Hessischer Jazzpreis 2025: Preisträgerkonzert an größeren Ort verlegt (jetzt Ticket buchen!)

Das Preisträgerkonzert der Kasseler Pianistin Ursel Schlicht wurde aufgrund der großen Nachfrage an einen größeren Ort, den großen Saal im Anthroposophischen Zentrum in Kassel verlegt. Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert finden am 15. Dezember 2025 um 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wieder möglich! 

Der Abend wird drei Aspekte von Ursel Schlichts musikalischen Tätigkeit aus Jazz, Improvisation und Interdisziplinarität zeigen. Eröffnet wird er mit einem Ausschnitt aus dem aktuellen Projekt „Foto+Klang“, genauer mit einer Fotostrecke inspiriert von der documenta fifteen, zu der sie Improvisationen am Flügel solo entwickelt hat; als special guest an diesem Abend ist der langjährige Duo-Partner Hans Tammen mit Live-Elektronik dabei. Es folgen eine Auswahl persönlicher Jazzkompositionen mit Posaune, Saxophon, Kontrabass und Flügel. Mit allen Musikern aus Kassel verbindet sie eine lange Zusammenarbeit. Abgerundet wird der Abend durch ein improvisatorisches Konzept für das ganze Ensemble, an dem auch Laudator Nikolaus Neuser an der Trompete mitwirkt.

Mehr zum Preis und zur Künstlerin hier. 

08.12.2025

Kasseler Pianistin Ursel Schlicht bekommt den Hessischen Jazzpreis

Was für eine freudige Nachricht: Die Kasseler Pianistin Ursel Schlicht erhält den Hessischen Jazzpreis des Jahres 2025! Das hat der Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels gestern bekannt gegeben. „Als Künstlerin, die nicht nur musikalisch glänzt, sondern deren Leben und Werk beispielhaft verknüpfen, was Kunst, Wissenschaft, Kulturpolitik und soziales Engagement ausmachen können, hat Ursel Schlicht den Hessischen Jazzpreis 2025 mehr als verdient,“ zeigt er sich begeistert. In der Auswahlbegründung der Jury heißt es: „Als Performerin bewegt sie sich souverän zwischen Jazz, Neuer Musik und interkulturellen Projekten. Ihr Spiel ist geprägt von hoher Sensibilität, großer spontaner Kreativität, technischem Können und dem Mut, Grenzen zu überschreiten, immer mit Respekt vor den Traditionen, aus denen sie schöpft. Mit Formationen wie Jazz Meets Tabla oder SonicExchange schafft sie Räume des Dialogs, die in Hessen verankert und international vernetzt sind.“

Ursel Schlicht hat ein Lehramtsstudium in den Fächern Musik und Kunst absolviert, danach schlossen sich Lehraufträge an Universitäten in Kassel, New York, Hamburg und New Jersey an. Mit ihrer Dissertation über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusikerinnen setzte die Kasseler Pianistin Maßstäbe, die bis heute das Nachdenken über Geschlechtergerechtigkeit im Jazz prägen. Nach knapp 10 Jahren in New York, wo sie mit zahlreichen Musiker*innen aus der freien und experimentellen und auch der Jazzszene zusammenarbeitete, zog es Ursel Schlicht 2013 wieder nach Kassel. Dort engagiert sie sich kulturpolitisch – zuletzt als gewähltes Mitglied im Kasseler Kulturbeirat – und sozial, indem sie Projekte mit geflüchteten Musiker*innen initiiert und leitet. 

Als Leaderin oder Co-Leaderin ist sie auf verschiedenen CDs zu hören und tritt international mit ihrem Duo mit Robert Dick, ihrem Quintett mit Stephanie Griffin, Catherine Sikora, Hilliard Greene und Andrew Drury sowie als Mitglied von Hans Tammens „Third Eye Orchestra“ und Sarah Weavers „SLM Orchestra“ auf. Die Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit. Ihr aktuelles Trio mit Shams Hashemi Mahmoud und Rolf Denecke kombiniert afghanische Tabla mit Jazz, und im gemeinsamen Trio mit Anna Jonsdottir und Ute Völker werden isländische Lieder avantgardistisch interpretiert.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert finden am 15. Dezember 2025 um 19 Uhr im Palais Bellevue in Kassel statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Herzlichen Glückwunsch für diesen verdienten Preis, liebe Ursel! (Foto: Rolf Schöllkopf)

02.12.2025

Bewerbungsphase für Deutschen Jazzpreis 2026 startet (15.10.)

