Broschüre „Haltung zeigen“ gegen rechte Angriffe auf Clubkultur
Musikclubs und Festivals sind Orte der Begegnung, Vielfalt und demokratischen Teilhabe und geraten gleichzeitig zunehmend ins Visier rechtsextremer Akteur*innen. Mit der neuen Handreichung „Haltung zeigen – Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren“ veröffentlichen die LiveKomm und der Bundesverband Mobile Beratung erstmals einen praxisnahen Leitfaden speziell für die Live-Branche. Dieser bietet wertvolle Orientierung und mehr Handlungssicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichen, diskriminierenden oder rechtsextremen Vorfällen. Die Broschüre zeigt auf, mit welchen Strategien die extreme Rechte versucht, Kulturveranstaltungen zu beeinflussen oder zu stören und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis. Themen sind unter anderem Leitbilder und Code of Conducts, Awareness- und Sicherheitskonzepte, Ausschlussklauseln sowie Handlungsmöglichkeiten im Ernstfall. Die Broschüre steht kostenfrei zum Download bereit.
Eventplaner PLANERYS vermittelt Musiker*innen u.a. an Veranstaltende
Veranstaltungen leicht gemacht! Die Plattform PLANERYS bringt Veranstaltende und Dienstleister*innen in der DACH-Region zusammen und bietet für Menschen, die eine Feier oder ein Vereinsfest planen, einen kostenlosen ditigalen Eventplaner, der passende Dienstleister*innen vermittelt. Diese Dienstleister*innen decken alle Bereiche eines Festes ab: sei es Bands, Solosänger*innen, Cateringunternehmen, Fotograf*innen, Videofilmer*innen, Barkeeper*innen, DJ, Florist*innen, Moderator*innen usw. Nur wenn ein Engagement zustande kommt, zahlen diese eine einmalige Pauschale von 24,99 €. Es gibt keine monatlichen Gebühren oder versteckte Kosten. Klingt gut! (Foto: Pexels/Lachlan Ross)
Online Meet-Up für Veranstaltende in Rheinland-Pfalz 01.06.2026
Das Musikforum Rheinland-Pfalz lädt zur Follow-up-Veranstaltung des Meet-ups in Kaiserslautern ein. Die regionalen Meet-ups schaffen regelmäßig Räume für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Lösungsansätze innerhalb der Musikwirtschaft. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen sichtbar zu machen und die Branche in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu stärken. Beim letzten Treffen wurden zentrale Bedarfe aus der Praxis gesammelt. Nun werden diese Themen im Rahmen eines Online Meet-ups aufgegriffen und vertieft. Rechtsanwalt Tjade Elix gibt praxisnahe Einblicke in aktuelle rechtliche Fragestellungen rund um Spielstätten und Festivals und beantwortet individuelle Fragen. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung Raum für Austausch und Vernetzung mit anderen Veranstalter*innen. Teilnehmende sind eingeladen, sich aktiv einzubringen: Hier können eigene Fragestellungen eingereicht werden. Das Meet-up findet am Montag, 1. Juni 2026 von 18-21 Uhr online statt.
Wiesbaden will „Stadtteilmusik“ im Sommer fördern
Wiesbaden will mehr Livemusik in die Stadtteile bringen – und hat dafür das Förderprogramm „Stadtteilmusik“ gestartet. Das Programm ist ein dezentrales, für die Organisator*innen vereinfachtes Kulturangebot, bei dem Solomusiker*innen & Bands gefördert werden und neue, untypische Veranstaltungslocations entdeckt werden können. Teilnehmen können vor allem private Veranstalter*innen, die öffentlich zugängliche Konzerte oder Lesungen mit Livemusik organisieren. Wichtig sei nur, dass das kulturelle Erlebnis im Mittelpunkt stehe. Nach Angaben der Stadt müssen die Veranstaltungen zwischen 1.5.-31.10.2026 stattfinden. Es darf Eintritt verlangt werden, ist aber keine Bedingung. Gefördert werden ausschließlich professionelle Musiker*innen, die ihr Geld hauptsächlich mit Musikmachen verdienen. Die Stadt übernimmt Künstlergagen von bis zu 1.000 Euro pro Event sowie bei Bedarf eine Technikpauschale. Interessierte können bis 31. August 2026 formlos per Mail eine Förderung beantragen.
