Fair Music Beta: Streaming-Alternative jetzt testen!

Der International Music Council lädt Musiker*innen, Fans und Branchenprofis dazu ein, die Fair Music Beta-Plattform zu testen und zu kommentieren. Die Plattform wird vom International Music Council als fairere und transparentere Alternative für das Musik-Streaming entwickelt. Fair Music will Künstler*innen die Kontrolle über ihre Musik zurückgeben und sie fair und transparent entlohnen. Hörer*innen soll ein persönliches, faires und gemeinschaftsorientiertes Streaming-Erlebnis geboten werden. Die Plattform verspricht eine schnelle Registrierung, ein Dashboard mit simulierten Einnahmen, verschiedene Auszahlungsoptionen, Massen-Uploads und Unterstützung mehrerer Formate, einen Marktplatz, individuell anpassbare Empfehlungen, gemeinsame Playlists, Mitbestimmung auf der Plattform und Rechteverwaltung. Hier geht es zur Beta-Version.

10.08.2026

PRO MUSIK teilt Stellungnahme zum „Politischen Fahrplan“ von Spotify

Der Verband freier Musikschaffender PRO MUSIK hat sich zum sog. „politischen Fahrplan“ von Spotify zu Wort gemeldet und zu zentralen Punkten Stellung genommen. Zum einen moniert er, dass Spotify nicht wie behauptet etwa zwei Drittel jedes Euros an Rechteinhaber*innen ausschütte, sondern nur 53 Prozent. Zum anderen erwecke die Plattform den Eindruck, die strukturellen Schwächen des Streaming-Systems lägen primär außerhalb der Plattform. Dabei bestimme sie selbst zentrale Parameter des Systems wie z.B. das Verteilungsmodell (pro rata), Monetarisierungsschwellen, algorithmische Sichtbarkeit, die vertraglichen Machtverhältnisse gegenüber Labels sowie die kuratorische Gewichtung von Inhalten und Credits. Viele Musiker*innen bekämen gar keine Erlöse, obwohl Spotify rechtlich verpflichtet sei, eine “angemessene Vergütung” zu zahlen. Weitere Kommentare beziehen sich auf Transparenz bei den Lizenzzahlungen und Algorithmen, fehlende KI-Kennzeichnung und die Forderungen von Spotify, der Staat solle seine Kulturförderung ausbauen und Rahmenbedingungen schaffen, die noch größeres Wachstum fördern.

Fazit: PRO MUSIK sieht im politischen Fahrplan ein Dokument der Verantwortungsverschiebung und nicht der Reformbereitschaft. Aus Sicht freier Musikschaffender hätte ein wirklich konstruktiver politischer Fahrplan folgende Punkte enthalten:

– die Einführung eines nutzerzentrierten Vergütungsmodells
– Faire Spielregeln: Kennzeichnung von KI generierter Musik
– Die Nennung aller Mitwirkenden an einem Werk in den Credits
– Ausschüttungen ab dem ersten Stream
– Transparenz über Gewinn- und Verteilungsstrukturen
– die Prüfung einer Beteiligung der Plattformen an nachhaltiger Musikförderung

16.03.2026

Bandcamp Friday 06.03.2026: jetzt bei deiner Lieblingsband einkaufen

Die Aktion Bandcamp Friday begann im März 2020 auf dem Höhepunkt der Covid-19-Pandemie, als die Schließung von Veranstaltungsorten zu einem Verlust wichtiger Tournee-Einnahmen für Künstler*innen führte. Seitdem verzichtet die Vertriebsplattform an einem Tag im Monat auf ihre Provision und leitet die Einnahmen direkt an Künstler*innen und Labels weiter. Der nächste Bandcamp Friday im Jahr 2026 findet am Freitag, dem 6. März, statt. Wenn ihr also neue Singles, Alben, Vinyl, T-Shirts usw. von eurer Lieblingsband kaufen wollt, klick dich in Bandcamp rein und kaufe ein. Die Aktion beginnt um 9 Uhr (MESZ) und geht 24 Stunden (falls du dir unsicher bist, ob die Aktion schon oder noch läuft, schau hier nach). Noch ein Grund mehr, deine Lieblingsmusik endlich nicht mehr via Spotify zu streamen, sondern bei Bandcamp zu kaufen: die Plattform hat jüngst KI-Inhalte verboten

