Gründerin des Frauen Musik Büros Anne Breick erhält Ehrenbrief des Landes Hessen
1990 hat Anne Breick mit Mitstreiter*innen das Frauen Musik Büro in Frankfurt eröffnet, sie war lange Jahre als 1. Vorsitzende im Vorstand des Trägervereins tätig und hatte bis 2007 die Redaktionsleitung von MELODIVA inne. Für dieses 30jährige Engagement für die Frauen*rechte hat sie nun den Ehrenpreis des Landes Hessen überreicht bekommen. Der Hessische Rundfunk hat kürzlich ein Porträt über sie und ihre Band Kick La Luna gesendet, das ihr hier nachschauen könnt.
Herzlichen Glückwunsch zum Preis, liebe Anne!
Neuer Podcast: Musik-Talk „Stammtisch Stereo“ @ YOU FM
Ab heute, den 20. Februar, startet der Podcast „Stammtisch Stereo“: YOU FM-Moderatorin Anke van de Weyer und Rapper Yassin reden über Musik – ihre Lieblingssongs, Künstler*innen und Hypes, Rants und persönliche Storys kommen auch nicht zu kurz. In den Folgen á 60 Minuten tauschen sich die Hosts über alles Mögliche aus, was sie gerade in der Musik umtreibt: vom neuesten Deutschrap-Hype bis hin zu Pop-Acts wie Taylor Swift. Auch Gäste laden sich die beiden ab und zu ein. In der ersten Folge mit dem Titel „Die Hundewiese“ stellen sich die Hosts musikalisch vor und erklären, welche Musik sie im Leben geprägt hat. Die Folgen von „Stammtisch Stereo“ sind donnerstags auf Spotify inklusive Playlist, via Apple Music, Deezer und bei YouTube zu hören sowie per RSS-Feed abrufbar. In YOU FM läuft das neue Format immer sonntags von 18 bis 20 Uhr, los geht es am 23. Februar.
Anke van de Weyer wurde 1986 am Niederrhein geboren und hat Soziologie studiert. Seit 2011 arbeitet sie für verschiedene öffentlich-rechtliche Radiosender. Als Moderatorin und Redakteurin unter anderem für YOU FM, PULS und Deutschlandfunk Nova. Inhaltlich setzt sie sich vor allem neben Musik mit Pop- und Netzkultur sowie Feminismus auseinander. Yassin Taibi wurde 1985 in Darmstadt geboren. Er ist in Berlin als Interpret, Produzent und Label-Inhaber tätig. Mit seinem Partner „Audio88“ hat er in den vergangenen zehn Jahren über 150 Shows auf Touren und Festivals gespielt. Mit seinem Solo-Debüt war er 2019 auf Platz acht der deutschen Album-Charts. Er setzt sich öffentlich für gesellschaftskritische Themen ein und unterstützt unter anderem die Arbeit der Seebrücke.
Petition unterschreiben: hr 2 Kultur darf nicht sterben!
Der Hessische Rundfunk möchte kein „Minderheitenprogramm“ mehr sein und möchte aus Gründen einer besseren „Durchhörbarkeit“ seinen Kulturradiosender hr2 umgestalten und ab April 2020 zu HR-Klassik machen. Das haben die Leitungsgremien des Hessischen Rundfunks im Juli entschieden und den Mitarbeiter*innen des Programms bei einer Betriebsversammlung vorgestellt. Bedroht sind hochwertige Magazine wie „Kulturfrühstück“, „Der Tag“ oder „Doppelkopf“. Die Qualität der Kultur-Angebote in HR2 besteht darin, dass Hintergründe zu bestimmten Werken oder Musik-Aufnahmen besprochen werden und eine Auseinandersetzung mit Literatur durch Literaturbesprechungen und Lesungen erfolgt. So werden die Hörer*innen nicht nur informiert, sondern auch inspiriert und konsumieren nicht nur – ein Anspruch, der mit kultureller Bildung verbunden wird. Außerdem ist hr2 das einzige Programm des hr mit langen Wort- und Musikangeboten und frei von kommerzieller Werbung.
Als wichtigestes Argument gibt der Sender geringe Einschaltquoten an, das Programm schalteten nicht einmal 100.000 Hörer*innen täglich ein. Das neue Format soll ein reiner Klassiksender werden, der keine Wortsendungen mehr enthält, diese sollen nur noch als Podcast eingestellt werden, was als Antwort auf den digitalen Wandel bezeichnet wird. Auch will man sich mehr am Verhalten der „jüngeren Nutzer*innen“ (35-40-jährigen) orientieren (die gern Klassik hören?). Eine Online-Petition appelliert jetzt an den Rundfunk, sich nicht von diesen hochwertigen Angeboten zu verabschieden, da sie gerade im gebührenfinanzierten Rundfunk und Fernsehen ihren Platz haben müssten. Hier könnt ihr euch der Petition anschließen. Und öfter mal hr2 einschalten hilft bestimmt auch!
