Open Call: Jubiläumsausgabe des IF*TF 2026 zu Feministischer Demokratie

Das nächste Internationale Frauen*Theater Festival findet vom 14.–20.09.2026 in Frankfurt statt und feiert in diesem Jahr zehn Jahre intersektional-feministisches Empowerment, Sichtbarkeit und strukturelle Veränderung. Unter dem Motto „FEMINISTISCHE DEMOKRATIE: 10 Jahre die Zukunft des Theaters inszenieren“ wurde jetzt ein Open Call ausgeschrieben, bei dem Künstler*innen aus den Bereichen Theater, Performance, Tanz, öffentlicher Raum, Workshops, Musik, Video, bildende Kunst sowie Beiträge für das Symposium gesucht werden. Leitfragen können sein: Welche ästhetischen, performativen oder kollaborativen Methoden entwickeln Künstler*innen, um demokratische, feministische und antikoloniale Arbeitsprozesse zu gestalten? Welche neuen Narrative können patriarchale und koloniale Machtstrukturen hinterfragen? Welche Visionen einer gerechteren Zukunft entwerfen Künstler*innen Deadline: 15.05.2026

01.04.2026

Wellemachen: Teile deine Geschichte zu Machtmissbrauch und Diskriminierung in der deutschen Musikindustrie

Wellemachen e.V. ist eine unabhängige Organisation und ein nachhaltiges Netzwerk von Akteur*innen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, die sich für die Chancengleichheit und Gleichstellung in der Musikbranche einsetzen. Der Verein verfolgt das Ziel, strukturelle Ungleichheiten abzubauen und eine gerechtere, vielfältige und sicherere Zukunft für alle Akteur*innen in der Musikbranche zu gestalten. Derzeit entwickelt der Verein ein Online-Archiv und eine Ausstellung, in denen anonyme Betroffenenberichte zu verschiedenen Formen von Diskriminierung und Machtmissbrauch gesammelt und veröffentlicht werden. Die Beiträge können Erfahrungen mit Sexismus, Rassismus, Trans*feindlichkeit, Ableismus, Alters- oder Klassen-Diskriminierung umfassen. Das Projekt will den Mythos entkräften, dass Machtmissbrauch und Diskriminierung „Einzelfälle“ seien – und stattdessen das systemische Ausmaß sichtbar machen, Betroffenen Raum geben, ihre Erfahrungen sicher und anonym zu teilen und so öffentliche Aufmerksamkeit und Handlungsdruck zu erzeugen. So sollen Materialien und Statistiken für Aufklärung, Workshops und Sensibilisierungsarbeit bereitgestellt werden.

Über ein DSGVO-konformes Formular können Betroffene ihre Erfahrungen einreichen und selbst entscheiden, auf welchen Kanälen sie ihre Erfahrung geteilt wissen möchten – online, in Ausstellungen oder auf den Social-Media-Kanälen von Wellemachen.

10.03.2026

Vernissage: Ausstellung über das Frauenmusikzentrum Lärm und Lust Berlin (ab 12.04.)

In Berlin der wilden 1980er Jahre kamen Frauen zusammen, um sich Räume zum Musikmachen und gemeinsamen Proben zu schaffen sowie eigene Netzwerke aufzubauen. Der Verein Lärm und Lust e. V. wurde 1982 gegründet und es wurden Räume in der Oranienstraße in Kreuzberg in Eigeninitiative ausgebaut. Die Musikerinnen stellten sich gegenseitig Instrumente und Equipment zur Verfügung. Austausch, Konzerte und Unterricht waren Bestandteile des Frauenmusikzentrums und gehörten zum Konzept. Es gab eine große Bandbreite von Musikstilen und Niveaus. Bei Lärm und Lust spielten und übten sowohl Anfängerinnen als auch Profis. Im Laufe der Jahre entstanden in Berlin und über die Stadt hinaus circa 80 Frauen-Bands sowie zahlreiche Frauen-Musikfestivals und -Initiativen. Eine Ausstellung in der Begine Berlin lässt diese intensive Zeit des Aufbruchs nun lebendig werden. Am 12.04.2026 wird sie ab 15 Uhr mit Livemusik von MoMas Berlin, uSAMBAras, Silke Fell und Maike Scheel eröffnet und ist bis 31.05. zu sehen. Am 22.04. könnt ihr um 18 Uhr bei einem Rundgang durch die Ausstellung mit Filmvorführung mitmachen.

