Hessen legt weiteres Unterstützungspaket für die Kultur auf

Hessen legt für Künstler*innen, Spielstätten und Kultureinrichtungen ein weiteres Unterstützungspaket auf. Die Bestandteile des Pakets sind: ein Programm zur Liquiditätssicherung von Theatern, Kinos und Musikspielstätten; ein Brückenstipendium, das für Künstler*innen greifen soll, die Selbstständigkeit, befristete Engagements und Teilzeit-Anstellung verbinden (angestrebter Start: Mitte März); ein Bonus-Programm für Verbände, die Einrichtungen und Kunstschaffende in Bezug auf Hilfsprogramme beraten und ein Förderprogramm für den Aufbau neuer und die Erweiterung bestehender Open-Air-Spielstätten sowie pandemie-kompatibler Pop-Up-Spielstätten.

10.02.2021

Online-Workshop zu Corona-Hilfen in NRW

Das Landesbüro Freie Darstellende Künste NRW veranstaltet am 18. Januar 2021 einen Online-Workshop  für freischaffende Künstler*innen, der sich den Corona-Hilfen von Bundes- und Landesregierung für freischaffende Künstler*innen aller Kultursparten widmet, die zum Zeitpunkt der Veranstaltung verfügbar oder angekündigt sind. Steuerberater Marcel Stenpaß informiert über aktuelle Programme und Bedingungen, aber auch über allgemeine und steuerliche Maßnahmen, die hilfreich zur Bewältigung der Krise sein können. Wer ist bei der „Überbrückungshilfe“ antragsberechtigt? Aus welchen Fördermitteln darf man Lebenshaltungskosten bestreiten? Und welches Programm schließt die Teilnahme an einem anderen aus? Marcel Stenpaß geht auch auf individuelle Fragen ein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Diese Veranstaltung findet online als Zoom-Konferenz statt. Die Teilnehmer*innen erhalten vor Beginn per Mail einen Link zur Teilnahme.

14.12.2020

Infographik Coronahilfen

Das Bundesfinanzministerium hat eine Infografik veröffentlicht, die den Überblick über seine Coronahilfen geben soll. Weiterhin gibt es die aktuell laufende Überbrückungshilfe (II), die nun bis in den Juni 2021 verlängert wurde und ab Januar 2021 unter dem Namen Überbrückungshilfe (III) läuft. Als Bestandteil der Überbrückungshilfe III gibt es voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar 2021 eine Maßnahme für Solo-Selbständige, speziell für Kulturschaffende. Mit der angekündigten Neustarthilfe soll es möglich sein, eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss zu erhalten. Dies ist eine Ergänzung zu der bisherigen Erstattung von Fixkosten, welche vielerorts ins Leere lief. Einen weiteren Lichtblick gibt es für kleine Festivals: Im Rahmen von Neustart Kultur soll es ein eigenes Förderprogramm für „Umsonst und Draußen Festivals“ ohne Ticketverkäufe, eintägige Festivals und solche, die weniger als 900 Eintrittskarten pro Tag verkaufen geben. 

07.12.2020

Baden-Württemberg eröffnet Beratungsstelle zu Corona-Hilfen für Kreative

Um Künstler*innen und Kreative in Baden-Württemberg im neuen Lockdown zu unterstützen, hat die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg eine Corona-Hotline ins Leben gerufen, die gestern gestartet ist. Dort erhalten Künstler*innen und Kultur- und Kreativschaffende eine erste Beratung zu den bestehenden Corona-Hilfen. Unter der Hotline bantworten von Montag bis Freitag von 10-12 Uhr und von 14-16 Uhr Expert*innen eure Fragen. Zu erreichen ist die Hotline unter der Festnetz-Nummer 0711 90715413. Daneben bietet die MFG Baden-Württemberg auf ihrer Website einen Überblick mit Informationen zur Unterstützung für Kultur- und Kreativschaffende während der Corona-Krise sowie branchenrelevante News. Eine weiterführende Beratung für mittelfristige Anliegen und zu unternehmerischen Fragen erhalten Kreativschaffende über die kostenlosen Orientierungsberatungen der MFG. Die einstündige Beratung findet per Zoom oder Telefon statt. Eine Anmeldung ist hierfür erforderlich.

17.11.2020

Neustart Kultur für Musikclubs und Veranstalter*innen: Antragsfrist verlängert

Die Antragsfrist der Teilprojekte des Pakets NEUSTART KULTUR für Clubs und Veranstalter*innen ist noch einmal verlängert worden: Noch bis zum 30.11.2020 können Musikclub-Betreibende und Veranstalter*innen von Live-Musik und Festivals im Rahmen des Förderpakets Geld beantragen.

