Fachtagung „Repertoirebildungen und Kanonisierungsprozesse im Musikhochschulbereich“ 13.-14.10.2017

Was ist „aufführungswürdige“ Musik? Wie kommt die Auswahl des musikalischen Materials für Musikgeschichte, Musikanalyse und künstlerische Erarbeitung zustande? Welche Vorgänge stehen hinter den etablierten Werturteilen, die das Repertoire, die disziplinären Grundlagen und das Erkenntnisinteresse einer Musikhochschule formen und stützen? Diesen Fragen geht die Fachtagung „Repertoirebildungen und Kanonisierungsprozesse im Musikhochschulbereich“ nach, die die Hochschule Luzern/Lucerne University of Applied Sciences and Art vom 13.-14.10.2017 im Regierungsgebäude des Kantons Luzern veranstaltet. Ausgehend von Ergebnissen des Luzerner Forschungsprojekts „Ein- und Ausschlüsse in der Musikhochschullehre“ wird in Referaten, die von international renommierten WissenschaftlerInnen präsentiert werden, den Bedingungen und Möglichkeiten musikalischer Produktion nachgegangen und über künftige Strategien diskutiert.

Auf dem Programm stehen unter anderem folgende Referate und Diskussionen:
• Freiheiten, Restriktionen, Legitimierungen – Auswahl musikalischer Inhalte für Geschichte, Analyse und künstlerische Erarbeitung an einer Hochschule (Blanka Šiška/Hochschule Luzern)
• „Great Performance!“ – Kriterien und Herausforderungen bei der Evaluation von Performance-Abschlussprüfungen (Elena Alessandri/Hochschule Luzern)
• Zur Rolle der Wertung in der (Musik-)Historiografie (Frank Hentschel/Universität zu Köln)
• Fachlich begründet? Der musikalische Kanon zwischen Diskurs und Performanz (Michele Calella/Universität Wien)
• Avantgarde als Konservativismus – Historische Werturteile und ihr Einfluss auf eine „Problemgeschichte des Komponierens“ (Ariane Jeßulat/Universität der Künste Berlin)
• Interpreten und Interpretinnen als Autoren von Musikgeschichte? (Beatrix Borchard/Hochschule für Musik und Theater Hamburg)

17.09.2017

Interkulturelle Chor-Fachtagung NRW 11.02.2017

Der Anteil der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund steigt stetig, dies zeigt sich auch an der demographischen Entwicklung NRW’s, insbesondere in den Ballungszentren. Die gemeinsame Gestaltung der reichen Tradition des chorischen Musizierens in all seinen Ausprägungen und Chancen der Persönlichkeitsentwicklung ist daher erstrebenswert. Doch derzeit scheinen Menschen mit Migrationshintergrund, jedenfalls aus außereuropäischen Kulturkreisen, in der herkömmlich organisierten Chorszene NRWs deutlich unterrepräsentiert. Trifft dies zu? Wenn ja, woran liegt das? Der Landesmusikrat NRW veranstaltet dazu eine Interkulturelle Chor-Fachtagung am 11.02.2017 und möchte Hintergründe durchleuchten und mögliche Perspektiven des gemeinsamen Musizierens aufzeigen. Forschungsergebnisse des Arbeitskreises Musik in der Jugend zum Thema „Chormusik in der Migrationsgesellschaft“ sollen neben einem Überblick zum türkischen Chorleben in NRW Anregungen zum Miteinander geben.
Zeit: 10:00-16:30 Uhr (mit Mittagspause von 12:30 bis 13:30 Uhr)
Referenten: Dr. Karl Ermert, Dr. Ali Sak, mit dem Türkisch-Deutschen Projektchor

Veranstaltungsort: Landesmusikakademie Heek, Orchestersaal, Steinweg 2, 48619 Heek-Nienborg

(Quelle: www.miz.org)

