Musikfonds: Förderprogramm Outer Ear
Outer Ear nimmt Projekte in den Fokus, die neue Wege bei der Ansprache und Beteiligung des Publikums gehen. Es sollen gezielt partizipative Projekte gefördert werden, die nicht das fertige Werk, sondern den Entstehungsprozess eines Werkes in den Mittelpunkt stellen. Experiment, Offenheit, Unfertiges und gemeinsames Erleben werden bewusst sichtbar und hörbar gemacht, um neue Zugänge zu aktueller Musik zu schaffen und Teilhabe sowie temporäre Gemeinschaften zu ermöglichen. Im Rahmen der Projekte sollen vor allem Menschen angesprochen werden, die bisher wenig Berührung mit experimentellen Musikformaten hatten. Ziel ist es, Offenheit für Neues und Anderes zu wecken und gemeinsame ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen, die sowohl herausfordern als auch verbinden. Die Antragstellung erfolgt vom 01.-30.04.2026.
Tandem-Programm „Zusammen zum Konzert“ in Kassel
Für Menschen mit Behinderung ist die Anreise zu Konzerten oftmals eine große Hürde. Dem will das Kulturzentrum Schlachthof in Kassel etwas entgegensetzen. Deshalb haben sie das Tandem-Programm „Zusammen zum Konzert“ ins Leben gerufen. Hierbei holen Menschen ohne Einschränkungen Menschen mit Einschränkungen zu Hause oder an einem verabredeten Treffpunkt ab. Zusammen besucht man dann ein Konzert im Kulturzentrum Schlachthof und geht im Anschluss wieder gemeinsam zurück. Im Anschluss an das Konzert würden sich die Schlachthof-Macher*innen über eine kurze Rückmeldung zur Barrierefreiheit eures Besuchs freuen. Der Besuch ist für beide kostenlos.
Aktuell stehen für den Tandem-Ausflug drei Konzerte im Kulturzentrum Schlachthof zur Auswahl:
- Malaka Hostel (20. März, 20 Uhr)
- Tropikel Ltd. (17. April, 20 Uhr)
- Dub Spencer & Trance Hill (8. Mai, 20 Uhr)
Ihr habt Lust auf einen gemeinsamen Konzertabend? Dann meldet euch bitte mit Angabe eures Stadtteils und eures Wunschkonzerts bei Gerrit Retterath (Mail) an. Pro Konzert können fünf Tandems teilnehmen. Falls ihr Unterstützung bei der Anreise benötigt, schreibt bitte dazu, worauf eure Begleitperson achten soll. Das Angebot wird von der Aktion Mensch gefördert.
Projektreferent*in (w/m/d) als Elternzeitvertretung in Frankfurt gesucht
Der Trägerverein des Frankfurter Jugendrings führt das Projekt Vielfalt am Main 2026-2027 durch. Das Projekt richtet sich an junge Menschen mit vielfältigen Lebensrealitäten und rückt sie in den Fokus. Mit dem Schwerpunkt Inklusion werden im aktuellen Projektzeitraum die verschiedenen Intersektionen, die junge Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung, neurodivergente und chronisch kranke junge Menschen betreffen, in den Blick genommen. Hierfür sucht der Frankfurter Jugendring zum 09.04.2026 eine*n Projektreferent*in (w/m/d) als Elternzeitvertretung in Teilzeit (50% = 19,5h Wochenarbeitszeit) befristet bis zum 22.06.2027.
Aufgabengebiet: Steuerung und Durchführung des Projekts inklusive Planung einer Großveranstaltung für 2027 / Vernetzung an der Schnittstelle Eingliederungs- und Jugendhilfe / Durchführung inkl. Vor- und Nachbereitung von Planungstreffen / Kommunikation mit städtischen Ämtern und Gremien / Öffentlichkeitsarbeit / Förderung inklusiver Jugendangebote in Frankfurt
Vergütung in Anlehnung an TVöD VKA in der Entgeltgruppe 10. Schickt eure Bewerbungen bitte bis zum 09.03.2026 als pdf-Datei per Mail. Bei Fragen zur Stelle könnt ihr euch wenden an: Gizem Gülcivan, Telefon: 0155 600 652 04. Der Zugang zu den Büroräumen ist barrierearm. Der Träger begrüßt Bewerbungen von Menschen mit Behinderung und mit vielfältiger Lebensrealität, um gesellschaftliche Diversität im Team abzubilden.
