Initiative Musik fördert 97 Projekte mit über 840 Tsd. Euro – Fokus auf nachhaltige Professionalisierung und Vielfalt
In der ersten Förderrunde des Jahres stellt die Initiative Musik mehr als 840 Tsd. Euro für 97 ausgewählte Musikprojekte aus den Bereichen Pop, Jazz, Indie sowie weiteren Genres bereit. Die Künstler*innenförderung richtet sich an aufstrebende Nachwuchstalente, die ihre musikalische Laufbahn nachhaltig professionalisieren möchten. Unterstützt werden dabei unter anderem Studioaufnahmen, die Planung von Tourneen, die Produktion von Musikvideos sowie maßgeschneiderte Marketingmaßnahmen. Wir freuen uns riesig, dass Elsdeer, die wir in diesem Jahr für das PopCamp nominiert haben, unter den Geförderten ist. Auch die Bassistin Franzi Aller, die sich u.a. in der Frankfurter Jazzszene einen Namen gemacht hat, kann sich über eine Förderung für die Produktion ihres Debüts „Bassline“ freuen. Weitere Geförderte sind die all-female Punkband Lady Lazarus aus Berlin und Principess aus Bayern, die Indiemusikerinnen Mina Richman und Stina Holmquist u.v.m.
Die Förderung soll insbesondere dazu beitragen, die begonnene Professionalisierung hin zur nachhaltigen Etablierung am Musikmarkt zu unterstützen, dabei die Genrevielfalt gezielt weiter zu stärken und auf Spezifika von diesbezüglichen Nischen differenziert einzugehen. Die Projektmittel für die Künstler*innenförderung stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Verfügung. In der nächsten Antragsphase vom 10. bis 30. April 2026 können Künstler*innen und Bands erneut ihre Projekte einreichen.
60. Förderrunde der Künstler*innenförderung der Initiative Musik mit neuen Bedingungen
Die Initiative Musik hat ihr stark nachgefragtes Programm Künstler*innenförderung weiterentwickelt: 1) Ab jetzt ist eine Solo-Antragsstellung ohne Partnerunternehmen möglich! 2) Auch die Werkkreation, Proben und Autor*innen können bezuschusst werden. 3) Der Förderanteil kann variabel zwischen 40-60% gewählt werden. 4) gibt es neue Fördersummen: die geringstmögliche beträgt 6.000€, die höchste Summe 60.000€. Die Neuerungen gelten ab der 60. Förderrunde, für die bis zum 18. Januar 2023 Anträge eingereicht werden können (mehr dazu anschaulich hier). Aber Achtung: Da es in der letzten Antragsphase in den letzten 48 Stunden vor Abgabeschluss zu einer Serverüberlastung kam, können Anträge nur bis Montag, den 16. Januar 2023, 12 Uhr angelegt werden. Bereits angelegte Anträge können dann bis zum 18. Januar 2023, 12 Uhr eingereicht werden. Nachtrag: der letzte Infocall, der die Änderungen erklärt, wurde aufgezeichnet.
Thüringen startet Stipendienprogramm „Resilienzen“
Am 1. Juni 2020 hat die Kulturstiftung Thüringen ein Stipendienprogramm unter dem Titel Resilienzen eröffnet. Das Programm richtet sich an freischaffende Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Thüringen und beinhaltet 30 Stipendien in Höhe von je 3.000 Euro. Mit der Ausschreibung möchte die Kulturstiftung Kulturschaffende ermutigen, sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit den durch die Corona-Pandemie veränderten individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren Bewältigung, auseinanderzusetzen. Der Titel „Resilienzen“ meint im erweiterten Sinn eine Form von Widerstand. Er ist bewusst im Plural gehalten, da Individuen Widerstandskräfte in unterschiedlicher Gestalt entwickeln können. Auch eine Gesellschaft kann kulturelle Formen von Resilienz entwickeln, indem sie auf Störungen reagiert, diese verkraftet und sogar zum Anlass für Weiterentwicklungen werden lässt. Alle Informationen und der Online-Antrag sind auf der Website der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen abrufbar. Die Stipendienvergabe wird bis 1. August 2020 von einer Fachjury geprüft und anschließend bekanntgegeben.