Radiotipps: Mahalia Jackson, Yazz Ahmed & Cécile McLorin Salvant
Auf drei neue Radiosendungen können sich Jazzfreund*innen in den nächsten Tagen freuen: am 16.10.2018 sendet WDR 3 in der Reihe „Jazz & World“ ab 22:05 Uhr ein Special über Mahalia Jackson (1911-1972), die „Queen of Gospel“ und engagierte Bürgerrechtsaktivistin. Am 17.10. featured HR 2 Kultur in der Sendung Jazzfacts ab 22:30 Uhr die britisch-bahrainische Trompeterin Yazz Ahmed (Foto). Weiter geht es am nächsten Tag: am 18.10. können Radiohörer*innen eine Sendung aus der Reihe Jazztime auf BR 4 Klassik hören, die die US-amerikanische Jazzsängerin und Komponistin Cécile McLorin Salvant vorstellt.
Radiotipp: Nelly Furtado im HR Radio 22.03.2017
Für die Produktion ihres neuen Albums „The Ride“ versetzte sich Sängerin Nelly Furtado in die Anfangszeit ihrer Karriere, in der sie nebenbei in einem Hotel die Toiletten putzte. In der „Kate Menzyk Show“ in hr3 erklärt die Sängerin: „Ich habe versucht, die Person zu finden, die mein erstes Album geschrieben hat. Ich wollte in Kontakt mit meinem alten Ich kommen.“ Aus diesem Grund beschloss die 39-jährige Kanadierin, den Putzlappen wieder selbst in die Hand zu nehmen: „Und es hat funktioniert. Ich habe wieder zu mir selbst gefunden. Das war ein Glücksmoment.“
Nelly Furtado veröffentlicht am 31. März ihr neues Album „The Ride“. Am Mittwoch, 22. März, ab 13.30 Uhr ist der komplette Talk mit Nelly Furtado in der „Kate Menzyk Show“ zu hören. Darin erzählt sie von Eigenschaften, die sie an den Deutschen schätzt, der Pubertät ihrer Tochter und wie sie selbst damit umgeht und von ihrer kreative Auszeit.
Radiotipp: „Starke Frauen – Starke Töne“ hr2 kultur 08.03.2016
In hr2-kultur übernehmen die Frauen am Dienstag, 8. März komplett das Ruder. Unter dem Motto „Starke Frauen – Starke Töne“ wird von 6 bis 20 Uhr ausschließlich Musik von und mit Frauen gespielt. Außerdem stellt der Sender Initiativen vor, die sich in Hessen um die stärkere Präsenz von Frauen im (klassischen) Musikbetrieb kümmern. Da gibt es zum Beispiel den Furore-Verlag in Kassel, der nur Musik von Frauen verlegt, da gibt es die Kasseler Musikpädagogin und Sängerin Christel Nies, die seit vielen Jahren rein weibliche Konzertreihen, z.B. „Komponistinnen und ihr Werk“ veranstaltet, in Frankfurt sitzt seit einigen Jahren das Archiv „Frau und Musik“. Und natürlich leben und arbeiten in Frankfurt auch viele herausragende Sängerinnen, Musikerinnen und Komponistinnen. Selbstredend wird das hr2-Programm an diesem Tag vor allem von Frauen moderiert.
Infos: http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=94634&key=standard_document_59561474
Rapperin Lary beim 10. Music Discovery Project
Am Freitag, 26., und Samstag, 27. Februar, wird das hr-Sinfonieorchester zusammen mit dem Singer/Songwriter Maxim in der Frankfurter Jahrhunderthalle das 10. Music Discovery Project präsentieren. Kartenkäufer sollten sich beeilen, denn für die beiden Konzerte gibt es nur noch wenige Karten. Mit von der Partie ist außerdem die Rapperin Lary. Das Konzert wird von YOU FM, dem Radio des Hessischen Rundfunks für junge Erwachsene, präsentiert und am Samstag, 27. Februar, als Livestream auf www.hr-sinfonieorchester.de und www.you-fm.de zu sehen sein.