Am 15. Oktober 2025, 10 Uhr (CET) öffnet das Online-Portal für Bewerbungen zum Deutschen Jazzpreis 2026. Bis zum 30. November 2025 können digital Beiträge in elf Kategorien eingereicht werden. Bewerbungsberechtigt sind Künstler*innen, Ensembles, Labels, Managements, Promoter*innen, Journalist*innen, Festivalorganisator*innen, Rundfunkanstalten sowie Musikvermittler*innen aus dem In- und Ausland. Berücksichtigt werden herausragende und innovative Leistungen vom 1. Dezember 2024 bis zum 30. November 2025. In welchen 22 Kategorien der Deutsche Jazzpreis verliehen wird, welche Kategorien von der Jury kuratiert werden und in welchen Kategorien Bewerbungen möglich sind, erfährst du hier. Welche Einreichungen bei der feierlichen Preisverleihung am 25.4.2026 in Bremen im Rahmen der jazzahead! ausgezeichnet werden, entscheidet die Jury, die im kommenden Jahr bekannt gegeben wird. Jede Auszeichnung ist mit mindestens 10.000 € dotiert; auch Nominierte, die keinen Preis erhalten, werden mit mindestens 1.000 € gewürdigt.  

13.10.2025

Österreichischer Jazzpreis 2025: Nominierte bekannt gegeben

Österreich hat eine höchst lebendige Jazz- und World Music Szene. Um den kreativen Musiker*innen mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken, wurde 2024 der Österreichische Jazzpreis ausgerufen. Zu den Kategorien „Live Act“, „Album“ und „Newcomer“ wird es 2025 auch die Kategorie „High Impact Award“ geben (Juryentscheid). Pro Kategorie werden 5 Projekte / Alben / Newcomer*innen nominiert. Zu den Nominierten in der Kategorie Newcomer gehören die Bassistin Julia Hofer (Foto: Maria Frodl), die Pianistin Anna Maurer, die Sängerin Amina Bouroyen, die Saxophonistin Anna Tsombanis, die Kontrabassistinnen Helene Glüxam und Victoria Kirilova u.a. Letztere wurde mit Nina Feldgrill u.a. auch in der Kategorie „Album“ aufgestellt. Als Bester Live Act hat Golnar Shahyars Konzert mit der NDR Bigband eine Chance, bei dem sie mit Kompositionen aus dem Album Tear Drop war Golnar Shahyars Konzert Jazz und globale Einflüsse innovativ verschmolzen hat. Die Preise werden am 26.11. verliehen.

Musikprojekte aus Österreich können sich seit 2022 in die Jazz & Global Music Library eintragen, eine „klingende Bibliothek“, die der Vielfalt aller Jazz- & Global Music-Projekte aus Österreich offensteht. Sie kann von den Musiker*innen zu jeder Zeit aktualisiert werden und dient der Sichtbarmachung im In- und Ausland.
25.09.2025