17.11.2020

Neuer Verband Pro Musik vertritt freie Musikschaffende

Der neu gegründete Verband Pro Musik setzt sich für die Interessen aller freien Musikschaffenden ein, „unabhängig von Genre- und Szenezugehörigkeit“. Bisher gab es zwar für einige Bereiche der Musikkultur Interessenverbände, aber insbesondere freie Musiker*innen standen bisher ohne Lobby da. Anlässlich der Corona-Krise haben sich die beteiligten Musiker*innen zusammengetan, „um unsere langjährigen Erfahrungen zu teilen und Ideen zur Verbesserung der sozialen Absicherung, der Arbeitskonditionen und der Lobby der Musikschaffenden zu entwickeln. Als erfahrene und gut vernetzte MusikerInnen der freien Szene möchten wir Vertreter, Ideengeber und Berater zwischen der Szene und der Politik sein – für die Szene, für die Musik.“ Am 4. September traf sich eine Delegation des Verbandes mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, um über Verbesserungen der wirtschaftlich unverändert schwierigen Situation freischaffender Künstler*innen zu sprechen. Dabei sei es sowohl um kommunale Soforthilfen als auch um eine perspektivisch verbesserte Absicherung der Musiker gegen unverschuldete Arbeitslosigkeit gegangen. Henriette Reker sagte den Musikern demnach Unterstützung zu und wolle das Thema auch auf Landes- und Bundesebene in die politische Diskussion einbringen. Zu den ersten Amtshandlungen von Pro Musik gehörte zudem eine Stellungnahme zum Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes duch das Bundesjustizministerium. Pro Musik schließe sich grundsätzlich der Stellungnahme der Initiative Urheberrecht vom 31. Juli 2020 an, weist aber darüber hinaus auf einige Probleme hin. Der Verband betont insbesondere, dass in der Kultur-und Medienbranche eine strukturelle Asymmetrie herrscht, die durch die Digitalisierung dramatisch an Gewicht gewonnen hat, sodass ein zentrales Ziel einer urheberrechtlichen Reform in der Stärkung der Position der Urheber*innen und ausübenden Künstler*innen liegen muss, in der Wiederherstellung eines ‚Level Playing Fields‘.“

14.09.2020

Petition für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung hat am 17. Juni ein großangelegtes Programm zur Milderung der Auswirkungen der Corona -Pandemie im Kulturbereich beschlossen. Verbände wie der Deutsche Musikrat kritisieren jedoch, dass die Hilfen gerade bei den Solo-Selbstständigen immern noch nicht genug ankommen. Darum unterstützen sie eine Petition, die noch bis zum 26.06. mitgezeichnet werden kann. Text der Petition: „Trotz guter Absichten kommen die Corona-Hilfen bei den Selbstständigen nicht an. Es braucht einen Neustart: Die Soforthilfen müssen verlängert, rechtssicher ausgestaltet und neben laufenden Betriebskosten auch die Lebenshaltung, Miete und Krankenversicherung als notwendige Ausgaben anerkannt werden. Nebenberufler darf man nicht ausschließen. Zudem müssen Selbstständige beim Wiederaufbau ihrer Unternehmen und ggf. ihrer Altersvorsorge durch bürokratie- und belastungsarme Jahre unterstützt werden.“

18.06.2020

Engagement der GEMA für ihre Mitglieder

Die GEMA hat sich Maßnahmen überlegt, um Kulturschaffende in der Coraonakrise zu unterstützen. Aus den Mitteln für soziale und kulturelle Förderung hat die Solidargemeinschaft der GEMA den “Corona-Hilfsfonds” gegründet, der als einmalige  Zahlung als finanzielle Übergangshilfe für existenziell gefährdete GEMA-Mitglieder dienen soll. Je nach persönlicher Schwere der Situation können bis zu 5.000 Euro ausgezahlt werden. Die Gelder des Corona-Hilfsfonds sind für Komponist*innen, Textdicher*innen und Musikverleger*innen bestimmt, die durch die Corona-Krise außergewöhnlich stark betroffen sind und denen anderweitig keinerlei finanziellen Leistungen zur Verfügung stehen. Der “Schutzschirm LIVE” ist die pauschale Nothilfe der GEMA, die sich vorrangig an performende Komponist*innen und Textdicher*innen richtet, die durch den Ausfall sämtlicher Veranstaltungen in existenzielle Schwierigkeiten geraten sind. GEMA-Mitglieder können eine Vorauszahlung auf ihre Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen.

