Dokumentarfilm über FLINTA*-Artists sucht Unterstützung
Das Dokumentarfilm-Projekt über die FLINTA*-Artists Bush.Ida, Liser und Eleo “Für immer falsch” (R: Miriam Schlünkes) erzählt, wie es sich aktuell in Deutschland anfühlt, als FLINTA*-Person Musik zu machen. Dabei entstanden ist ein 30-minütiger einfühlsamer Dokumentarfilm zwischen Studiosessions, privaten Momenten und Konzerten – inklusive übergriffiger Männer, Struggle mit dem eigenen Aussehen und dem Bild, das man nach Außen gibt. Am Ende geht es um die Kraft, die alle drei aus ihrer Kunst schöpfen und die Energie, die sie an ihre Hörer*innen weitergeben. Denn sie schreiben Songs, die wütend machen, Zusammenhalt schaffen, sowie Sichtbarkeit für queere und FLINTA*-Perspektiven schaffen. Der Film befindet sich aktuell in der Fertigstellung. Wer jetzt Lust bekommen hat, zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung für FLINTA*-Artists beizutragen und den Film im Kino sehen möchte, kann dabei helfen: Für die Kosten der Festivalauswertung sucht das studentische Team nach finanzieller Unterstützung, dabei hilft jeder Euro! Schreibt einfach eine Mail; das Team freut sich neben Geld auch über generelles Interesse an dem Film sowie Austausch zu dem Thema.
Filmtipp: „Meredith Monk – Die Welt in ihrer Stimme“
Ein neuer Dokumentarfilm auf dem Sender ARTE beleuchtet die Arbeit der visionären Komponistin, Performerin und interdisziplinären Künstlerin Meredith Monk. Die furchtlos experimentierende Künstlerin begann ihre Karriere in der männlich dominierten New Yorker Kunstszene der 60er- und 70er Jahre – und erkämpfte sich dort Respekt gegen alle Widerstände. ARTE präsentiert mit „Meredith Monk – Die Welt in ihrer Stimme“ (USA, 2025, 59 Min.) das außergewöhnliche Porträt einer Frau, die die Kunstwelt revolutioniert und seit den 1960er Jahren eine völlig neue Sprache aus Klang und Bewegung geschaffen hat. Sie gilt als eine der großen Pionierinnen unserer Zeit. Mit ihrer Musik im Mittelpunkt und Interviews mit Wegbegleiter*innen wie Björk und David Byrne kreieren die beiden Regisseure Billy Shebar und David Roberts ein Mosaik, das die Struktur von Monks eigenem Werk widerspiegelt und ihr äußerst originelles Vokabular aus Klängen und Bildern beleuchtet.
Filmtipp: „Sol Gabetta auf den Spuren von Lise Cristiani“
In einem neuen Dokumentarfilm hat sich die Frankfurter Autorin Simone Jung zusammen mit Star-Cellistin Sol Gabetta auf die Spuren der französischen Cellistin Lise Cristiani (1825–1853) gemacht. Der Film, der in einer gekürzten Fassung (52 Min.) in der ARD-Mediathek zu finden ist, zeichnet das Leben dieser Pionierin nach, die sich mit einem Cello auf die Bühne wagte und selbst Konzerte veranstaltete, als das für Frauen noch als unschicklich galt. Es ist eine abenteuerliche Geschichte, in der sie unehelich in einem schäbigen Viertel in Paris zur Welt kommt, es aber bis zur Kammervirtuosin des dänischen Königs schafft und als junge Profimusikerin bis nach Sibirien reiste, um an Orten Konzerte zu geben, wo noch nie ein*e klassische*r Musiker*in aufgetreten war.
Kinotipp: „Joan Baez – I am a noise“ 11. & 15.07.2025 @ Cinéma, Frankfurt
Die Arthouse Kinos Frankfurt zeigen in der Reihe Sommerflimmern 24 besondere Filme noch einmal auf der großen Leinwand, in der englischen Originalversion mit deutschen Untertiteln. Am 11. und 15. Juli könnt ihr den Dokumentarfilm „Joan Baez – I am a noise“ (USA 2023, Regie: Karen O’Connor, Miri Navasky, Maeve O’Boyle) im Cinéma genießen. Das außergewöhnliche Porträt der legendären Folksängerin und Aktivistin Joan Baez ist weder ein konventionelles Biopic, noch ein traditioneller Konzertfilm. Er begleitet Joan auf ihrer letzten Tour und taucht ein in ihr beeindruckendes Archiv aus Privatvideos, Tagebüchern, Kunstwerken, Therapie- und Musikaufnahmen. Im Laufe des Films zieht Baez schonungslos Bilanz und enthüllt auf bemerkenswerte Weise ihr Leben auf und abseits der Bühne: von ihren lebenslangen emotionalen Problemen, über ihr Engagement in der Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King, bis hin zu der schmerzlichen Beziehung mit dem jungen Bob Dylan. Als radikaler Blick auf eine lebende Legende wird dieser Film zu einer intimen Erkundungsreise einer ikonischen Künstlerin, die noch nie zuvor so viel über ihr Leben enthüllte.
