Musikplattform Bandcamp verbietet KI-Inhalte

Die in Kalifornien ansässige US-Musikplattform Bandcamp mit einem Jahresumsatz von 268 Millionen US-Dollar (2024) ist für viele Musiker*innen, Bands und Indielabels DIE Vertriebsplattform, da sie dort bei Verkäufen vergleichsweise viel verdienen und wenig Gebühren an die Plattform zahlen müssen. Doch Bandcamp ist nicht nur eine gute Alternative zu ausbeuterischen Streamingdiensten wie Spotify und der diffusen Marktmacht von Universal, Sony Music und Warner – sie geht auch noch in Sachen KI mit gutem Beispiel voran! Wie die taz berichtet, sind auf Bandcamp ab sofort jegliche „Musik und Audio (Sprachstücke), die vollständig oder teilweise mit KI erstellt wurden“, verboten. Streng untersagt wird in Zukunft „jeglicher Einsatz von KI-Tools, um den Stil oder das Profil von anderen Künst­le­r*in­nen zu imitieren und dadurch deren Urheberrechte auszuhebeln“. Man behalte sich auch vor, Anpassungen und Updates bei den Schutzmaßnahmen vorzunehmen, „da die Welt der generativen KI nun mal im schnellen Wandel begriffen“ sei. „Wir glauben, dass die durch Musik entstandene menschliche Verbindung ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Kultur ist und dass Musik viel mehr ist als ein Produkt, das konsumiert wird. (…) Ebenso sind Musiker mehr als nur Produzenten von Klängen. Sie sind wichtige Mitglieder unserer Gemeinschaften, unserer Kultur und unseres sozialen Gefüges“, heißt es auf der Plattform. User*innen werden gebeten, Verstöße gegen das Protokoll umgehend mitzuteilen. 

19.01.2026

Filmtipp: „Being Hipp – First Lady Of European Jazz“ 25.1.26 @ARTE

Jutta Hipp war die erste Musikerin aus Europa, die beim legendären Blue Note Label veröffentlichte – eine weiße, deutsche Jazzpianistin, die sich in den 50ern von Nazi-Deutschland bis nach New York spielte. Damit war sie eine Sensation ihrer Zeit, eine Ausnahmekünstlerin und Autodidaktin (!), die gegen alle Widerstände zur Jazzgröße wurde. Der Dokumentarfilm „Being Hipp – First Lady Of European Jazz“ rekonstruiert ihren Weg mit seltenem Archivmaterial und unveröffentlichten Aufnahmen, erzählt von Jutta Hipps früher Liebe zur verbotenen Musik im Nazi-Deutschland, ihrer Flucht in den Westen, der Geburt ihres Sohnes Lionel – einem „Brown Baby“ – und ihrem kometenhaften Aufstieg in der amerikanischen Jazzszene. Doch der Ruhm hatte seinen Preis: Sexismus, Rassismus, Selbstzweifel und Alkohol bestimmten zunehmend ihr Leben. Als sie sich gegen eine Affäre mit ihrem Agenten wehrte, fiel sie in Ungnade – und verstummte. 1960 verließ sie die Bühne für immer. Die Musik tauschte sie gegen einen Job in einer Textilfabrik und fand Frieden mit sich selbst. „Being Hipp“ ist mehr als eine Musikerbiografie: Es ist ein Porträt über Selbstbehauptung, künstlerische Integrität und den Preis weiblicher Unabhängigkeit – im Showbusiness wie im Leben. Am 25. Januar um 23.50 Uhr läuft diese Doku auf ARTE, ab 23. Januar ist sie in der Mediathek zu sehen.
15.01.2026

Neue Longlist erschienen

Mit einem Platz auf der Bestenliste zeichnet der Preis der Deutschen Schallplattenkritik vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate aus. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. Die zurzeit 154 Kritiker-Juror*innen haben in 32 Kategorien insgesamt 273 Neuerscheinungen des letzten Quartals nominiert, die für die nächste Bestenliste in Frage kommen. Wir freuen uns, dass Fjarill mit ihrem Album „Strålande Juletid“ in der Kategorie Folk nominiert wurden! Rosalía wurde sowohl von der Weltmusik- als auch der Popjury ausgewählt, auch Florence + The Machine wurden zweimal aufgestellt. Außerdem haben die britische, all female Rockband The Last Dinner Party, FKA Twigs, Stefanie Schrank, Josi Miller, Nastia Reige, HAAi, Kara-Lis Coverdale, Leona Berlin u.a. eine Chance, am 16.2. als Beste ausgewählt zu werden.

