Kulturseminare 2022
Das Seminarprogramm „Kultur & Management“ des Kulturbüros Rheinland-Pfalz deckt inhaltlich die komplette Palette an Themen ab, die Kulturschaffende zur Umsetzung kultureller Projekte oder zur Leitung kultureller Einrichtungen benötigen. Sie reicht von der Finanzierung kultureller Arbeit über das Marketing, Management, Rechtsfragen und Verwaltung bis hin zu Rhetorik. Das Programm richtet sich an Mitarbeiter*innen, die in der Kulturvermittlung oder im Organisations-, Verwaltungs- und Managementbereich von Kultureinrichtungen tätig sind bzw. in das Berufsfeld Kultur einsteigen wollen. Genauso ist es aber auch für Künstler*innen interessant. Auch 2022 bietet es wieder hilfreiche Kulturseminare zu Themen wie Kulturmarketing, Medienrecht, Social Media Marketing, Strategien der Öffentlichkeitsarbeit, Förderanträge, Versicherungen, Veranstaltungstechnik und mehr an. Die Seminare können als Bildungsurlaube & Lehrerfortbildung anerkannt werden, es werden sowohl der QualiScheck als auch die Bildungsprämie entgegen genommen. Eine frühe Buchung wird empfohlen, schon jetzt sind viele Seminare ausgebucht.
Forum Kreativpotentiale 2021- Nachhaltigkeit und kulturelle Bildung
28.-29. September 2021 | 13.00-19.00 Uhr | Vorträge, Workshops, | Analog & Digital
Wie können wir so leben, arbeiten und wirtschaften, dass auch künftige Generationen noch eine intakte Umwelt und eine lebenswerte Umgebung vorfinden? Wie müssen wir in Zukunft unseren Umgang mit Ressourcen gestalten, um die Entwicklungschancen in anderen Regionen der Welt nicht zu gefährden? Wie kann es gelingen, Menschen weltweit und ein Leben lang Zugang zu hochwertiger, inklusiver und chancengerechter Bildung zu ermöglichen? Wie wird das Ziel Nachhaltigkeit auch für nicht privilegierte gesellschaftliche Milieus überzeugend? All dies zählt zu den großen Fragen der Nachhaltigkeitsdebatte. Das Forum Kreativpotentiale 2021 will erkunden, welchen Beitrag kulturelle Bildung – verstanden als Allgemeinbildung im Medium der Künste – für den Nachhaltigkeitsdiskurs und für nachhaltige Entwicklung leisten kann. Politische Entscheider*innen, Verantwortliche aus öffentlichen Verwaltungen, Vertretungen aus Wissenschaft, Verbänden, Koordinierungsstellen, Landesinstitute, Jugendorganisationen und -initiativen, Schulleitungen, Lehrkräfte, Künstler*innen und weiteren Bildungsakteur*innen kommen miteinander ins Gespräch. Das Forum Kreativpotentiale wird von Wider Sense TraFo veranstaltet und findet mit bis zu 60 Teilnehmenden vor Ort in Leipzig statt. Wer nicht vor Ort dabei sein kann ist ebenso herzlich zur digitalen Teilnahme eingeladen. Die Teilnahme an allen Programmpunkten ist kostenlos.
JEP fördert kulturelle Jugendbildung (jetzt bewerben!)
Förderprogramm „Jugend ins Zentrum!“
Der Bundesverband Soziokultur e.V. fördert mit seinem Konzept „Jugend ins Zentrum!“ in den Jahren 2018-2022 Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche mit erschwerten Zugängen zu Bildung, Kunst und Kultur. „Jugend ins Zentrum!“ ist Teil des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Gefördert werden Projekte aller künstlerischen Sparten, bei denen die beteiligen Kinder und/oder Jugendlichen sich aktiv in der jeweiligen künstlerischen Disziplin erproben können und in denen sie eine Kunstproduktion entwickeln und präsentieren. Bewerbungsschluss: 13.06.2021
Europawoche 2021
Die jährliche Europawoche ist eine Gemeinschaftsaktion der deutschen Länder mit dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und der Bundesregierung und findet immer rund um den Europatag am 09. Mai statt. Auch in diesem Jahr können wieder Ideen in Form von Workshops, Seminaren, Jugendbegegnungen, Bildungs- und Kulturveranstaltungen und vielem mehr eingereicht und zum Teil auch finanziell unterstützt werden. Besonders begrüßt werden digitale Formate. Bewerbungsschluss: 15. April 2021.
Politische Forderungen des Dachverbands Kulturelle BIldung
Die über 50 bundesweit agierenden Fachorganisationen und Landesdachverbände, die sich im Dachverband Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) zusammengeschlossen haben, haben am 05. März 2021 ein Papier beschlossen, das konkrete Forderungen und Empfehlungen an die Bundespolitik stellt, um eine nachhaltige, gerechte Gesellschaft zu gestalten.
Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“
Die Stiftung Universität Hildesheim startet das Stipendienprogramm „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ – eine Qualifizierung mit Zertifikat für Kunstschaffende verschiedener Disziplinen (darunter Medien, Musik, Sound). Der bundesweite Zertifikatskurs hat eine nachhaltige Implementierung künstlerischer Expertise in der Kulturellen Bildung zum Zweck. Er bietet insgesamt 30 Künstler*innen die Möglichkeit, sich für Arbeitsprojekte in der Kulturellen Bildung an Schulen und anderen Organisationen zu professionalisieren. Damit verbunden ist die Ausbildung als Trainer*in für zukünftige Zertifikatskurse. Bewerbungen sind bis zum 31.01.2021 möglich.