Frauenfilmfestival „Bimovie“ 07.-13.11.2024 in München
Frauen (auch im Film) sind schon längst keine Nebenfiguren und Stichwortgeberinnen mehr. Sie nehmen sich ihren Platz, behaupten sich dort und sind nicht mehr zu vertreiben. Das gefällt nicht allen, aber die Macher*innen des Neuen Maxim Kinos in München finden das sehr gut. Um das zu unterstreichen zeigen sie lustige, ernste, feministische, spannende, lesbische, interessante, künstlerische, historische, musikalische, gruselige und kämpferische Filme im Rahmen der Filmreihe „Bimovie“ vom 07.-13.11.2024. Mit dabei sind auch einige Musikfilme: der Dokumentarfilm über den steinigen Weg zum Superstar, den die Sängerin, Aktivistin und Ikone der LGBTIQ-Community Cyndi Lauper gehen musste (Let The Canary Sing). Musikalisch geht es weiter mit Chuck Chuck Baby, worin die Frauen für ihre große Liebe kämpfen, singen und tanzen. In Sisterqueens rappen Berliner Jugendliche voller feministischer Power. Außerdem zeigt das Kino den allerersten Dokumentarfilm über weibliche Graffiti-Künstlerinnen: Girl Power u.a.
Kinotipp: „Googoosh“ über eine Ikone der iranischen Popkultur
Vor der islamischen Revolution im Iran hatte das Land eine lebendige Popszene, in der die Sängerin Googoosh ihr unangefochtener Megastar war. Bereits als 2-Jährige hatte sie ihren ersten Auftritt, von Teherans bekanntem Kabarett Miami bis zum Königspalast kannte man Googoosh. Es folgte eine internationale Karriere mit Auftritten auf der ganzen Welt und Hits auf Persisch, Französisch und Englisch. Mit der islamischen Revolution wurde auf einen Schlag alles anders: sie bekam Auftrittsverbot und kam ins Gefängnis und stand unter Hausarrest. Nach 21 Jahren Isolation gelang ihr die Ausreise und ein unerwartetes Comeback im Exil. Ihre bewegende Geschichte machte sie zu einer Stimme des Widerstands und zu einem Symbol der Hoffnung. Die im Iran geborene, aber schon lange in Deutschland lebende Regisseurin Niloufar Taghizadeh hat einen Dokumentarfilm über sie gedreht, der jetzt in die Kinos kommt. Ein Porträt Googooshs, aber auch der Ereignisse des Landes der letzten 45 Jahre bis hin zur neuen Frauenbewegung, für die sich auch Googoosh einsetzt. In eindrücklichen Interviews mit der heute 74-Jährigen ist so ein sehr persönliches Porträt einer Frau entstanden, die vielen in Deutschland kaum bekannt ist. Trailer
Filmtipp: Roadmovie „Üben Üben Üben“ ab September im Kino
Im September gibt es die Gelegenheit, in einigen Programmkinos ein stimmungsvolles Road Movie zum Thema Green Touring zu sehen: Im Film „Üben Üben Üben“ (Norwegen, 2023, 79 Min., OmU) geht es um die junge Klimaaktivistin und Trompeterin Trine, die sich von den Lofoten nach Oslo auf den Weg macht, um im berühmten Opernhaus in Oslo an einem Vorspiel teilzunehmen. Um ihren Prinzipien treu zu bleiben entscheidet sich Trine, die 1500 km Entfernung nicht mit dem Flugzeug, sondern per Anhalter zu überwinden und auf die Hilfsbereitschaft von Fremden zu vertrauen. Allerdings stellt der Roadtrip durch Norwegens raue und schöne Landschaft Trines Leidenschaft für Musik und ihren Klimaschutz-Idealismus gehörig auf die Probe. In einigen Städten gibt es die Möglichkeit, an ausgewählten Terminen im Anschluss an die Vorstellung in einem Filmgespräch den Regisseur Laurens Pérol kennenzulernen. Er wird die gesamte deutsche Kinotour selbst trampen. Trailer
Termine: 11.09. Kino Traumstern, Lich | 12.-18.09. sweetSixteen, Dortmund | 13.-18.09. Cinema Quadrat, Mannheim | 16.09. Harmonie, Frankfurt | 18.09. Friedrichsbau, Freiburg u.a.