16.06.2020

Corona-Hilfsprogramm der Initiative Musik

Mit einem Hilfsprogramm unterstützt das deutsche Förder- und Exportbüro Initiative Musik 176 Musiker*innen in der aktuellen Ausnahmesituation. Das Programm wird durch die Einnahmen einer Spendenaktion ermöglicht, die von namhaften Künstler*innen und Bands wie Alice Merton, Barbara Morgenstern, BergeFiva und Hannah & Falco unterstützt wird. Leider konnte nur ein sehr kleiner Teil der vielen eingegangenen Anträge positiv beschieden werden, obwohl fast alle Anträge nachvollziehbar gewesen seien und Unterstützung verdient hätten, so die Jury. Für das Hilfsprogramm bewerben konnten sich Solokünstler*innen und Bands aus Deutschland, die aufgrund der fehlenden Einnahmen aus Club- und Festivalauftritten in der Zeit vom 13. März bis Ende Mai 2020 in eine finanzielle Notlage geraten sind. Es gingen 1.932 Anträge mit einem Durchschnitt von 7,5 ausgefallenen Konzerten im In- und Ausland pro Antragstellendem ein. Insgesamt wurden Auftritte in 94 Ländern angegeben. Bis Ende August, wird die Spendenaktion fortgesetzt. Eine weitere Runde des Hilfsprogramms ist für Ende Juli bzw. Anfang August 2020 geplant. Die kommenden Spendeneinnahmen werden für diese zweite Runde eingesetzt. Alle weiteren Förderprogramme der Initiative Musik werden momentan an die schwierige Ausnahmesituation angepasst, um Musiker*innen und Musikclubs sinnvoll zu unterstützen. So können im Clubprogramm Live 100 mittlerweile auch Live-Streamings von Konzerten für den Zeitraum des verordneten Veranstaltungsverbotes eingereicht und abgerechnet werden. 

04.06.2020

Deutsche Jazzunion und 25 weitere Verbände fordern dringende Korrekturen bei Corona-Soforthilfen

In einem gemeinsamen Appell fordern die Deutsche Jazzunion und zahlreiche andere Bundes- und Landesverbände verschiedener Sparten von der Bundesregierung dringende Korrekturen bei den Corona-Soforthilfen. Die aktuellen Regularien gehen an der Arbeitsrealität der soloselbständigen Jazzmusiker*innen und Kunstschaffenden vorbei. Der sechzehnseitige Appell umfasst unter anderem eine ausführliche Begründung, weshalb das von der Bundesregierung vorgesehene Sozialschutzpaket dem tatsächlichen Bedarf professionell und unternehmerisch tätiger Künstler*innen, die in der Coronakrise ihren Beruf nicht ausüben dürfen, nicht gerecht wird. Zur Bewahrung der beruflichen Existenz tausender Jazzmusiker*innen und anderer freier Künstler*innen vor dem wirtschaftlichen Ruin werden außerdem dringend passgenaue Konzepte benötigt, die über den Zeithorizont der Soforthilfen hinausgehen und neben der Infrastruktur passgenaue individuelle Unterstützung sicherstellen.

In dem Appell heißt es:
„Kultur wird von Menschen gemacht. Es ist richtig, die kulturelle Infrastruktur zu stützen, das allein reicht aber nicht aus. Wenn die kulturelle Vielfalt in Deutschland erhalten werden soll, dann müssen auch die ausübenden Künstler*innen individuell in die Lage versetzt werden, ihre Arbeit professionell fortzusetzen. (…) Die Soloselbständigen in den Bereichen Kunst und Kultur sind wichtige Protagonist*innen des kulturellen Lebens und zivilgesellschaftlicher Entwicklungen. Sie sind kritisches Korrektiv, prägen die Kultur der Metropolen und schaffen ein hochwertiges kulturelles Angebot an Orten – auch und besonders in der Fläche – die durch die Institutionen nicht erreicht werden.“

14.05.2020

Hilfe für den Neustart

Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt zehn Millionen Euro für das Sofortprogramm NEUSTART zur Verfügung, um kleineren und mittleren Kultureinrichtungen in ganz Deutschland die Voraussetzungen für den Start nach der behördlichen, pandemiebedingten Schließung zu schaffen. Ziel des Programms ist es, in Zeiten der Corona-Krise die Zugänglichkeit von Kultureinrichtungen und deren Vermittlungsangeboten zu sichern. Gefördert werden im Rahmen des Sonderprogramms Investitionen beispielsweise für den Einbau von Schutzvorrichtungen, die Optimierung der Besucher*innensteuerung sowie zur Einführung bzw. Anpassung digitaler Vermittlungsformate zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Über die Vergabe wird nach Reihenfolge der Anträge entschieden.

12.05.2020

Schleswig-Holstein eröffnet zweite Förderrunde für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler

Die #KulturhilfeSH geht in die zweite Förderrunde. Künstler*innen aller Sparten haben in Schleswig-Holstein nun die Möglichkeit einer zweiten Projektförderung bis zu 500€. Der Landeskulturverband Schleswig-Holstein hatte die #KulturhilfeSH als bundesweit erste Nothilfe-Aktion für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler bereits Mitte März gestartet. Jetzt ruft der Landeskulturverband alle bisherigen Antragstellerinnen und Antragsteller dazu auf, einen Folgeantrag zu stellen. Für all diejenigen, die bisher noch keinen Antrag gestellt haben, wird das Antragsverfahren auf eine kombinierte Beantragung von 1.000 Euro umgestellt. Das Online-Antragsformular für den Folgeantrag und für die kombinierte Beantragung stehen seit dem 1. Mai zur Verfügung.

05.05.2020