15.01.2026

Female* Producer Collective: jetzt bewerben!

Du bist Musiker*in, Songwriter*in oder Produzen*tin und träumst von einer Karriere als Musikproduzent*in? Du bist mind. 18 Jahre alt und hast eigene Songs ganz oder zum Teil selbst produziert? Dann ist das Female* Producer Collective vielleicht was für dich! Dabei handelt es sich um ein Förderprojekt für Produzent*innen durch Workshop- & Mentoring-Programme sowie Aufbau einer Community zur Stärkung von Austausch, Vernetzung und Sichtbarkeit. Alle FLINTA* (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen) sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben!

Das erwartet dich:

  • 10 Workshops mit Top-Coaches, 10 Einzelcoaching sowie Q&A’s
  • Songwriting Camp im professionellen Tonstudio
  • Vernetzungsmöglichkeiten mit Akteur*innen der Musikindustrie
  • Teilnahme an der FPC Convention 25
  • Die FPC Community mit Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten mit FPC Alumni, Coaches und dem Orga-Team

Bewerbungsschluss: 31.1.2026

15.01.2026

rlp masterclass: Bewerbungsphase startet am 9.2.2026

Save the Date: Bewerbungsphase für die masterclass beginnt in Kürze! Ein neuer Durchgang der Spitzenförderung pop rlp masterclass steht an und wieder können vier junge Acts aus Rheinland-Pfalz mit einem High-Level-Coachingprogramm über 12 Monate hinweg gefördert werden. In verschiedenen Workshops und Coachings teilen Expert*innen aus der Szene ihr Wissen und ihre Erfahrung zu branchenrelevanten Themen wie Musikmarketing oder Artist Identity. Das Programm richtet sich gezielt an Musikschaffende aus Rheinland-Pfalz, die ihre Karriere gezielt weiterentwickeln und sich mit anderen Akteur*innen der Szene vernetzen möchten. Ein besonderes Highlight zum Abschluss der pop rlp masterclass ist die live-session. Dabei handelt es sich um ein intensives Wochenende, bei der eine hoch-qualitative live-session der Acts produziert wird, die für Öffentlichkeitsarbeit oder auch Bookinganfragen genutzt werden kann. Die Bewerbung ist vom 9.2.-28.3.2026 möglich.

15.01.2026

Afro Pfingsten Festival (CH) sucht Leitung Infrastruktur (20%)

Zur Verstärkung ihres Teams suchen die Veranstalter*innen des Afro Pfingsten Festivals in der Schweiz per sofort oder nach Vereinbarung eine engagierte und verantwortungsbewusste Persönlichkeit, welche die sichere, reibungslose und behördlich konforme Durchführung des Festivals mitverantwortet, als Leitung Infrastruktur, Sicherheit und Sanität (20 %). Interessiert? Dann schick deine Bewerbungsunterlagen per Mail

15.01.2026

Praktikum im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Berlin)

Die Initiative Musik sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Person (w/x/m) für ein Praktikum im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Pflichtpraktikum, Dauer: 3–6 Monate). Du erhältst Einblicke in den Arbeitsalltag der Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Social Media Management und Event Management und solltest jemand sein, der/die sich mit eigenen Ideen einbringt. Bewerben können sich Studierende ab dem 3. Semester aus Studiengängen wie Kommunikation, Medien, Musik, Publizistik, Design, Kultur- oder Veranstaltungsmanagement o.ä. Einsatzort: Berlin Mitte, Vergütung: 600 Euro (Vollzeit). Bewerbungsschluss: 6. Februar 2026

15.01.2026

Strukturförderung der Initiative Musik startet im März (Infocall 13.2.)