Podcast: Interview mit Sophie Hunger bei hr2-kultur
Aus Freude an ihrer Musik, aber auch um bekannt zu werden, hat die Künstlerin Sophie Hunger am Anfang ihrer Karriere sehr viele Konzerte gespielt. In hr2-kultur erzählte die 1983 geborene Schweizer Sängerin jetzt kürzlich in der Sendung „Kulturcafé“, wie es zu ihrer Auszeit von eineinhalb Jahren kam: „Ich habe gemerkt, dass ich während der Konzerte meine Finger so komisch angucke. Das hab‘ ich früher nie gemacht. Und plötzlich sind mir auch so Details aufgefallen, dass ich ein Loch im Strumpf habe. Da hab‘ ich mir gedacht oh, das ist aber nicht gut, wenn Du auf der Bühne über Deine Schuhe nachdenkst.“
Die Idee für ihren neuen Song „Supermoon“ hatte Hunger beim Besuch einer Ausstellung über die Entstehung der Welt: „Ich dachte immer, der Mond wäre etwas Fremdes, ein Himmelskörper, der nichts mit uns zu tun hat. Dabei ist er ein Stück abgesprengte Erde, wie ein verlorenes Schaf, das im All rumtreibt, eigentlich unser Bruder. Der gehört zu uns, kommt aber nicht an uns ran. Wir brauchen einander, aber berühren können wir uns nicht. Das fand ich sehr lustig.“
Vielseitigkeit ist Sophie Hungers Programm. Die Tochter eines Diplomaten lernte schon früh fremde Welten kennen. Musikalisch prägte sie die Liebe ihres Vaters zu Jazz und Punk und die der Mutter zum klassischen Volkslied. In Frankfurt ist die experimentierfreudige Künstlerin beim Frankfurter „Women of the World“-Festival zu erleben: sie wird am 16.05. in der Alten Oper die Bühne betreten und ihr neues Album „Supermoon“ vorstellen.
Das komplette Gespräch war am Mittwoch, 29. April, um 17.15 Uhr in der Sendung „Kulturcafé“ zu hören und ist als Podcast unter www.hr2-kultur.de abrufbar.
Interview mit Anke Helfrich bei hr2 Doppelkopf
Auf ihrer Visitenkarte steht: Pianistin / Komponistin, schon vor vielen Jahren hat sie ihre Berufung zum Beruf gemacht. Anke Helfrich ist Deutschlands bekannteste Jazz-Pianistin, eine der wenigen deutschen Frauen im Jazz, die es auch auf die internationale Bühne geschafft hat. Sie lebt nicht in der Jazz Metropole Berlin, Köln oder Frankfurt sondern außerhalb, an der Grenze zu Hessen, weil sie da ihre Ruhe hat und ihr dort ihre Projekte einfallen. Gerade arbeitet sie an einem neuen Album, das sie in New York aufnehmen wird und das im Herbst erscheinen soll. Hier kann sie auch mal die ganze Nacht Musik machen, ohne die Nachbarn zu stören. Das kommt oft vor, denn als Hobby gibt die Berufs-Jazzerin „Musik“ an. Die sie nicht nur leidenschaftlich macht, sondern auch mit viel Enthusiasmus unterrichtet, zum Beispiel am Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt.
In der Radiosendung „Doppelkopf“ (hr2) sprach Daniella Baumeister mit Anke Helfrich über den Jazz und die Gänsehaut, die er verursachen kann, wenn er zum Beispiel von Thelonious Monk oder Herbie Hancock gespielt wird, über verrückte Projekte, die sie in die ganze Welt schicken und über das Leben, das mit den schwarzweißen Tasten so viel bunter ist. Hier ist das Interview im Podcast nachzuhören: http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=22564&key=standard_podcasting_hr2_doppelkopf&mediakey=podcast/hr2_doppelkopf/hr2_doppelkopf_20150416_59577456&type=a.
Radio-Tipp: Jazzfacts mit Billie Holiday zu ihrem 100.Geburtstag HR2 Kultur 01.04.2015
Am 07.04.2015 wäre die großartige Jazzsängerin Billie Holiday 100 Jahre alt geworden. Unzählig sind die Geschichten und Anekdoten, die man sich über sie erzählt und manche wirken exotisch, entstammen sie doch einer Zeit, die heute nur noch schwer vorstellbar ist. Dass sie während ihrer Engagements in der weißen Band von Artie Shaw in schäbigen Absteigen übernachten musste, während ihre weißen Band-Kollegen in Hotel-Palästen untergebracht waren, das ist nur eine von vielen – und nur eine von mittlerer Härte. Die Radiosendung Jazzfacts (HR 2 Kultur) zeichnet am 01.04. von 22:30-23:00 Uhr die wichtigsten Lebensstationen dieser Ikone nach.