2. WebTalk „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen – vor Ort und mobil“ 10.02.26
Die Webtalk-Reihe „Regionale Kulturentwicklung – kulturelle Regionalentwicklung“ der Kulturpolitischen Gesellschaft umfasst drei Online-Sessions und ist der Abschluss des dreijährigen Forschungsprojekts „Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen“ (NetKulaeR), das die Potenziale regionaler Förder-, Beratungs- und Vernetzungsstellen für Kultur in ländlichen Räumen untersucht. Der nächste Webtalk am 10.02.2026 rückt eine zentrale Herausforderung kultureller Teilhabe in ländlichen Räumen in den Blick: die Mobilität als Voraussetzung für den Zugang zu Kultur. Vorgestellt werden unterschiedliche Ansätze regionaler Kulturförderung: Florian Schwemin (Bayerischer Bezirk Oberpfalz) präsentiert das Heimatmobil, mit dem Kulturvermittler*innen Dörfer und Kleinstädte erreichen. Lisa Zimmermann (Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien) stellt das Mobilitätsprogramm KulturPfadfinder vor, das Schulen und Kultureinrichtungen vernetzt und Kosten übernimmt. Markus Daum (LandKulturPerlen Hessen) erläutert einen aufsuchenden Ansatz, mit dem Projekte der Kulturellen Bildung direkt vor Ort initiiert und gefördert werden. In der anschließenden Diskussion werden zentrale Stellschrauben Kultureller Bildung für eine gelingende kulturelle Regionalentwicklung reflektiert. Die Moderation übernimmt Anke von Heyl.
10. Febrar 2026 | 16:30–18:00 Uhr | digital
Die Teilnahme am WebTalk ist kostenfrei, eine Anmeldung über das Online-Formular wird erbeten.
Förderung für soziokulturelle Zentren: Up Grants 2026
Das European Network of Cultural Centres (ENCC) hat seine diesjährige Ausschreibung ihrer Up Grants veröffentlicht, eine aktuelle Förderalternative für soziokulturelle Zentren: Der Call „Up Grants 2026: Culture for Democracy“ fördert innovative Projekte, die sich mit den Themenfeldern „Digital ethics and democracy“, „Dialogue in times of polarisation“ und „Participation and cultural resistance“ befassen. Alle eingereichten Projekte, die den Förderkritieren entsprechen, werden auf der Website des ENCC vorgestellt. Drei ausgewählte Projekte erhalten eine Förderung von 4.000 €. Bewerbungsfrist: 15. März 2026
EUCREA lädt Menschen mit oder ohne Behinderungserfahrung zu Online-Artist Talks ein
Artist Talks Reihe – Künstler*in Gespräche sind eine Online-Veranstaltungsreihe von EUCREA. In den Artist Talks berichten etablierte Künstler*innen mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder Gehörlosigkeit über ihren Bildungs- und Berufsweg, teilen persönliche Erfahrungen, geben Einblicke in kreative Prozesse und Herausforderungen und bieten Raum für Austausch, Vernetzung und Empowerment. Die Veranstaltungen richten sich an Kreative mit Behinderung, Neurodivergenz, chronischer Erkrankung und Gehörlosigkeit sowie an interessierte Personen. Nächste Termine: 19.11.2025/26.11.2025/14.01.2026.
Festival „Composing While Black & Queer“ 27.-29.10.2025
Die klassische Musikkultur ist bis heute von weißen, männlichen, westlichen Perspektiven geprägt. Wer und was nicht in dieses Raster passt, bleibt viel zu oft unerhört – auch in der Neuen Musik. Mit dem Festival „Composing While Black & Queer“, das unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Anna Schürmer vom 27. bis 29. Oktober 2025 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln realisiert wird, richten die Macher*innen das Ohr in 2 Konzerten und einem Symposium auf die intersektionale Vielfalt jenseits dieser Norm – auf Zukunftsmusik beyond the white/male frame. Im hundertsten Jahr der Hochschule für Musik und Tanz Köln stellt das dreitägige Minifestival nicht nur Fragen nach Teilhabe und Inklusion – es denkt Musik auch als Möglichkeitsraum für eine diverse Zukunft(smusik). Das interdisziplinäre Symposium widmet sich der kritischen Reflexion von Machtverhältnissen und Identitätskonstruktionen in der Musik. Neben einer Keynote von George Lewis und einem Roundtable mit weiteren Gästen des Festivals präsentieren Studierende der HfMT Köln ihre Forschungen im Kontext von Black Music Studies und Queer Musicology.
Förderprogramm „Pop To Go – unterwegs im Leben“
Ihr habt eine Projektskizze in der Schublade oder wolltet schon immer mal ein Musikprojekt mit Kindern und Jugendlichen umsetzen? Ihr sucht Finanzierungsmöglichkeiten? Dann aufgepasst! Beim Förderprogramm „Pop To Go – unterwegs im Leben“ des Bundesverbands Popularmusik e.V. können noch bis zum 01.10.2025 Anträge für Projekte gestellt werden, die im Jahr 2026 umgesetzt werden. Pop To Go fördert popkulturelle Projekte für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren, die von Risikolagen betroffen sind. Umgesetzt werden die Projekte durch mindestens drei lokale Akteur*innen, die sich zu Bündnissen für Bildung zusammenschließen.
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft
Seit dem 28. Juni 2025 gilt: Alle online angebotenen Dienstleistungen müssen barrierefrei zugänglich sein, sobald dabei ein Vertrag mit Verbraucher*innen zustande kommt. Das betrifft auch den Kulturbereich – etwa wenn Eintrittskarten online verkauft oder reserviert werden können. Auch ohne Bezahlung vorab: Alle Webangebote, über die Buchungen oder Reservierungen möglich sind, fallen unter das Gesetz. Für alle Kultureinrichtungen mit Online-Ticketshops oder Reservierungsfunktionen heißt das konkret: Diese Angebote müssen künftig barrierefrei gestaltet sein – um Teilhabe für alle zu ermöglichen und gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Einen guten Einstieg in die Thematik bietet die Aktion Mensch.