Albert-Mangelsdorff-Preis 2025 geht an Lauren Newton

Die Deutsche Jazzunion zeichnet die Sängerin Lauren Newton mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis 2025 für ihr über fünf Jahrzehnte andauerndes, prägendes Wirken im Jazz aus. Die seit 1974 in Deutschland lebende US-Sängerin, Komponistin und Pädagogin Lauren Newton studierte klassischen Gesang in den USA und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Schon in der Zeit begann sie, ihr Spektrum an wortlosen Gesangstechniken zu erweitern, weil es ihr auch darum ging, das Perkussive in ihren vokalen Ausdruck zu integrieren, um so unterschiedliches ästhetisches Material und Texturen kombinieren zu können. Bis 1990 war sie Sängerin im Vienna Art Orchestra, sie stand mit Vocal Summit auf der Bühne und arbeitete zudem mit Anthony Braxton, George Lewis, Myra Melford, Aki Takase oder Vladimir Tarasov zusammen. Bis 2019 war sie an der Hochschule Luzern Professorin für Jazzgesang und frei improvisierte Musik. „Lauren Newton ist ein Fixstern der Improvisierten Musik, eine (ideale) Gesamt-Musikerin, die alles zugleich ist: Komponistin und Interpretin, Schöpferin und Improvisatorin, Sängerin und Instrumentalistin ihrer Stimme, Abrissbagger abgestumpfter Klischees und Baumeisterin einer neuen Welt aus Klang und tiefer, menschlicher Kommunikation.“ Die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert im Duo mit der französischen Bassistin Joëlle Léandre finden am 1. November um 16:30 Uhr im Rahmen des Jazzfest Berlin statt. Der Besuch der Verleihung des Albert-Mangelsdorff-Preises ist kostenlos und erfolgt über vorige Anmeldungen. Diese werden in Kürze möglich sein, sofern Plätze verfügbar sind. 

05.09.2025

Deutscher Jazzpreis 2025 an 22 Preisträger*innen vergeben

Am 13.6.2025 wurden bei der Verleihung des Deutschen Jazzpreises im Kölner E-Werk 22 Preisträger*innen geehrt und einmal mehr die Vielfalt und Energie des Jazz eindrucksvoll gezeigt. Aus 76 Nominierten wählte eine international besetzte Hauptjury die diesjährigen Preisträger*innen in insgesamt 22 Kategorien aus – von künstlerischen Leistungen über Albumproduktionen bis hin zu Festivals, journalistischen Leistungen und Projekten der Musikvermittlung. Auf der Liste der Geehrten stehen Sera Kalo (Vokal), Ingrid Laubrock (Holzblasinstrumente), Philo Tsoungui (Schlagzeug/Percussion), Eva Klesse (Künstler*in des Jahres) (Foto: Maxim Francois), Jihye Lee Orchestra (Großes Ensemble des Jahres International), Do you remember? – Sonic Interventions (Newcomer*in des Jahres), ØKSE – ØKSE (Album des Jahres International), Good Intentions – Alden Hellmuth (Newcomer*in des Jahres International), PlanetWoman – Birgitta Flick (Komposition/Arrangement des Jahres) u.a. Das PENG Festival wurde Festival des Jahres und die Jazzpilot*innen der Deutschen Jazzunion bekamen einen Preis in der Kategorie Musikvermittlung & Teilhabe. Uschi Brüning wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Gewinner*innen dürfen sich nicht nur über die renommierte Trophäe freuen, sondern erhalten auch ein Preisgeld in Höhe von 12.000 Euro. Auch die Nominierten, die keinen Preis mit nach Hause nehmen, werden mit 4.000 Euro gewürdigt.

23.06.2025

16. European Young Artists‘ Jazz Award Burghausen 2026

Anlässlich der 53. Internationalen Jazztage Burghausen vom 17. bis 22. März 2026 lädt die Interessengemeinschaft Jazz Burghausen e.V. in Kooperation mit der Stadt Burghausen zur Einreichung von Beiträgen zum 16. European Young Artists‘ Jazz Award Burghausen 2026 ein. Der jährlich vergebene Preis wurde ins Leben gerufen, um vielversprechende junge Jazzkünstler*innen aktiv zu fördern. Bewerben können sich Solokünstler*innen, Duos, Combos aus drei oder mehr Musiker*innen und Big Bands mit Sitz in Europa, die Teilnehmer*innen dürfen am 17. März 2026 nicht älter als 30 Jahre sein. Alle Spielarten des Jazz sind zugelassen. Die ersten drei Preise sind mit einem Preisgeld dotiert, die Gewinnerband (1. Platz) bekommt zwei Auftritts-Slots im Rahmen des Festivals. Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2025
05.06.2025