Außerdem wird ihrer jetzt mit einer Box mit 4 CD’s gedacht: „Lady Day – The Masters Takes and Singles“ präsentiert 80 Songs, u.a. die Klassiker „Same Old Story“, „The Man I Love“, „Summertime“, „Am I Blue?“ und „Georgia On My Mind“. Eine zweite Neuerscheinung, die Compilation „The Centennial Collection“ verspricht „die 20 besten und größten Songs von 1935-1945“ (beides Columbia/Sony).
Infos: http://www.hr-online.de
„Hessenreporter“ über junge Stars im Internet
Mit „Youtube“ zum Weltstar: Teenie-Idole wie Justin Bieber hatten im Netz ihren Durchbruch – die „Lochis“ aus Riedstadt und Funda aus Fulda auch. Die selbst gedrehten Pop-Parodien der 13-jährigen Zwillinge Heiko und Roman Lochmann und die Cover-Versionen der 18-jährigen Funda aus Fulda im Videoportal „Youtube“ haben im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen Menschen angeklickt. Für den „Hessenreporter“ mit dem Titel „Internetstars – Berühmt durch Klicks“ am Sonntag, 13. Januar, um 18.30 Uhr im hr-fernsehen haben die Autoren Maurice Friedrich und Rick Gajek die „Lochis“ und Funda mehr als ein halbes Jahr begleitet. Unter www.internetstars.hr-online.de gibt es weitere exklusive Videos und Interviews mit den jungen Stars, die hier bereits am Freitag, 11. Januar, um 14 Uhr im Video-Livechat zu erleben sind.
An die sechzig Videos haben die Riedstädter Youtube-Helden binnen eines Jahres gedreht – auf dem Schulhof, am Leeheimer Riedsee oder im Kinderzimmer. Ein großer interaktiver Spaß – und ein gutes Geschäft: Als „Youtube-Partner“ verdienen Heiko und Roman Lochmann an der Werbung in ihrem „Channel“ mehrere hundert Euro im Monat. Die 18-jährige Funda aus Fulda arbeitet noch daran: Für den erträumten Ruhm als Sängerin hat sie sogar – erst einmal – die Schule verlassen. Der „Hessenreporter“ begleitet die jungen Videostars bei ihrem außergewöhnlichen Hobby, beim Kampf um die meisten Klicks und Fans im Internet. Was ist das für ein Phänomen, sich vor einem Millionenpublikum im Internet selbst zu inszenieren? Birgt es auch Gefahren? Den Reportern gelingt ein ungewöhnlicher und spannender Blick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, deren Karriere im Elternhaus beginnt und sofort weltweit zu verfolgen ist.
Pilotprojekt: hr-Orchestermusiker spielen in Frankfurter Kinderzentren
Eine Melodie, eine Musik, ein perfekter Klang: die Musikpädagogik weiß um die Bedeutung musikalischer Erfahrung schon im frühesten Kindesalter. Das Kita-Projekt des hr-Sinfonieorchesters Orchestermusiker spielen in Kinderzentren zieht praktische Konsequenzen aus den Erkenntnissen und startet ein Pilotprojekt in Deutschland. Zwar gibt es zahlreiche Bildungsprojekte in der deutschen Orchesterlandschaft, aber sie sind hauptsächlich auf Schulkinder und Jugendliche ausgerichtet. Mit dem Kita-Projekt wird eine Lücke geschlossen, die für die musikalische Früherziehung bedeutsam ist. Nach einer erfolgreich verlaufenden Testphase in 2011 können nun interessierte Kinderzentren von Kita Frankfurt nach und nach dieses Angebot aufgreifen.
Eine Gruppe von fünf OrchestermusikerInnen unterschiedlicher Instrumentengruppen besucht über den Zeitraum eines Jahres in mehreren Einheiten eine Kindertageseinrichtung und weckt in Zusammenarbeit mit hierfür gesondert geschulten ErzieherInnen Neugierde am Musikmachen und Freude an der Musik. Mit seinem auf große Nachhaltigkeit angelegten Konzept, das Kindern die Möglichkeit eröffnet, über einen längeren Zeitraum persönliche Beziehungen zu professionellen Orchestermusikern aufzubauen und dabei intensive musikalische Erlebnisse und Erfahrungen zu sammeln, ist das Kita-Projekt ein Pilotprojekt für Deutschland. Es rundet zugleich als weiterer wichtiger Baustein die vielfältige Jugendarbeit des hr-Sinfonieorchesters sowie die musikalischen Bildungsangebote der städtischen Kinderzentren Frankfurts ab.