StarKlusion sucht Bands & Solomusiker*innen
Pinc Music ist Deutschlands zentrale Plattform für inklusive Musik und eine Initiative von Handiclapped – Kultur Barrierefrei e.V. – u.a. ausgezeichnet von der Initiative Musik. Hier sind über 100 inklusive Bands, Chöre, DJs und Solokünstler*innen mit und ohne Behinderungen vertreten – von Punk bis Klassik. Um diese zu unterstützen und bekannter zu machen und die Vielfalt inklusiver Musik in die Musikwirtschaft zu tragen, wurde das Partnerschafts-Programm StarKlusion aufgesetzt, das bis mindestens Juli 2029 läuft und 100 Partnerschaften stiften will. Gesucht werden jetzt nicht inklusive Bands und Solo-Musiker*innen ohne Behinderungen – von weniger bekannten Künstler*innen bis Promis sowie Organisationen (gewerbliche und nicht gewerbliche) und Freiberufler*innen der Musikwirtschaft, die Lust hätten, eine Partnerschaft mit einem Pinc Music Act einzugehen. Ziel ist es, dass sich die Partner*innen austauschen, über den kreativen Prozess, das Musizieren selbst, die Technik, Vermarktung und vieles mehr. Die Teilnahme am Programm ist ehrenamtlich, aber es gibt ein Budget für gemeinsame Aktivitäten, die aus den Partnerschaften entstehen. Die Partner*innen sollten bereit sein, sich mindestens zweimal auszutauschen. Einige Partnerschaften wurden bereits angebahnt, mehr dazu hier.
EUCREA baut mit ARTplus Service für gleichberechtigte Teilhabe an künstlerischer Ausbildung aus
Vielfalt stärkt Kultur, Kunst kann dazu beitragen, gesellschaftliche Prozesse zu verändern und zu verbessern. Unter diesem Motto arbeitet der Verband EUCREA an dem Ziel, Künstler*innen mit Behinderung, chronischer Erkrankung, Neurodivergenz und Gehörlosigkeit im Kulturbetrieb sichtbarer zu machen und teilhaben zu lassen. Denn Kunst und Kultur haben Wirkungsmacht: Künstler*innen und ihre Werke sind öffentlich sichtbar, sie prägen ästhetische Maßstäbe, gesellschaftliche Diskurse und kollektive Bilder. Ob auf der Bühne, im Film oder in der Galerie. Inklusion im Kulturbereich beginnt aber bereits bei der Teilhabe an Ausbildung. Wer an einer Kunst-, Musik- oder Schauspielschule eine Ausbildung absolviert, wird im späteren Leben weit höhere Chancen haben, am künstlerischen Diskurs teilzunehmen, in der Kunstwelt in Erscheinung zu treten und den persönlichen Lebensunterhalt hierüber zu erwirtschaften. Ein Studium zu absolvieren bedeutet auch, Kontakte aufzubauen und Referenzen zu erwerben, die eine berufliche Tätigkeit wahrscheinlicher werden lassen. Um dies zu erreichen, richtet der 1989 gegründete Verband sein Angebot neu aus. Mit seinem neuen Serviceangebot berät und begleitet EUCREA nicht nur Kulturschaffende mit Behinderungen, sondern auch künstlerische Ausbildungsinstitutionen – insbesondere Hochschulen – bei der Entwicklung inklusiver Studien- und Lehrangebote. In enger Zusammenarbeit mit Häusern aus den Bereichen Musik, bildender und darstellender Kunst werden neue Wege für die Aufnahme, Begleitung und Förderung von Studierenden mit Behinderung geschaffen. EUCREA bietet dabei individuelle Beratung zur Umsetzung und Finanzierung, unterstützt beim Aufbau von Assistenzstrukturen, vermittelt Studieninteressierte und begleitet die Hochschulen im Umsetzungsprozess. Studierende werden während ihrer Ausbildung kontinuierlich betreut und beraten. In Anschluss sollen Möglichkeiten für sie gefunden werden, im Kreativsektor beruflich tätig zu werden. Kulturbetriebe und Kreativwirtschaft können sich hinsichtlich der Einstellung von Kreativen mit Behinderung bei EUCREA beraten lassen. Mehr dazu hier.
Mach deine Herzenssache – Fördermittel für dein Projekt!
Herzenssache e.V., die Kinderhilfsaktion von SWR, SR und Sparda-Bank unterstützt Projekte, die Kinder und Jugendliche beteiligen und stärken. Du trägst mit deiner Arbeit dazu bei, das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern – es mangelt aber an einer Finanzierung? Dann bewirb dich auf eine Soforthilfe von 5.000 Euro, eine umfassende Förderung für drei Jahre oder ein Fahrzeug, das deine Projektarbeit ins Rollen bringt. Finanziert werden Projekte, die in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Saarland realisiert werden.

