Der SWR sucht ab sofort den deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest, der im Mai 2027 in Bulgarien stattfinden wird. Gesucht werden Künstler*innen und Bands aus dem Bereich der populären Musik – unabhängig von Genre oder Bekanntheitsgrad. Bewerben können sich sowohl etablierte Acts als auch professionell arbeitende Newcomer*innen mit ersten Erfolgen. Voraussetzung ist, dass die Bewerbung immer aus einem Act und einem Song besteht. Der eingereichte Titel darf nicht vor dem 1. September 2026 veröffentlicht oder öffentlich aufgeführt worden sein. Gesucht werden Songs mit internationalem Potenzial sowie Künstler*innen, die bereit sind, Deutschland auf der Bühne des Eurovision Song Contests zu vertreten.
Für eine gültige Bewerbung wird ein Sicherheitscode benötigt. Dieser kann über einen professionellen Business-Partner – beispielsweise ein Label, Management, einen Musikverlag oder Vertrieb – beim SWR angefordert werden. Auch unabhängig arbeitende Künstler*innen können sich bewerben und erhalten nach einer kurzen Darstellung ihrer professionellen künstlerischen Tätigkeit Zugang zum Bewerbungsverfahren. Wichtig: Nach dem Absenden der Bewerbung bleiben 48 Stunden Zeit, um den Song, den Songtext, Pressefotos sowie ein bis zu 90-sekündiges Bewerbungsvideo hochzuladen. Die Unterlagen sollten deshalb bereits vorbereitet sein. Bewerbungsschluss: 21. September 2026, 12 Uhr mittags


Insgesamt 18 Künstler*innen, Musikunternehmer*innen und Projekte stehen in diesem Jahr auf der Shortlist des Kritiker*innenpreises der unabhängigen Musikbranche, den VUT Indie Awards. Die Auszeichnungen würdigen Originalität und Qualität, unabhängig von kommerziellem Erfolg, und werden am 17.9. im Hamburger Schmidts Tivoli vergeben. Der VIA ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Unter den Nominierten ist auch eine Frankfurterin: die Rapperin Josi ist mit Charlotte Colace und Die Anstalt in der Kategorie „Beste*r Newcomer*in“ nominiert. Als Beste Acts wurden Enji, Lambrini Girls und Mariybu aufgestellt, im Bereich „Bestes Album“ haben die Alben von Sophia Kennedy und Stefanie Schrank eine Chance. In der Kategorie „Bestes Experiment“ wurde Disturbed Ground nominiert: ein Gemeinschaftsprojekt des Kyiv’s ∄ und des CTM-Festivals, das ukrainische und internationale Künstler*innen zusammenbringt, um neue audiovisuelle Performances zu schaffen, die sich mit den ökologischen Folgen des Krieges in der Ukraine auseinandersetzen. Auch Liminal Lines, eine Live-Elektronik-Performance von Viola Yip, bei der sie ein selbst entwickeltes tragbares Instrument und ihre Körperbewegungen einsetzt, ist hier nominiert. Als „Best New Music Business“ wurde die Musikstreaming-Plattform ROKK ausgewählt, die eine gerechtere Vergütung pro Stream mit direkter Künstlerunterstützung und einer offenen Infrastruktur für Musiker*innen aller Genres kombiniert.
Seit 74 Jahren ruft das amerikanische Downbeat Magazine Kritiker*innen dazu auf, ihre Wahl für den jedes Jahr im Sommer publizierten „Downbeat Critics Poll“ zu treffen. Selten werden dabei deutsche Musiker*innen geehrt, aber in diesem Jahr haben sich die 236 Jazzjournalist*innen u.a. für zwei einheimische Künstlerinnen entschieden: zum einen wurde die Berliner Altsaxofonistin Silke Eberhard (Foto: Dovile Sermokas) zum „Rising Star Alto Saxophonist of the Year“ gekürt und erreichte mit ihrer Band Potra Lotsa XL in „Rising Star Large Ensemble of the Year“ den dritten Platz. Ebenfalls als aufstrebende Altsaxofonistin konnte die Kölner Altsaxofonistin Angelika Niescier auf Platz 4 punkten.