Call for papers: „Diskursive Musikpraktiken im 21. Jahrhundert“
Call for Papers: „Public Musicology, Wissenschaftskommunikation und Gender“
Derzeit ist ein Call for Papers für eine Publikation zum Thema „Public Musicology, Wissenschaftskommunikation und Gender“ ausgeschrieben. Der Band nimmt die besonderen Herausforderungen und Potenziale musikwissenschaftlicher Wissenschaftskommunikation in den Blick und fragt danach, wie musikwissenschaftliches Wissen öffentlich vermittelt und ausgehandelt wird. Im Mittelpunkt steht dabei, inwiefern Genderfragen und Machtasymmetrien die Formen und Praktiken der Wissenschaftskommunikation prägen und wie letztere ihrerseits bestehende Ungleichheiten reproduzieren, verschieben oder aufbrechen. Einreichfrist: 15.12.2026
Call for papers: „Sound, Motion, Fear: Interdisciplinary Perspectives on Affective Experience“
Die internationale Konferenz „Sound, Motion, Fear: Interdisciplinary Perspectives on Affective Experience“ (22.–25. April 2027) an der Kunstuniversität Graz nimmt Angst als Forschungsgegenstand und als Dimension musikalischer, körperlicher und pädagogischer Praktiken in den Blick. Eingeladen sind Beiträge von fortgeschrittenen Masterstudierenden, Promovierenden und Early-Career-Forschenden ebenso wie von Künstler*innen, Pädagog*innen, unabhängigen Wissenschafter*innen und Praktizierenden. Willkommen sind historische, analytische, praxisbezogene, pädagogische, reflektierende und experimentelle Ansätze, die sich mit Angst in musikalischen, bewegungsbezogenen, pädagogischen, historischen, verkörperten und interdisziplinären Kontexten auseinandersetzen. Mögliche Formate: Einzelvorträge, Roundtables, Poster, Panels, Lecture Recitals, Lecture Performances und Workshops.
Dem PhD-Organisationsteams ist es ein besonderes Anliegen die Konferenz möglichst zugänglich zu gestalten und insbesondere Wissenschafter*innen mit besonderen Bedürfnissen sowie mit Care-Verantwortung die Teilnahme zu ermöglichen. Geplant sind unter anderem Kinderbetreuung vor Ort sowie gegebenenfalls Reisekostenzuschüsse für Begleitpersonen. Abstracts von 200–250 Wörtern können auf Deutsch oder Englisch online eingereicht werden. Als aktuelle Deadline ist der 1. November 2026 angegeben, voraussichtlich wird die Frist jedoch noch etwas verlängert.
Call for Abstracts: „Rap & Geschlecht II“ (Reihe HipHop Studies)
In der HipHop Studies-Buchreihe von Beltz Juventa „Rap & Geschlecht II“ ist ein Call for Abstracts ausgeschrieben. Herausgegeben wird der Sammelband voraussichtlich im Herbst/Winter 2027 von Heidi Süß und Penelope Braune. Wie verändern sich Geschlechterverhältnisse im deutschsprachigen Rap? Welche neuen Formen von Weiblichkeit, Männlichkeit und queeren Geschlechtlichkeiten werden hervorgebracht und ausgehandelt? Welche Rolle spielen feministische und queere Positionierungen, Sisterhood, Selbstermächtigung und neue Formen kollektiver Organisation? Wie beeinflussen digitale Plattformen die Sichtbarkeit und Rezeption geschlechtlicher Inszenierungen? Und welche Macht- und Ausschlussverhältnisse bestehen trotz aller Veränderungen fort? Gesucht werden Beiträge, die sich aus inter- und transdisziplinären Perspektiven mit Geschlechterkonstruktionen, -verhältnissen und -performances im Rap auseinandersetzen, auch Perspektiven aus bislang weniger berücksichtigten Forschungsfeldern wie der Altersforschung, den Disability Studies, Affect Studies oder Science and Technology Studies. Abstracts im Umfang von max. 2 Seiten können bis zum 15. Dezember 2026 per Mail eingereicht werden.