04.03.2026

Musikerinnen*-Stammtisch in Dresden (jeden 1. Dienstag von Okt-Mai)

Frauen* im Musikbusiness – Musikerinnen*, Musikstudierende, Frauen* aus der Veranstaltungs-, Ton-, Kultur- oder Musikwirtschaft, Sängerinnen*, Komponistinnen*, Produzentinnen* usw. – sind herzlich zum nächsten Stammtisch eingeladen: jeweils am 1. Dienstag im Monat und von Oktober bis Mai treffen sich Interessierte im Drinnen & Draußen in Dresden für Austausch, Solidarität und ein starkes Miteinander.

Wann? Di, 03.03.2026, 19:30 Uhr
Wo? Drinnen & Draußen, Kamenzerstr. 62, 01099 Dresden

25.02.2026

Open Call: International Women’s Day – FLINTA* Voices Wanted

Die Alte Münze, ein Kulturquartier für progressive Kunst mitten in Berlin hat einen Open Call zum Frauen*kampftag veröffentlicht: gesucht werden Beiträge von FLINTA* Autor*innen und Kreativen, die ihre Perspektiven auf Weiblichkeit, Empowerment, Widerstand, Solidarität, Intersektionalität und die Realitäten im Patriarchat teilen wollen. Sende deine kurzen Texte oder Gedichte mit einer kurzen Bio und deinen Social Media Links bis 2.3.2026 per Mail. Begrüßt werden insbesondere Beiträge aus vielfältigen, marginalisierten und unterrepräsentierten FLINTA*-Perspektiven. Die Beiträge werden im Onlinemagazin, Social Media und in einer jährlichen Printausgabe publiziert.

24.02.2026

ChorLAB „The Body that Sings – Chorpraxis aus feministischer Perspektive“ 26.02. (digital)

Am 26. Februar 2026 lädt das Goethe Institut Schweden von 13–14:15 Uhr herzlich zum digitalen ChorLAB „The Body that Sings – Chorpraxis aus feministischer Perspektive“ ein. Wer singt? Was singen wir? Wie singen wir und vor allem in welchen Strukturen und unter welchen Voraussetzungen? Darüber soll es in einem digitalen Gespräch zusammen mit der Musikerin und Philosophin Rosa Klee (DE) sowie der Komponistin und Klangkünstlerin Brenda El Rayes(SE) gehen. Ausgehend von ihren künstlerischen und praktischen Erfahrungen werden die sozialen Dimensionen gemeinschaftlichen Singens diskutiert, Hierarchien und Traditionen hinterfragt und erkundet, wie feministische Perspektiven das Arbeiten im Chor verändern kann.

Das ChorLAB versteht sich als digitales Denk- und Austauschformat: eine Art „Think Tank“ rund um Fragen zu Musik und Gesellschaft. Es bringt Akteur*innen aus Chorpraxis, Kunst und Wissenschaft zusammen und schafft einen offenen und zugleich geschützten Raum für Impulse, Diskussion und Vernetzung. Die Veranstaltung findet online und in englischer Sprache statt, die Teilnahme ist kostenlos. 

20.02.2026

Sophie von La Roche-Preis: jetzt bewerben

Die Stadt Offenbach am Main verleiht seit 2009 den „Sophie von La Roche-Preis“ zur Förderung und Anerkennung hervorragender und innovativer Leistungen, die der Verwirklichung der Gleichberechtigung bzw. der Gleichstellung von Frauen dienen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro dotiert. Bewerben können sich natürliche und juristische Personen, Frauenprojekte, Vereine, Institutionen und Verbände, die sich mit ihrer Arbeit für Gleichberechtigung und Gleichstellung einsetzen. Abgabeschluss: 12. April 2026

16.02.2026

Queerfeministisches ELLA Festival in Mallorca sucht Künstler*innen

Das ELLA Festival Mallorca (29.8.-6.9.2026) sucht Künstler*innen und Kreative, die mit Musik, Workshops, DJ Sets, Talks und visuellen und hybriden Formaten zum Festival beitragen wollen. Gesucht werden Vorschläge, die mit den Werten der Macher*innen übereinstimmen: Gemeinschaft, Verbundenheit, Sichtbarkeit und gemeinsame Erfahrungen. Das ELLA ist ein internationales Festival, das auf Austausch, Präsenz und bedeutungsvollen Begegnungen basiert und sich an lesbische, queere Frauen und non-binäre Personen richtet. Interessierte schreiben eine Mail.

