Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Longlist erschienen
Mit einem Platz auf der Bestenliste werden vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate ausgezeichnet. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. In der neuen Longlist sind Elsa Johanna Mohr & Flávio Nunes mit „Em Julho“ (Jazz I) und Punkt.Vrt.Plastik um Kaja Draksler mit „Kompress“ (Jazz II) zu finden. Bei der Weltmusik sind z. B. Hilal Kayas Album „Sümbül“ (s. Foto) und Lido Pimienta mit „Caribenya“ zu finden, die wir bereits als CD-Tipp empfohlen haben. Auch Mines CD „Killer“ und Phoebe Bridgers‘ Album „Lost Weekend“ wurden nominiert (Alternative), die Jury R&B, Soul und Hip-Hop entschied sich u.a. für Erykah Badu & The Alchemist mit „Before The World Blows“ und „New Avatar“ von Kelela. Wer sonst noch draufsteht, seht ihr unter folgendem Link.
„Creative Connection“ fördert Projekte der Kreativwirtschaft in Stuttgart
Mit Creative Connection unterstützt die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart innovative Projekte, Veranstaltungen und Formate, die die Kreativwirtschaft vor Ort vernetzen und weiterentwickeln. Gefördert werden unter anderem Netzwerktreffen, Weiterbildungen, Innovationslabore, Marketingmaßnahmen und die Teilnahme an Kongressen oder Messen. Auch Vorhaben mit Bezug zur Musikbranche können interessant sein – etwa Formate, die verschiedene Bereiche der Kreativwirtschaft zusammenbringen, neue Kooperationen anstoßen oder sich mit aktuellen Themen wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz beschäftigen. Der aktuelle Förderaufruf läuft bis zum 30. Oktober 2026. Bewerben können sich Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe, Universitäten und Hochschulen, Vereine sowie Institutionen mit eigener Rechtsform. Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt. Gefördert werden bis zu 3.000 Euro pro Vorhaben als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Der Fördersatz liegt bei maximal 70 Prozent der Ausgaben. Für die Teilnahme an Kongressen, Veranstaltungen und Messen können Gebühren und Reisekosten mit bis zu 50 Prozent gefördert werden. Insgesamt stehen im aktuellen Förderaufruf 25.000 Euro zur Verfügung.
Cfp: Themenoffene Arbeitstagung der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien in der Gesellschaft für Musikforschung
Die Arbeitstagung findet vom 23.-24.4.2027 im Forschungszentrum Musik und Gender an der HMTM Hannover statt. Hierfür ist ein Call for papers ausgeschrieben. Die Arbeitstagung soll allen im Bereich der musikwissenschaftlichen Genderforschung arbeitenden oder daran interessierten Wissenschaftler*innen die Möglichkeit zur Vorstellung und Diskussion ihrer Forschungsprojekte und -ergebnisse bieten. Nachwuchswissenschaftler*innen (Doktorand*innen und Examenskandidat*innen) sind dabei ebenso willkommen wie schon etablierte Kolleg*innen. Die themenoffene Arbeitstagung der Fachgruppe bietet die Chance, in einem relativ kleinen und vielfältig erfahrenen Kreis neue Themen, Methoden oder Projekte zur Debatte zu stellen und sich darüber hinaus über die aktuellen Tendenzen und Positionierungen der musikwissenschaftlichen Genderforschung auszutauschen. Die Teilnehmer*innen müssen nicht Mitglieder der Fachgruppe sein. Erwünscht sind Beiträge zu genderbezogenen Themen und/oder Methoden aus allen
Gebieten der Musikwissenschaft. Einreichfrist: 30. November 2026
Open Call: Creative Europe’s Call for Individual Mobility
„Culture Moves Europe“ ist ein Mobilitätsprogramm, das die kulturelle und künstlerische Mobilität fördert, indem es individuelle Mobilitäts- und Residenzprojekte in allen Ländern des Programms „Kreatives Europa“ unterstützt. Es stellt Künstler*innen und Kulturschaffenden Mittel für Reisen und die Durchführung eines Projekts in einem anderen Land des Programms „Kreatives Europa“ zur Verfügung. Im Rahmen der Ausschreibung zur individuellen Mobilität können sich Einzelpersonen und Gruppen von bis zu fünf Personen bewerben, die ihren rechtmäßigen Wohnsitz in einem der „Kreatives Europa“-Länder haben, einschließlich der überseeischen Länder und Gebiete sowie der Regionen in äußerster Randlage. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sind, es wird aber kein bestimmtes Maß an Ausbildung oder Erfahrung vorausgesetzt. Die Künstler*innen müssen mit einer*/m internationalen Partner*in kooperieren und im Ausland lernen, kreieren, entdecken oder sich vernetzen wollen. Die Deadlines sind immer am Monatsende am 31.10.2026, 30.11.2026, 31.01.2027 und laufen bis Ende April 2027.