Call for Papers: „Und jetzt alle!“ – Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland
„Und jetzt alle! Historische und kulturanthropologische Perspektiven auf das Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland“ heißt das Thema einer Wissenschaftlichen Tagung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, für die bis 15.11.2026 Beiträge eingereicht werden können. Im Mittelpunkt der Tagung am 23. Juni 2026 steht die Frage, welche Formen des gemeinschaftlichen Singens in unterschiedlichen historischen und gegenwärtigen Kontexten des Rheinlands zu finden sind und aus welchen Beweggründen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielsetzungen sie stattfinden. Davon ausgehend interessieren Fragen nach der Bedeutung des Singens für die Entstehung, Ausgestaltung und den Erhalt von Gemeinschaft. Relevant sind dabei sowohl Beispiele für institutionalisierte als auch für informelle Formen gemeinschaftlichen Singens mit ihren Hintergründen, (medialen) Außendarstellungen und regionalen Wirkungen. Besonders willkommen sind Beiträge mit thematisch-methodischen Verbindungen etwa zur historischen Forschung, Kulturanthropologie und -ethnographie sowie zu weiteren Disziplinen wie der Musikethnographie.
Call for Papers: DDR-Plattenlabel Amiga – Geschichte und Erinnerung
Die interdisziplinäre Tagung “Das Plattenlabel Amiga – Geschichte und Erinnerung” findet am 1. und 2. Oktober 2027 im Lippmann+Rau-Musikarchiv Eisenach statt. Populäre Musik erschien in der DDR auf Tonträgern ausschließlich unter dem Label Amiga, das eine Abteilung des VEB Deutsche Schallplatten war. Die Vorgabe war, dass auf Deutsch gesungen werden musste. Die Auflagen waren wegen Ressourcenknappheit vergleichsweise niedrig. Trotzdem prägte das Label die Alltagswelt der Menschen in der DDR über Generationen hinweg und wird von vielen bis heute als der „Sound des Ostens“ rezipiert. Die interdisziplinäre Tagung in Eisenach möchte Wissenschaftler*innen mit aktuellen Forschungsvorhaben zur Musik-, Kultur- und Mediengeschichte der DDR und zu gegenwärtigen Formen des kollektiven Erinnerns an die populäre Musik der DDR zusammenbringen. Darüber hinaus sollen praktische Perspektiven, etwa zur Kuratierung populärer Musik aus der DDR, Berücksichtigung finden. Hierzu ist jetzt ein Call for Papers ausgeschrieben, für den bis 1. März 2027 Beiträge eingereicht werden können. Die Tagung wird vom Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, dem Lippmann+Rau-Musikarchiv Eisenach und dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg veranstaltet.
Call for Papers: 20. Darmstädter Jazzforum (Sept. 2027)
Seit 1989 veranstaltet das Jazzinstitut alle zwei Jahre in Darmstadt eine Musikkonferenz und bringt Forschende aus Musikwissenschaft, Soziologie, Geschichtsforschung und anderen Disziplinen mit Musiker*innen und Kulturschaffenden zusammen, um ein bestimmtes Thema aus einer spezifischen Jazzperspektive zu beleuchten. Im nächsten Jahr findet es unter dem Motto „Jazz Archiveology – The Shape of Jazz (History) to Come“ (22.–26. September 2027) statt. Damit richtet das 20. Darmstädter Jazzforum den Blick auf das Spannungsfeld von Jazz und Archiv und auf die Menschen, die entscheiden, was bewahrt wird. Denn Archive sind keine neutralen Speicher, sondern Organisationsformen, die von Menschen und deren Interessen geleitet sind: Sie sammeln, wählen aus, ordnen, erschließen und machen zugänglich. Damit prägen sie mit, was später als Wissen über Jazz verfügbar ist und welche Geschichten erzählt werden können. Angesichts wachsender Informationsfülle, Desinformation und leicht veränderbarer digitaler Inhalte kommt dem Originalmaterial im Archiv und den Menschen, die in Archiven arbeiten, eine neue Bedeutung zu.