Förderprogramm PlugIn geht in die nächste Runde
PlugIn, das Förderprogramm für die Verbesserung der technischen Ausstattung von Musikclubs, geht in die 3. Runde. Von 18.5.2026 (13 Uhr) bis 5.6.2026 (13 Uhr) können Musikclubs mit einer Besucher*innenkapazität von maximal 2.000 unbestuhlten Plätzen erneut Anträge stellen. Gefördert werden Anschaffungen von neuen oder gebrauchten Technikgeräten, Einrichtungen von auftrittsrelevanten Elementen und Reparaturmaßnahmen mit einem Förderanteil von max. 15.000 Euro. Insgesamt stehen dafür 700.000 Euro zur Verfügung. Achtung: Förderungen werden im Windhundverfahren („first come, first served“) vergeben und es können nur Spielstätten gefördert werden, die bisher noch keine Förderung über PlugIn erhielten.
Infocalls
28.4.2026, 11 – 12:30 Uhr – Anmeldung
30.4.2026, 15 – 16:30 Uhr – Anmeldung
7.5.2026, 11 – 12:30 Uhr – Anmeldung
APPLAUS-AWARD: Start der Bewerbungsphase
Bis 21.5.2026 können Clubs und Veranstalter*innen aus ganz Deutschland wieder ihre Livemusikprogramme für den APPLAUS-Award 2026 einreichen. Ausgezeichnet werden herausragende Programme, Spielstätten als zentrale Orte der Livemusikkultur sowie besonderes Engagement in den Bereichen Awareness, Inklusion und Nachhaltigkeit. In sechs Kategorien winken Preisgelder von bis zu 40.000 Euro. Für die Kategorien „Beste Livemusikprogramme“ und „Beste Livemusikspielstätten“ gilt erneut eine Fördermittelgrenze von 40 Prozent; bei Überschreitung ist eine Bewerbung nur für eine undotierte Auszeichnung möglich. Neu in diesem Jahr: Wer in den letzten drei Jahren in Folge ausgezeichnet wurde, ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Zudem gilt für regionale Veranstalter*innen eine Open-Air-Quote von maximal 50 Prozent, während für Livemusikspielstätten keine Quote mehr besteht. Alle Details findet ihr in den Teilnahmebedingungen und FAQs.
Bremen startet Projektförderung „Junge Szene und Subkultur“
Die Projektförderung Junge Szene – Subkultur zielt auf die Unterstützung von Projekten, die wesentlich geprägt sind durch eine experimentelle Herangehensweise sowie noch in der Entstehungsphase befindliche Vorhaben. Die Projekte adressieren zumeist ein Publikum abseits sonstiger geförderter oder kommerzieller Angebote. Es werden auch Projekte unterstützt, die unterschiedliche Sparten miteinander verbinden, zum Beispiel durch die Integration von Vorträgen oder interaktiven Elementen sowie spartenübergreifende Raumnutzungen von Ateliers, Werkstätten oder Workshops. Darüber hinaus sollen dabei vor allem Teams von Kulturschaffenden gefördert werden, in denen unter 35-Jährige maßgeblich in Entscheidungsprozesse eingebunden sind. Auch „Start-Ups“ im Bereich Kulturprojekte können sich mit innovativen Ideen und neuen kreativen Ansätzen bewerben. Die Antragsfrist für die nächste, 2. Tranche ist vom 20.3.-9.4.2026 (Förderzusage mit Beschluss der Kulturdeputation voraussichtlich Anfang Juni 2026). Die 3. Tranche endet Ende Juli.
Koordinierungsstelle Nachtleben in Stuttgart veranstaltet Awareness-Workshops
Neben allgemeinen Projekten und Ideen setzt die Koordinierungsstelle Nachtleben auch gezielt regelmäßige Workshops um. Diese Workshops richten sich an Akteur*innen von Club- & Nachkultur sowie Veranstalter*innen, Kollektive und weitere Initiativen. Im Oktober startet eine dreiteilige Workshopreihe, die aufeinander aufbaut und praxisnah zentrale Themen der Awarenessarbeit im Feier- und Nachtleben vertieft.
Das sind die nächsten Workshops der Koordinierungsstelle Nachtleben:
- Oktober: Grundlagen der Awarenessarbeit
- November: Banane, Decke Tee – Umgang mit Menschen in Ausnahmesituationen im Party-Setting
- Dezember: Awareness – Umgang mit besonders herausfordernden Situationen
Alle Angebote sind kostenlos, lediglich eine Anmeldung ist verpflichtend.