Jutta Hipp Preis 2025 vergeben

Seit 2023 vergibt der Jazzverband Sachsen seinen Jutta Hipp Preis. In den Kategorien Komposition und Improvisation werden alle zwei Jahre herausragende Jazzmusiker*innen ausgezeichnet, die im Leben und Wirken mit dem Freistaat Sachsen verbunden sind und dessen kulturelle Landschaft mit ihrem Wirken bereichern. In diesem Jahr wurde aus mehr als 60 Bewerbungen das Marina Schlagintweit Large Ensemble in der Kategorie Komposition ausgewählt. Jeder Kategoriepreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Der Ehrenpreis geht an den Saxstall in Pohrsdorf. Preisverleihung und Preisträgerkonzerte finden am 22. Mai im Malzhaus in Plauen.

16.05.2025

Gewinner*innen des Europäischen Burghauser Nachwuchs Jazzpreis stehen fest

108 Formationen mit Musiker*innen aus 48 Ländern hatten sich um den diesjährigen „Europäischen Burghauser Nachwuchs Jazzpreis“ beworben. Die Jury wählte im Blindverfahren fünf Bands aus, die sich zum finalen Wettbewerb am 25.03. im Stadtsaal in Höchstform präsentierten. Am Schluss ging der erste Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro an den Pianisten Filippo Deorsola und sein Trio Anaphora. Über den zweiten Platz und 3.000 Euro freute sich das norwegische Quintett der Geigerin, Komponistin und Improvisationsmusikerin Tuva Halse (Foto). Das deutsche Quintett KOOB um die Sängerin Valeryia Dele aus Belarus durfte sich über Platz 3 und 2.000 Euro Preisgeld freuen.

09.04.2025

Deutscher Jazzpreis: 76 Nominierte stehen fest!

Nachdem die international besetzte Fach- und Sonderjury in den vergangenen Wochen 1193 Einreichungen gesichtet und bewertet hat, stehen sie nun fest: Die insgesamt 76 Nominierten des Deutschen Jazzpreises 2025 überzeugten im vergangenen Jahr mit außergewöhnlichen künstlerischen und innovativen Musikproduktionen, Live-Performances, Kompositionen, Festivals, journalistischen Beiträgen und weiteren Leistungen. Die Hauptjury, bestehend aus Mitgliedern der Fachjury sowie namhaften Persönlichkeiten aus der Jazzszene und dem Kulturbereich, wird die 22 Preisträger*innen auswählen. Diese dürfen sich bei der Preisverleihung am 13.6.2025 im E-Werk Köln über die begehrte Auszeichnung sowie ein Preisgeld von jeweils 12.000 Euro freuen. Nominierte, die keinen Preis gewinnen, erhalten 4.000 Euro. Der Deutsche Jazzpreis wird von der Initiative Musik vergeben. Unter den Nominierten sind Luise Volkmann und Ingrid Laubrock (Holzblasinstrumente), Olga Rezniechenko (Piano/Tasteninstrumente), Lina Allemano (Blechblasinstrumente) und Fabiana Striffler (Saiteninstrumente); in der Kategorie Schlagzeug/Percussion haben u.a. Bex Burch, Mariá Portugal und Philo Tsoungui die Chance auf den begehrten Preis. In der Kategorie Vokal stehen u.a. ENJI, Heidi Heidelberg und Sera Kalo zur Debatte. Das Fuchsthone Orchestra (Foto: Volker Beushausen) kann im Bereich Großensemble des Jahres hoffen. Sonic Interventions, das 2020 aus wöchentlichen Open-Air-Sessions mit improvisierter Musik, Poesie und Tanz auf dem Tempelhofer Feld in Berlin entstand, ist gleich dreimal nominiert. Birgitta Flicks „Planet Woman“ (Foto: Dovile Sermokas) hat Chancen auf den Preis Komposition/Arrangement des Jahres. Weitere Nominierte sind das PENG Festival in Köln, die Jazzpilot*innen der Deutschen Jazzunion, das intersektional-feministische Kollektiv Shared Planet 9 u.v.w. Wir drücken allen die Daumen!