„YAYA Screens“ präsentiert Community Day zum Black History Month 20.02.2024 Köln
YAYA Screens präsentiert im Rahmen des Black History Month einen Community Day im Kölner Stadtgarten, der sich auf die Würdigung, Anerkennung und Sichtbarkeit der afrikanischen Diaspora, insbesondere auf schwarze Künstler*innen in der Musikbranche konzentriert. Die Veranstaltung ist Teil einer vierteiligen Filmreihe in Wuppertal, Berlin und Köln und wurde von Eleny Teffera kuratiert. Der Community Day beginnt mit einem Brave Space-Workshop, in dem die schwarze Community mit der aufstrebenden Künstler*in Trigger T in einen offenen Dialog tritt. Ein Live-Podcast von Bena von „Pottgedanken“ fängt Stimmen aus der Community ein und bietet einen geschützten Raum für den Austausch von Geschichten und Erfahrungen ausschließlich für schwarze Geschwister. Die Veranstaltung öffnet sich danach für alle Interessierten mit dem Screening des Kurzfilms „ADIKORO – Women in Music – Ghana“. Trigger T begleitet das Screening und vertieft den Dialog in einem Interview sowie einer Fragerunde.
YAYA Screens ist eine interdisziplinäre Filmreihe des Vereins YAYA e.V. mit Fokus auf postmigrantischen, queerfeministischen Perspektiven in der Kunst- und Kulturszene. Er lädt Medienvertreter*innen, Kulturliebhaber*innen und alle Interessierten herzlich dazu ein, mehr über die Perspektive schwarzer Künstler*innen zu erfahren und sich untereinander auszutauschen.
Veranstaltungsort: JAKI Köln @ Stadtgarten, Zeit: Workshop (nur für BIPOC) 17-19 Uhr, Screening (für alle geöffnet) 20 Uhr, 5 € Abendkasse
Kinotipp: „Divertimento – Ein Orchester für Alle“ @IFFF 21.01.2024
Im Rahmen des Internationalen Frauen Film Festes Dortmund und Köln könnt ihr euch am 21.01.2024 ab 15 Uhr den Spielfilm „Divertimento – Ein Orchester für Alle“ von Marie-Castille Mention-Schaar (FR 2022, 114 min., OmU) anschauen. Die 17-jährigen Zwillingsschwestern Zahia und Fettouma Ziouani aus einer Pariser Vorstadt wollen Profimusikerinnen werden und stoßen auf große Widerstände. Besonders Zahia, die unbedingt Dirigentin werden will, muss als Migrantin aus dem Maghreb gegen viele Vorurteile kämpfen. Daher beschließen die beiden Schwestern ein eigenes Orchester, das Divertimento, zu gründen, das Musiker*innen aus allen Kulturen offen steht. Ein ermutigender Film über zwei Musikerinnen, die sich gegen Rassismus und Antifeminismus erfolgreich auflehnen. Nach einer wahren Geschichte, empfohlen ab 12 J.
Die Filmreihe „Kino Weltsichten“ richtet sich vor allem an Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, ist aber auch offen für alle, die gerne gute Filme schauen. Die Gespräche im Anschluss an die Filmvorführungen – mit und ohne Gäste – sind meist leidenschaftlich und engagiert, aber immer geprägt vom gegenseitigen Respekt.
Veranstaltungsort: Kino im U / Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund (Eintritt frei!)