Der gerade gestartete Call for papers richtet sich an Musiker*innen, Wissenschaftler*innen, Veranstalter*innen, Journalist*innen, Kurator*innen, Musikpädagog*innen u.ä. Neben klassischen Vorträgen und Paneldiskussionen können weitere Formate wie Lecture Performances, Austauschformate und Diskussionsrunden (World Cafés, Fish Bowl usw.) oder neue Ideen für interdisziplinäre Ansätze (künstlerisch wie theoretisch) vorgeschlagen werden. Einreichfrist: 15.12.2026
Cfp: Themenoffene Arbeitstagung der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien in der Gesellschaft für Musikforschung
Die Arbeitstagung findet vom 23.-24.4.2027 im Forschungszentrum Musik und Gender an der HMTM Hannover statt. Hierfür ist ein Call for papers ausgeschrieben. Die Arbeitstagung soll allen im Bereich der musikwissenschaftlichen Genderforschung arbeitenden oder daran interessierten Wissenschaftler*innen die Möglichkeit zur Vorstellung und Diskussion ihrer Forschungsprojekte und -ergebnisse bieten. Nachwuchswissenschaftler*innen (Doktorand*innen und Examenskandidat*innen) sind dabei ebenso willkommen wie schon etablierte Kolleg*innen. Die themenoffene Arbeitstagung der Fachgruppe bietet die Chance, in einem relativ kleinen und vielfältig erfahrenen Kreis neue Themen, Methoden oder Projekte zur Debatte zu stellen und sich darüber hinaus über die aktuellen Tendenzen und Positionierungen der musikwissenschaftlichen Genderforschung auszutauschen. Die Teilnehmer*innen müssen nicht Mitglieder der Fachgruppe sein. Erwünscht sind Beiträge zu genderbezogenen Themen und/oder Methoden aus allen
Gebieten der Musikwissenschaft. Einreichfrist: 30. November 2026
Call for papers: „International Music Competitions: Intersections of Art, Society, and Politics“
Der Workshop „Internationale Musikwettbewerbe: Schnittfelder von Kunst, Gesellschaft und Politik“ findet vom 7.–8. April 2027 an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien statt und widmet sich vor dem Hintergrund zahlreicher Jubiläen von international renommierten Musikwettbewerben im Jahr 2027 der interdisziplinären und -sektionalen Beschäftigung mit internationalen Musikwettbewerben der letzten 100 Jahre als Schnittfelder von Kunst, Gesellschaft und Politik. Der Workshop dient der Vorbereitung eines Special Issues des Double-blind Peer-Review-Journals Journal of Musicological Research. Die Ausgabe wird von Bianca Schumann herausgegeben und versammelt eine Auswahl der im Workshop präsentierten Beiträge. Hierzu ist jetzt ein Call for papers ausgeschrieben, für den noch bis 15. Oktober 2026 Beiträge aus allen innerdisziplinären Zweigen der Musikwissenschaft sowie aus angrenzenden Disziplinen (u.a. Kulturwissenschaft, Sozialwissenschaft, Gender Studies, Politikwissenschaft,
Geschichtswissenschaft) eingereicht werden können.
CfP: „Music, Gender, Climate, and the Natural World: Approaches Across Disciplines“ (20.-22.5.2027)
Der Klimawandel fordert uns auf, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur zu hinterfragen und eine Neupositionierung sowie Dezentrierung des Menschen in Betracht zu ziehen. Im Rahmen dieses Diskurses haben Wissenschaftler*innen, Musiker*innen und Künstler*innen begonnen, sich zu fragen, wie künstlerische Prozesse zu diesen Denk- und Handlungsansätzen beitragen können und wie ein Umdenken hinsichtlich der Stellung des Menschen unser Verständnis von Musik und Kunst sowie deren Verhältnis zur Natur beeinflussen kann. Die Konferenz „Music, Gender, Climate, and the Natural World: Approaches Across Disciplines“ vom 20.-22.5.2027 am Zentrum für Genderforschung und Diversität in Graz (AT) ergründet die Zusammenhänge zwischen Musik, ästhetischer Reflexion und künstlerischer Praxis, die sich aus der gemeinsamen Auseinandersetzung mit Ökomusikologie und Gender Studies ergeben. Konkrete Fragen könnten unter anderem folgende sein, sind jedoch nicht darauf beschränkt: Inwiefern stehen Geschlecht, Musik, Klang und Natur miteinander in Beziehung? Einreichfrist: 15.10.2026
Call for papers: „Caring (for/about) Voices“
Call for papers: „Women in Music: Narrating and Resounding (Auto)Biographies“
Das Forschungszentrum für darstellende Künste (PARC) der Litauischen Akademie für Musik und Theater freut sich, eine Konferenz zum Thema (Auto-)Biografien von Frauen in der Musikwissenschaft und Klangkunst anzukündigen (Vilnius, 14.-16.04.2027). Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit der Universität der Künste Helsinki, dem Forschungsverband Suoni und der IMS-Studiengruppe „Musik- und Kulturwissenschaften“ organisiert und ist Teil einer Reihe von laufenden Symposien, die Forschergruppen aus Nord-, Ost- und Mitteleuropa zusammenbringen, die an verwandten Themen arbeiten. Interessierte können bis 1.10.2026 ihre Vorschläge einreichen.