25.07.2016

FUMA Fachtagung „gender rockt“ – Jugendkulturelle Szenen und Inszenierungen

Jugendkulturen sind Seismografen gesellschaftlicher Stimmung. Sie bieten Jugendlichen einen Raum, sich von den Werten und Normen ihrer Umwelt und Herkunftsfamilien zu lösen, sie in Frage zu stellen und eigene Wege der Lebensbewältigung zu finden. Die jugendkulturellen (Selbst-) Inszenierungen und Ausdrucksformen sind vielfältig und verändern sich schnell. Um diese mit dem Blickwinkel „Gender“ näher zu beleuchten, lädt die Fachstelle Gender in NRW FUMA e.V. am 20.09.2016 zur Fachtagung „gender rockt“ nach Essen ein. Ziele der Fachtagung sind: Genderbezogene Einblicke in jugendkulturelle Szenen und Inszenierungsformen zu geben, Schnittmengen und Andockpunkte für die Arbeit mit Mädchen und Jungen festzustellen und die eigene Fachlichkeit zu stärken. Als ReferentInnen sind Prof.in Dr.in Melanie Groß (FH Kiel), Christina Dinar (Pädagogische Fachreferentin digitaler Raum, Amadeu Antonio Stiftung, Berlin), Anna-Maria Hundrieser (anyway Köln – Jugendzentrum für LSBT* Jugendliche), Saboura Naqshband (Politikwissenschaftler_in, Empowerment-Trainer_in) und Klaus Farin (Autor, Stiftung Respekt, Berlin) eingeladen. Es gibt zwei Impuls-Vorträge und zahlreiche Workshops und Diskussionen.

Anmeldung werden bis 12.09.2016 erbeten unter: www.fachtagung2016.gender-nrw.de
Kosten: 50,00 € inkl. Verpflegung

Veranstaltungsort: Triple Z, Katernbergerstr. 107, 45327 Essen

05.07.2016

Fachtagung Musiktherapie „Gender auf der Agenda“ 09.11.2013 Berlin

Eine Fachtagung im Musiktherapiezentrum der Universität der Künste Berlin 2013 hat das Thema “Gender auf der Agenda… Oder: Welch Geflecht‘, dies Geschlecht!“ im musik- und psychotherapeutischen Alltag am Samstag, 09.11.2013 von 9.00 bis 17.30 Uhr. Es befasst sich mit Fragen wie „Was bedeutet uns und was verbinden wir mit Geschlechterzugehörigkeit und Geschlechterrolle? Wie halten wir es mit der zwischenmenschlichen Beziehung unter Geschlechtern? Was wird sichtbar, was bleibt unsichtbar? Hüten wir Geheimnisse in uns? Und schließlich: Können wir Geschlecht („weiblich“ / „männlich“) auch im Musikalischen hören, spüren und leiblich erfahren? Inwiefern und wie stark ist unsere therapeutische Haltung vom Gender-Fühlen, -Denken und -Handeln oder von Vorurteilen geprägt und beeinflusst?“ Die Referenten und Referentinnen werden die TeilnehmerInnen mit theoretischen Grundlagen, klinischen Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Erkenntnissen bereichern – für eine genderbewusste therapeutische Haltung und Beziehungsgestaltung. Zielgruppe der Fachtagung sind praktizierende Musik- und PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, Studierende der genannten Fachrichtungen sowie InteressentInnen angelehnter Berufsfelder. Teilnahmegebühr: 60,-€, ermäßigte Kosten für StudentInnen 50,-€. Anmeldung unter www.udk-berlin.de/musiktherapie, Anmeldeschluss: 21.10.2013.

Veranstaltungsort: UdK Berlin, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin-Charlottenburg, Raum 158
Kontakt: Musiktherapiezentrum UdK Berlin, Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW), Tel: + 49 (0)30 3185 2553,
Fax: + 49 (0)30 3185 2680, E-Mail: ed.nilreb-kdu@eiparehtkisum

29.09.2013