Kinotipp: „Tina – What’s Love Got To Do With“ 29.11.2023 Offenbach
Anlässlich des „Internationalen Tag gegen Gewalt“ am 25. November und im Aktionszeitraum „Orange Your City“ bis 10. Dezember zeigt der Filmklubb Offenbach am 29.11.2023 den Film „Tina – What’s Love Got To Do With“ (USA, 1993). Das Biopic erzählt die Lebensgeschichte der US-amerikanischen Sängerin Tina Turner. Geboren wird sie als Anna Mae Bullock in Nutbush, Tennessee. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter zieht sie im Anschluss an deren Tod zur Mutter und älteren Schwester nach St. Louis, wo sie in einem Club den Sänger und Songschreiber Ike Turner (Laurence Fishburne) kennenlernt. Sie wird Leadsängerin in seiner Band. Die beiden werden ein Paar, bekommen Nachwuchs und heiraten. Nur wenige Zeit nach der Hochzeit macht Ike seiner Frau das Leben zur Hölle. Er nimmt Drogen, verprügelt und vergewaltigt sie. Es dauert mehrere Jahre, bis Tina ihn verlässt. Nach der Scheidung startete sie in den 1980er Jahren eine Solokarriere und wurde mit über 180 Millionen verkauften Tonträgern zur „Queen of Rock ’n’ Roll“. Tina Turner gilt als eine der erfolgreichsten und einflussreichsten Sängerinnen und war stilbildend in Soul, Rock und Pop. Der Song „What’s Love Got To Do With It“, der ihr mehrere Grammy Awards einbrachte, wurde zu einem ihrer größten Hits. Trailer
Einlass: 17.30 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr (Reservierung)
Veranstaltungsort: Filmklubb, Isenburgring 36, 63069 Offenbach
#MelodivaSpotlight: Filmfestival SEE THE SOUND 21.-25.06.2023
SEE THE SOUND ist ein Film Festival von SoundTrack_Cologne, Europas führendem Kongress für Musik und Sound im Film, Games and Media. Das Festival lädt vom 21.-25.06.2023 zu abwechslungsreichen und vielseitigen Erfahrungen von Musik und Klang ein und beschäftigt sich auch mit juristischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Arbeitsbedingungen von Filmkomponist*innen in einem globalen Markt. Das reichhaltige Programm klingt vielversprechend! In diesem Jahr wird z.B. der Dokumentarfilm „Miúcha, The Voice Of Bossa Nova“ über Heloísa Maria Buarque, die Ikone des Bossa Nova zu sehen sein, der mit Briefen, Tagebüchern und Bildern von ihrem außergewöhnlichen Leben erzählt. „Little Galaxies“ ist ein Musical-Dokumentarfilm über die Idee der menschlichen Verbindungen und die flüchtigen Momente der Intimität, die man im Alltag finden kann. Im Film „And Still I Sing“ geht es darum, wie zwei junge Afghaninnen als erste Frauen den Wettbewerb „Afghan Star“ gewinnen, kurz bevor die Taliban die Macht an sich rissen. „Sirens“ erzählt die Geschichte der weiblichen Metal-Band „Slave To Sirens“ (Foto) vor dem Hintergrund der libanesischen Revolution, wie sie ihre Stimme gegen das politische Regime und die Kriminalisierung der Homosexualität in ihrem Land erheben. Die Doku „Roses. Film – Cabaret“ berichtet über die siebenköpfige ukrainische Frauen-Punkband Dakh Daughters, die Performance, Musikkabarett und politisches Engagement verbindet. In „Sound Of Cologne“ kommen Musiker*innen aus Köln zu Wort. Außerdem gibt es Filme über die Geschichte des Detroit Techno oder der New Romantics, über aktivistische Musiker*innen und Protestsongs, Soundvisionär*innen u.v.m.
Kinotipp: „Anne Clark – I’ll Walk Into Tomorrow“
Anne Clark, Ikone der Musikgeschichte und grandiose Pionierin der Spoken Word-Kunst, steht seit mehr als 35 Jahren auf der Bühne. Im Juni ist sie in die Lagerhalle Osnabrück zu Gast und wer noch kein Ticket hat, hat leider Pech gehabt – das Konzert ist bereits ausverkauft. Aber ihr könnt euch mit einem Dokumentarfilm über die Künstlerin trösten, der am 20.06. am selben Ort im Rahmenprogramm zur “Langen Klangnacht” läuft. „Anne Clark – I’ll Walk Into Tomorrow“ (D 2017, 81 min., engl. OmU) ist das fesselnde Dokumentarfilm-Porträt einer unverwechselbaren Künstlerin, die mit der Kraft ihrer sensationellen Poesie und explosiven Sounds die Musikwelt auf den Kopf gestellt hat. Was bleibt, ist ein sagenhaft künstlerisches Talent, das zur Kultfigur im Musikgedächtnis einer Generation wurde. Beginn: 18 Uhr
Veranstaltungsort: Lagerhalle e. V. , Rolandsmauer 26, 49074 Osnabrück