Niedersachsen startet Corona-Sonderprogramm für Soloselbstständige und Kultureinrichtungen
Unter dem Motto „Niedersachsen dreht auf“ unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur von heute an soloselbstständige Künstler*innen. Bis zu zehn Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Herzstück des Programms ist die Förderung von Veranstaltungen in allen künstlerischen Formaten und Sparten. Die Kosten für das Engagement der Soloselbstständigen können zu 100 Prozent über die Förderung abgedeckt werden. Die Soloselbständigen sollen so wieder eine Perspektive bekommen und die Kulturvereine eine Möglichkeit, das kulturelle Leben wieder aufleben zu lassen. Auch im Bereich der kulturellen Bildung werden Vertragsabschlüsse mit Soloselbstständigen gefördert. Die Förderquote liegt in diesem Bereich bei 60 Prozent. Ergänzend gibt es ein Projektförderprogramm für innovative Projekte aller Sparten, die die inhaltliche künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen zum Gegenstand haben; auf diese Weise sollen Soloselbstständige unterstützt werden, die in Gruppen an künstlerischen Projekten arbeiten. Diese Förderung kann sowohl durch die Einrichtungen als auch durch die Soloselbstständigen beantragt werden. Für alle Programmteile gilt, dass die Fördersumme mindestens 1.500 Euro und höchstens 30.000 Euro beträgt.
NRW-Förderprogramm „Kultur und Weiterbildung“ geht in die zweite Runde
Weiterbildungseinrichtungen sind in Nordrhein-Westfalen wichtige Anbieter der Kulturellen Bildung, insbesondere im ländlichen Raum. Um sie bei der Entwicklung und Umsetzung von Kunst- und Kulturprojekten zu unterstützen, hat die Landesregierung das Programm „Kultur und Weiterbildung“ gestartet. Volkshochschulen und nach dem Weiterbildungsgesetz NRW (WbG) anerkannte Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft können sich noch bis zum 26. Juni um Förderung bewerben. Gefördert werden Projekte, die vor allem die Altersgruppe zwischen 18 und 27 Jahren ansprechen, kreative Fähigkeiten stärken und in enger Zusammenarbeit mit professionellen Künstler*innen und/oder Kunst- und Kultureinrichtungen realisiert werden. Die Ausschreibung ist bewusst themenoffen gestaltet und bezieht alle Kunstsparten mit ein – ob Film, Theater, Tanz, Musik, Literatur oder bildende Kunst. Pro Projekt stehen bis zu 15.000 Euro zur Verfügung. In einer ersten Ausschreibungsrunde im vergangenen Jahr sind bereits 26 Projekte zur Förderung ausgewählt worden.
Zivilgesellschaft ohne Stimme in Krisenzeiten – WDR Forum diskutiert
In der neuesten Ausgabe der Reihe WDR Forum geht es um die Frage nach der Stellung der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe in Krisenzeiten:
Gender-Mediathek geht online
Die Gender-Mediathek ist ein kollaboratives Projekt, das Dozent*innen, Trainer*innen, Multiplikator*innen und Interessierte bei der Suche nach feministischen und geschlechterbezogenen audiovisuellen Lehr- und Lernmaterialien unterstützt. Im Internet gibt es zahlreiche Medien von unterschiedlicher Qualität und Machart, verteilt auf verschiedene Plattformen. Diese sind allerdings meist nicht thematisch sortiert erfasst und nicht immer leicht zugänglich. Hier das passende Medium zu finden, das für die eigene Themenstellung und die jeweilige Zielgruppe passend ist, ist oft zu zeitaufwändig. Die Gender-Mediathek will hier Abhilfe schaffen. Hier findet ihr ausgewählte Medien von verschiedenen Anbieter*innen – von öffentlich und frei zugänglichen bis zu kostenpflichtigen Portalen – und könnt diese über Volltext- oder Schlagwortsuche recherchieren. Zusätzlich werden „Im Fokus“ regelmäßig Medien und Materialien zu relevanten Themen vorgestellt. Neben dem direkten Link auf das Medium, der Beschreibung des Inhalts, den Produzent*innen, technischen Angaben und Bezugsquellen, finden sich auch Hinweise zum Einsatz der Medien in der Bildungsarbeit.
Die Medien in der Gender-Mediathek werden von der Redaktion sowie Mitarbeiter*innen des Stiftungsverbundes der Heinrich-Böll-Stiftung recherchiert. Sie nehmen Medien auf, die sie vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in der Bildungsarbeit für gut nutzbar halten. Dabei gibt es natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit – die Redaktion setzt auch auf die „Schwarmintelligenz“. Wenn ihr audiovisuelle Medien kennt, die gut für die feministische und geschlechterpolitische Bildungsarbeit geeignet sind, und/oder mit deren Einsatz ihr Erfahrungen habt, dann macht mit!
Deutscher Kulturrat fordert UNESCO zu Engagement für kulturelle Bildung auf
Der Spitzenverband der Bundeskulturverbände hat in verschiedenen Stellungnahmen auf die Bedeutung der kulturellen Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen hingewiesen und die Stärkung der schulischen und außerschulischen Bildung eingefordert. Mit Sorge stellt der Deutsche Kulturrat fest, dass kulturelle Bildung nach wie vor in der UNESCO kein eigenständiger Arbeitsbereich ist. Der Deutsche Kulturrat fordert die UNESCO als Weltbildungs- und -kulturorganisation auf, kulturelle Bildung wieder als eigenständigen Arbeitsbereich einzurichten und damit die kulturelle Bildung international zu stärken.