04.03.2026

Plattform songs.de: Alternative zu Spotify

Viele von euch kennen die Realität: Millionen Streams auf großen Plattformen wie Spotify oder Apple Music führen oft nur zu Cent-Beträgen – Einnahmen, von denen kaum jemand leben kann. Das will der Hamburger Unternehmer Jens Reese ändern. Er hat mit seinem Team eine Plattform entworfen, die Musikstreaming fairer gestalten will: songs.de ist ein Marktplatz, auf dem Künstler*innen ihre Tracks und Videos (nur) zum Streaming anbieten und dabei selbst auswählen können, wie viel Geld sie pro Klick verdienen möchten. Jeder Stream wird bezahlt und es werden 35% an die Künstler*innen ausgeschüttet (mit dem Rest deckt die Plattform ihre laufenden Kosten wie GEMA-Gebühren, KSK, PayPal, Hosting, Support, Erhalt und Ausbau der Plattform usw.). Was erstmal nicht viel klingt, ist dennoch eine echte Alternative, denn so können Musikschaffende das Sechsfache der durchschnittlichen Ausschüttungen herkömmlicher Streaminganbieter erwarten – und das ohne Rechteverlust oder Abhängigkeit von Algorithmen oder Abo-Modellen! Zum Vergleich: Während sie auf herkömmlichen Plattformen bei 100.000 Streams gerade mal 250 € verdienen, können sie bei songs.de ca. 1.500 € Verdienst bei der gleichen Anzahl an Streams erwarten. Also, registriert euch kostenlos, ladet eure Tracks hoch und eure Fans ein! Diese können ein Guthaben ihrer Wahl via Paypal anlegen, eure Musik genießen und euch dabei endlich fair bezahlen.

05.05.2025

Am Bandcamp Friday 2.5.2025 verdienen Künstler*innen mehr

Am Freitag, 2. Mai 2025 ist wieder Bandcamp Friday – dann bekommen die Künstler*innen, die auf der Vertriebsplattform ihre Musik & ihren Merch verkaufen, 93% (anstatt 82%) der Einnahmen, die über die Plattform generiert werden. Bandcamp hat diese Aktion im März 2020 gestartet, um Musiker*innen zu unterstützen und verzichtet seitdem jeden ersten Freitag im Monat auf Einnahmenbeteiligungen. Die Aktion beginnt um 9 Uhr (MESZ) (falls du dir unsicher bist, ob die Aktion schon oder noch läuft, schau hier nach). Auf Bandcamp gibt es die Tracks, EPs, Alben, Vinyl und Fanartikel deiner Lieblingskünstler*innen! Der nächste Bandcamp Friday ist – nach einer Sommerpause – am 1.8.2025.

30.04.2025

Vertriebsplattform Bandcamp empfiehlt neue Preise für Alben & Singles

Spotify & Co sind leider keine guten Partner*innen für Bands, aber es scheint, als käme frau* als Musiker*in nicht daran vorbei. Eine Alternative bietet Bandcamp: dort gehen 80-85% der Einnahmen aus Platten- und Merchverkäufen an die Bands. Diese Vertriebsplattform hat jetzt über eine kürzlich erfolgte Änderung ihrer Standardpreisstruktur informiert: so sind die vorgeschlagenen Standardpreise für digitale Musik von $7 auf $9 für Alben und von $1 auf $1,50 für Tracks erhöht worden. Bandcamp hat sich die Verkaufszahlen angesehen und empfiehlt diese neuen Standardpreise aus zwei wichtigen Gründen: Erstens zahlten Fans bereits mehr, um die Künstler*innen zu unterstützen. Fast 20 % der Fans zahlten freiwillig mehr, wenn Alben 7 bis 10 $ kosten, und sie gäben im Durchschnitt 61 Cent dazu. Alben, die zwischen 7 und 10 Dollar kosten, brächten die höchsten Einnahmen pro Veröffentlichung. Zweitens verlangen neue Industriestandards, dass digitale Alben mindestens 7,99 $ kosten müssen, um in die Charts zu kommen. „Wir haben immer wieder gesehen, dass die Fans auf Bandcamp großzügig und bewusst mit ihrer Unterstützung sind. Dieses Update stellt sicher, dass deine Musik nicht unterbewertet wird – und bringt dich in eine stärkere Position, wenn du eine Chartplatzierung anstrebst“, heißt es in der Mitteilung. Das bedeutet aber nicht, dass ihr diesem Vorschlag folgen müsst; wie immer könnt ihr selbst entscheiden, welche Preise ihr wählt!

30.04.2025

Die Initiative Pop startet am 19.08. in die nächste Runde!

Das länderübergreifende Programm Initiative Pop richtet sich an aufstrebende Musiker*innen und Akteur*innen der Musikbranche aus der Großregion (Frankreich, Belgien, Luxemburg, Saarland und Rheinland-Pfalz). In insgesamt 13 Workshops wird den Teilnehmenden das nötige Know-How für unabhängige Projekte in Musikmanagement, Booking, Promotion und Vertrieb von erfahrenen Profis vermittelt. Ziel der Initiative Pop ist es, junge Menschen im Musikbusiness zu fördern, indem sie praxisnahes Wissen und die notwendigen Fähigkeiten erhalten, um ihre eigenen Projekte erfolgreich und nachhaltig umzusetzen. Am 19. August startet die dreiwöchige Bewerbungsphase! Interessierte aus der Großregion, die in der populären Musikkultur aktiv sind und sich in ihrem Feld weiterentwickeln wollen, können sich bewerben – egal ob Bands, Künstler*innen oder aber Menschen aus dem Bereich Booking, Promotion, Verlag oder Label. Das klingt spannend für dich? Du bist über 18 Jahre alt und sprichst fließend Englisch? Dann merke dir auf jeden Fall den 19. August vor und bewirb dich auf einen der exklusiven Plätze in der diesjährigen Initiative Pop. Bewerbungsphase: 19.08.-09.09.2024

06.08.2024

Klare Kante zeigen & Spotify kündigen

Music Women* Germany zieht aus den unfairen Veränderungen beim Vergütungsmodell von Spotify Konsequenzen und wechselt zum Anbieter Tidal. Das bedeutet, dass ihr die Friday Flinta* Release Playlist sowie die ehemalige #diversifyyourspotify – nun #diversifyyourmusictase – Playlist auf Tidal findet. Balbina zeigt euch in verschiedenen Tutorials, wie ihr eure Playlists behalten und zu anderen Streaming-Diensten wechseln könnt und stellt in ihrem Linktree weitere Infos bereit. Eine Petition des Pro Musik Verbands findet ihr hier.