Open Call: Artist-in-Residence „Decoding Depression“
Depressionen gehören heute zu den am weitesten verbreiteten und komplexesten psychischen Problemen in Europa. Die Residenz „Decoding Depression“ lädt Künstler*innen dazu ein, sich mit Depressionen nicht nur als individuelle Erkrankung, sondern auch als gesellschaftliches Phänomen auseinanderzusetzen, das von vielfältigen Umgebungen geprägt ist. Insbesondere werden die Bewerber*innen dazu ermutigt, das „Environome“ als kreative und analytische Perspektive zu erkunden: ein Rahmenkonzept, das untersucht, wie miteinander verflochtene persönliche, soziale, natürliche, bebaute und digitale Umgebungen die Gesundheit und das Wohlbefinden über den gesamten Lebensverlauf hinweg beeinflussen. Gesucht werden Künstler*innen, deren Praxis Originalität, Tiefe und kritische Sensibilität in das Thema Depression einbringt und die daran interessiert sind, sich mit wissenschaftlichen und CARE-bezogenen politischen Perspektiven auseinanderzusetzen, ohne dabei ihre künstlerische Autonomie aufzugeben. Die Residenz geht von Januar-Juni 2027, mindestens 20 Tage müssen in Ispra, Italien verbracht werden. Bewerbungsschluss: 18.10.2026
Neue berufliche Grundbildung „Lehre & Musik“ startet in der Schweiz
Wer seine Leidenschaft für Musik zum Beruf machen möchte, hört oft: „Lerne zuerst einen richtigen Beruf!“. Diesen Satz kennen wohl viele junge Musiker*innen. Das neue Modell „Lehre & Musik“ zeigt, dass es kein Entweder-oder sein muss. Initiiert hat das Projekt die Akademie für aktuelle Musik Schweiz, getragen wird es vom Dachverband WEMUSIC, den die Akademie gemeinsam mit Helvetiarockt und PETZI gegründet hat. So funktioniert es: Talentierte junge Musikschaffende absolvieren eine kaufmännische Lehre EFZ, die vier statt drei Jahre dauert. Dafür steht ihnen durchschnittlich ein Viertel der Arbeitszeit für Proben, Konzerte, Residenzen und Lager zur Verfügung. Ab dem vierten Semester sammeln sie Praxiserfahrung in Clubs, an Festivals, bei Labels, Radios oder Booking-Agenturen. Am Ende gibt es das EFZ und zusätzlich ein Diplom Musik von WEMUSIC. Lehre & Musik öffnet so eine weitere Tür in die Branche ohne akademischen Abschluss. Der Pilot startet im August 2027 in der Region Mittelland. Gesucht werden jetzt Lernende, die sich ab sofort bewerben können, sowie musikfreundliche Lehrbetriebe, die bei diesem Pionierprojekt mitmachen möchten.
Popkulturpreis für Niedersachsen: [pop]award (bis 15.10.)
2027 wird endlich wieder der [pop]award verliehen! Mit dem [pop]award präsentiert pop NDS Niedersachsens Popkultur auf dem Silbertablett. Ausgezeichnet werden Menschen, „die in Niedersachsen dafür sorgen, dass wir mit Popmusik Liebenskummer verarbeiten können, auf Festivals gesellschaftliche Fragestellungen aushandeln und in Clubs ein zweites Zuhause finden. Mit dem [pop]award richten wir die Scheinwerfer von Politik und Gesellschaft auf Euch und die Bedeutung von Popkultur! Mit dem [pop]award zeichnen wir in neun Kategorien die Besten und Bewegendsten aus, die unser Bundesland zu bieten hat!“ Interessierte Artists können sich in den Kategorien Artist, Song, Venue, Festival, Visual, Producer*in und Pop-Person of the Year bis 15.10.2026 bewerben! Das Preisgeld ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die [pop]award Gala findet am 26.01.2027 im Musiktheaterbahnhof Leinhausen, Hannover statt.