10.02.2026

ONE BILLION RISING 14.02.2026: Tanzdemos gegen patriarchale Gewalt

27 Länder beteiligen sich 2026 bei ONE BILLION RISING unter dem Leitmotiv „For our Bodies, our Earth, our Future„. Das diesjährige Motto in Deutschland heißt „Women on Fire – Ni una menos“ und wurde gewählt, um die lokale Dringlichkeit (der massive Anstieg von patriarchaler Gewalt und Femiziden) mit globaler Solidarität zu verknüpfen. Such dir jetzt eine Tanzdemo in deiner Stadt oder Umgebung aus, lade den Kampagnensong hier runter und lass dich tänzerisch inspirieren. musicRLPwomen* lädt als Teil des Koblenzer Aktionsbündnisses um 15 Uhr zu einer Demo am Löhrrondell ein. In Frankfurt geht es ab 14 Uhr auf dem Roßmarkt los: Veranstaltet vom Frauenreferat und einem breiten Aktionsbündnis, der DJ Crew GG Vybe und der Choreografin BeShoo, könnt ihr ein kraftvolles Zeichen gegen patriarchale Gewalt setzen (auch in Gebärdensprache).
 

09.02.2026

Open Call: Protestsong Lyrics gesucht

GRRRLS.AT – eine Plattform für Musikerinnen* in Graz – sucht für einen kritischen & solidarischen Original-Protestsong nach einem Liedtext auf Deutsch oder Englisch, der gegen patriarchale Gewalt und für queerfeministischen 
Zusammenhalt einsteht.

 Zum Gewinner*innentext wird eine Komposition in Auftrag gegeben, die mit dem Grrrls Chor mehrstimmig vertont wird.
 Gesucht wird ein verständlicher und mitreißender Text, der keine Anmoderation braucht und zum Mitsingen bei Konzerten und Demonstrationen einlädt.

 Aus den Einreichungen wird ein Text zur Vertonung ausgewählt und mit 250€ Preisgeld dotiert.

 Die Uraufführung des Songs ist für das STERRRN (19.-20.06.2026) geplant.

 Schicke deine Einreichung bis 8.3.2026 per Mail 
mit dem Betreff „Protestsong Lyrics“. 

05.02.2026

FLINTA* Musicians Community Vienna: Open Call

FLINTA* Musicians Community Vienna startet 2026 eine Reihe von FLINTA*-Showcase-Konzerten und suchen Acts aller Genres, um fantastische Line-ups für verschiedene Genre-Themenabende an einem passenden Veranstaltungsort zusammenzustellen. Egal, welchem Genre du dich mit deiner Musik zugehörig fühlst, wenn deine Band hauptsächlich aus FLINTA*-Musiker*innen besteht oder du eine Solo-FLINTA*-Künstlerin bist, fülle bis zum 15. Februar 2026 das Formular aus!Wenn du Fragen hast, schreibe sie in die Kommentare unten oder sende eine DM. 

02.02.2026

Start der Filmreihe „Toxic Gender“ (28.01.2026)

Am 28.01. findet um 18 Uhr im Kino Das Lumen in Solingen die Filmpremiere der Filmreihe „Toxic Gender“ des Medienprojekts Wuppertal statt. Im Mittelpunkt der Filmreihe steht die Auseinandersetzung junger Menschen mit tradierten und autoritären Geschlechterbildern sowie mit antifeministischen Narrativen, wie sie u.a. in demokratiefeindlichen Strömungen zunehmend verbreitet werden. Mädchen und junge Frauen erleben im Alltag sexistische Sprüche, abwertende Witze oder offene Diskriminierung. Jungen und junge Männer stehen unter dem Druck, einer stereotypen Vorstellung von „echter“, dominanter, gefühlsarmer Männlichkeitsnorm zu entsprechen – Schwäche zu unterdrücken, Empathie zu vermeiden und sich über die Abwertung anderer, insbesondere von Mädchen, zu definieren. Die Filmreihe besteht aus einem Kurzspielfilm und Interviewfilmen und soll Jugendliche dazu anregen, eigene Vorstellungen von Geschlecht kritisch zu hinterfragen – insbesondere im Hinblick auf die Einflussnahme durch soziale Medien und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Dabei wird sichtbar: Misogynie betrifft nicht nur Mädchen und junge Frauen negativ – sie schadet auch Jungen, indem sie menschliche Vielfalt und emotionale Freiheit einschränkt. Durch die Filme soll ein Klima unterstützt werden, in dem Empathie, Gleichberechtigung und Respekt nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung wahrgenommen wird.

Nach der Filmaufführung gibt es eine Publikumsdiskussion mit den Filmbeteiligten. Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei (Kartenreservierung). Trailer

In der Filmpremiere wird nur ein Teil der Filmreihe im Kino gezeigt. Die Filmreihe ist nach der Premiere als Bildungs- und Aufklärungsmittel als Streaming / Download/ DVD hier erhältlich.

19.01.2026