13.03.2025

Jazzpreis Brandenburg (Bewerbungsschluss: 28.02.2025!)

Noch bis zum 28. Februar 2025 können sich Musiker*innen für den Jazzpreis Brandenburg bewerben, die den ersten Wohnsitz in Brandenburg haben und kontinuierlich im Konzertleben aktiv sind. Mit dem Jazzpreis Brandenburg soll eine herausragende künstlerische Leistung und eine Person gewürdigt werden, die*/der in besonderer Weise einen prägenden und inspirierenden Beitrag zum Jazzleben in Brandenburg leistet und mit wichtigen künstlerischen Impulsen über das Bundesland hinaus strahlt. Der mit 5.000 € Preis wird im Zusammenhang mit einem Konzert, welches im Rahmen der kommenden „jazzwerkstatt Peitz“ stattfindet, verliehen. Des Weiteren wird der/die* Preisträger*in im Folgejahr zu einer „Residency“ nach Peitz eingeladen, wo ein neues Projekt entwickelt werden kann. Dieses soll im Anschluss beim Veranstalter, der jazzwerkstatt Peitz 2026 präsentiert werden. Eine entsprechende Gage für die Zeit der Residenz sowie das Konzert ist für alle Bandmitglieder*innen geplant.

24.02.2025

Deutscher Jazzpreis 2025: Bewerbung ab 15.10. möglich

Vom 15.10. – 30.11.2024 können Jazzschaffende aus der ganzen Welt Bewerbungen für den Deutschen Jazzpreis 2025 in insgesamt elf Kategorien einreichen. „Der Deutsche Jazzpreis verfolgt das übergeordnete Ziel, mehr kulturelle Vielfalt in der musikalischen Praxis und in der Lehre, im Kulturmanagement ebenso wie in der Tonträgerproduktion und in der Dokumentation zu schaffen, zu leben und zu vermitteln. (…) Er fußt auf dem Selbstverständnis, dass Jazz und Improvisierte Musik zum kulturellen Bildungskanon gehören. Der Deutsche Jazzpreis reflektiert dabei die gesellschaftliche Bedeutung dieser Musik und orientiert sich in seinen Vergabekriterien zuallererst an künstlerischen Gesichtspunkten. Als zeitgenössische, improvisierte Musik, die sich sowohl aus der afroamerikanischen als auch anderer globaler Kunstmusik- und ethnischen Musiktraditionen nährt, ist Jazzmusik ein eigenständiger und lebendiger Teil der Musikkultur in Deutschland. Als afrodiasporische Kunstform ist der Jazz ein prägender Teil des aktuellen musikalischen Diskurses, greift in besonderem Maße die Themen unserer Gegenwart auf und reflektiert diese künstlerisch. Seine Innovationskraft in all seinen Facetten auszuzeichnen und einem diversen Publikum neue Wege zum Jazz zu vermitteln, ist Zweck des Deutschen Jazzpreises“, heißt es in der Ausschreibung der Initiative Musik.

Bewerben können sich Künstler*innen, Journalist*innen, Festivalmacher*innen und weitere Akteur*innen der Jazzszene. Erstmals können sich auch Musikvermittler*innen und große Ensembles in drei reformierten Kategorien bewerben, die zur fünften Edition für Einreichungen geöffnet werden. Zusätzlich zu den Einreichkategorien vergibt der Deutsche Jazzpreis Auszeichnungen in elf weiteren Kategorien, die von der Jury kuratiert werden. Welche 22 Einreichungen bei der feierlichen Preisverleihung am 13.06.2025 in Köln mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet werden und wer ein Preisgeld in Höhe von mindestens 10.000 Euro erhält, entscheidet die Jury, die nach Abschluss des Auswahlverfahrens im kommenden Jahr bekannt gegeben wird. Nominierte, die keinen Preis gewinnen, erhalten mindestens 1.000 Euro Nominierungsgeld.

14.10.2024