11.03.2024

Bandcamp Friday 01.03.2024: mobilisiert eure Fans!

Bald ist wieder Bandcamp Friday – dann bekommen die Künstler*innen, die dort ihre Musik & Merch verkaufen, 93% (anstatt 82%) der Einnahmen, die über die Plattform generiert werden. Bandcamp hat diese Aktion im März 2020 gestartet, um Musiker*innen zu unterstützen und verzichtet seitdem jeden ersten Freitag im Monat auf Einnahmenbeteiligungen. Die Aktion beginnt um 9 Uhr (MESZ) (falls du dir unsicher bist, ob die Aktion schon oder noch läuft, schau hier nach). Auf Bandcamp gibt es die Tracks, EPs, Alben, Vinyl und Fanartikel deiner Lieblingskünstler*innen!

 
29.02.2024

Bandcamp Friday 02.02.2024: mobilisiert eure Fans!

Bald ist wieder Bandcamp Friday – dann bekommen die Künstler*innen, die dort ihre Musik & Merch verkaufen, 93% (anstatt 82%) der Einnahmen, die über die Plattform generiert werden. Bandcamp hat diese Aktion im März 2020 gestartet, um Musiker*innen zu unterstützen und verzichtet seitdem jeden ersten Freitag im Monat auf Einnahmenbeteiligungen. Die Aktion beginnt um 9 Uhr (MESZ) (falls du dir unsicher bist, ob die Aktion schon oder noch läuft, schau hier nach). Auf Bandcamp gibt es die Tracks, EPs, Alben, Vinyl und Fanartikel deiner Lieblingskünstler*innen!

01.02.2024

Broken Silence sucht Mitarbeiter*in, Praktikant*in & Azubi u.a.

Der Musikvertrieb Broken Silence in Hamburg sucht zur Verstärkung seines Digital- und Promotion-Teams ab 1.1. oder 1.2.2024 eine*n neue*n Mitarbeiter*in (m/w/d) in Teilzeit (28 bis 32 Stunden / Woche). Außerdem vergibt er ein 12-wöchiges Vollzeit-Praktikum für Interessierte (m/w/d) zwischen 18 und 30 mit Freude an Medienproduktionen von Musikschaffenden (nächstmögliche Starttermine:
1. Dezember 2023 / 2. Mai 2024 / 15. Juli 2024). Ab Sommer 2024 bietet er in Kombination mit einem Vorab-Praktikum eine Ausbildung zur/m Kauffrau/mann (w/m/d) für Audiovisuelle Medien an.

20.11.2023

Neues von Bandcamp: Übernahme & Bandcamp Friday 03.11.2023

Bald ist wieder Bandcamp Friday – dann bekommen die Künstler*innen, die dort ihre Musik & Merch verkaufen, 93% (anstatt 82%) der Einnahmen, die über die Plattform generiert werden. Bandcamp hat diese Aktion im März 2020 gestartet, um Musiker*innen zu unterstützen und verzichtet seitdem jeden ersten Freitag im Monat auf Einnahmenbeteiligungen. Die Aktion beginnt um 9 Uhr (MESZ) (falls Du Dir unsicher bist, ob die Aktion schon oder noch läuft, schau hier nach). Hier könnt ihr nach den Tracks, Alben, Vinyl und Fanartikeln eurer Lieblingskünstler*innen stöbern, neue Musikacts entdecken und sie mit euren Käufen unterstützen.

Zur Info: Die Zukunft des alternativen Vermarktungs- und Präsentationskanals ist ungewiss. Das Unternehmen Epic Games hatte 2023 16% der Belegschaft entlassen und Bandcamp im September an Songtradr verkauft. Songtradr übernahm beim Kauf dann auch nur die Hälfte aller Angestellten, um die Ausgaben zu reduzieren; interessanterweise wurden alle Gewerkschafter*innen und der erst zum Jahresbeginn gegründete Betriebsrat entlassen. Wahrscheinlich geht es den neuen Eigentümer*innen nicht darum „eine Plattform zu betreiben, auf der sich Künstlerinnen und Künstler präsentieren, sondern sie wollen von diesen Künstlerinnen und Künstlern profitieren“, sagt Peter Tschmuck,Professor am Institut für Popularmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Welche Folgen der aktuelle Eigentümerwechsel hat, bleibt also abzuwarten (Quellen: Deutschlandfunk, Wikipedia).

01.11.2023