Bundesstiftung LiveKultur stellt neuen Solidaritätsfonds vor: Live Music Fund Germany
Die Bundesstiftung LiveKultur kündigt beim diesjährigen Reeperbahn Festival den Start des Live Music Fund Germany zum 01.01.2026 an – eine neue, solidarische Brancheninitiative zur Förderung der Livemusikkultur in Deutschland. Die Vorstellung erfolgt im Rahmen eines Panels beim zentralen Branchentreffen Reeperbahnfestival, das dieses Jahr unter dem Motto „Imagine Togetherness“ steht. Um das vielfältige Livekultur-Angebot zu bewahren, das Newcomer*innen den Weg nach oben ermöglicht, möchte die Bundesstiftung einen Fonds auflegen, der sich aus drei geplanten Einnahmequellen speist: 1) aus freiwilligen Spenden beim Ticketkauf, 2) Micro-Funding durch Ticketing-Anbieter und Spielstätten und 3) solidarischen Abgaben der Branche, in dem Veranstalter*innen und Spielstätten feste Anteile als freiwilligen Ticket-Override abführen. Die Einnahmen des Fonds werden gezielt in drei zentrale Säulen der kulturellen Infrastruktur reinvestiert: 1) in die Nachwuchs- und Clubförderung: Zuschüsse für kleine Spielstätten, Nachwuchskünstler*innen auf Erst-Tourneen und innovative Formate sowie Festivalförderung, 2) Fehlauslastungsausgleich für mittlere Konzerte: Veranstaltende mittlerer Kapazität (bis 2.000 Personen) können bei defizitären Konzerten pauschale Zuschüsse („Auslastungsversicherung”) beantragen und 3) Strukturelle Fördermaßnahmen für Nachhaltigkeit, Inklusion und Ausbildung: Unterstützung für ökologische und soziale Initiativen, Barrierefreiheit, Fachkräfteentwicklung und Diversität.
Start der APPLAUS Bewerbungsphase
Der APPLAUS-Award – einer der höchstdotierten Bundeskulturpreise – geht in die zwölfte Runde! Von 24.4. (10 Uhr) – 22.5.2025 (18 Uhr) können sich Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen aus ganz Deutschland bewerben. Insgesamt stehen rund 1,6 Millionen Euro Preisgelder zur Verfügung. Ausgezeichnet werden herausragende Livemusikspielstätten und Konzertreihen in sechs Kategorien – darunter auch Awareness, Inklusion und Nachhaltigkeit. Für welche Kategorie ihr euch am besten bewerbt, findet ihr heraus, wenn ihr euch die Teilnahmebedingungen durchlest.
RockCity & Music Declares Emergency präsentieren Green Touring Rider
Du willst deine Shows umweltfreundlicher und emissionsärmer gestalten? Nachhaltiges Touren ist Teamwork! Egal ob du auf der Bühne stehst oder Konzerte organisierst – du kannst einen Unterschied machen! Der von RockCity Hamburg und Music Declares Emergency Germany entwickelte Green Touring Rider ist das erste interaktive und personalisierbare Tool, um mit wenigen Klicks die Nachhaltigkeitsanforderungen in Form eines Green Touring Riders für örtliche Veranstaltende zu erstellen. Zudem findest du wertvolle Tipps, wie du nachhaltigere Gigs und Tourneen planst, einfach, digital und kostenlos. Der Rider steht ab Anfang April hier zur Verfügung.
Online-Veranstaltung „Barrierefreiheit im Netz“ für Kulturakteur*innen 17.06.2025
Ende Juni tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Erstmals werden Akteur*innen der Privatwirtschaft in bestimmten Bereichen zur Barrierefreiheit verpflichtet. Was bedeuten die neuen Regeln für Anbieter*innen von Kultur und Kultureller Bildung? Und wie können sie – unabhängig davon, ob sie direkt vom BFSG betroffen sind – ihre digitalen Angebote inklusiver gestalten? In der Online-Veranstaltung am 17.06. von 10-12 Uhr vermittelt der Accessibility Consultant Jan Hellbusch ein grundlegendes Verständnis für digitale Barrierefreiheit. Ziel ist, es ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass barrierefreie Online-Angebote für Menschen mit Behinderung essenziell sind, damit sie im digitalen Raum gleichberechtigt teilhaben können. Kulturakteur*innen, die ihre Website barrierefrei umgestalten möchten, erfahren wie ein solcher Prozess aussehen kann und worauf es in der Zusammenarbeit mit Entwickler*innen und Prüfer*innen ankommt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldeschluss: 10.06.2025