wim x KiezKultur Festival: Speedboating 8.10.2026
Leinen los für neue Connections! Beim Speedboating geht’s mit wim (flinta in music Hannover) aufs Wasser und von der Faust bis zur Glocksee. Mit Willkommensdrink, Musik und einem kleinen Speed-Dating kommt ihr miteinander ins Gespräch, über Musik, die Szene und darüber, wer eigentlich wo sichtbar ist. Egal, ob du selbst in der Musikbranche aktiv bist, gerade erst anfängst oder einfach neugierig bist: Komm an Bord, lerne andere kennen, tausche dich aus und knüpfe neue Connections.
Wann? 8. Oktober, 16:45 | 17:15 | 17:45 (Einlass nur mit Festivalticket)
„Landmusikorte 2027“ gesucht
Auch 2027 suchen der Deutsche Musikrat und der Bundesmusikverband Chor & Orchester wieder die „Landmusikorte des Jahres“. Die Bezeichnung ist eine Auszeichnung für besonders lebendiges und innovatives Kulturleben im ländlichen Raum. Ländliche Kommunen bis 12.000 Einwohner*innen können sich bis 31. Januar 2027 um den Titel und Preisgelder zwischen 2.000 und 18.000 Euro bewerben. Mit der Auszeichnung würdigen die Verbände musikalische Innovation in ländlichen Regionen und stärken Musikinitiativen sowie Netzwerke. Vergeben werden drei Bundespreise in Höhe von 18.000, 10.000 und 6.000 € sowie zehn Förderpreise à 2.000 €. Das Preisgeld kann für neue Projekte, musikalische Netzwerke und die Zusammenarbeit von Amateurmusik und professioneller Musikszene eingesetzt werden.
Landesförderprogramm „Kulturelle Bildung und Partizipation“
Neue Förderrunden für „U25 – Junge Kulturinitiativen“ & „Allgemeine Projektförderung“
U25 – Junge Kulturinitiativen: 18- bis 25-Jährige können für eigene Kulturprojekte bis zu 4.000 € beantragen. Im Programm werden experimentelle Projekte gefördert, die Menschen vor Ort mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema mit kulturellen Methoden bearbeiten. In dieser Runde werden bis zu 90 % der Gesamtkosten gefördert.
Allgemeine Projektförderung: Gefördert werden zeitlich befristete soziokulturelle Projekte mit 5.000 bis 30.000 € (max. 80 % der Gesamtkosten), die Menschen vor Ort aktiv beteiligen und gesellschaftliche oder soziale Themen mit kulturellen Mitteln bearbeiten.
ARD-Aktion MEHR ALS FEIERN: Liebeserklärungen an Clubs gesucht
Clubs stehen für kulturelle Vielfalt, Gemeinschaft und bieten Freiräume – auch für musikalische Karrieren. Für viele sind sie Safe Spaces – für alle Orte des Erlebens. Doch sie stehen zunehmend unter Druck. Mit der Aktion MEHR ALS FEIERN möchte ARD Kultur auf die Relevanz von Clubs und Clubkultur aufmerksam und sie sichtbar machen. Dafür werden jetzt Geschichten aus den Clubs der Republik gesucht. Gibt es eine Story, die du immer wieder gern erzählst? Zeigt dein Club Haltung oder füllt er eine kulturelle Lücke? Von einer Anekdote aus einer Nacht über einen Shoutout an einen DJ bis zum Riesendank an deinen Lieblingsclub ist alles willkommen. Hier kannst du deine Story eintragen. Einsendeschluss: 31.12.2026. Die Redaktion wählt bis spätestens 28.02.2027 unter allen Einsendungen eine zu ARD Kultur passende inhaltliche Mischung aus verschiedenen Inhalten aus und veröffentlicht sie auf ardkultur.de. Teilnehmende werden nicht gesondert über die Veröffentlichung Ihrer Liebeserklärung informiert.