Ab 2026 gibt es in der Strukturförderung der Initiative Musik nur noch eine Antragsrunde. Anträge können vom 2. bis 31.3.2026 eingereicht werden. Gefördert werden Projekte, die Transformationsprozesse in der Musikwirtschaft begleiten sowie Austausch, Diskurs und Vernetzung stärken und vom 01.06. – 31.08.2026 durchgeführt werden. Im Fokus stehen Netzwerkformate wie Konferenzen und Conventions, ebenso wie qualifizierende Angebote für Akteur*innen der Pop-, Jazz- und Livekultur, etwa Workshops oder Mentoringprogramme. Darüber hinaus unterstützt das Programm den Auf- und Ausbau regionaler Strukturen für Popularmusik und Jazz in Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen sowie wissenschaftliche Studien zur Popkultur und Musikwirtschaft. Alle Förderbedingungen findet ihr in den FAQs und in der aktuellen Programmbeschreibung.

Zur optimalen Vorbereitung wird empfohlen, an einem Infocall am 13.2.2026 um 10 Uhr teilzunehmen. Dort bekommt ihr alle Details zum Programm und könnt offengebliebene Fragen stellen.

15.01.2026

Künstler*innenförderung der Initiative Musik fördert 104 Musikprojekte

Die Initiative Musik hat in ihrer vierten und letzten Förderrunde des Jahres mit über 920.000 Euro 104 Musikprojekte aus Pop, Jazz, Indie und weiteren Genres unterstützt. Die Künstler*innenförderung richtet sich an aufstrebende Talente, die ihre musikalische Karriere professionell weiterentwickeln wollen. Gefördert werden unter anderem Studioaufnahmen, Tourplanung, Videoproduktionen und maßgeschneiderte Marketingaktivitäten. Die Initiative Musik begleitet mit diesem Programm Künstler*innen nachhaltig und schafft die Voraussetzungen für langfristigen Erfolg. Mit dabei sind z.B. Christin Nichols, das Eva Klesse Quartett, MOMCORE, Pauline Réage u.v.m., die vollständige Liste findet ihr hier.

14.01.2026

Forschungszentrum Musik und Gender bietet Stipendien an

Das Forschungszentrum Musik und Gender bietet auch in diesem Jahr wieder Promotions- (12 Monate) und Anschubstipendien (6 Monate) an. Promotionsstipendien werden mit 1200 Euro monatlich, Anschubstipendien mit 750 Euro monatlich vergeben. Bewerbungen können bis zum 31. Januar 2026 als zusammenhängende PDF per Mail geschickt werden. 
14.01.2026

Internationale Tourförderung der Initiative Musik

Die Internationale Tourförderung unterstützt Musiker*innen und Bands mit einem Wohnsitz in Deutschland bei besonderen Auftritten im Ausland. Ziel ist es, Künstler*innen damit den Markteintritt auf einem internationalen Musikmarkt zu erleichtern oder dabei zu helfen, sich dort weiter zu etablieren. Über die eingereichten Projektanträge entscheidet eine siebenköpfige Jury mit Expert*innen aus der Musikwirtschaft.
Für maximal 15 Auftritte, Supportshows, Auftritte bei Musikfestivals, Showcases oder in TV- und Hörfunksendungen kann ein finanzieller Zuschuss zu den Reise- und Marketingkosten gewährt werden. Der Fokus der Förderung liegt dabei auf absatzstarken Zielmärkten wie den USA, Japan, Südkorea, Australien sowie Europa – hier insbesondere Großbritannien, Frankreich, die Benelux-Staaten und die nordischen Länder. Weitere Länder kommen unter Umständen als Zielmärkte in Betracht, sofern dort Tonträgerveröffentlichungen oder sonstige nachhaltige marktbereitende Aktivitäten nachgewiesen werden können. Bewerbungsschluss: 28. Februar 2026

14.01.2026

Projektmanagement Beethovenfest (Bonn)

Das Beethovenfest Bonn sucht zur Unterstützung der Organisation und Umsetzung interdisziplinärer Festivalprojekte eine*n Projektmanager*in (m/w/d) in Vollzeit (40 WS). Die befristete Stelle ist vom 1. Juli 2026 bis 31. Dezember 2027 angesetzt und umfasst Aufgaben in der Planung, Koordination und Umsetzung von Veranstaltungen sowie in der Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Partnerinstitutionen und Fördermittelgeber*innen. Der Einsatzort ist Bonn. Bewerbungsschluss: 31. Januar 2026

14.01.2026