Veranstaltungsreihe MINT präsentiert Frauen in der elektronischen Musik in Berlin
Die Veranstaltungsreihe Mint wurde im April 2013 von Zoe Rasch und Ena Lind ins Leben gerufen. Mint ist eine Clubveranstaltung, die Frauen in der elektronischen Musik präsentiert. Sie findet alle 2 Monate im Bi Nuu (Berlin-Kreuzberg) und unregelmässig an anderen Orten statt. Darüber hinaus unterstützt Mint mit gezielten Maßnahmen weibliche DJs auch außerhalb des Clubs. Durch die Förderung des Musicboards Berlin lädt Mint zu Netzwerk-Dinner, produziert Video-Portraits – die sogenannten „Mint Faces“ – von weiblichen DJs und Persönlichkeiten der House- und Technoszene und organisiert Workshops rund um das Produzieren von Musik und das Auflegen im Club. Die “DJ List” auf ihrer Website kann Bookern und Veranstaltern eine Orientierung geben und bei der Suche nach weiblichen DJs helfen. Die nächste Mint Club Night findet am Samstag, 21.06.2014 um 23:59 Uhr mit Ashibah, Eva Be, Ena Lind und Rroxymore im Bi Nuu statt.
Weitere Infos: http://mintberlin.de
German DJ Contest sucht beste/n NewcomerIn an Plattentellern
Der bereits erfolgreichste DJ-Contest Ostdeutschlands hat sich zum größten DJ-Wettbewerb Deutschlands gemausert und erobert nun auch die westlichen Bundesländer. Unter dem Namen German DJ Contest suchen Matthias Weigold alias Jake Dile und Patrick Hofmann alias D.I.C. von der VibrA-School of DJing, Deutschlands größter Musikschule für DJs und Producer, zusammen mit einer qualifizierten Jury in diesem Jahr zum vierten Mal den besten/die beste NewcomerIn an den Plattentellern. Erstmals finden deutschlandweit vier Auditions statt. Nachdem im A1 Musikpark Lübeck und im Musikpark Heilbronn bereits die FinalteilnehmerInnen aus dem Norden und Westen der Republik ermittelt wurden, folgt am 6. und 7. September im Musikpark Dresden der Vorausscheid für Ostdeutschland. Eine Woche später geht es dann in den „Kings Club“ im bayerischen Deggendorf, um das Line-Up für das große Finale am 5. Oktober, das ebenfalls im Dresdner Musikpark steigt, zu komplettieren. Aufgelegt werden dürfen alle Musikrichtungen, die auf dem Mainfloor gespielt werden können. Aufgrund der großen Nachfrage wird es in Dresden zwei Auditions geben. Noch sind Plätze frei; Interessenten aus ganz Sachsen können sich dafür noch über die Homepage http://www.germandjcontest.de registrieren.
Infos und Anmeldung: http://www.germandjcontest.de, bei Rückfragen: Peter Dyroff, Telefon 0177 8871273.
Neues Buch über DIY-Karrieren von DJ’s von Rosa Reitsamer
Von der Soziologin Rosa Reitsamer ist jetzt das Buch „Die Do-it-yourself-Karrieren der DJs – Über die Arbeit in elektronischen Musikszenen“ erschienen. info-netz-musik hat eine ausführliche Rezension von Rebecca Berg veröffentlicht: http://info-netz-musik.bplaced.net/?p=9603.
Bielefeld: transcript, 2013. – 258 S. (Studien zur Popularmusik), ISBN 978-3-8376-2323-9 : 29,80 € (geb.).
GEMA verkündet angebliche Einigung mit DJ’s & Veranstaltern
Ist das jetzt der Durchbruch im monatelang währenden Streit? Die Gema verkündete am Montag, dass man sich mit Diskotheken und Veranstaltern über neue Vergütungsrichtlinien geeinigt hat. Das ging jetzt aber plötzlich. Zur Erinnerung: Die Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte beschloss vor wenigen Monaten Clubs, Varietés und Musikkneipen mit einem neuen Tarifsatz in die Pflicht zu nehmen. Demnach sollten ab 2013 pauschal zehn Prozent der Eintrittsgelder an die Gema gehen. Außerdem fließt auch die Größe der Location mit in die neuen Abgabenpläne hinein. Viele Veranstalter liefen Amok und mit ihnen tausende Clubbesucher. Von Mehrabgaben bis zu 1.600 Prozent war die Rede. Ein Clubsterben würde in ganz Deutschland einsetzen, befürchteten sie. Aber nun habe man sich ja ausgesöhnt. Nicht nur das: Die Clubs sind sogar selber auf die Gema zugegangen, heißt es. In der Pressemitteilung der Gema steht, dass man sich mit drei Vereinen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt habe: Der Verband deutscher Musikschaffender (VDM), die Deutsche Diskjockey-Organisation (DDO) und dem Verband Deutscher Diskotheken-Unternehmer (DDU). Alle drei Vereine hat Klaus Quirini gegründet, der sich selbst als „ersten Discjockey weltweit bezeichnet“. Das Problem: Der DDU vertritt nur 300 Mitglieder. Zum Vergleich steht die Bundesvereinigung für Musikveranstalter für 150.000 Mitglieder. Mit dieser gab es keine Einigung und wird es so schnell auch nicht geben. „Die Gema hatte uns vor Wochen die selben Angebote unterbreitet“ sagt Stephan Büttner, Vorsitzender der Dachorganisation des deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga gegenüber Welt.de. „Er ändert nichts an der existenzgefährdenden Natur des neuen Gema-Tarifs. (Quelle: http://www.vice.com/de/read/musik-die-gema-einigung-ist-eine-witzveranstaltung)
In Frankfurt formiert sich inzwischen ein Protestbündnis aus ClubbetreiberInnen und politischen Parteien: Piraten, FDP, CDU und Grüne haben Anträge eingebracht, um die Frankfurter Clubs in ihrem Kampf gegen die GEMA-Tarifreform zu unterstützen. Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) will sich engagieren. Am Dienstagabend beschäftigte sich der Wirtschaftsausschuss der Stadt Frankfurt mit der GEMA-Tariferhöhung, es gab dazu eine Bürgerfragestunde. Dem Ausschuss liegen Anträge der Piraten, der FDP und von Schwarz-Grün vor. Die Forderungen kurz gefasst: der Frankfurter Magistrat soll auf allen Ebenen versuchen, gegen die Tarifreform vorzugehen. Sie seien eine ernste Gefahr für die Frankfurter Clublandschaft. (Quelle: http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=9&id=17189&newsletter_id=1200)
Eine lesenswerte, ausführliche Stellungnahme zum Thema findet sich auf der Website des Aktionsbündnis‘ Kultur retten.de unter http://kultur-retten.de/index.php/66-trojanisches-pferd

