome: Kick La Luna Stream-Wochenende 27.-30.11.2020

Mitten im Lockdown haben Kick La Luna das Unmögliche möglich gemacht und in voller Bandbesetzung am 22.10. ein Livekonzert aus der Frankfurter Brotfabrik gestreamt. 25 Live-Fan*innen konnten das Konzert vor Ort miterleben, der Livestream verzeichnete 800 Klicks. Für alle, die nicht dabei waren, gibt es jetzt die Möglichkeit, das Konzert, Interviews und mehr nachzuerleben. Vom 27.11. um 12 Uhr bis 30.11.2020 12 Uhr stellt die all female Weltmusikband ein „delayed streaming“ hier zur Verfügung. Hinterher könnt ihr hier eine Hutspende veranlassen (Foto: Wolfgang Schmidt Ammerbuch).

24.11.2020

Coucou im Livestream @Most Wanted: Music Berlin (05.11.2020)

Ein Livestream-Konzert in Jogginghose vom Sofa aus zu verfolgen, ist schon eine seltsame Erfahrung, aber durchaus auch sehr gemütlich. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten war das gestreamte Konzert, das Coucou im Rahmen des Most Wanted: Music Festivals 2020 in Berlin gaben, nicht so fern von der gewohnten Live-Konzert-Atmosphäre. Zwar kam der Applaus wegen fehlendem Publikum vor Ort nur von Mitarbeiter*innen des Festivalteams, dafür war der Sound-Genuss ungestört von Zwischenrufen und auch die Sicht war perfekt, da keine großgewachsenen Zuschauer*innen in der Reihe vor einem die Sicht blockieren konnten.

Das Konzert der dreiköpfigen all-female-Band CouCou aus Berlin und Leipzig passte perfekt in die heimelige Stimmung zuhause und es war ein gut gelungenes Konzert. Die Band, welche 2016 ihr Debütalbum „Paperskin“ veröffentlichten und ihre nächste EP „Girl“ am 27. November herausgeben werden, setzt sich aus zwei Gesangsstimmen und einer E-Gitarre zusammen, wobei je nach Song auch noch weitere Instrumente genutzt werden. Dezent eingesetzte Percussion, hier und da auch mal ein elektronischer Beat oder eine Akustikgitarre, Kalimba und Glockenspiel ergeben mit den zwei tollen Stimmen von Janda und Meryem Kilic und dem prägnantem E-Gitarrenspiel von Steffi Narr den charmanten Indie-Popsound von Coucou. Ihre melancholische, unaufdringliche Popmusik vermittelt eine Wärme und eine  Energie, die das Herz der Zuhörer*innen berührt. Mit dem Song „There is a place“, der bereits am 20. November erscheinen wird, geben die drei Musikerinnen einen Ausblick auf ihre neue EP. Auch dieser Song spiegelt den Stil der Band wider, mit warmen Klängen, ruhigen Rhythmen und schönen Stimmen, die miteinander harmonisieren. Diese Atmosphäre vermittelt auch der Song „Paperskin“. Doch die Band kann auch anders: Mit den Songs „You don´t have to worry“, „My Idea of you“ und „Out of my head“ beweisen sie dies. Ab und an erklingen prägnante Klänge der elektrischen Gitarre neben betonter, perkussiver Rhythmik die den Songs klanglich eine stärkere Energie auferlegen, wobei die Band ihrem Stil noch treu bleibt. 
Sollte der Bericht euer Interesse geweckt haben, schaut gerne auf YouTube vorbei, wo der Livestream anzusehen ist, der auch Auftritte von Kid Be Kid, LIN, Liesl u.a. präsentiert.

Rebekka Marx

12.11.2020

Jazz thing Soli-Abo mit Spende für A-Trane-Musiker*innen & Techniker*innen

Das Jazzmagazin Jazz thing möchte sich solidarisch zeigen und funktioniert sein Soli-Abo um: 50% aller Einnahmen aus den bis 31.12.2020 bestellten Abos – 18 Euro – fließen als Spende an die Musiker*innen und Techniker*innen des Shutdown-Livestreaming-Programms des Berliner Jazz Clubs A-Trane. Das A-Trane ist ein Jazzclub in der Hauptstadt, der so gut wie ohne Förderung durch die öffentliche Hand auskommen und wirtschaften muss – und trotzdem seit vielen Jahren ein tolles Programm von internationalem Format, aber auch mit vielen Berliner Musiker*innen auf die Beine stellt. Im November bietet der Club ein qualitativ hochwertiges, kostenpflichtiges Live-Streaming-Programm an. Das Eröffnungskonzert von „Second Shutdown Project: The A-Trane Live-Stream Series“ findet gleich an zwei Abenden statt: am 14. und 15. November mit dem Trio der Pianistin Clara Haberkamp.

Damit gibt das Magazin fünf Ausgaben eines Abo-Jahres de facto zum Selbstkostenpreis ab. Soli-Abonnent*innen winkt nicht nur gutes Karma, sondern auch eine CD als Begrüßungsprämie und die Chance, eine CD aus einer Verlosungsaktion zu gewinnen. Beim Premium-Abo gibt es mit jedem Heft noch eine CD des jeweils aktuellen Acts der „Jazz thing Next Generation“-Reihe dazu – das macht fünf Hefte und fünf CDs im Jahr für nur 73,40 € (der Spendenbetrag in Euro bleibt derselbe).

12.11.2020

Jazzfest Berlin – Livestreams auf Arte Concert

Das Jazzfest Berlin 2020 stellt der Pandemie zum Trotz und in Anbetracht der gesellschafts-politischen Turbulenzen in den USA den transatlantischen Dialog zweier kreativer Zentren des Jazz, New York und Berlin, in den Mittelpunkt seiner 57. Ausgabe. In Kooperation mit ARTE Concert bringt es Livekonzerte und vorproduzierte Filme zum Publikum – wo auch immer es sich gerade befindet. Die Inhalte der Livestreams gibt es nach dem Ende des Festivals auf ARTE Concert und Jazzfest Berlin on Demand zum Nachhören und –sehen.

09.11.2020

#artistathome: Coucou senden Vorboten ihrer neuen EP „GIRL“

Das Pop Noir-Trio Coucou aus Leipzig und Berlin releast in Kürze seine neue EP „GIRL“ (VÖ: 26.11.2020). Live könnt ihr sie am 05.11.2020 (16:30 Uhr) sehen, wenn sie im Rahmen der Liveperformances von „Most Wanted: Music 2020 – The Hybrid Music Conference“ auftreten. Einen Vorgeschmack ihrer neuen Songs vermittelt ihr neues Video „My Idea Of You“:

 

03.11.2020